Fremdschämen {Bekleidung}

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Dann tut es mir leid, ich bin nicht in der Lage dir zu erklären worum es mir in speziell diesem Fall ging und warum Äußerlichkeiten mitunter eine Wirkung hervorrufen können, die derjenige vielleicht gar nicht beabsichtigte. Mein Fehler.
Ohne dich anzugreifen, ist das nach der Lehre vom Erleben und Verhalten von Menschen tatsächlich ein eigener Fehler.
 
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wenn ich mich für jemandem schäme, dann halte ich nichts von ihm.
Meist schämt man sich nicht, sondern empfindet eher auf geringschätzende Art und Weise zum Gegenüber.
Häufig aus einer Position der Schwäche heraus zur Aufwertung des eigenen Selbstwertgefühls. Recht weit verbreitet.
Das aber nur allgemein und auf niemanden persönlich (das meine ich ganz ausdrücklich so) hier zu reagieren.
 
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Der Fredersteller, als auch etliche andere haben Probleme mit der Bekleidung von anderen Jägern. Das geht so weit, daß man sich sogar fremdschämt, weil diese "Gestalten" ein schlechtes Aushängeschild für die Jagd und andere Jäger sind. Da wird mehr Wert auf Äußerlichkeiten gelegt, denn auf die Dinge, auf die es ankommt! Und wenn ich mich für jemandem schäme, dann halte ich nichts von ihm.
Wenn du in der Öffentlichkeit auftrittst wirst du nach Äußerlichkeiten bewertet, wie soll der Passant den guten vom schlechten Jäger unterscheiden, er sieht nur ordentlich gekleidete oder eine wilden Haufen, den er sicher nicht mit seiner Vorstellung von Jägern zusammenbringt, oder man bestätigt nur seine Vorurteile.
Ob der TO sich dafür schämt oder ob er sich nur über solches Auftreten entsetzt, bleibt ihm überlassen. Ich kanns verstehen.
Im übrigen gehört für mich ein ordentliches Auftreten untrennbar mit einem guten Jäger zusammen.
 
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Lieber Mantelträger,

die Jagd gerät immer stärker unter Druck, von gewissen politischen Kreisen gefördert. Meiner bescheidenen Ansicht nach, trägt es mitnichten dazu bei, vielmehr ist es Wasser auf die Mühlen jener, die in der Jagd ein überkommenes Tun sehen, welches verboten gehört. Wenn nun eine Gruppe Jäger, in obiger, oft genannter Weise gekleidet, in unmittelbarer Nähe von Nichtjägern ein AR15, welches die zivile Variation des Sturmgewehrs M4 ist, herumzeigt, dann halte ich persönlich das für, dem Ansehen der Jagd als nicht förderlich. Eben weil der normale Bürger hier kaum wissen dürfte, das es kein Sturmgewehr im definierten Sinn ist und die Bekleidung / Ausrüstung dazu einen negativen Eindruck der Jagd vermitteln kann. Ich würde mir wünschen, das auch diese kleine unbedeutende Äußerlichkeit Beachtung finden möge. Mehr war mein Ansinnen nicht.

Ich wünsche Allzeit Weidmannsheil und widme mich nun dem Gespräch mit meinem Kameraden im Auto.
 
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Das ist eher so eine eigene Vorstellung ohne irgendeinen objektiven Beleg.
ICh hab schon oft hier im Forum aufgezeigt, dass die allermeisten die Waffen garnicht unterscheiden können oder überhaupt wollen.
Das interessiert einfach niemanden.
Nun benutzt du die waffe schon wieder als Verstärker der Kleidzung udn andersherum. Was ist denn wenn das "böse" Gewehr im Förstergewand gezeigt wird? Was wenn die Bockbüchsflinte zur Camohose?
Wer gegen die Jagd ist, ist gegen die Jagd. Da kann auch der Förster vom Silberwald vor ihm stehen.

Der Rest ist der Wandel der Zeiten. Keine Leuchtpunkte. Keine Repetiergewehre. Kein Halbautomaten. Keine Nachtsichttechnik.
Der andere sagt wieder: Keine Ansitzjagd. Keine Kirrungen. Keine Fallenjagd. Keine Trophäen. Wald vor Wild. .....

Ich sehe die Jagd überhaupt nicht unter Druck. Ganz im Gegenteil, gewinnt sie tatsächlich an Bedeutung - wie man an vielfältigen politischen Aktivitäten auch wahrnehmen kann.
 
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Wenn du in der Öffentlichkeit auftrittst wirst du nach Äußerlichkeiten bewertet, wie soll der Passant den guten vom schlechten Jäger unterscheiden, er sieht nur ordentlich gekleidete oder eine wilden Haufen, den er sicher nicht mit seiner Vorstellung von Jägern zusammenbringt, oder man bestätigt nur seine Vorurteile.
Ob der TO sich dafür schämt oder ob er sich nur über solches Auftreten entsetzt, bleibt ihm überlassen. Ich kanns verstehen.
Im übrigen gehört für mich ein ordentliches Auftreten untrennbar mit einem guten Jäger zusammen.
Wo steht denn dass die besagten Jäger sich nicht ordentlich benommen haben?
Nach Äußerlichkeiten bewertenwäre ganz normal? Na lass das bloss nicht die Grünen hören. ;)
 
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Vielleicht interessant auf Seite 30 der Hinweis dass im Startposting eigentlich kein Wort von Waffen stand.......
 
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Drei Dinge:

1) Dem außenstehenden ist es egal welche Klamotten Du als Jäger hast. Wenn Du Dich als Jäger durch Kleidung oder Equipment outest bist Du bei einigen Leuten gleich Apriori unten durch. Das gleiche erleben aber auch andere Leute aus anderen Berufsgruppen, Feuerwehrleute zum Beispiel gerade, oder Rettungsassistenten. Wandel der Zeit, Wandel der Sitten, Wandel der Gebräuche und des persönlichen Geschmacks.

2) Wenn einer von der Arbeit kommt, und wenig Zeit und Verständnis für irgendwelche Rituale in Bezug auf Kostümfest hat, so ist es sein gutes Recht diese auszulassen. Zum Glück ist es hier tatsächlich so, dass darin kein Stilbruch gesehen wird - eher wenn Du zu spät kommst (hat auch was mit Respekt gegenüber den Einladenden zu tun) oder wenn Du gar nicht kommst und dich auch nicht abmeldest (ebenfalls Respekt). Hast Du 10 oder 11 Stunden geackert, dann kann ein Ansitz mit ein paar Leuten im Revier gut als gemeinschaftliches Bejagen gesehen werden, ohne dass dieses den Charakter einer Gesellschaftsjagd hat. Und den Jagdfreunden, die aller Wahrscheinlichkeit Deinen Job kennen, werden sowohl die Äußerlichkeiten als auch den Stilbruch eher hinnehmen als Unzuverlässigkeiten. Dazu gehört unter Umständen für mich dann auch das verschwitzte und verdreckte T-Shirt von der Arbeit (zu den Äußerlichkeiten)... Viehwirtschaft geht nun einmal nicht ganz ohne Geruch ab, und als Landwirt bist Du Dreck unterschiedlicher Konsistenzen den ganzen Tag ausgeliefert.

3) Erwartungshaltungen sind immer eine Falle, die man sich selbst stellt. Mitunter erwartet man vom Gegenüber mehr, als man selber bereit ist zu geben. Und das alleine stellt dann schon eine unlösbare Diskrepanz in unserer heutigen Zeit. Einfach weil die meisten Leute nicht einmal mehr die einfache Selbstreflexion hinbekommen.
 
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Wenn du in der Öffentlichkeit auftrittst wirst du nach Äußerlichkeiten bewertet, wie soll der Passant den guten vom schlechten Jäger unterscheiden, er sieht nur ordentlich gekleidete oder eine wilden Haufen, den er sicher nicht mit seiner Vorstellung von Jägern zusammenbringt, oder man bestätigt nur seine Vorurteile.
Ob der TO sich dafür schämt oder ob er sich nur über solches Auftreten entsetzt, bleibt ihm überlassen. Ich kanns verstehen.
Im übrigen gehört für mich ein ordentliches Auftreten untrennbar mit einem guten Jäger zusammen.
Ich glaube das ist eher ein Generationsproblem.
Ich erwische mich auch dabei wie ich irgendwelche, für mich nach Äußerlichkeiten, in die Schublade gesteckten, arroganten, dekadenten Von und Zus negativ bewerte. Diese Spzies erscheint mir so was von lächerlich mit ihren Halstüchern, Baskemützchen und kniehohen Socken ala Lord Winsor. Das Spielchen kann man auch anders rum betrachten.

Ist nämlich nicht mehr Zeitgemäß auf der Jagd wie ein aufgeplusterter Gockel rumzurennen!!

Jagd ist Handwerk, da ziehe ich das an was mir am besten, bequemsten und zweckmäßigsten ist. Dazu gehört auch ein Smog, weil der so viele Taschen hat, dass ich zum Teil den Rucksack zu Hause lassen kann und trotzdem alles bequem verstaut dabei hab. Dazu gehört auch ein top wohlig wärmender Snugpag. So etwas in der Art gibt es auch von Härkila für 300 Schleifen. Für den Snugpag zahle ich um die 100-150 und habe eine top Thermokleidung, die bereits zu genüge seit Jahrzehnten mindestens vom britischen Militär genutzt wird. Ich kann mir natürlich die Härkila Kleidung holen, das Doppelt bis Dreifache bezahlen um für die Wahrnehmung einiger Lodenjockel korrekt aufzutreten.

PS: Hab schon immer Probleme damit gehabt wenn andere mich auf Teufel komm raus verbiegen wollen!!

Ich trage was ich will. Hab auch nichts dagegen wenn sich andere für mich fremdschämen.
WH...
 
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Wie ist das denn mit den Jagdfahrzeugen? Okay, die G-Klasse (mil: Wolf) ist‘n bisschen aus der Mode gekommen, aber müssen die Kfz dann wenigstens frisch gewaschen zur Jagd geführt werden? Wären eMobile der Akzeptanz der Jagd zuträglicher als fette Verbrenner?
Oder ist der relevante Unterschied doch der freundlich grüßende Waidmann auf dem Fahrersitz, respektive das grimmig dreinschauende Fahrer-Subjekt..!?
Nach 30 Seiten kann man so langsam in die Meta-Ebene gehen 😏
 
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@Präzi Auf Grund deiner übrigen Posts, die du bis jetzt so abgesondert hast, verfestigt sich ein Bild.
 
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