Forst übereifrig ?

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Kinners ihr könnt euch noch so wehren.

Den kommen Waldumbau der bedingt durch die klimatischen Veränderungen passieren muss, wird nur über einen angepassten Wildbestand zu erreichen sein. Und es wäre gut wenn man das in Rücksprache mit seinem Förster umsetzen würde. Ansonsten fällt denen in Berlin ganz dummes Zeug ein und dann regelt ihr das nicht mehr.
 
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sorgst Du für ruhige Flächen in Deinem Revier, ohne Mountainbiker, Jogger, Hundemuttis etc? Hast Du Wildwiesen, Äsungsstreifen etc an denen es nicht "knallt" oder zwingst Du das Wild in Deine Anpflanzungen um einen "Grund" zu haben. Alle 20 m eine Harvesterschneise ist bestimmt auch "unlustig" für das Wild, besonders Rotwild und Euer Totalversagen bei der Suche nach Pflanzen mit Resistenz gegen Trockenphasen war auch nicht sooo erfolgreich. Denk mal drüber nach;)
Die ersten Fragen kann ich mit ja beantworten, Anpflanzungen hab ich (fast) keine mehr. Harvesterschneisen bringen Licht und somit Äsung in die Bestände, also sehr von Nutzen für das Wild. Im übrigen suche ich keine Pflanzen. Ist aber auch schwierig in solch kurzer Zeit was passendes zu finden (seit wann ist der Klimawandel in der momentanen Form ein Thema)? Der resistenteste (gegen was auch immer ) Wald ist ein gemischter, gut strukturierter, naturnaher Wald. In einem solchen findet dann auch das Wild was es braucht. Auf äsungsflächen kann man in solchen Wäldern getrost verzichten (und nicht nur dort😉). edit
 
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Das du auch für die DDR-Lösung bist, hätte ich sogar raten können.
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Ansonsten ich schau mir das alles sehr entspannt an. Wir werden die ASP nicht aufhalten können, bzw haben über Jahre keinen angepassten SW hin bekommen, das wird uns auf die Füße fallen und dann ist es nicht mehr weit bis ein Berufsjäger kommt und aufräumt, weil der dt. Niederwildjäger sein Rotwild für arme nicht konsequent bejagt hat und der Waltumbau nicht voran kommt.

Gerade der ASP Vorwurf ist nicht fair und wieviel man im Wald durch Ausgleichsflächen ala Äusungsstreifen raus holen könnte ist fraglich (gibts dazu wissenschaftliche Arbeiten?! :unsure:), aber weit weg sind wir davon nicht mehr. Drum aufwachen...
 
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Was die ASP jetzt mit Rehwild und Verbissminderung zu tun haben könnte, ist mir ein Rätsel.
In den Gebieten, die von der ASP befallen werden, wird die Jagd ohnehin komplett untersagt. Und die dann zuständigen Behörden werden sich ums SW kümmern, nicht um die Bretterproduktion.

Hat der Passionierte Vertreter der Berufsjägerschaft recht, dann müsste danach für Jahrzehnte Ende sein mit Baumnachwuchs - weil das Reh nix mehr anderes zu tun hat als Bäumchen killen und sich vermehren.

Wie man 300.000 Jäger durch Berufsjäger ersetzen möchte, ist mir allerdings schleierhaft. Asylbewerber anlernen?
 
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Um auf das Ausgangsthema zurück zu kommen:
Bislang kennen wir lediglich die einseitige Darstellung des bekennenden Drückjagdgegners. Von Seiten der Beschuldigten wissen wir garnichts. Die Darstellung des Jagdpächters ist, so wie ich den Rest lese, was er von den Drückjagden im angrenzenden Staatswald hält, relativ einseitig (um nicht polemisch zu sagen). Um den Wahrheitsgehalt zu ermitteln, müsste man auch die andere Seite hören. Den "Antrag, de Privatjagd mit zu bejagen" halte ich ebenfalls für eine gezielte Falschdarstellung. Ich gehe vielmehr davon aus, dass die BaySF angefragt haben, revierübergreifend zu jagen.

Ich gehe ferner davon aus, dass NIEMAND beabsichtigt hat, das angrenzende Revier gezielt und vorsätzlich zu bejagen. Entweder haben sich die Hundeführer tatsächlich verlaufen, oder aber es hat eine Notsituation bestanden z.B. dass die Hunde im benachbarten Revier eine kranke Sau gestellt haben oder der Hundeführer einen (seinen) Hund mit einer Verletzung im Nachbarrevier vermutet hat. Entsprechende Signale der Hundeortung lassen oft den einen oder anderen Schluss zu. Ich hoffe, unter den kritischen Schreibern hier sind der ein oder andere Hundeführer und mich würde interessieren, ob sie im einen oder anderen Fall an einer etwaigen Reviergrenze halt gemacht hätten. Ich für meinen Teil, hätte meinen Hund gesucht bzw. versucht die gestellte Sau SELBST zu erlegen/erlösen. Ich hab diesbezüglich schon zuviel Blödsinn erlebt bzw. erzählt bekommen, als dass ich da andere an den Ball meines Hundes hinlassen würd...

Aber auch das ist natürlich alles nur Spekulation und entbehrt jeglicher Grundlage, solange wir nicht die Gegendarstellung der betroffenen "Wilderer" und der Jagdleitung gehört haben!

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Ich bin kein Freund der Parole "Wald vor Wild".
Aber derzeit gibt eben der Forst eben durch die politischen Kräfte den Ton an.
Und dem kann sich derzeit keiner widersetzen.
Sowohl die Bauern, Forstbesitzer als auch die Jäger haben eben keinen Lobbyisten mehr wie einst Fhr. C. von Heereman einer war.
Bleibt uns Jägern nur noch übrig, sich nicht zum Schädlingsbekämpfer degradieren zu lassen ...
 
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Lieber DplWaldschrat!
Alles, was du hier oben in #279 so schreibst, ist genauso wildeste Spekulation, wie das, was du der Gegenseite vorwirfst; hast du ja schon selbst oben festgestellt!
Also was soll das, keinen Deut besser!
Bleibe deshalb also konsequent bei meiner Ansage aus #116:
"Lassen wir das geschilderte Problem doch über den Rechtsweg klären, das ist doch die logische Konsequenz aus der vorhandenen Informationslage:
Daher ist die Anzeige des Pächters einfach nur zu begrüßen, die juristische Beurteilung und mögliche Konsequenzen aus dieser sollen dann andere vornehmen."
Vielleicht noch zu ergänzen: spärlichen Informationslage!!!
Einfach abwarten, zu welchem Urteil die Gerichte kommen!


Prinzengesicht
 
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Da es sich ja hier so wie von einer Partei vorgetragen um Wiederholungen handelt vom Forst und der Forstamtleiter entweder Absichtlich überjagen lässt oder Seinen Laden nicht im Griff hat sehe ich es durchaus
Hab mich selbst nochmal auf die Suche begeben. Die angeblichen Wiederholungen lesen sich so:
Dass bei einer Drückjagd im Staatsforst eingeladene Jagdgäste in benachbarte Reviere gelangen, ist in der Vergangenheit schon mehrfach passiert. Dann hieß es beispielsweise, die ortsfremden Jäger hätten die Karten falsch interpretiert und sich deshalb beim Jagdgebiet getäuscht. "In etwa zweieinhalb Stunden sind mindestens viermal deutlich mit Leibchen gezeichnete verschiedenartige Jagdhunde von Seiten des Forstbetriebes weit in mein Revier eingedrungen. Dies ist auch ein rechtlicher Verstoß, denn die Hunde haben fremdes Jagdrevier überjagt", schrieb bereits 2010 ein Privatjäger aus Gerolzhofen in einem Leserbrief an die Main-Post.
Völlig andere Baustellen.
 
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Ich glaube kaum das der da abstauben wollte sondern bei der ganzen Vorgeschichte schlicht und einfach einmal den Forst bei der Tathandlung erwischen wollte 😉
Traurig genug. Da hat's mehr Schweine als man braucht, und das nicht erst seit gestern, und das hat durchaus auch was mit der dort seit Jahrzehnten üblichen Art und Weise der Schweinebejagung durch private Pächter zu tun. Die weiter oben eingestellten Abschußzahlen sprechen Bände. Die hach so effiziente Schweinebejagung auf Einzelansitz an der Kirrung. Im Buchen-Eichen-Dschungel.

Der Hr. Pächter sollte lieber mitjagen, dann hätt er eine wunderbare Chance, auch seine Rehe bei der Gelegenheit zu Gesicht zu bekommen.
 
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Traurig genug. Da hat's mehr Schweine als man braucht, und das nicht erst seit gestern, und das hat durchaus auch was mit der dort seit Jahrzehnten üblichen Art und Weise der Schweinebejagung durch private Pächter zu tun. Die weiter oben eingestellten Abschußzahlen sprechen Bände. Die hach so effiziente Schweinebejagung auf Einzelansitz an der Kirrung. Im Buchen-Eichen-Dschungel.

Der Hr. Pächter sollte lieber mitjagen, dann hätt er eine wunderbare Chance, auch seine Rehe bei der Gelegenheit zu Gesicht zu bekommen.


Sollte deine Angabe "Da hat's mehr Schweine als man braucht, und das nicht erst seit gestern..." ja auch nur annähernd so stimmen, dann muss man wohl insgesamt die Frage stellen dürfen:
Kann es sein , das sich da beide Seiten; Regiejagd (2,0/100 ha) und Pachtjagd (0,6 /100 ha) mit den angegeben Ergebnissen bez. Schwarzwildbejagung nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben?
Auch wenn die Daten von Greenpeace München (https://www.greenpeace-muenchen.de/...onalpark/steigerwald/forstbetrieb-ebrach.html) stammen; so nehmen wir sie einfach mal als Hausnummer hin;
Angabe 2016/2017 Regiejagd 14573 ha a 2,0 Sauen /100 ha entsprächen dann ja gerade mal insgesamt nur 290 Sauen aus Bewegungsjagden und aus Einzeljagd, und das bei den angegebenen Daten von 30 - 40 Bewegungsjagden mit insges. mehreren hundert Jagdgästen, 60 Jagderlaubnischeininhabern und auch noch 15 Betriebsangehörigen (die Profis)!
Rechnen wir nur mal die komplette Strecke (Einzeljagd einfach gleich null gesetzt) von 290 Sauen herunter auf einen Mittelwert von 35 Bewegungsjagden im Jahre 2017, so wären das im Schnitt gigantische 8,3 Sauen pro Bewegungsjagd! ;)
Das nennt man in Fachkreisen dann wohl effiziente Bewegungsjagden und/oder Jagdstrategien, wenn das mal besser der Rechnungshof nicht erfährt!?!
Also ich wäre an deiner Stelle mit dem Spott über die Pachtjagd/jäger folgerichtig ein wenig zurückhaltender.
Entweder haben die im Forstberieb Ebrach die Sauen dann schon seit Jahren soweit auf eine sehr geringe Dichte reduziert (was meinen Respekt erbeten würde) oder deine Aussage "Da hat's mehr Schweine als man braucht, und das nicht erst seit gestern..." passt einfach nicht in diesen Kontext.
Ich kenne den Betrieb nicht im geringsten, aber sollte das so sein, dann ....
ich hinterfrage nun mal gerne Angaben und Zahlen im Netz!
Vielleicht kannst du die Fragen ja detailiert beantworten und mich aufklären?

Prinzengesicht
 
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Da hatte Jagd auch noch den alleinigen Zweck der Nahrungsbeschaffung. Hätten wir noch solche Wilddichten wie in der von dir angesprochenen Zeit, würden die meisten ihr Hobby wegen Erfolglosigkeit aufgeben. Würde die Waldnutzung wie sie z. B. vor 400 Jahren passiert, noch heute so gemacht, würde es schlecht um den Wald stehen. So einen schlechten Job haben die Förster in den letzten Jahrhunderten nicht gemacht. Man stelle sich vor man überließe die Verantwortung unserer Wälder den jagdlichen Pseudowaldexperten (wie z.b äsungsfläche, martl m oder waldameise) hier im Forum.....😲😲😲
Daran möchte ich gar nicht denken.
Im Gegensatz zu dir besitze ich Wald, gesunden Mischwald der nie von Förstern auf Bretterzucht umgebaut wurde und jetzt mühselig renaturiert werden muss. ;)
 
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Angabe 2016/2017 Regiejagd 14573 ha a 2,0 Sauen /100 ha entsprächen dann ja gerade mal insgesamt nur 290 Sauen aus Bewegungsjagden und aus Einzeljagd
Weißt du über die dortigen Schwarzwilddichten bescheid? Vielleicht wurden die auch schon immer kurz gehalte! Wenn es nicht viele gibt, kann man auch nicht viele schießen für deinen Maßstab). Da kenn ich Saupuffs, da werden noch weniger geschossen, obwohl es leichter wäre mehr zu schießen.
 
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