Fotosammlung von der Jagd

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Eine kleine Waschbären-Bildergeschichte...

Ich wollte wegen der Sauen an einen Rapschlag, als ich einen dunklen Fleck in der Senke bemerkte...Glas an die Augen...ein Waschbär...Kamera aus dem Rucksack und ein paar Testbilder geschossen...wie nahe ich ihr wohl komme...?

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Sie bemerkt mich nicht und so kann ich mich unbemerkt Stück für Stück annähern...im Entengang...die Oberschenkel beginnen zu schmerzen...

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Sie hört zwar das "Klacken" des Kameraverschlusses, aber läßt sich nicht davon beirren, sucht weiter das kleine Gewässer nach Nahrung ab und...

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posiert dabei immer mal wieder für die Kamera...

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langsam wächst das Misstrauen und die Gelassenheit weicht der Aufmerksamkeit in einer Gefahrensituation...

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noch ein/zwei Mal posen und dann

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lieber weg hier...

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Wer sich die Bilder genau anschaut, weiss warum ich von "ihr" spreche...am Schluss war ich bis auf 10m an sie heran gekommen...ein sehr schönes Erlebnis...
 
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Die nächste Colorado-Klapperschlange. Es isrt unglaublich warm und staubtrocken.
Und das Rasseln kann man sich anhören und das Züngeln jetzt anschauen unter You Tube
Video 1 https://youtu.be/kgrXWRCvnqU
Video Klapperschlange wackelig https://youtu.be/ikH-4em2FnE

Die untere Klapperschlange lag wie ein Kuhfladen im üppigen Gras an Bächlein, typisch der dreieckige Kopf = männlich.
Auf dem unteren Bild sind männliche und weibliche Klapperschlange nebeneinander. Die weibliche hat den schmalen Kopf 9 Jahre, die männliche Schlange den dicken dreieckigen Kopf 12 Jahre.
Heute lasse ich alle weiblichen Schlangen leben, die haben auch ein Recht auf die Natur. Meine amerikanischen Cowboy Freunde schütteln nur den Kopf.
Aber die in Colorado vorkommende "Diamondback" Klapperschlange ist nicht angriffslustig. Sie rasselt laut und deutlich. Allerdings ist ein hervorragender Jagdterrier, den ich nach USA gebracht hatte, auch durch einen Biß drauf gegangen. Jammerschade - vor allem weil die allermeisten Bisse "trocken" sind = ohne Gift. Die Schlange ist sparsam und vergeudet normaler weise ihren mühsam aufgebauten Vorrat an Gift nicht.
 

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Klapperschlange aus Colorado: Western Diamondback Rattler - Lag am Hang, als ich zum Buschroden da entlang latschte.
Siebenjährige weibliche Klapperschlange - "voll bis zum Kragen" mit Eiern.
Daher darf sie sich weiter durch die Wildnis schlängeln. Eine männliche Klapperschlange in der Größe mit so schöner Haut wäre in den Kochtopf gelangt und die Haut später gegerbt an die Wand.
Habe einen wunderschönen Videoclip mit dem wütenden Rasseln des Untiers. Bloß ist der zu groß zum Posten, wird demnächst auf meiner homepage veröffentlicht. Wer mal hören will, wie es "klappert"....

woher kennt man das die 7jährig ist ??
 
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servus

Stimmt: Pro Jahr ein neues Glied in der Rassel.
Was nicht stimmt sind die You Tube links, um das Rasseln zu hören. Bin eben der Schrecken der IT-Spezis...
Neu: Video Klapperschlange 1 https://youtu.be/TSCKrDGD4mM


Video Klapperschlange 2 wackelig https://youtu.be/_UTbj9W8gdo
:? :? pfuuhhhuuuuhhh.... :? :?

Danke :thumbup:

Wie geht man mit denn so etwas um, was einem auf Schritt und Tritt begegnen kann ?
Auf welche Distanz wird man derartig vorgewarnt ?

Nach was schmeckt so eine Schlange.. wo in etwa kann man das Gaumenerlebnis denn geschmacksmäßig einordnen und wie häutet man sie ?

Wie bereitet man sie denn bei euch zu ?
 
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servus

Wie geht man mit denn so etwas um, was einem auf Schritt und Tritt begegnen kann ?
Auf welche Distanz wird man derartig vorgewarnt ?

Nach was schmeckt so eine Schlange.. wo in etwa kann man das Gaumenerlebnis denn geschmacksmäßig einordnen und wie häutet man sie ?

Wie bereitet man sie denn bei euch zu ?
Kismet, wenn es passiert, dann passiert es halt - mit der Einstellung gehe ich da ran. In zwanzig Jahren Jagd in Colorado - zweimal sechs Wochen + pro Jahr - begegnet man immer wieder mal - aber nur einmal-zweimal pro Reise einer Klapperschlange.
Noch höre ich das Rasseln, mit dem die Schlange ab ca. einem Meter Distanz warnt.
Vor Jahren sagte meine Frau "Du hörst schlecht", "Blödsinn, Du hörst schlecht" war meine spontane Antwort- aber als ich den nächsten Hörtest bei einem Patienten ausführte, setzte ich mir selber die Hörer auf - Ups, 20 dB weniger in einigen Frequenzen - Nix mehr mit "hört wie Luchs" :cool:
Als Schutz trage ich Ledergamaschen, entweder die langen von Macchiavelli oder die kürzeren Ledergamaschen der Schweizer Radfahrertruppe, damit ist das Zielgebiet eines Schlangenbisses geschützt. Und 80-90 Prozent der Bisse sind "trocken" = ohne Giftinjektion. In allen Jahren versuchte nur einmal ein Untier zuzubeißen, als ich fast auf eine dicke Klapperschlange zwischen zwei Pfosten trat - und da waren die Gamaschen DER Schutz.
Einmal setzte ich mich im Oktober bei kaltem Wetter - ca. 8 Grad - an einem Hang auf 3.000 m Höhe hin, um in Ruhe zu glasen. Beim Aufstehen schaute ich erst, wo ich mich mit der Hand abstützen könnte, es gibt dort fiese Kakteen. Ups, 10 cm neben meinem Allerwertesten lag eine kleine Klapperschlange. Glück gehabt, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Kleine Schlangen sind die gefährlichsten, sie können noch nicht die Giftabgabe kontrollieren, ihre Bisse sind giftig....
Häuten geht leicht, man macht einen Schnitt vom Hals (ich trenne den Kopf aller Schlangen gleich ab, die Viecher können noch Stunden nachdem sie eigentlich tot sind, zuschnappen!) , löst dort mit den Fingern und Skalpell die Haut einige Zentimeter, dann kann man sie Stück für Stück relativ leicht bis zum Schwanz abziehen, dort muß das Skalpell ran. Gerben der Haut habe ich auf meiner Homepage beschrieben.
Küche: In 3 cm Stücke geschnitten und im Schnellkochtopf 5 Minuten gekocht, schmeckt das weiße Fleisch (viel ist nicht dran, man knabbert die Rückenstränge ab) wie Huhn.
In Kamerun habe ich Gabunvipern gern gegessen, Pythonschlange nicht, die war zu fett-tranig.
Viel besser schmecken aber die Truthähne, die hier rumstolzieren, anbei ein balzender Hahn. Seitdem ich überall Bergluzerne (Ladak) angepflanzt habe, hat sich die Population vervielfacht, sie picken die frischen grünen Blätter sehr gern
 

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wenn nun eine Klapperschlange voll zubeisst und injiziert.
Sind die Bisse bei einem Erwachsenen gesunden Menschen tödlich ?
Wie sind die Folgeerscheinungen,erholt man sich ganz davon ?
Gruß aus München
KF
 
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Moin!

wenn nun eine Klapperschlange voll zubeisst und injiziert.
Sind die Bisse bei einem Erwachsenen gesunden Menschen tödlich ?
Nicht zwingend. Wenn Du relativ schnell in eine entsprechend ausgestattete Klinik kommst ist das nach dem, was mir vor über 20 Jahren erzählt wurde, beherrschbar. Deshalb ging es nur zu zweit (oder dritt) raus, Alleine in der Wildnis mit angekratzter Gesundheit ... :what:

Wie sind die Folgeerscheinungen,erholt man sich ganz davon ?
Sorry, kann ich Dir nicht beantworten.

Klapperschlangen sind meist nicht aggressiv und verlassen sich auch auf ihre Tarnung. Bisse zur Verteidigung (noch dazu mit Gift, dessen Produktion für sie teuer ist) sind ihre letzten Mittel. Wir haben die damals gezielt gesucht und Ruheplätze etc. aufgenommen. Dabei sind wir oft auf weniger als einen Meter an die Schlange ran bevor wir die in der Laubstreu etc. gesehen haben. Schutzgamaschen waren Pflicht, angeklappert oder sonstwie gedroht hat keine. In den Südstaaten hatte man damals aber schon die "nichtklappernde Klapperschlange" gezüchtet: wer klapperte um zu Warnen wurde erschossen, also pflanzten sich die "stummen" fort. Das war unterm Strich für die Menschen auch negativ, weil die Bisszahlen hochgingen. :roll:

Und wie geht man damit um? Erst über den liegenden Stamm schauen, dann drübersteigen. ;-) Und trotzdem am Ufer die Alligatoren nicht vergessen. :twisted:

Viele Grüße

Joe
 
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Tja, es gibt +- 29 Subspecies bei Klapperschlangen - und die haben ganz unterschiedliche Giftstärke. Glücklicherweise ist die Western Diamondback Klapperschlange in Colorado nicht so giftig.
Beim Erwachsenen würde ich in Colorado hinterfragen, ob die manchmal sehr starken Nebenwirkungen des Anti-Serums nicht gefährlicher sind als die Giftwirkung (Schwellung örtlich und Schmerz). Ich würde mich nicht mit dem Serum behandeln lassen.
Ich war mal auf der Pronghornjagd und kam von einem Canyon-Rand zurück zu meinem Freund. Der stand vor dem Pickup und glaste die Prärie ab. neben ihm saß die sechs Monate alte, allerbestens veranlagte Jagdterrierhündin, die ich ihm aus D mitgebracht hatte. Dann sah ich hinter dem Pickup eine dicke Klapperschlange, zusammengerollt und den Hals aufgerichtet. ich rief sofort meinem Freund zu, den Hund festzuhalten - zu spät. DJT hatte das Rasseln gehört, sprintete auf die Schlange zu und wurde voll in den Fang, auf gut Deutsch die Nasenspitze gebissen.


Also habe ich schnell das giftige Untier umgebracht und auf die Ladefläche des Pickup geschmissen und ruckzuck ins Auto und ab nach Pueblo zur nächsten Tierklinik. Über Funk (damals gab es noch keine Handys) fragte mein Spezi die verschiedenen Kliniken ab, wer Gegengift vorrätig hätte . In halsbrecherischer Fahrt schafften wir es in 30 Minuten dorthin; die zierliche Hündin lag mit extremem Herzjagen im Schock, ließ unter sich, kurz, es sah ziemlich hoffnungslos aus.


In der Vet-Klinik saß hinter dem Tresen dann eine dicke sehr dunkelhäutige Mamsell, die Kreditkarte (ganz wichtig) etc. abfragte und dann sagte, wir sollten uns setzen und warten!


Perplex setzte ich mich mit dem schlaffen, bewußtlosen Hündchen hin; dann dachte ich, NEE- so geht das nicht, gleich wieder hoch und von ihrer Dicklichkeit verlangt, sie möchte mir Spritze, Nadel und Cortison geben, ich würde das dem Hund in die Schwanzvene injizieren - soviel versteh ich auch von Veterinärmedizin bei Hunden.


Da wurde die Dicke munter - "Oh Sie sind Arzt" und Schwupp die Wupp war der Tierarzt da und der gab NUR auf meine Veranlassung und schriftliche Anweisung das Cortison (für Kreislauf) und das Gegengift.


schwersten Herzens ließen wir das weiterhin bewußtlose Hündchen dort und riefen am nächsten Morgen bangen Herzens dort an, ob sie noch lebe und wie es ihr ginge. Gott sei DAnk besser.


Mittags war sie wieder bei uns, ziemlich schlapp und mit einem auf Tennisballgröße geschwollenem Fang, aber lebendig! Hurra!


Dahaben wir fröhlich weiter gejagt, ich streckte eine gute Gabelhorn-Antilope ( je weiter südlich in den USA, desto kapitaler in der Trophäe). Dann schlug mein Freund den Bock aus der Decke, weil er das "Cape" für Präparationszwecke haben wollte. Ich saß hauptsächlich rum und konnte nur gelegentlich mithelfen. Dann spielte ich hinter ihm mit der toten Klapperschlange und rasselte testweise mit dem Schwanz.


So schnell habe ich noch nie jemand aufspringen, sich im Springen umdrehen und stichbereit mit dem Messer in Angriffs-Stelllung gehen sehen, wie meinen zu Tode erschreckten Freund, als es plötzlich hinter ihm Klapperschlangen-Rassen gab....


DJT war in einigen Tagen wieder gesund. Der Biß der Klapperschlange soll eine Teilimmunität gewähren.


(In Südmarokko gibt es einen Berberstamm, von dem die Männer als Schlangenbeschwörer mit Flöte und Kobra über die Jahrmärkte Marokkos ziehen. Einmal im Jahr haben sie ein rituelles Treffen, wo sie ihre Tätowierungen mit Schlangengift auffrischen = Impfung... Aber jede Schlangenart hat auch unterschiedlich auf den Körper wirkende Gifte).


Die Jagdterrier-Hündin war dann eine extreme Bereicherung der Hundemeute meines Freunde und hat zur Erlegung vieler Berglöwen beigetragen - und war als einziger Hund verwöhntes Familienmitglied im Haus.


Mein Freund wollte ihre Gene weitergeben und ich brachte nach sechs Jahren einen Rüden aus D mit.


Dann war Al eines Tages mit dem Rüden und der hochträchtigen Hündin in den Bergen - nur zum Suchen eines starken Rocky Mountain Bighorn Sheep - Widders für einen Jagdgast, der das "Governors-Tag" ersteigert hatte. Er saß auf einem Felsvorsprung, als neben ihm plötzlich eine sehr große Klapperschlange rasselte. Der Rüde wollte auf die Schlange gehen, da sprang die Hündin vor - als ob sie ihn schützen wollte - und wurde prompt in den Fang gebissen.


Bis mein Freund am Auto war, war die Hündin tot. Was für eine Katastrophe - erst den wertvollen Hund und dann noch den viel wertvolleren Wurf zu verlieren.........
 
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@ Mohawk #9344:

Ich habe ja schon einiges gehört über Darwin, Genetik & Tierzucht und, aber Deine Story

" In den Südstaaten hatte man damals aber schon die "nichtklappernde Klapperschlange" gezüchtet: wer klapperte um zu Warnen wurde erschossen, also pflanzten sich die "stummen" fort. Das war unterm Strich für die Menschen auch negativ, weil die Bisszahlen hochgingen. :roll:"

ist an Wunderglauben kaum zu toppen;-)

Wandersmann

stets für märchenhafte Geschichten am camp-fire zu haben!
 
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