Forst, Sauen und Hunde OT Bewegungsjagden 19/20

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Feld-Versuch eine Tafel Marken-Schokolade in einen Schulhof einer Grundschule in Köln-Deutz oder Berlin-Kreuzberg zu werfen
:ROFLMAO:(y)...klasse Vergleich.

Was aber sehr gut funktioniert, wenn man ein paar vitale Alt-Tannen hat, ist die intensive Rehjagd nicht auf Perlen und Zacken, sondern oft, viel und für die Küche, dabei stets anständig.

Aber dann kommen sie, diese wunderbaren Ta-Sternchen, ganz von selbst und setzten jedes Jahr einen Leittrieb auf. Wenns genug sind, ist der Verbiss einzelner, den nat. auch ein (1!) Reh noch tätigt, gleichgültig.
Reh und Weißtanne stehen in besonderer Nahrungsbeziehung zueinander - es ist völlig natürlich und man muß es nicht übertrieben negativ beleuchten.

Wenn der Schulhof voll Schokolade liegt, lässt der Reiz enorm nach.
 
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Wow, dann müssen wir ja unfassbar viel Glück haben...


Sieht so aus als wärst du einfach ein Kind der Sonne!;)
Aber vielleicht habt ihr aber einfach nur andere Voraussetzungen und nicht 70% Buchen als Ausgangsvoraussetzung;
ansonsten müssen wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder mal die berühmten Klettersitze als monokausales Erklärungsmodell herhalten!;)

Prinzengesicht
 
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War da nicht auch einmal nur von Hauptbaumarten die Rede? :unsure:
Das dies gerne auf alle Hauptbaumarten ausgeweitet wird, ist eine andere Sache. Dann haben wir noch den schwammigen Begriff der standorttauglichen Arten. Wer entscheidet da darüber? Oft weiß man es erst hinterher wenn es z.B. im Zaun mit den Ananas in Alaska trotzdem nicht funktioniert. Des Försters ärgster Feind ist sein Vorgänger und Nachfolger. Jeder beansprucht das Recht der Wahrheit für sich.
Beim Landwirt besteht der Vorteil darin, dass man schon nach kurzer Zeit sieht, dass Murks gemacht wurde.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Nix wird geschützt, das ist eine Krücke die selten funktioniert, von den Kosten und Lebensraumentzug bester Äsungsflächen ganz abgesehen.



Ein schöner "Politiker-Satz", der beim Leser zu keiner Erkenntnis führt und ihn beim sinnlosen Nachdenken darüber schnell aufgeben lässt - Zweck erreicht. ;)

Nein, für die meisten Jäger unterscheidet sich Landwirtschaft von Forstwirtschaft dadurch, dass man landwirtschaftliche Wildschäden (teuer) bezahlen muss, weil Landwirten selbstverständlich zugestanden wird, von ihrem Wirtschaftsergebnis zu leben (ok, zumindest zu 30%, die "andere Hälfte" sind Subventionen).

Stöbi, das ist doch jetzt aber wirklich Quark, was Du da von Dir gibst. Dort wo Sauen ersichtlich zu Schaden gehen und das bekannt ist, unterschreibt heute kein Pächter mehr die Vollhaftung.
Im Übrigen darf JEDER Unternehmer Gewinn machen und gut von seinem Gschäftl leben, allerdings muss er auch die Risiken tragen.

Das SW-Problem hat mit dem Schutz der Natur nix zu tun. Es ist kein ökologisches Problem, sondern Folge der Landwirtschaft. Insofern ist das auch kein "Politiker-Satz". Wo es keine vernünftigen klaren Aussagen geben kann, wird man sie nicht erfinden und Du brauchst auch keine Zweifel daran streuen. Wenn der landwirtschaftliche Unternehmer durch seine Art der Bewirtschaftung alles tut damit Bestände rasant anwachsen, gibt es keinen Grund, weshalb dafür ein Anderer zahlen sollte, als der Unternehmer selbst. Die Risikoprämie ist Sache seiner Kalkulation. Wenn das Geschäft für ihn nicht mehr rentabel ist, soll er hartzen oder sich was Anderes suchen.

Wenn Du nicht zäunen willst, dann machst Du eben Einzelschutz. Wer gesetzte Pflanzen nicht schützen will, der muss den Bestand auf geringstmögliche Maß herunter schießen.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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War da nicht auch einmal nur von Hauptbaumarten die Rede? :unsure:
Das dies gerne auf alle Hauptbaumarten ausgeweitet wird, ist eine andere Sache. Dann haben wir noch den schwammigen Begriff der standorttauglichen Arten. Wer entscheidet da darüber? Oft weiß man es erst hinterher wenn es z.B. im Zaun mit den Ananas in Alaska trotzdem nicht funktioniert. Des Försters ärgster Feind ist sein Vorgänger und Nachfolger. Jeder beansprucht das Recht der Wahrheit für sich.
Beim Landwirt besteht der Vorteil darin, dass man schon nach kurzer Zeit sieht, dass Murks gemacht wurde.

Ok, auf der anderen Seite müssen wir jetzt aber auch fair bleiben. Wenn die "Ananas" gepflanzt wird, dann sicherlich nicht, weil der Förster gern Ananas ist, sondern weil ebend unsere heimischen Arten bei den gegebenen oder zu erwartenden klimatischen Bedingungen nicht mehr funktionieren. Außerdem frag ich mich gerade, wieviele Reviere es wohl gibt, wo der Förster im Forstbetrieb machen konnte, was er wollte bzw. für richtig befand. So wie ich das verstanden habe, gab es da früher eine Forstwissenschaft bzw. Forstpolitik, was dann von dem Forstwirt (FH) mehr oder weniger umgesetzt wurde. Ein paar einzelne Förster in Privatwäldern waren da vielleicht mächtiger, wenn die Eigentümer aufgrund Ahnungslosigkeit keine Vorstellungen hatten.

Man weis doch, welche heimischen Pfanzerl auf welchen Böden in welchen Klimazonen bei welcher Bewirtschaftungsform funktionieren und welche nicht. Was aber macht man, wenn sich plötzlich herausstellt, dass etwas nicht mehr funktioniert (Schädlinge, Unwetter, Trockenheit, etc.)? Einen Versuch! ;) Eine Glaskugel hat aber niemand ...
 
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Der Forststudent hat das gegenüber der Zeitung erklärt, also öffentlich. Irgendwo muss er diesen Blödsinnn ja aufgenommen haben. Kommt nur das Studium in Frage, da die Mehrzahl der heutigen Forststudenten aufgrund des allgemeinen Bildungsnotstandes in Deutschland bis zum Beginn nicht mal den Unterschied zwischen Fichte und Kiefer kennen. Nachdem die Försterin die Äußerung des Studenten unkommentiert lies, kann man auch ihr diese Meinung unterstellen. Ob das gut ist?
Also von "Schonen der Sauen" les ich da nix. Da ist die Rede von Rehen, und Sauen, die im Wald vergleichsweise eher nützlich sind, und das war's auch schon. Much ado about nothing.
 
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Also von "Schonen der Sauen" les ich da nix. Da ist die Rede von Rehen, und Sauen, die im Wald vergleichsweise eher nützlich sind, und das war's auch schon. Much ado about nothing.
Richtig, aber angesichts der angeheizten Debatte einfach geistiger Dünnsch.... so etwas von sich zu geben. Es wird eine Geisteshaltung widergespiegelt, die ich so schon mehrfalls im Orginalton gehört habe.
Der Weg zur Unterstellung ist in diesem Fall sehr kurz. Ich will nicht Wortklauberei betreiben, aber mit Jungökos habe ich so meine Erfahrungen.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Richtig, aber angesichts der angeheizten Debatte einfach geistiger Dünnsch.... so etwas von sich zu geben. Es wird eine Geisteshaltung widergespiegelt, die ich so schon mehrfalls im Orginalton gehört habe.
Der Weg zur Unterstellung ist in diesem Fall sehr kurz. Ich will nicht Wortklauberei betreiben, aber mit Jungökos habe ich so meine Erfahrungen.
Geh was willst denn eigentlich mit einem einzelnen Bericht in so einem Provinzblattl? Nimmt doch eh keiner ernst. Ich denk, da gibts ganz andere Berichterstattung in Zeitung und TV, die einen bewegen sollten. Du glaubst doch net, dass so ein Studi in irgend einer Richtung die "Debatte" beeinflusst. Das sind scho andere Akteure. :D
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Ich kenne die interne Kalkulation der Forstämter nicht, glaube aber, dass die Jagden alleine durch den Wildbreterlös nicht kostendeckend sind - dafür wird ja Standgebühr erhoben. Bei uns in der Region sind Strecken mit 70 Stück Schalenwild auf auf großen Jagden der Forstämter eher selten. Bei 20-30 Kreaturen ist man zufrieden, wobei insbesondere bei höheren Strecken der Schwarzwildanteil steigt - das wird aber für 0,5 EUR weggegeben.

Bei den privaten Jagden sieht es noch finsterer aus. Hunde, Versicherungen, Drückjagdböcke, Schildermiete, Miete fürs Gemeindehaus, Verpflegung für die Corona. Da kommen schnell 1000-2000 EUR zusammen. Arbeitszeit nicht eingerechnet. Strecke dann überwiegend Schwarzwild, das kaum zu vermarkten ist. Die Kosten dürften hier fast immer über den Erlösen liegen. Trotzdem werden wir von allen Seiten angehalten, solche großen, revierübergreifenden Jagden durchzuführen. Jetzt kommst Du und forderst den gesellschaftlichen Pranger, wenn Jagden nicht kostendeckend sind. Harte Worte, findest du nicht? Oder ist das neuer Försterkonsens?

Da hast Du mich jetzt falsch verstanden. Ich fordere nicht den Pranger, wegen der mangelnden Kostendeckung, sondern wegen mangelnder Effizienz, wenn ein Riesenzinnober veranstaltet wird und dann nix liegt. Man muss den Wald nicht auf den Kopf stellen, damit ein paar Spassvögel ihr jagdliches Event genießen können. Die Bewegungsjagd ist ein Instrument, um abzuschöpfen, wo es NOTWENIG ist.

Es gibt nicht wenige Private, bei denen am End vielleicht 10 oder 15 Stückl liegen. Davon noch der ein oder andere Fuchs oder Falschabschuss und ein paar Nachsuchen. Und die machen das Jahr für Jahr, weils einfach luschtig ist und hinterher im Wirtshaus gemütliches Beisammensein.
Und dann schau Dir bei so manch Privaten auch noch die Niederwild-Treibjagden an. Da siehts dann noch perverser aus, aber Hauptsach, Gaudi ist im Wald. Und da krieg ich halt die Motten, sorry.

Bei den Staatsforsten kann es natürlich auch eine Sauerei sein, keine Frage, aber da muss man zumindest mal genauer hinschauen. Bei reinen Waldrevieren, die zudem einem starken Freizeitdruck unterliegen, können 20 oder 30 Stück gemessen an der Ansitz-Jahresstrecke viel oder wenig sein. Abgesehen davon sind reine Waldreviere per Ansitz wesentlich schwerer zu bejagen.
 
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....Ich fordere nicht den Pranger, wegen der mangelnden Kostendeckung, sondern wegen mangelnder Effizienz, wenn ein Riesenzinnober veranstaltet wird und dann nix liegt. Man muss den Wald nicht auf den Kopf stellen, damit ein paar Spassvögel ihr jagdliches Event genießen können. Die Bewegungsjagd ist ein Instrument, um abzuschöpfen, wo es NOTWENDIG ist....
Genau so ist es, das schreibe ich schon seit Jahren.

Diese Sichtweise ist aber unbeliebt, weil das Problem mit der NOTWENDIGKEIT vs. jagdlichem Event zum pers. Vergnügen auch für andere Formen jagdlicher "Ernte" gelten würde. ;)

Früher galt mal der Grundsatz, eine Niederwildtreibjagd nur dann verantworten zu können, wenn mit einer Strecke von mindestens einem Stück Wild pro teilnehmendem Schütze gerechnet werden kann, bei Schalenwilddrückjagden von etwa 0,5 Stück pro Teilnehmer.

Heute hat man bei manchen jagdlichen Erlebnisberichten den Eindruck, dass es als besonders "ehrwürdig" gilt, relativ erfolglose Gemeinschaftsjagden für ihre sozialen Kontakte, das genossene Naturerlebnis und anschließende leckere Schüsseltreiben zu loben, um sich von "reinen Schießern" zu distanzieren.

......Die Bewegungsjagd ist ein Instrument, um abzuschöpfen, wo es NOTWENIG ist....
Bewegungsjagd ist überall dort notwendig, wo im Wald strikt nach einem zielorientierten Konzept (statt nur fröhlich drauflos) gejagt wird und dabei dem Verhältnis von effizientem Beutemachen zu geringstmöglichem Jagddruck besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dann MUSS die Bewegungsjagd aber auch beweisen, dass sie gut organisiert (Stände, Hunde, Teilnehmer, Ablauf, Nachsuchen, etc.) und tatsächlich effizient ist.
 
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Es gibt nicht wenige Private, bei denen am End vielleicht 10 oder 15 Stückl liegen. Davon noch der ein oder andere Fuchs oder Falschabschuss und ein paar Nachsuchen. Und die machen das Jahr für Jahr, weils einfach luschtig ist und hinterher im Wirtshaus gemütliches Beisammensein.
Na und? Was sagen denn alleine die 10-15 Stück aus? Die Privaten haben oft schwierige Revierstrukturen. Kleine Waldinseln, Straßen, Siedlungsflächen. Bei uns in der Region würde eine Jagd mit 15 Schweinen auf der Strecke als eine der besseren gelten. 15 weniger sind 15 weniger. Und wir machen das nicht, um anschließend zu saufen, sondern weil wir was tun müssen. Und noch einmal: das ist nie, nie nie kostendeckend und das war ausdrücklich der von dir benannte Massstab.

Was soll außerdem der Hinweis auf Nachsuchen? Gibt’s die nicht beim Forst. Lächerlich.

Kommt bitte endlich von Eurem allzu hohen Ross und setzt Euch mit den Leistungen der privaten Jägerschaft auseinander. Ohne die wärt ihr und das gesamte Jagdwesen in Deutschland schlicht und ergreifend nix.
 
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Witzig ist ja auch, dass gerade beim ÖJV DJ stattfinden, um 4 Rehe zu schießen... Auf 80 ha mit 30 Schützen und 20 Durchgehen... Ist auch kostendeckend. Mittlerweile liegen vielleicht auch Mal ein paar Sauen, aber die sind ja nur Beifang. Und ja, ich habe Freunde die in solchen Revieren jagen und hab es selber schon genauso erlebt!
 
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Witzig ist ja auch, dass gerade beim ÖJV DJ stattfinden, um 4 Rehe zu schießen... Auf 80 ha mit 30 Schützen und 20 Durchgehen... Ist auch kostendeckend. Mittlerweile liegen vielleicht auch Mal ein paar Sauen, aber die sind ja nur Beifang. Und ja, ich habe Freunde die in solchen Revieren jagen und hab es selber schon genauso erlebt!
Die wollen ja auch geringe Wildbestände!
 
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Na und? Was sagen denn alleine die 10-15 Stück aus? Die Privaten haben oft schwierige Revierstrukturen. Kleine Waldinseln, Straßen, Siedlungsflächen. Bei uns in der Region würde eine Jagd mit 15 Schweinen auf der Strecke als eine der besseren gelten. 15 weniger sind 15 weniger. Und wir machen das nicht, um anschließend zu saufen, sondern weil wir was tun müssen. Und noch einmal: das ist nie, nie nie kostendeckend und das war ausdrücklich der von dir benannte Massstab.

Was soll außerdem der Hinweis auf Nachsuchen? Gibt’s die nicht beim Forst. Lächerlich.

Kommt bitte endlich von Eurem allzu hohen Ross und setzt Euch mit den Leistungen der privaten Jägerschaft auseinander. Ohne die wärt ihr und das gesamte Jagdwesen in Deutschland schlicht und ergreifend nix.
Das werden aber manche "Super-Tupper-Überjägerleins" bzw. selbsternannte "Koryphäen" nie begreifen (wollen). :devilish: :evil::sick:
 
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Die wollen ja auch geringe Wildbestände!
Und alle privaten Pächter und Jagden wollen den Wildbestand nicht reduzieren bzw. Abschuss erfüllen? Da ist es nur Freude am ballern?
Moralische Überlegenheit ist ein gefährliches Instrument! Es gibt nämlich immer eine Steigerung!
 
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