Fasanengehege Anfängerforum

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12 Jun 2019
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#1
Hallo,

ich hab mir in den Sinn gesetzt ein Fasanengehege zuzulegen um damit unser Revier zu besetzen. Aktuell besetzen wir aus fremdbeständen und das würde ich gerne ändern.
Nun meine eigentlichen Probleme bzw. Anfangsschwierigkeiten:

Wie groß soll der Erstbestand sein, welche Gehegegröße sollte man als Anfänger wählen, ... ?


Vielleicht gibt es einen Jägerkollegen in der Umgebung (Rosenheim) der Erfahrung und Fasane hat :)

Danke für euer Tipps

Waidmannsheil
 
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#2
Wende dich an colchicus wenn du einen wirklichen Experten befragen willst.

Aber sei dir im Klaren dass da gaaaaannnnnnzzz viel Arbeit dahinter steckt.

Ich habe berufsbedingt kapituliert da auch mein Revier suboptimal ist und meine reviernachbarn nicht gerade niederwildfreundlich sind
. Da zählen nur die Sauen und jeder Fuchs wird laufen gelassen - haben auf meiner fasanengeeigneten Fläche von 100 ha pro Jahr 20 Füchse erlegt obwohl kein geheck in meiner Fläche groß wurde.

Wenn ich mit 60 in Ruhestand gehe Versuch ich vielleicht nochmal .
 
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12 Jun 2019
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#5
Aufwand ist mir noch nicht so ganz bewusst, deshalb frage ich weil ich diesen nicht einschätzen kann :oops:
 
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#6
Als Grundgerüst würde ich Dir empfehlen, das Feldhühnerseminar an der Landesjagdschule im nächsten Jahr zu besuchen, einen Tag später ist immer das Niederwildseminar. Wenn Du Literatur brauchst, gerne über PM.
 
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#7
Vor dem Fasanengehege muss aber erste einmal das Revier "aufgemöbelt" werden.

Ist das Revier einigermaßen für Fasanen geeignet ? Kannst Du hier noch an Flächen kommen, um Wildäcker, Buntbrachen, etc. anzulegen?

Hast Du ausreichend Fallen stehen und betreibst Du die Fallenjagd intensiv ? Das ist im Vergleich zur Fasanenaufzucht nämlich noch vergleichsweise wenig Arbeit. Umgekehrt, wenn Du das Raubwild nicht SEHR kurz hältst, züchtest Du in Deinem Fasanengehege nur teures Fuchsfutter.

Und dann schau einmal, ob die VORHANDENEN Fasanen nicht durch diese Hegemaßnahmen von selbst zunehmen.

PS: Falls Du den Uhu im Revier hast, kannst Du das Projekt wahrscheinlich eh vergessen.
 
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#8
Also das die Fallenjagd wenn intensiv betrieben wird vergleichsweise wenig Arbeit ist würde ich jetzt mal nicht sagen.

Gut wenn das Revier nur 100 ha hat ja. Aber bei 600 ha und sagen wir mal 4-5 Fallen pro 100 ha da hast ordentlich zu tun.

Aber ich geb dir recht erstmal die Raubwilddichte runter fahren.

Wenn ein natürlicher Bestand noch vorhanden ist und noch etwas Biotopverbesserrung betrieben wird sollte es damit auch gehen. Dauert halt alles seine Zeit.
 
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#9
Ich meinte ausdrücklich Fangjagd im Vergleich zu einer artgerechten Aufzucht von Fasanen. Wenn es nur darum geht, in Kistenfasanen-Produzenten schnell 100 Hähne abzuholen und diese nach zwei Wochen laufen zu lassen - OK, das ist weniger Arbeit als Fallenjagd.

Durch die modernen Fallenmelder reduziert sich der Aufwand doch schon ganz erheblich.
 
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#10
PS: Falls Du den Uhu im Revier hast, kannst Du das Projekt wahrscheinlich eh vergessen.
Wir haben den Uhu seit Jahren im Revier. So pauschal kann man das nicht sagen. Es kommt viel auf die weitere Beute an. Der Uhu hat nachweislich bei uns kleine Kaninchenpopulationen ausgerottet bis zum letzten. Wir hatten eine große Feldscheune mit Brennholzstapeln, etc. Da waren ca. 25 Kaninchen. Am Ende des Winters keines mehr. Es ist klar, wir haben mit großem Abstand zusammen mit einem Nachbarrevier den höchsten Bestand an Niederwild. 52 Hasen pro 100 ha ziehen einfach mehr als 2 pro 100 ha. Schauen wir mal was der Herbst mit sich bringt, bin auf die Zählung gespannt, der wenige Mais muss erst weg.
Seit der Uhu da ist - ich will ihn jetzt nicht heilig sprechen - sind weniger Katzen im Revier und die Jungfuchsgehecke sind sehr gering, Ausnahme letztes Jahr. Wobei bei den Jungfüchsen niemand weiß, wie sich die Staupe auswirkt. Da ist alles andere Kaffeesatzleserei.
 
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#11
Dem Uhu waren bei mir zwei angeblich bekannte, vielleicht sogar anerkannte UHU-Experten so dicht auf die Federn gerückt, dass der die Brut dann abgebrochen hat.
Es gibt halt immer Menschen, die meinen anderen berichten zu müssen, was sie wo beobachtet haben, und die anderen müssen das dann hautnah überprüfen.
Bei mir hat der Uhu aber nicht die Fasanen dezimiert, das sind die Mähwerke, bis zu 7-mal pro Jahr, obwohl sie es in diesem Jahr vielleicht wieder nicht schaffen werden, gestern hat der erste den 4. Schnitt gemacht.
Gruss, DKDK.
 
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#12
Ich bin auf einer Ornithologenseite unterwegs, so Sichtungen von allen möglichen Arten gemeldet werden. Die Meldungen vom Uhu sind verschlüsselt und werden nur einem sehr engem Kreis zugänglich gemacht. Scheint ein großes Interesse an dem Vogel zu bestehen.
 
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#13
Die Seite kenn ich auch gut. Wahnsinn was da für ein Ornithologentourismus losgeht wenn seltene Vogelarten gesichtet werden.
Bei uns ist er Gott sei Dank noch nicht. Da hab ich lieber Kiebitz, Wiedehopf und Waldwasserläufer im Revier. Dann lieber selbst um Katze und Jungfuchs kümmern.
 
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#14
Hast das mit dem Rosenpelikan gelesen? Den melden jeden Tag ein paar, da muss eine Prozession täglich hingehen.
Mir haben diese Meldungen eben schon zwei mal sehr geholfen. Einmal wollte ein Stadtrat ein Pumpspeicherwerk bauen, 180 ha unseres Revieres sollten geflutet werden, mit 7 m Wasserstandsschwankung zwischen Tag und Nacht, einem Bergsee oben im SPA-Gebiet. Ein anderes mal eine Autobahntrasse ohne Rücksicht auf geschützte Landschaftsbestandteile, etc. Da drückt man beim Umweltverträglichkeitsgutachten erst mal aufs Knöpfchen was so alles da ist: Es hat da schwerverdauliche "Brocken"gegeben und zwar nicht erst angesichts der Planungen sondern bereits vorher.
 
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#15
Oh. Dann hat sich die Seite ja schon echt gelohnt.👍
Bin im letzten Jahr beim Bekannten durchs Nachbarrevier gefahren und sah dort Leute mit Lüneburger Nummerschild die mit Ferngläsern alles ableuchteten. Auf meine Frage was sie denn da tun erklärte mir einer das auf der Ornithologenseite eine Wiedehopfsichtung angezeigt war und sie sind wären sofort losgefahren.😄
Sachen gibts.
 
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