Fernglas mit Entfernungsmesser / oder "Zurück zu den Wurzeln"

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#1
Servus!

Führte ein Jahr lang ein Swarovski EL Range 8x42 Gen2, BJ 2018.
Soweit war ich mit dem Gerät schon zufrieden, sprich es hat das gemacht, was es soll. Das Mehrgewicht gegenüber eines herkömmlichen Glas lässt sich nicht umgehen, immerhin sollen Elektronik und Batterie auch irgendwo Platz finden.
Was mich jedoch störte, sind die "Knubbel" unter dem Glas, ich hatte nie einen komfortablen Griff.
Darüber hinaus steht es in Dämmerungsleistung oder Randschärfe auf einer Linie mit meinem knapp 15 Jahre alten Swarovski Habicht GA 7x42. Ob sich so ein Listen-Mehrpreis von über € 2000,-- rechtfertigt? Ich glaub nicht. Randunschärfe und Globuseffekt empfand ich sogar schlimmer als bei meinem alten Habicht.
Ich habe es vorgestern verkauft, und zwar um den Preis, den ich im Vorjahr dafür zahlte (war ein Top-Angebot).

Gestern kam dann das Paket mit dem designierten Nachfolger: Leica Geovid HD-B 3000 8x42. Vor allem, weil mehr ballistische Funktionen einstellbar sind und weil ich von vielen Seiten hörte, es wäre das "beste am Markt". Vom Handling her top, allerdings erschienen mir die Zubehörteile sehr "billig", die aufstülpbaren Objektivschutzdeckel versagen sogar im liegenden Zustand und sprangen stets auf.
Ebenso war bei schlechtem Licht stets der Hintergrund des LED-Panels zu sehen (das war auch beim Swarovski der Fall).
Die Krönung bemerkte ich jedoch, als ich verkehrt durch das Fernglas sah: Staub- und Schmutzpartikel im Bereich der Porro-Prismen. Sofort meinen Händler kontaktiert, Widerruf, auf Wiedersehen, das Glas ist wieder verpackt und im nächsten Paketshop abgegebenen. Mit Vermerk "schönen Gruß an die Qualitäts-Endkontrolle".

Als dritte Alternative käme noch das Konkurrenzmodell von Zeiss in Frage. Bin aber von Zeiss per se wenig überzeugt.

Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich mir ein "normales" EL 8,5x42 kaufen werde oder einstweilen mein Habicht wieder aus dem Ruhestand und der "Ersatzglasnische" im Schrank hervorhole. Zusätzlich bekommt man derzeit für sehr guten Kurs Leica Entfernungsmesser.


Sozusagen "das Beste aus zwei Welten".


Finanziellen Nachteil habe ich keinen aus der Sache erlitten, jedoch bin ich doch ernüchtert vom Gebotenen. Ich habe das Glück, durch viele Bekanntschaften und Beziehungen, die Dinger verhältnismäßig günstig beziehen zu können. Den vollen Preis von rd. € 3.000,-- finde ich nicht gerechtfertigt.

Wer hat ähnliche Erfahrungen und gibt es weitere Meinungen dazu?


Wmh aus Kärnten!
 
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#2
Ich habe auch das El Range 8x42 und bin super zufrieden.
Der integrierte Entfernungsmesser ist gut - die Anzeige ist manchmal etwas schlecht lesbar bei Gegenlicht, aber es tut seinen Dienst.
Ich wollte beide Funktionen in "einem" haben, da es mir zuwider ist, soviel "Gerät" mitzuschleppen. Das ist mir immer zu umständlich.
Mein Lebensgefährte nutzt auch Fernglas und einen zusätzlichen Entfernungsmesser. Sobald ich nicht mitjage, mopst er sich mein El Range :)
 
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#3
Ich habe ein EL Range 10x42, mein Vater ein 8,5x42 Swarovision.
Ich empfinde den Globuseffekt beim 8,5x42 als so unangenehm, dass ich das Glas nicht hernehmen würde.
Beim EL Range nehme ich den Effekt gar nicht wahr.

Insofern, bevor du ein 8,5er kaufst, schau lieber mal durch.. :)
 
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#4
Ich schleppe einen billigen separaten Entfernungsmesser mit, der deutliche Mehrpreis im Glas ist es mir nicht wert.

Und es reicht mir... im eigenen Revier nutze ich ihn selten (hin und wieder zum Update wenn ich ne Kanzel länger nicht besucht hab - oder wirklich offenes Feld um sicher zu sein vorm weiten Schuss) - im Gastrevier auf einer Kanzel werden die markanten Punkte abgescannt, dann landet er wieder im Rucksack bis zum nächsten mal.

Würde es immer wieder so machen. Selber trage ich ein 7x42 von Leica rum, das Sichtfeld im Vergleich zum Habicht ist einfach mehr. Aber seit der WBK ist das mein Hauptgerät und das Glas nur noch für den Rehansitz dabei. Aber selbst dann mit WBK, man sieht oft im Bestand Rehe einfach kaum, da ist die WBK einfach im Vorteil.

Ich täte das Habicht nutzen und die Kohle in eine WBK stecken, erst Recht wenn man oft nachts jagt ein enormes Hilfsmittel.
 
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#5
Habe auch ein Leica 7x42 BA und einen externen Entfernungsmesser. Im eigenen Revier brauche ich den aber kaum noch. Finde das vom Handling und Preis-/Leistung besser.
 
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#6
Nutze ein Leica Geovid 8x56R. Eins der "günstigeren" FG mit RF.
In tiefer Dämmerung überstrahlt die Anzeige gerne, sonst bin ich sehr zufrieden. Ich hab einfach keine Lust einen zusätzlichen RF mitzuschleppen, bei der Ausrüstung, die man so oder so mitschleppt, weil mans gut meint. Auslesen tut man die Entfernung mit dem Fernglas m.M.n. öfters, wenn man eh schon am abglasen ist. Mit der Abbildungsleistung bin ich zufrieden. Wenns mal auf Distanzen > 150m geht oder einfach um abzuschätzen, ob die Schussentfernung zumutbar ist, finde ich es ganz sinnvoll. Oder auch um den Anschuss besser wieder zufinden, indem man zurückpeilt zur Kanzel.
 
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#7
Nutze ein Leica Geovid HD-R 8x56 und ein Swaro EL Range WB in 10x42 beides tolle Gläser , möchte den Laser im Glas nicht mehr missen
 
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#9
Optimal am Berg oder in Namibia wäre ein 8x10 FG mit integriertem LRF. Ist-Zustand bei mir für diese Jagden: 8x32 und Nikon LRF.

Ansitz in der Heimat: 8x56 bzw. 10x56 als ist-Zustand und der LRF um in unbekannten / selten genutzten Revierteilen mal nachzumessen.
In Zukunft wird eine WBK die Ansitzausrüstung ergänzen, eine WBK dürfte die x56er Gläser obsolet machen (auch wenn ich diese dann nicht verkaufen werde).
 
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#10
Servus,

ich habe auch das EL Range 10x42 und bin hoch zufrieden. Ich benötige kein anderes Glas mehr, auch kein zusätzliches 56er mehr in meinem Alter..... War gerade vorhin wieder mit draußen, das Glas macht alles wofür ich es benötige..... Ich wollte keine 2 Geräte (egal was die in Summe wiegen!) Es ist einfach praktisch, besonders auch bei der Bergjagd..... Und die besagten "Knubbel" stören mich nicht beim "greifen/festhalten".

Gruß
 
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#12
Mitschleppen.....

Größe einer Zigarettenschachtel und der Leica wiegt 189g mit Batterie....
Passt in eine Hemdtasche.
Werter Cast,
Kleinvieh macht auch Mist. Und mehr Kleinzeug bedeuten mehr Krach, sofern nicht immer richtig verstaut. Von der Handhabung mal ganz zu schweigen.

Oder tust du jedes Stück Wild mit einem separaten RF extra anpeilen?
Eine Taste am FG ist da schneller und ohne Mehraufwand gedrückt.
 
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#13
Ich habe Glas und Entfernungsmesser getrennt und werde das bis auf weiteres nicht ändern. Mit ein bisschen Übung und Gewöhnung ist das kein Problem. Die „Kombi-FG´s“ wären mir das Geld nicht wert.....
 
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#14
Werter Cast,
Kleinvieh macht auch Mist. Und mehr Kleinzeug bedeuten mehr Krach, sofern nicht immer richtig verstaut. Von der Handhabung mal ganz zu schweigen.

Oder tust du jedes Stück Wild mit einem separaten RF extra anpeilen?
Eine Taste am FG ist da schneller und ohne Mehraufwand gedrückt.
Naja, zum Kleinvieh. Dein Geovid wiegt lt Leica 1100g, mein 56er Zeiss 1000 plus Leica 189 g, macht 1189.
Wir reden also im direkten Vergleich von 89g......
WO ich mir ein Kombiglas denken kann ist bspw Gebirgsjagd, oder Auslandsjagd, aber da schleppt auch niemand ein 56er Glas mit.
 
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