Frage unterschiedliche Systeme der Hundeortung

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#1
Hallo zusammen!

Ich bin gerade dabei, mich ein bißchen in das Thema Hundeortung einzulesen. Nur um sicher zu gehen, dass ich es so halbwegs verstanden habe, würde ich mich freuen, wenn die Wissenden hier im Forum das Folgende kommentieren und ggf. korrigieren könnten...:

- Grundsätzlich gibt es 2 Systeme - Tracker, die mittels Mobilfunknetz funktionieren und Systeme wie Garmin und Dogtrace, die mittels GPS funktionieren

- Die Tracker sind günstiger in der Anschaffung, bedeuten aber laufende Kosten durch die notwendige Übermittlung von Mobildaten

- Die Tracker sind durch die benötigten Mobildaten störungsanfälliger (wenn kein oder schlechtes Netz)

- Die übermittelten Daten können auf dem Handy angeschaut und ggf. verarbeitet werden

- Systeme wie Garmin und DogTrace benötigen kein Mobilfunknetz, daher auch keine entsprechenden laufenden Kosten

- Je nach verwendeter Funkfrequenz muss man das Gerät anmelden und zahlt dann einmalig dafür

- Garmin und DogTrace unterscheiden sich in der Bedienung, d.h. die Handgeräte von Garmin haben ein "besseres" Display, zeigen Karten, haben teilweise Touchscreen, usw.

Ich hoffe, ich habe nicht allzu viel sch*** geschrieben. Danke schon für alle Antworten!

Gruß

Michel
 
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#2
Im Wesentlichen hast Du das richtig zusammengefasst.

Das Komplettpaket Tracker Supra kostet allerdings ähnlich viel, wie ein Garmin. Die Kartendarstellung des Tracker Supra finde ich persönlich sehr gut und besser als beim Garmin, die Bedienung ein bisschen 'sperriger'. Ich habe auch ein Tracker Supra, nutze es aber nicht mehr, weil ich trotz 4 Netze Karte mehrfach keinen Empfang hatte. Für den Standschnaller ist das ggf. etwas problematischer als für den durchgehenden Hundeführer (der ja seine Position verändert).

Das DogTrace kenne ich nicht und kann mir entsprechend kein Urteil erlauben. Garmin finde ich soweit o.k. und nutze das durchgängig. Limitierend ist halt die entfernungsseitige Begrenzung der Ortung. Ich schmeiße dann noch ein Tractive (als Backup) mit in die Weste und fertig.


grosso
 

Fex

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#3
Hallo zusammen!

Ich bin gerade dabei, mich ein bißchen in das Thema Hundeortung einzulesen. Nur um sicher zu gehen, dass ich es so halbwegs verstanden habe, würde ich mich freuen, wenn die Wissenden hier im Forum das Folgende kommentieren und ggf. korrigieren könnten...:

- Grundsätzlich gibt es 2 Systeme - Tracker, die mittels Mobilfunknetz funktionieren und Systeme wie Garmin und Dogtrace, die mittels GPS funktionieren
Fast richtig. Auch die Tracker empfangen die Koordinaten per GPS, senden sie aber per Mobilfunk weiter, während z.B. Garmin per Funk weitersendet.

Tracker: Die GPS-Signale können nahezu weltweit von beliebig vielen Empfängern gleichzeitig empfangen werden. Bei Verlust des Signals kann durch Verlagerung des Standortes der Empfang wieder hergestellt werden. Problem ist hierbei nicht der Sender, da genügt minimaler Empfang, sondern der Empfänger. Die Kosten für die Datenübertragung sind gering, bei meiner täglichen Nutzung komme ich auf etwa 5 € pro Jahr.

Garmin u.a.: unabhängig vom Mobilfunknetz. Abhängig von der Topographie des Geländes kann der Empfang aber schon nach 1-2 km abreissen. Sollte sich der Hund weiter weg bewegen und du nicht die Richtung kennen, in der er sich bewegt, kann es unmöglich sein, den Hund wieder auf den Schirm zu kriegen. Das Verteilen auf mehrere Empfangsgeräte ist eingeschränkt möglich, aber nicht ganz so einfach.

Wer auf Nummer sicher gehen will, muss beides nutzen.
 
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#4
Ich hatte für meinen JRT die ganzen jahre ein Tracker G500, war auch sehr zufrieden. Er ist kein draufgänger, bewegt sich immer so im umkreis von etwa 100-150meter um mich bei der Jagd.
Bedienumg war nach etwas probieren und machen später ganz simpel.

Als der DJT dazu kam wollte ich ein Supra bestellen. Nachts hab ich wohl davon geträumt, bin aufjedenfall aufgewacht und dachte mir nur, ich hab hier in der gegend kein guten empfang zum permanenten Orten, ein Garmin ist die bessere variante.
Naja so gabs dann ein Aplha 100 mit zwei T5 halsbändern, JRT keine probleme, beim DJT öfters probleme da empfang weg, teilweise nach 600metern schon.
Darum hab ich ein Tractive als Backup für den DJT.

Für mich sind die Vorteile eines Garmin:
-schnelle und leichte bedienung
-keine fortlaufenden kosten
-Handgerät ist auch praktisch zum Wandern

Nachteile Garmin:
-empfang/ verbindung zum T5 teilweise nur bis 600meter.
-Gamin Base, seperates programm für PC um Tracks, Aktualisierungen etc, am PC durzuführen. Bedienung etwas schwierig.

Vorteile Tracker:
-keine reichweiten beschränkung wenn Mobilnetz vorhanden
-man kann alles über das Handy steuern
-über ein freigabe link kann jedermann mit PC/Handy den live Track sehen für den Notfall

Nachteile Tracker:
-fortlaufende kosten, jährlich teure Lizenz
-Handyempfang ist pflicht
-Handyakku wird benötigt, somit am ende des Tages immer ein Handy mit wenig akku, schlecht für Notfälle



Ich weiß noch nicht ob ich wieder auf Tracker stoßen soll, ob das Handynetzt jetzt schlecht ist und ich nicht immer guten empfang hab. Oder das Garmin keine verbindung hat.
Tracket verbindet sich sobald wieder empfang da ist, mit dem Garmin muss man auch mal eine rundfahrt unternehmen.
 
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#5
Guter Faden, eigentlich ist alles gesagt. In der Abwägung ist es bei mir ein Garmin geworden. Da es hier angesprochen wurde: wie zufrieden seid ihr mit Tractive als Backup?
 
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#6
Fast richtig. Auch die Tracker empfangen die Koordinaten per GPS, senden sie aber per Mobilfunk weiter, während z.B. Garmin per Funk weitersendet.

Tracker: Die GPS-Signale können nahezu weltweit von beliebig vielen Empfängern gleichzeitig empfangen werden. Bei Verlust des Signals kann durch Verlagerung des Standortes der Empfang wieder hergestellt werden. Problem ist hierbei nicht der Sender, da genügt minimaler Empfang, sondern der Empfänger. Die Kosten für die Datenübertragung sind gering, bei meiner täglichen Nutzung komme ich auf etwa 5 € pro Jahr.

Garmin u.a.: unabhängig vom Mobilfunknetz. Abhängig von der Topographie des Geländes kann der Empfang aber schon nach 1-2 km abreissen. Sollte sich der Hund weiter weg bewegen und du nicht die Richtung kennen, in der er sich bewegt, kann es unmöglich sein, den Hund wieder auf den Schirm zu kriegen. Das Verteilen auf mehrere Empfangsgeräte ist eingeschränkt möglich, aber nicht ganz so einfach.

Wer auf Nummer sicher gehen will, muss beides nutzen.
Hallo,
Worin besteht das Problem beim Verteilen auf mehrere Handgeräte? Bei meinen beiden Astro 320 war es ohne Probleme möglich und auch bei einem befreundeten HF haben wir DC50 uns T5 (wenn ich mich nicht täusche) in selbigen Gerät abgespeichert. Dass die Halsbänder jetzt nicht noch in einem Alpha 100 angelegt werden können, ohne das die 320er die Halsbänder orten können ist klar.
 
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#7
Ich hatte für meinen JRT die ganzen jahre ein Tracker G500, war auch sehr zufrieden. Er ist kein draufgänger, bewegt sich immer so im umkreis von etwa 100-150meter um mich bei der Jagd.
Bedienumg war nach etwas probieren und machen später ganz simpel.

Als der DJT dazu kam wollte ich ein Supra bestellen. Nachts hab ich wohl davon geträumt, bin aufjedenfall aufgewacht und dachte mir nur, ich hab hier in der gegend kein guten empfang zum permanenten Orten, ein Garmin ist die bessere variante.
Naja so gabs dann ein Aplha 100 mit zwei T5 halsbändern, JRT keine probleme, beim DJT öfters probleme da empfang weg, teilweise nach 600metern schon.
Darum hab ich ein Tractive als Backup für den DJT.

Für mich sind die Vorteile eines Garmin:
-schnelle und leichte bedienung
-keine fortlaufenden kosten
-Handgerät ist auch praktisch zum Wandern

Nachteile Garmin:
-empfang/ verbindung zum T5 teilweise nur bis 600meter.
-Gamin Base, seperates programm für PC um Tracks, Aktualisierungen etc, am PC durzuführen. Bedienung etwas schwierig.

Vorteile Tracker:
-keine reichweiten beschränkung wenn Mobilnetz vorhanden
-man kann alles über das Handy steuern
-über ein freigabe link kann jedermann mit PC/Handy den live Track sehen für den Notfall

Nachteile Tracker:
-fortlaufende kosten, jährlich teure Lizenz
-Handyempfang ist pflicht
-Handyakku wird benötigt, somit am ende des Tages immer ein Handy mit wenig akku, schlecht für Notfälle



Ich weiß noch nicht ob ich wieder auf Tracker stoßen soll, ob das Handynetzt jetzt schlecht ist und ich nicht immer guten empfang hab. Oder das Garmin keine verbindung hat.
Tracket verbindet sich sobald wieder empfang da ist, mit dem Garmin muss man auch mal eine rundfahrt unternehmen.
Hallo,
Ich hatte mal ein ähnliches Problem. Garmin-Händler angeschrieben und die Antwort war, dass ich das Halsband (DC40) einschicken solle. Es war scheinbar defekt und es gab ein neues DC50 zurück.
 
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#8
Hallo zusammen!

Ich möchte mich für die bisherigen Antworten bedanken (y). Sehr informativ!!

Wenn ich meine Anforderungen an das System ehrlich bewerte, würde ich wohl eher bei einem Tracker landen. Nur die jährlichen Lizenzkosten von ~50€ für die Software tun mir als gebürtigem Schwaben im Bauch weh :confused:...

Gruß

Michel
 
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#10
Hallo,
Ich hatte mal ein ähnliches Problem. Garmin-Händler angeschrieben und die Antwort war, dass ich das Halsband (DC40) einschicken solle. Es war scheinbar defekt und es gab ein neues DC50 zurück.
Naja wenn zwei Hunde einer Sau hinterher sind und diese dann über einen km weiter stellen liegt es glaube ich nicht am Halsband, es sei denn es liegt ab beiden.

Der JRT Jagd normal in meinem umkreis, so dass ich ihn meist auf dem schirm habe, sehe oder höre. Aber auch er geht mal einer kranken Sau hinterher.
 
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#11
Ich habe meinem Garmin eine lange Teleskopantenne spendiert, das hat die Reichweite des Empfangs enorm gesteigert. Nicht ausgezogen ist diese nicht viel länger als die Standard-Stummelantenne.
Ich hab mir die normale lange drauf geschraubt, aber die Probleme hier im Hunsrück trotzdem.
 
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#12
Guter Faden, eigentlich ist alles gesagt. In der Abwägung ist es bei mir ein Garmin geworden. Da es hier angesprochen wurde: wie zufrieden seid ihr mit Tractive als Backup?
Das teil ist günstig, zum Tracken wo sich der Hund gerade befindet gut. Aber nicht um dessen verlauf genauer anzusehen, so genau arbeitet das teil nicht.
Z.b. Künstliche schweißfährte arbeiten kann man damit vergessen, da ist das Garmin vorne.
Aber als Backup finde ich es ausreichend.
 
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#13
Naja wenn zwei Hunde einer Sau hinterher sind und diese dann über einen km weiter stellen liegt es glaube ich nicht am Halsband, es sei denn es liegt ab beiden.

Der JRT Jagd normal in meinem umkreis, so dass ich ihn meist auf dem schirm habe, sehe oder höre. Aber auch er geht mal einer kranken Sau hinterher.
Hallo,
Die Antwort bezog sich auf den Kontaktabriss nach 600m.
 
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#14
Das Thema wurde zum drölfmillionenmal durchgekaut.
Die Geschichte steht und fällt mit dem Mobilfunknetz und wenn man nur im erweiterten Münchner Speckgürtel (Radius 100km) schaut und sieht wie mau da die Mobilfunkabdeckung ist,
dann gibts nur eines!
Zu Aussteigen des Garmin kann ich nicht viel sagen, da meine fünf T5 alle funktionieren, je nach Vegetation und Gelände mal weiter und mal kürzer.
Meine Meinung!

Bausaujäger
 
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#15
Ja, trotzdem kann es ja sein, dass es aufgrund von Neuerungen und Innovationen bei den größten Herstellern eine neue Meinung der Profis gibt.
Mich hatte auch die Jahresgebühr meines T Supra gestört, dass ich über einen Wechsel nachgedacht habe, bis mir ein Profi den Tipp mit der Tageslizenz gegeben hat.
 
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