Filetiermeser schärfen

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#31
Bandschleifer mit feinem Band, Schwabbelscheibe, Lederstreichriemen.

Dauert -5min. und ist rasierklingenscharf.

Wer weis was er tut glüht auch nix aus.
 
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#32
@Seamaster: Touché - und stimmt, hatte ich immer am Gürtel. Irgendwann habe ich den mal neu bestückt und aus Gewichtsgründen (Teil wiegt 108 Gramm, ohne den schweren Messinggriff 68 Gramm, aber der dient ja als Handgriff). so liegt es jetzt auf der Anrichte. Ist nach wie vor ein tolles Teil - aber manchmal kehrt man reumütig zum Altbewährten - simples Bundeswehr Taschenmesser und altes Kuchenmesser meiner Mutter von 1936 (?) zurück.
Rostet beim Anschauen, aber schneidet rasiermesserscharf nach RuckZuck am Bundeswehrmesser abgezogen...
Aneinander die Klingen ritsch-ratsch immer wieder nachgeschärft geht auch, zerlegt im Berg das älteste Hauptschwein und spart Gewicht.
Aber vielleicht sollte ich Asche auf mein Haupt streuen und den EZE-Lap wieder in Betrieb nehmen....

Oder ein neues, leichtes Teil von EZE-Lap besorgen...

https://www.fine-tools.com/ezelap-diasharpener.html

2020-06-08 EZE-Lap Messerschärfer uralt 2 MP.jpg

2019-07-28 Leas uralter Keiler 2 MP.jpg
2019-07-28 uralter Keiler, Praxistip Chilipulver gegen Fliegen Blätter für Abtransport morgen ...jpg
 
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#34
Der Schärfwinkel bleibt an allen Stellen der Klinge die 90° zum Schleifsteinhalter stehen gleich. Erst wenn man in eine Runde Spitze schleift ändert sich der Schleifwinkel, oder natürlich wenn die Klinge so lang ist, daß die Führung nicht ausreicht.
Verstehe zwar nicht was mit den 90° gemeint ist, aber im Prinzip ist es wohl korrekt.

Wenn es um eine ideale, „gerade„ Klinge handelte, bleibt der Schleifwinkel immer gleich- egal wie weit man seitlich von der Klemme entfernt schärft. Einzig der Abstand des Angelpunktes zur Schneide und die Höhe des Angelpunktes definieren den Schleifwinkel. Die seitliche Auslenkung spielt überhaupt keine Rolle.

Das ist einfache Trigonometrie. Man betrachte das System in der axialen Projektion, dann leuchtet das umgehend ein!
 
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#35
...Bei Filetiermessern (Fiskar und Stalion) bekomme ich es nicht hin. Der Winkel ist flacher (15°) und ich habe nur einen 'fine' als unterste Stufe, nicht extra fine. Kann es daran liegen? Der Winkel ist von Hersteller empfohlen und auch nachgemessen.NP
Vielleicht ist die Schneide noch nicht ganz bis an die Spitze „durchgeschliffen“. Ist mir früher häufig passiert.

Die Wate (Schneide) mit schwarzem Edding schwärzen und nochmal kurz mit dem feinen Schärfstein abziehen. Dann mit der Lupe (ggf. Uhrmacher-Lupe) bei gutem Licht schauen, ob der Edding wirklich komplett bis zur Schneidekantenspitze weggeschliffen wurde, oder ob noch etwas schwarze Farbe zu sehen ist.

Wenn komplett durchgeschliffen wurde, aber dennoch Armhaare nicht rasiert werden können, dann hast Du vermutlich eine deutliche „Fahne“ an der Schneidenspitze (Grat).
Dann diese „Fahne“ entfernen, was nicht immer ganz einfach ist.
Noch einmal von vorne von grob nach fein schärfen, aber mit extrem geringen(!) Druck!
Ggf. mal versuchen die Schubrichtung zu ändern...


Armhaare sollten auch ohne „ledern“ rasiert werden können...
 
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#37
Armhaare sollten auch ohne „ledern“ rasiert werden können...
Naja.
Mit Druck kann man Haare auch mit einem vergleichsweise stumpfen Messer rasieren.
Scharf ist es, wenn die Haare praktisch "wegspringen" vor der Schneide ohne merklichen Druck auszuüben.
 
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#38
Zum Messer schleifen gibt es genauso viele verschieden Methoden, wie es Threads zum besten Kaliber gibt. Jeder soll das nehmen womit er zurecht kommt...

Ich beschreibe mal meine Methode die von mir schon mehr als 20 Jahre verwendet wird und auch bereits von meinem Dad verwendet wurde.

Nachdem ich ein Messer geschärft habe, nehme ich ein Stück Dachlatte (Fichte), spanne das in den Schraubstock und benetzte eine Stelle ordentlich mit Ballistolöl. Dann wird die Klinge mehrfach senkrecht durch die Stelle durchgezogen. Das weiche Holz sorgt dafür, das der Grat abbricht und das Öl für gutes Gleiten. Am Anfang quitscht das etwas und wird dann immer leiser. Nicht zuviel Druck von oben ausüben, eher schiebend und ziehend arbeiten. Wenn das erledigt ist kommt ein Kantel afrikanisches Nussbaumholz (sehr feinporig) zum Einsatz. Darauf kommt eine Mischung aus halb Ballistol und halb Monidor (gibts für 5€ die Tube beim Buchhändler mit A, Tube hält mir Jahre). Von Hand ziehe ich dann die Schneide nochmals ab. Geht genauso auch auf einem Lederriemen.

Bei weniger hochwertigen Messer und vor allem bei Messern mit dickerer Klinge kommt eine Tormek mit Schleifstein+Lederabziehscheibe zum Einsatz und eventuell noch eine Baumwollschwabbelscheibe (niemals ohne Politur verwenden!), für das letzte bisschen Restschärfe rauszukitzeln dann wieder Nussbaum+Monidur...
 

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