Fragen v. Schalldämpfer "Neuling"

Mitglied seit
11 Mrz 2013
Beiträge
86
Gefällt mir
11
#1
Hallo,

Da scheinbar nun auch bei uns in Österreich Bewegung in Richtung Schalldämpfer für die Jagd erkennbar ist (ich glaubs erst wenn im Gesetz steht)...

Ich aber bis dato mangels Erlaubnis noch nicht wirklich in die Materie eingelesen hab such ich Input / Erfahrungen von Euch.

Welche Dämpfer würdet ihr empfehlen, für:

Tikka CTR Stainless .308
Semi Wight Lauf (19mm glaub ich)
5/8x24 Gewinde
Reine Jagdwaffe / kaum Schiessstand

Anforderungen :
Overbarrel (je mehr des du besser, aber max 18cm Richtung hinten)
möglichst hohe Dämpfleistung
Druchmesser nicht zu Dünn aber auch keine 10cm...
Gewicht spielt auch nicht die grosse Rolle, ich geh auf keine Berge etc...



Steyr Cll2 SX von nem Freund (wird mich sicher danach fragen)
3006 Standartlauf
M15x1
Tipp auch auf Overbarral, nicht zu dick und nicht zuteuer (Premium aussen Vor) eher Mittelklasse vom Preis...


Bin schon gespannt, mir ist das Thema auch anhieb zu umfangreich..
Danke für Input
Waidmannsheil aus Ö
Josef
 
Mitglied seit
25 Aug 2018
Beiträge
44
Gefällt mir
25
#2
Ich kann ASE UTRA Dämpfer uneungeschränkt empfehlen (selbst mehrere im Einsatz). Aber leider kein overbarrel. Trotzdem über den Tellerrand schauen schadet nie.
 
Mitglied seit
21 Jan 2002
Beiträge
45.156
Gefällt mir
1.383
#3
Stalon W110, kaum ein anderer ragt soweit nach hinten. Overbarrel, verlängert nur um 11 cm und ist völlig ausreichend von der Leistung.
 
Mitglied seit
16 Sep 2016
Beiträge
73
Gefällt mir
6
#4
Hallo Joe,

Ob ein Dämpfer ausreichend ist oder nicht hängt von der Güte deines Gehörs ab. Wir hatten die Diskussion hier schon einige Male. Bist du jung und knackig, nimm einen Dämpfer mit hoher Leistung (>32dB), andernfalls reicht wie dir schon mitgeteilt wurde auch weniger Dämpfungsleistung aus. Ich habe den Aimsport Triton 50S der nach Messungen (Test in Buch und Zeitschrift) mit 30dB dämpft und schieße den selben Kaliber mit der selben Lauflänge und sogar mit der selben Marke. Trotzdem haben mit nach dem ersten Schuss im freien Feld ohne Gehörschutz die Ohren geklingelt. Mit Fellmütze geht´s dann übrigens schon so, ist also direkt an meiner persönlichen Grenze.

Du solltest dir vor Augen führen, dass eine Differenz von 6dB eine Verdopplung bzw. Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke entsprechen.

Da du einen .30er Kaliber und sogar .308 Win nutzt kannst du ruhig mal einen Blick in diverse Tests werfen und hast dann einen direkten Anhaltspunkt. Falls dort die Mündungsgeschwindigkeit der Laborierung und die Lauflänge des Gewehrs aufgeführt sind, kannst du davon ausgehen, dass die Dämpfungsleistung des Dämpfers an deiner Waffe besser ist als im Test wenn:
-dein Lauf Länger ist (unwahrscheinlich) und deine Geschosse langsamer
-oder schlechter ist wenn es anders herum ist. Die Differenz kann hier vermutlich 1-2dB betragen.

Dein Kumpel nutzt auch einen .30er Kaliber, wie eben erklärt kann er bei .30-06 mit weniger Dämpfungsleistung als in den Tests rechnen.

Hier ein paar Tests aus dem Norden:
vapentidningen.se/walk_ladda-hem/Ljuddampartest2018.pdf

www.varuhuset.se/res/JaktochFiske/Ljuddaempare-test.pdf

https://www.jaegerforbundet.dk/media/7053/lyddæmper-artiklen-0417-nypris.pdf
 
Mitglied seit
21 Jan 2002
Beiträge
45.156
Gefällt mir
1.383
#5
Ob ein Dämpfer ausreichend ist oder nicht hängt von der Güte deines Gehörs ab.
Das ist schlicht falsch.
Ein SD soll ausreichend dämpfen um Gehörschäden zu vermeiden. Also den Knall unter 137db am Ohr des Schützen senken.
Mehr muss er nicht.

An welcher Stelle soll er denn 32 db dämpfen? Am Ohr? zu welchem Zweck?
Durchschnittlich knallt eine 308 am linken Ohr gemessen zwischen 158 und 160 db.
160 - 137= 23
Also dämpft ein Dämpfer mit 25 db gemessen am linken Ohr ausreichend.
Es schadet nicht sehr stark dämpfende SD zu verwenden, aber das geht nur über mehr Volumen.
Also länger, dicker.
 
Mitglied seit
8 Okt 2016
Beiträge
2.607
Gefällt mir
520
#6
Du reitest ja immer auf deinen 137db rum.
Ich würde dass nicht als fixe Grenze nehmen. Jeder Mensch ist anders.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei einem 135db noch zur Gehörschädigug führen kann und dem nächsten 138db nichts machen...

Je mehr Dämpfung destp besser, am besten deutlich unter 137.
 
Mitglied seit
21 Jan 2002
Beiträge
45.156
Gefällt mir
1.383
#8
Du reitest ja immer auf deinen 137db rum.
Ich würde dass nicht als fixe Grenze nehmen. Jeder Mensch ist anders.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei einem 135db noch zur Gehörschädigug führen kann und dem nächsten 138db nichts machen...

Je mehr Dämpfung destp besser, am besten deutlich unter 137.
Ich reite nicht darauf herum.
Das ist die Grenze der europäischen Arbeitsschutzrichtlinie. Die muss eingehalten werden um Gehörschäden bei Arbeiten vorzubeugen.
Alles was an Knallereignissen leiser ist , ist safe.
Du kannst die Grenze nicht hören. Wenn es anfängt im Ohr zu klingeln, bist du WEIT drüber.

Ein Dämpfer der bspw nur so wenig dämpft, daß am Ohr 140 db ankommen, wird von dir genauso wahr genommen, wie der mit knapp unter 137.
Der eine führt zur Schädigung, der andere nicht.
Große Dämpfer graucht es für schwere Kaliber, weil die eben nicht mehr nur 160 db am Ohr bringen.
Große Dämpfer auf kleinen Kalibern schaden nicht , sie stören einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
19 Okt 2005
Beiträge
1.030
Gefällt mir
16
#9
Bin nach wie vor mit dem Hausken Jakt JD 224 XTRM sehr zufrieden und hab ihn auch für meine Zweitwaffe angeschafft.
Von den Standarddämpfern dürfte er die beste Dämpfung haben.
Einzig der Reinigungsaufwand ist durch die zusätzlich eingelegten Dämpfungsschnüre etwas aufwändiger, lässt sich aber gut demontieren.

Wenn der Dämpfer auch längere Serien auf dem Schiessstand abkönnen soll, dann vielleicht lieber einen etwas robusteren Stahldämpfer.

Hausken JD 224 XTRM
 
Mitglied seit
8 Okt 2016
Beiträge
2.607
Gefällt mir
520
#10
Ich reite nicht darauf herum.
Das ist die Grenze der europäischen Arbeitsschutzrichtlinie. Die muss eingehalten werden um Gehörschäden bei Arbeiten vorzubeugen.
Alles was an Knallereignissen leiser ist , ist safe.
Du kannst die Grenze nicht hören. Wenn es anfängt im Ohr zu klingeln, bist du WEIT drüber.

Ein Dämpfer der bspw nur so wenig dämpft, daß am Ohr 140 db ankommen, wird von dir genauso wahr genommen, wie der mit knapp unter 137.
Der eine führt zur Schädigung, der andere nicht.
Große Dämpfer graucht es für schwere Kaliber, weil die eben nicht mehr nur 160 db am Ohr bringen.
Große Dämpfer auf kleinen Kalibern schaden nicht , sie stören einfach.
Und genau darauf würde ich mich nicht verlassen. Dass genau 137 bei Jedem die gut/schlecht Grenze ist.
Bei 138 werde ich also taub? Wohl eher nicht.
Richtlinie hin oder her, wäre ja nicht die erste die regelmäßig angepasst wird...
 
Mitglied seit
21 Jan 2002
Beiträge
45.156
Gefällt mir
1.383
#11
Er wollte keinen der preislichen Oberklasse.

Welches Kaliber führst du mit dem xtrm?
 
Mitglied seit
21 Jan 2002
Beiträge
45.156
Gefällt mir
1.383
#12
Und genau darauf würde ich mich nicht verlassen. Dass genau 137 bei Jedem die gut/schlecht Grenze ist.
Bei 138 werde ich also taub? Wohl eher nicht.
Richtlinie hin oder her, wäre ja nicht die erste die regelmäßig angepasst wird...

Kein vernünftiger Dämpfer kommt über diesen Wert und die Wahrscheinlichkeit mit 138 db eine Schädigung herbeizuführen ist größer als mit 136.
Vernünftig sind bei den kleinen Dämpfern mit 308, Stalon110 und Hausken 184 xtrm.
Dämpfer mit unter 25 db sind nicht ausreichend das Gehör auf der Jagd zu schützen.
Trotzdem bieten die alle anderen Vorteile.
Nach deiner Prämisse dürfte man nur die wirklich dicken SD mit 6 oder 7 cm Durchmesser und entsprechender Länge führen.
 
Mitglied seit
21 Jan 2002
Beiträge
45.156
Gefällt mir
1.383
#14
Für die 338 verständlich, für die 308 überflüssig, da wäre der 184 xtrm völlig ausreichend.
 
Mitglied seit
19 Okt 2005
Beiträge
1.030
Gefällt mir
16
#15
Hier sind die Preise im akzeptablen Bereich (sinnvolle Investition, dafür kann man sich ja mal bei der xten angeschafften Jagdbekleidung ect. zurückhalten):

Link Hausken
 

Mitglieder online

Oben