Fruchtfliegenzucht im Revier und Garten

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#1
Dieses Thema richtet sich an alle Freunde von insektenfressenden Vogelarten.

So kann man Fruchtfliegen draußen im Garten und im Revier züchten, und nahe an die Vögel bringen.


Rezept für den Futterteig:

1 kg Weizenmehl Type 405

1 kg Zucker

1 Liter magere Milch ( normale Milch geht, besser laktosefreie Milch )

1 Liter Bio- Apfelsaft , aus 100 % Fruchtsaft ohne Zusatzstoffe ( gibt es im gut sortierten Supermarkt)

2-3 Würfel frische Hefe

2 gestrichene Esslöffel Nipagin ( 4-Hydroxybenzoesäuremethylester) ( gibt es als Pulver in der Apotheke)

Weizenkleie ( gibt es günstig im Futterhandel)





Aus dem Mehl, der Milch , dem Apfelsaft und den Hefewürfeln wird ein Teig zusammen gerührt.
Er sollte in etwa eine dickflüssige Konsistenz wie Pfannekuchenteig haben. Die Zutaten sollten
lauwarm sein.
Diesen Teig lässt man dann bei Zimmertemperatur ca. 2-3 Stunden gehen.
Dann rüht man die 2 gestrichenen Esslöffel Nipagin ein. Nipagin soll die Schimmelbildung
im Futterbrei verhindern. Natürlicherweise kommt Nipagin auch in Geleé Royale
(Königinnenfutter) der Honigbiene vor. Man kann versuchen , weniger oder gar kein Nipagin beizufügen.
Wie sich Schimmelbildung auf die Zucht auswirkt , habe ich noch nicht getestet.


(( Nipagin ist auch im Sexuallockstoff der läufigen Hündin enthalten, man könnte es auch mal in der
Fuchsfalle testen ))

 
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#2
Dann schüttet man den Brei in den Zuchtbehälter. Dazu rührt man dann so viel Weizenkleie unter bis ein feuchtkrümeliger Futterteig entsteht. Der Boden des Zuchtbehälters sollte mit einer ca. 5-8 cm hohen Schicht aus Futterteig bedeckt sein.

Wenn er im späteren Verlauf mal trockener werden sollte , kann man ihn mit etwas lauwarmem Wasser oder Apfelsaft besprühen.






Die Zuchtbox ist ein Zementkübel. Man schneidet vorne eine Front rein, und macht ein Gitter

gegen Mäuse und Ratten davor.


 
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#3
Dann befestigt man noch ein Fliegengitter an der Öffnung, damit keine größeren Fliegen und Wespen an den Teig gelangen.
Durch normales Fliegengitter können Fruchtfliegen egtl. problemlos durchkriechen.

Am besten man beobachtet an seinem verwendeten Fliegengitter , ob die Fruchtfliegen problemlos durchschlüpfen können.





Die Kiste wird mit einem Dach versehen.


 
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#4
Die Fruchtfliegen fliegen bei mir aus der Umgebung selber zu.

Nach einiger Zeit und bei warmer Witterung entwickeln sich im Teig viele kleine Fruchtfliegenmaden.





 
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#5
Nach wenigen Wochen sollten einem viele Fruchtfliegen entgegenkommen , wenn man die Box öffnet und etwas dagegen klopft.

Fruchtfliegen fliegen beim Aufscheuchen nicht weit, und setzen sich in der Regel schnell wieder irgendwo hin.










Diese Maßnahme sollte natürlich keine natürlichen Strukturen im Revier und im Garten ersetzen.

Sie sollte allenfalls das Insektenangebot etwas ergänzen.
 
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#6
Weil die Fruchtfliegenvermehrung in den letzten beiden Jahren in den Kisten gut funktioniert hat, möchte ich in diesem Jahr die Produktivität pro Kiste steigern.

Mit Stäben habe ich eine Zwischenablage in die Kiste gebaut.
Darauf habe ich ein Katzenklo mit der Futtermischung gestellt. So bekommt die Kiste gleich 2 Stockwerke , auf welchen sich Fruchtfliegen vermehren können.


 
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#7
Die Fruchtfliegenzucht draußen klappt bei mir dieses Jahr wieder super.

Gestern habe ich den Deckel einer Kiste im Garten geöffnet, und mir kam im wahrsten Sinne des Wortes eine richtige Wolke von Fruchtfliegen entgegen.
In dieser Kiste hatte ich zwar auch Halterungen für einen Zwischenboden befestigt, dennoch hat diese Kiste nur den Bodengrund voll Teig.

Jeder verschwommene Punkt ist eine Fliege

 
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#8
Fruchtfliegen fliegen in der Regel nicht weit. Sie setzten sich einige Meter in der Umgebung wieder ab. Einige setzten sich
auf die Innenseite des Deckels. Jeder Punkt ist eine Fruchtfliege. Die Masse der " Wolke" flog in die Umgebung.


Die einzige Arbeit war , den Teig einzufüllen .
In den letzten Wochen habe ich nur etwas mit lauwarmem Wasser nachgefeuchtet.
Was von der Teigkonsistenz auch nicht zwingend notwendig war.

Die Kiste sollte sich in der Sonne nicht zu stark aufheizen,

daher grossdimensionierte Holzdeckel oder nicht so aufheizendes Material im Deckel verwenden.
Die Kiste sollte auch nicht in einem kühlen Schattenloch stehen. 20-24 Grad Innentemperatur
sind optimal für Fruchtfliegen.




 
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