Forst, Sauen und Hunde OT Bewegungsjagden 19/20

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16 Mai 2015
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Macht ihr das am Streckenplatz auch? Darum kenne ich die meisten hier wahrscheinlich nicht pers√∂nlich oder man sieht sich nur einmal?! ūü§™
 
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Immer wieder erschreckend, wie Jäger sich im Forum gegenseitig erklären wollen, wie gejagt zu werden hat.
Nix f√ľr ungut, aber das machst du doch auch gerade. Oder nicht? Bei uns laufen auch drei√üig J√§ger einen ganzen Tag rum und haben am Ende wenn es gut geht 5 Hasen liegen. Sind die auch schie√ügeil, oder ist das was anderes weil es um Hasen geht? Wie hat euer alter Fritz gesagt: "Jeder soll nach seiner Facon gl√ľcklich werden!" Das sollte f√ľr die Jagd im zunehmenden Ma√üe gelten.
 
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16 Mai 2015
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Nix f√ľr ungut, aber das machst du doch auch gerade. Oder nicht? Bei uns laufen auch drei√üig J√§ger einen ganzen Tag rum und haben am Ende wenn es gut geht 5 Hasen liegen. Sind die auch schie√ügeil, oder ist das was anderes weil es um Hasen geht? Wie hat euer alter Fritz gesagt: "Jeder soll nach seiner Facon gl√ľcklich werden!" Das sollte f√ľr die Jagd im zunehmenden Ma√üe gelten.
Wo bitte mache ich das? Ich kritisiere dieses Verhalten hier und habe Beispiele gebracht! Man muss nur versuchen zu verstehen, daf√ľr muss man vielleicht auch mehr als nur einen Post lesen. War selbst schon beim √ĖJV jagen, bei uns bekommt auch nicht jeder seinen Hahn oder Hasen... Deshalb hei√üt es nicht, dass wir ein schlechtes Revier haben oder unsere Jagden nur Saufveranstaltungen sind. Jagd ist nur mehr als eine wirtschaftliche Kosten Nutzen Rechnung! Jagd hat viele Facetten, die erfordern aber auch Verst√§ndnis f√ľr andere Meinungen und Strukturen;
 
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10 Jul 2011
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Da hast Du mich jetzt falsch verstanden. Ich fordere nicht den Pranger, wegen der mangelnden Kostendeckung, sondern wegen mangelnder Effizienz, wenn ein Riesenzinnober veranstaltet wird und dann nix liegt. Man muss den Wald nicht auf den Kopf stellen, damit ein paar Spassvögel ihr jagdliches Event genießen können. Die Bewegungsjagd ist ein Instrument, um abzuschöpfen, wo es NOTWENIG ist.

Es gibt nicht wenige Private, bei denen am End vielleicht 10 oder 15 St√ľckl liegen. Davon noch der ein oder andere Fuchs oder Falschabschuss und ein paar Nachsuchen. Und die machen das Jahr f√ľr Jahr, weils einfach luschtig ist und hinterher im Wirtshaus gem√ľtliches Beisammensein.
Und dann schau Dir bei so manch Privaten auch noch die Niederwild-Treibjagden an. Da siehts dann noch perverser aus, aber Hauptsach, Gaudi ist im Wald. Und da krieg ich halt die Motten, sorry.

Bei den Staatsforsten kann es nat√ľrlich auch eine Sauerei sein, keine Frage, aber da muss man zumindest mal genauer hinschauen. Bei reinen Waldrevieren, die zudem einem starken Freizeitdruck unterliegen, k√∂nnen 20 oder 30 St√ľck gemessen an der Ansitz-Jahresstrecke viel oder wenig sein. Abgesehen davon sind reine Waldreviere per Ansitz wesentlich schwerer zu bejagen.
All that said, versteh ich nicht, wie Du auf das schmale Brett kommst, Bewegungsjagden beim Staat m√ľ√üten kostendeckend veranstaltet werden. Deren finanzielle Rentabilit√§t ergibt sich bei Erzielung eines angemessenen Wildbestandes in erster Linie aus der Vermeidung von Wertverlusten in der Produktion bzw. der Vermeidung von Aufwendungen f√ľr Schutzma√ünahmen. Der Erl√∂s aus Wildpretverkauf bewegt sich in der Gr√∂√üenordnung des daf√ľr n√∂tigen logistischen Aufwands, das ist ein netter Gimmick, den man zur PR-Pflege nutzen kann, mehr nicht.

Auch vergleichsweise kleine Strecken k√∂nnen dabei noch positiv zu Buche schlagen, wenn Ansitzjagd mangels Schnee beispielsweise komplett versagt. Jeder Jagdleiter mu√ü mit dem Personal arbeiten, das zur Verf√ľgung steht, und so mancher J√§ger kann auch nicht so, wie er gern w√ľrde.

Ich habe allerdings auch schon etliche male erlebt, da√ü man auf Bewegungsjagd verzichtet hat, weil Aufwand und Ergebnis in keinem vern√ľnftigen Verh√§ltnis mehr standen. Das sind jedoch alles sehr individuelle Konstellationen, so da√ü ich in keinem Fall eine Jagd vorschnell als √ľberfl√ľssig bezeichnen m√∂chte.
 
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1 Aug 2013
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Was bin ich gl√ľcklich, dass mein Beruf mich immerhin so gut ern√§hrt, dass ich es mir leisten kann...Freunde zur Jagd einzuladen, ohne dabei einen Ertrag erzielen zu m√ľssen:cool::cool::cool:
Aber immer sch√∂n darauf achten, dass die Jagdfreunde keine Jagdfreude versp√ľren d√ľrfen! Sonst is das b√∂se o_O! Unseren Jagdg√§sten geht das meist auch auf den Senkel im Wald rumzustehen und darauf zu warten, dass ihnen ein Schwein in den Schuss rennt! :sneaky::unsure::confused:;)
 
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17 Jul 2008
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Ja, das ist ein guter Ansatz und bedeutet m. E., dass sie sicherstellen muss, dass ALLE Baumarten √ľber Naturverj√ľngung in die m√∂glchst vielf√§ltige Baumartenmischung ohne Schutzma√ünahmen einflie√üen.
Das mag es daher Deines Erachtens bedeuten, in diesem Moment ist diese "Interpretation" mit geltendem Recht schlicht nicht vereinbar!
Derartige Forderungen (von denen jeder Praktiker weiß, dass sie nur bei einem Null-Bestand an wiederkäuendem Schalenwild realisierbar wären - und selbst das nur, wenn es zudem die sonstigen waldbaulichen Voraussetzungen hergeben!!!) gehören somit zu dem bereits a.a.O. beschriebenen, unseriösen Gebaren der "gemeinen Forstpartie".

Derartige Forderungen nach einem Null-Wildschaden werden nicht einmal in der wildschadenstechnisch sehr viel einfacher √ľberschau-, berechen- und regulierbaren Landwirtschaft erhoben. Nicht nur im Wald steht dem (Schalen)Wild ein gesetzlich verbrieftes Existenzrecht zu, verbunden mit dem Zugest√§ndnis des Gesetzgebers, dass dieser Wildbestand ein gewisses Ma√ü an Sch√§den verursachen "darf", das der Grundeigent√ľmer zu tolerieren hat, wenn er daf√ľr entsch√§digt wird!

Gleichzeitig sind f√ľr den landwirtschaftlichen Bereich Regeln formuliert, an die sich Grundeigent√ľmer/-bewirtschafter zu halten haben, wollen sie nicht ihren Ersatzanspruch ganz oder in Teilen verwirken bzw. die festlegen, unter welchen Umst√§nden ein Schaden erst gar nicht zu ersetzen ist (vgl. "Sonderkulturen"); es gibt also keinen einzigen rationalen Grund, weshalb der Waldbauer an dieser Stelle besser gestellt werden soll, als sein Kollege im Feld.

Dass eine seriöse Schadenszuweisung und -berechnung im Wald wesentlich problematischer ist als im Feld, darf daher nicht zulasten des Wildes ausgelegt werden. Der Versuch, dies trotzdem zu tun, ist zunehmend unsäglich!
 
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17 Jul 2008
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All that said, versteh ich nicht, wie Du auf das schmale Brett kommst, Bewegungsjagden beim Staat m√ľ√üten kostendeckend veranstaltet werden. Deren finanzielle Rentabilit√§t ergibt sich bei Erzielung eines angemessenen Wildbestandes in erster Linie aus der Vermeidung von Wertverlusten in der Produktion bzw. der Vermeidung von Aufwendungen f√ľr Schutzma√ünahmen. Der Erl√∂s aus Wildpretverkauf bewegt sich in der Gr√∂√üenordnung des daf√ľr n√∂tigen logistischen Aufwands, das ist ein netter Gimmick, den man zur PR-Pflege nutzen kann, mehr nicht.

...
Die Plattheit dieser Worth√ľlse ist kaum zu toppen... schon in der Landwirtschaft versuchen die ganz besonders "Bauernschlauen" immer wieder, den Jagdp√§chter irgendwelche Geldbetr√§ge aus den Rippen zu leiern, wegen angeblich von Wild verursachter, zu erwartenden Minderertr√§gen bei der Ernte...
 
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Deine Beiträge werden immer absurder. Mach mal ne Pause. Have a kitkat.:coffee::whistle:
 
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Ja, das ist ein guter Ansatz und bedeutet m. E., dass sie sicherstellen muss, dass ALLE Baumarten √ľber Naturverj√ľngung in die m√∂glchst vielf√§ltige Baumartenmischung ohne Schutzma√ünahmen einflie√üen.
Das setzt aber voraus das ALLE Baumarten als Samenspender vorhanden sind, was in vielen Bretterw√ľsten eben nicht der Fall ist
 
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27 Apr 2009
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.....Derartige Forderungen (von denen jeder Praktiker weiß, dass sie nur bei einem Null-Bestand an wiederkäuendem Schalenwild realisierbar wären.....
.....Derartige Forderungen nach einem Null-Wildschaden ....
...Nicht nur im Wald steht dem (Schalen)Wild ein gesetzlich verbrieftes Existenzrecht zu, .....
Niemand fordert "Null-Wildschaden", niemand möchte eine Wildart gegen "Null-Bestand" schießen und niemand verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dem Wild ein Existenzrecht abzusprechen.
Das sind nur polemische Attacken zur Mobilisierung von Claqueuren, mit dem Ziel einer Umgehung sachlicher und dienlicher Erörterung des Themas.

Richtig ist dagegen, dass sowohl bei Verbiss, als auch bei Schäle Grenzwerte festgelegt sind, unterhalb derer Wildschäden zwar auch das Betriebsergebnis verschlechtern, allerdings in einem Maß, dass aus forstlicher Sicht noch akzeptabel erscheint und als Zugeständnis an das Vorkommen artenreicher, gesunder und angepasster Wildbestände zu bewerten ist.

Wenn nun zur Wiederbewaldung einiger hunderttausend Hektar abg√§ngiger Fichten- und Buchenw√§lder in der Mitte Deutschlands ein so geringer Wildbestand (vor√ľbergehend) gefordert wird, dass sich ALLE Baumarten ohne Schutz verj√ľngen k√∂nnen, dann ist das eine √ĖKOLOGISCH unbedingt angezeigte Forderung, die ebenfalls weder Null-Wildschaden, noch Null-Bestand anstrebt, sondern einfach eine so niedrige Schalenwilddichte, dass keine dort sich verj√ľngende Baumart schon nach kurzer Zeit zu 100% aus der Mischung verschwindet und das ganze wieder in die unter Klimawandel bekannt problematische reine Fichte, Buche oder Buche mit Fichte l√§uft!
Es gibt immer mehr Forstbetriebe, die Exkursionen anbieten und nach 5 - 10 Jahren konsequenter Jagd vorzeigen k√∂nnen, dass Jagd daf√ľr einen sehr wirksamen Beitrag leisten kann, ohne dass eine vorkommende Wildart auch nur im Entferntesten in ihrem Bestand bedroht w√§re.

.......verbunden mit dem Zugest√§ndnis des Gesetzgebers, dass dieser Wildbestand ein gewisses Ma√ü an Sch√§den verursachen "darf", das der Grundeigent√ľmer zu tolerieren hat, wenn er daf√ľr entsch√§digt wird!....
Wer sollte ihn denn daf√ľr entsch√§digen?

Der Jagdp√§chter vielleicht, falls er das freiwillig im Pachtvertrag √ľbernimmt. Ansonsten sieht das Gesetz die Jagdgenossenschaft als Tr√§ger des Wildschadens vor und Eigenjagdbesitzer bleiben ganz allein auf dem Wildschaden sitzen, weil Wild herrenlos ist und der "Staat" auch keine Wildsch√§den entsch√§digt.

Im § 1 BJG ist geregelt:
"...(2) Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verh√§ltnissen angepa√üten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; auf Grund anderer Vorschriften bestehende gleichartige Verpflichtungen bleiben unber√ľhrt. Die Hege mu√ü so durchgef√ľhrt werden, da√ü Beeintr√§chtigungen einer ordnungsgem√§√üen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildsch√§den, m√∂glichst vermieden werden..."

Die Sache ist glasklar:
Der Grundeigent√ľmer wird vom Staat nicht f√ľr Wildsch√§den "entsch√§digt", er ist gehalten, selbst f√ľr die Reduzierung der Wildsch√§den zu sorgen, indem er den Wildbestand in einer Weise "hegt", die einerseits die Existenz der Art nicht gef√§hrdet, ansonsten aber f√ľr eine angepasste Dichte sorgt, bei der Wildsch√§den "m√∂glichst" vermieden werden. Nicht 100%-ig vermieden werden, sondern "m√∂glichst" vermieden werden. Dieser Formulierung tragen die forstlichen Grenzwerte Rechnung, die eben noch geduldet werden k√∂nnen, ohne dass es zu √ľberm√§√üigen okologischen oder okonomischen Beeintr√§chtigungen kommt.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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All that said, versteh ich nicht, wie Du auf das schmale Brett kommst, Bewegungsjagden beim Staat m√ľ√üten kostendeckend veranstaltet werden. Deren finanzielle Rentabilit√§t ergibt sich bei Erzielung eines angemessenen Wildbestandes in erster Linie aus der Vermeidung von Wertverlusten in der Produktion bzw. der Vermeidung von Aufwendungen f√ľr Schutzma√ünahmen. Der Erl√∂s aus Wildpretverkauf bewegt sich in der Gr√∂√üenordnung des daf√ľr n√∂tigen logistischen Aufwands, das ist ein netter Gimmick, den man zur PR-Pflege nutzen kann, mehr nicht.

Auch vergleichsweise kleine Strecken k√∂nnen dabei noch positiv zu Buche schlagen, wenn Ansitzjagd mangels Schnee beispielsweise komplett versagt. Jeder Jagdleiter mu√ü mit dem Personal arbeiten, das zur Verf√ľgung steht, und so mancher J√§ger kann auch nicht so, wie er gern w√ľrde.

Ich habe allerdings auch schon etliche male erlebt, da√ü man auf Bewegungsjagd verzichtet hat, weil Aufwand und Ergebnis in keinem vern√ľnftigen Verh√§ltnis mehr standen. Das sind jedoch alles sehr individuelle Konstellationen, so da√ü ich in keinem Fall eine Jagd vorschnell als √ľberfl√ľssig bezeichnen m√∂chte.

Da hast Du nat√ľrlich schon recht, aber wenn Du es von der Seite her siehst (Vermeidung Wertverluste, etc., dann wird das auch nur der Fall sein, wenn entsprechende Strecken da sind.
Soweit die Einzeljagd nicht effizient ist/war, sind im Normalfall die Strecken der Bewegungsjagd ansehnlich. Wenn aber die Einzeljagd im Prinzip schon gute Erfolge brachte, d. h. der Bestand ohnehin "angepasst" ist (was auch immer man darunter am End versteht), kann die Bewegungsjagd nciht auch noch hohe Strecken liefern und trotzdem gibt es Gegenden, wo das gemacht wird. Es geht in der allgemeinen Debatte doch nicht darum, etwas "vorschnell" abzukanzeln, sondern vielmehr um die Tatsache, dass landauf landab immer mehr Jagden durchgef√ľhrt werden, wenn jagdliche Nachfrage steigt, obwohl sie √∂kologisch m√∂glicherweise nicht notwendig w√§ren oder aber, weil das WIld tats√§chlich in erster Linie als "Schadfaktor" gesehen wird, den man so massiv wie gesetzlich erlaubt, korrigieren muss. Alles das gibt es und Bewegungsjagden sind heute auch "modern" ohne zu reflektieren.

Ich weis nicht, ob Du meine Beitr√§ge (auch in anderen F√§den) √∂fter schon gelesen hast bzw. regelm√§√üig liest. Aber zum Thema "und so mancher J√§ger kann auch nicht so, wie er gern w√ľrde" vertrete ich eine ganz klare Position. Sowohl die konservative als auch die progressive J√§gerschaft argumentiert bei jeder Gelegenheit mit dem Thema "Jagddruck". Dieser entsteht aber nicht durch die Einzeljagd als Solches, sondern infolge der Massenvermehrung von J√§gern, die jagdliche Nachfrage erzeugen, aber √∂kologisch keinen Sinn macht. Es ist ein gro√üer Unterschied, ob ein ortskundiger, einheimischer J√§ger zehn St√ľckl erlegt oder f√ľnf Jagdscheininhaber aus allen Himmelsrichtungen vielleicht blos zwei, aber f√ľr diese zwei vielleicht 15 oder 20 mal rausfahren und alles durcheinander bringen. Der einzelne passionierte J√§ger vor Ort macht das kl√ľger und ruhiger, mit der Folge h√∂herer Effizienz und dadurch kann im ein oder anderen Fall auch die Bewegungsjagd vermieden werden, weil auf sanfte √∂kologisch sinnvolle Art und Weise ein angepasster Wildbestand hergestellt werden kann. Das setzt aber voraus, dass man die Spa√üvogeljagd bek√§mpft. :cool:
 
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Das setzt aber voraus das ALLE Baumarten als Samenspender vorhanden sind, was in vielen Bretterw√ľsten eben nicht der Fall ist
Ich wei√ü nicht, wo solche "Bretterw√ľsten" sein sollen, ich kenne keine, aber es ist tats√§chlich eine sehr wichtige Aufgabe der Forstbetriebe, jetzt f√ľr die Etablierung artenreicher Mutterb√§ume zu sorgen, wo die Baumartenvielfalt noch gering ist.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Niemand fordert "Null-Wildschaden", niemand möchte eine Wildart gegen "Null-Bestand" schießen und niemand verschwendet auch nur einen Gedanken daran, dem Wild ein Existenzrecht abzusprechen.
Das sind nur polemische Attacken zur Mobilisierung von Claqueuren, mit dem Ziel einer Umgehung sachlicher und dienlicher Erörterung des Themas.

Richtig ist dagegen, dass sowohl bei Verbiss, als auch bei Schäle Grenzwerte festgelegt sind, unterhalb derer Wildschäden zwar auch das Betriebsergebnis verschlechtern, allerdings in einem Maß, dass aus forstlicher Sicht noch akzeptabel erscheint und als Zugeständnis an das Vorkommen artenreicher, gesunder und angepasster Wildbestände zu bewerten ist.

Wenn nun zur Wiederbewaldung einiger hunderttausend Hektar abg√§ngiger Fichten- und Buchenw√§lder in der Mitte Deutschlands ein so geringer Wildbestand (vor√ľbergehend) gefordert wird, dass sich ALLE Baumarten ohne Schutz verj√ľngen k√∂nnen, dann ist das eine √ĖKOLOGISCH unbedingt angezeigte Forderung, die ebenfalls weder Null-Wildschaden, noch Null-Bestand anstrebt, sondern einfach eine so niedrige Schalenwilddichte, dass keine dort sich verj√ľngende Baumart schon nach kurzer Zeit zu 100% aus der Mischung verschwindet und das ganze wieder in die unter Klimawandel bekannt problematische reine Fichte, Buche oder Buche mit Fichte l√§uft!
Es gibt immer mehr Forstbetriebe, die Exkursionen anbieten und nach 5 - 10 Jahren konsequenter Jagd vorzeigen k√∂nnen, dass Jagd daf√ľr einen sehr wirksamen Beitrag leisten kann, ohne dass eine vorkommende Wildart auch nur im Entferntesten in ihrem Bestand bedroht w√§re.



Wer sollte ihn denn daf√ľr entsch√§digen?

Der Jagdp√§chter vielleicht, falls er das freiwillig im Pachtvertrag √ľbernimmt. Ansonsten sieht das Gesetz die Jagdgenossenschaft als Tr√§ger des Wildschadens vor und Eigenjagdbesitzer bleiben ganz allein auf dem Wildschaden sitzen, weil Wild herrenlos ist und der "Staat" auch keine Wildsch√§den entsch√§digt.

Im § 1 BJG ist geregelt:
"...(2) Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verh√§ltnissen angepa√üten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; auf Grund anderer Vorschriften bestehende gleichartige Verpflichtungen bleiben unber√ľhrt. Die Hege mu√ü so durchgef√ľhrt werden, da√ü Beeintr√§chtigungen einer ordnungsgem√§√üen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildsch√§den, m√∂glichst vermieden werden..."

Die Sache ist glasklar:
Der Grundeigent√ľmer wird vom Staat nicht f√ľr Wildsch√§den "entsch√§digt", er ist gehalten, selbst f√ľr die Reduzierung der Wildsch√§den zu sorgen, indem er den Wildbestand in einer Weise "hegt", die einerseits die Existenz der Art nicht gef√§hrdet, ansonsten aber f√ľr eine angepasste Dichte sorgt, bei der Wildsch√§den "m√∂glichst" vermieden werden. Nicht 100%-ig vermieden werden, sondern "m√∂glichst" vermieden werden. Dieser Formulierung tragen die forstlichen Grenzwerte Rechnung, die eben noch geduldet werden k√∂nnen, ohne dass es zu √ľberm√§√üigen okologischen oder okonomischen Beeintr√§chtigungen kommt.

Ach St√∂bi, tu doch nicht so, als g√§be es keine Grundeigent√ľmer, Forstwirte, etc., die mit Wild nix anfangen k√∂nnen und f√ľr die Schalenwild nur Schadfaktor ist. Nat√ľrlich gibt es diese Leute und nat√ľrlich kann man Schalenwild wohl nie "ausrotten", aber nat√ľrlich kann man - vorausgesetzt man ist so veranlagt - die Best√§nde so zusammenschie√üen, dass der Mench in der Natur mit hinreichender Wahrscheinlichkeit Schalenwild nur noch im Ausnahmefall zu sehen bekommt.
 
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