Frust und Ärger 2021

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Tja, bei mir geht's ähnlich.
Nachdem ich vor einigen Wochen einen guten Freund an Corona verloren habe (hatte ich hier im Thread gepostet), mein diversen Tests zum Glück alle negativ waren, schlagen wir uns jetzt mit Long- bzw. Post-Covid Syndromen bei meinem Vater rum. Die Tests sagen er ist negativ. Die Symptome wie extreme Müdigkeit, (alle 2-3 h muss er 1-2h Schlafpause machen), Schlapp, Kurzatmig sind geblieben. Laut Doc kann sich das noch monatelang hinziehen und ob das je wieder besser wird, das weiß nur die Glaskugel.

Nächster Tiefschlag kam dann auch. Die Tochter meines verstorbenen Freundes hat sich mit Covid infiziert und dadurch eine Fehlgeburt erlitten. 14 Woche.

Mittwoch letzte Woche war Sperrmüll an der Arbeitsstelle meiner Frau. Donnerstag hat sie auf dem Parkplatz wo Mittwoch der Sperrmüll stand (von ihr und 2 Kollegen da hingestellt) den Jimny geparkt. Tja und Donnerstag Abend steh ich im Wald mit einem Platten.
Freitag in der Werkstatt: 25mm lange Schraube steckt schön seitlich in der Flanke. Zufällig genau die Schrauben, die meine Holde aus dem alten Regal abgebaut hat, das Mittwoch auf dem Sperrmüll gelandet ist... *grmml* Nächste schei*e kam ja direkt. Ich hatte aufm Jimny mal 205.75r15 Reifen eintragen lassen. Die ich hatte ich damals noch vom Samurai über. Und in der Reifengröße gibt es so gut wie nix mehr zu kaufen. Die wird faktisch nicht mehr produziert. Also zurück auf die Standardgröße vom Jimny 205.70r15. Ergo 4 neue Reifen werden fällig, obwohl die alten locker noch 2-3 Jahre ausgehalten hätten. Das waren General Grabber AT2, Mitte 2016 aufgezogen. Produziert DOT 0116. Jetzt gibts 4 neue Yokohama Geloander G015...
 
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Eigentlich soll man nicht jammern. Und ich bin normal immer ganz zufrieden. Selbst der Umstand, dass meine Chefin arbeitslos ist, AG1 nun ausgelaufen bringt mich nicht komplett aus der Ruhe....
Ich hatte einen Radlunfall und einen Arbeitsunfall, für heuer brauch ich keine Notaufnahme mehr von innen sehen.
Super-GAU war aber die Krebsdiagnose bei meinem Dad im März. Anfängliche Erfolge mit Chemo werden nun leider getrübt. Im August ein Krankenhauskeim und eine neue Chemo haben ihn jetzt zerstört. Ich hoffe zwar immer noch, dass es wieder bisserl wird, sind die Metastasen teilweise verschwunden. Aber wenn ich ihn immer seh, 30kg weniger, zieht mich das ganz nach unten...
 
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Moin @P.O.Ackley ,

es tut mir sehr leid zu hören, dass es Deinem Vater anscheinend sehr schlecht geht. Das Leben ist leider (oder vielleicht auch Gottseidank) endlich. Ich habe meine Mutter sehr früh (im Alter von 27 Jahren) verloren und konnte sie leider nicht oft sehen. Darum rate ich Dir, die Zeit mit Deinem Vater zu genießen und ihn so oft wie nur irgend möglich zu besuchen, um die verbleibende Zeit intensiv zu nutzen. Auch wenn es manchmal weh tut - nutze diese Zeit auch um Dich langsam auf den Abschied vorzubereiten. Ich weiß natürlich nicht wie alt Du bzw Dein Vater ist, aber meine Freunde habe ich immer damit versucht zu trösten, dass Sie eine lange Lebenszeit mit Ihren Eltern verbringen konnten. Darüber sollte man auch einmal nachdenken und dankbar sein.
ich hoffe für Dich, dass Dein Vater gesundet bzw. noch möglichst lange ohne große Schmerzen oder sonstige Gebrechen leben kann. Aber, um auf meine anfängliche Bemerkung zurück zu kommen - ein jedes Leben ist endlich….

munter bleiben!!

hobo
 
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Danke für Deine ermunternden Worte. Sicher, das Leben ist endlich. Und ich gebe es zu, momentan komme ich damit nicht klar. Was wohl auch daran liegt, dass alleine heuer 8 Kollegen in der Firma zwischen 35 und 62 einfach so im Schlaf verstorben sind... :unsure:☹️
Bei meinem Vater ist es halt bitter, er hat bis 71 gearbeitet. Und nun wird er bald 74.... "Man" hatte sich halt erhofft, man hat noch ein paar Jährchen mehr mit ihm... Seine Mutter, ist fast 100 geworden. Tja.
Ich habe 25 Jahre mit meinem Vater gearbeitet, sind schießen gefahren, zusammen in Museen, Urlaube, Ausflüge. Selbst heuer waren wir zwei mal zusammen in Urlaub alle. Ich geniese jede Minute. Ja. Würd ich aber sowieso machen. Mich nervt der Zweckpessimismus mancher Mitbürger, genauso wie das Jammern vieler auf höchstem Niveau.
 

Westwood

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Eigentlich soll man nicht jammern. Und ich bin normal immer ganz zufrieden. Selbst der Umstand, dass meine Chefin arbeitslos ist, AG1 nun ausgelaufen bringt mich nicht komplett aus der Ruhe....
Ich hatte einen Radlunfall und einen Arbeitsunfall, für heuer brauch ich keine Notaufnahme mehr von innen sehen.
Super-GAU war aber die Krebsdiagnose bei meinem Dad im März. Anfängliche Erfolge mit Chemo werden nun leider getrübt. Im August ein Krankenhauskeim und eine neue Chemo haben ihn jetzt zerstört. Ich hoffe zwar immer noch, dass es wieder bisserl wird, sind die Metastasen teilweise verschwunden. Aber wenn ich ihn immer seh, 30kg weniger, zieht mich das ganz nach unten...
Moin, Krebs ist ein dummes Arschloch!
Du und deine Familie haben wirklich mein vollstes Mitgefühl.

Ich habe das ganze vor zwei Jahren mit meiner Mutter mitgemacht.
Mit 29 wieder nach Hause zu meinen Eltern gezogen und alle Phasen mitgemacht.
Von 40 Kg Gewichtsabnahme über aufgeplatzte Hände und Füße von der Chemo und deswegen kein selbstständiges Laufen oder Essen mehr bis zur täglichen Äußerung das es endlich vorbei sein soll.
Dazu Beziehung beendet weil die Belastung einfach zuviel war, Job gewechselt, in eine komplett neue Branche wie es halt geht.

Heute ist Sie trotz wirklich schlechter Aussichten damals wieder "gesund".
Auch wenn es ätzend ist, man muss dran bleiben und irgendwie die positive Einstellung nicht verlieren.
Ich wünsch euch viel Kraft und das dein Vater wieder etwas auf den Dampfer kommt! Genießt die Zeit die ihr habt.
 
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Sehr traurig @ P.O.
Ein Freund hat gerade innerhalb 4 Wochen seine Frau verloren, 62. Vor 5 Jahren OP, danach nix mehr. Jetzt ging es ganz schnell.
Die beiden sind gerade zur Rente aufs Land gezogen, dax Haus war gerade fertig, jetzt sitzt er mindestens 1 Fahrstunde getrennt von den Kindern und Enkeln.....
 
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....zumindest hat das heute mit der 3. Impfung auf Arbeit geklappt. Jetzt muss ich nur noch für eine Frau und meinen Vater einen Termin klar machen.
 
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Ich bin keine Plärrelse. Aber die letzten 12 Monate habe ich so viel geheult , wie in den letzten 50 Jahren zusammen.
Zu viel, zu viel vom prallen Leben. 5 Verstorbene im nahen Umfeld, keine Dorfkneipe, Einzelansitze, Hund totkrank, Kind verzweifelt am Leben, soz. Kontakte seid 20 Monaten aufs absolute Minimum reduziert......,BÄH.
Und dann denke ich an meinen Opa, geb 1898, 2 Weltkriege mitgemacht, im KZ gewesen, bei NULL angefangen und 86 geworden. Der Mensch, der mich tgl in den Wald geschleift hat,nein, er war kein Jäger. Mir jeden Baum, Pilz, Blümchen erklärt hat. Mir die wenigen Fotos von seinem Hund vor der Flucht aus Mähren gezeigt hat (Jagdterrier bei Nichtjägern :)).
Der mir die Welt erklärt hat. Der hat gesagt : Weiter machen. Immer weiter. Werr sich hinlegt, ist weg,
Und so machen wir das. Egal was kommt.
 
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Leider kann ich mich einreihen in das "gejammer" Ich habe leider auch jemand in der Familie der am Land dem heuchlerischen System und der Situation verzweifelt, habe vor knapp 5 Jahren meine Mutter mit 66 jahren Beerdigt die der Krebs gefressen hat, vor 3 jahren meinen eigentlich Großonkel der aber nur 13 Jahre älter war als ich und 15 Jahre gegen Knochenkrebs gekämpft hat, mein Schwager der mit 48 einer Herzmuskelentzündung erlag, und mein Firmgette mit Speiserörenkrebs bis zum Schluß begeitet. Jetzt pflege ich meinen Vater der immer mehr Dement wird, regelmässig die Hosen füllt und den weg ins Klo sagen wir mal "färbt", besonders wenn Meine Schwestern ihm wieder viel leckeren Kuchen bringen ( was sie eigentlich tun um ihm eine Freude zu machen) und mich als herzlos hinstellen wenn ich sage mit Bananen (die verträgt er auch nicht mehr) und Kuchen langsam zu tun. UNd dann ist auch noch mein armer Dackel der mich 5,5 Jahre nur gefreut hat Überfahren worden.....
 
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Girgil, ich mag das nicht liken, Ich weis , wovon du schreibst.
Meine Schulfreundin, Schwager, Trauzeuge, Mutter, Schwiegervater.....in 2020/21.Coronabeerdigung.Meine Mutter hatte nur die Erdklumpen über sich, weil Lockdown war und kein Grünzeug zu organisieren.
Eigentlich nur der Hinterbliebenen Problem.
Und dann der Hund, seid knapp 3 Jahren krebskrank , austherapiert, quasie palliativ, jeden verdammten Tag kuckst du auf ihn.
Aber er hat Lebensfreude, weil er nicht weiterdenkt. Aber du weist es, Das Ende ist, demnächst.
Alles was er dir mit Freude und Passion apportiert , ist voll Blut.Scheiss Tumor im Fang.
Jedne Tag. Und er wedeltund freut sich und leidet nicht. Er hat seine Medis.
Und die geliebten 2 Beiner sind mittlerweile gegangen.
Verrückt.
 
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Eigentlich gehört das hier in den Faden Bewegungsjagden...
Ich hab seit wochen keinerlei vernünftigen Anlauf auf Drückjagden. ich bin jetzt auf allen größeren Drückjagden als Schneider nach hause gegangen. Einzig beim Abstauben und auf einer kurzfristig angesagten Jagd, konnte ich Beute machen. Sonst mir nur Bäume, Böcke (Bayern) oder nicht freigegebenes Wild in Anblick gehabt. Eine gute Jagd wurde wegen Corona gestrichen. Auch dieses Wochenend ähnlich bescheiden. Freitag kleine Drückjagd, Beim Angehen schon klar, das wird eher nix, keinerlei positive Strukturen, Vor mir ein steiler Hang im Buchenaltholz, hintger mir n Wiesentälchen, Die Wechsel vermutete ich gleich an der Hangkante über mir und genau dort kam auch ein Bock (nicht frei) und eine altlaufkranke Geiß, obwohl die mehrere Minuten im Hang stand, war an Schießen mangels Kugelfang nicht zu denken. Weiteres Wild muss kurz hinter der Hangkante durchgewechselt sein, zumindest haben mehrfach Hunde dort durchgejagt. Ein Reh kam auch flüchtig übers Tal und hat genau hinter zwei dicken Buchen verhofft. Ich hab irgendwann das vordere halbe Blatt gesehen und mich auch auf dieses versucht, offensichjtlich hab ich die Situation aber falsch eingeschätzt und das Stück stand deutlich schrfäger (von hinten) als erwartet und so war es vermutlich nur ein Streifschuss auf dem Blatt statt dem erwarteten Kammertreffer. Die NAchsuche ergab Schnitthaar, etwas Schweiß und einen Knochesplitter, vermutlich von dem Knochenbogen auf dem Schulterblatt. Nachdem ich relativ früh geschossen hatte und 2 1/2 Stunden Treiben mit Hunden übers Land gegangen waren, ist es eher unwahrscheinlich, dass das Stück nicht aufgemüdet wurde. (das spätere altkranke Stück kann es nicht gewesen sein, weil ich die andere Körperseite beschossen hab...

Samstag eine Drückjagd, die mir in der Vergangenheit regelmäßig mehrfaches Waidmannsheil beschert hat. Nachdem die Jagd im letzten Jahr abgesagt wurde, war ich eigentlich von einem noch höheren SChwarzwildvorkommen ausgegangen. Den Platz hatte ich bereits zweimal in den letzten 10 Jahren und jeweils 6 Stcke Wild erlegt. Zwischendurch saß dort ein Freund, der hatte einmal 5 Sauen und einmal 6 Rehe. Also wirklich kein schlechter Platz...
Nunja, seit dort ein Sitz steht war es am Samsatg das erste mal, dass dort bei der großen DRückjagd nichtss geschossen wurde...
Vorm Treiben kamen zwei Rehe ohne Kugelfang, im Treiben drei weitere Flugrehe, 2 Füchse und ein Hase.

Zu allem Überfluss hatte der Kurze am Wchenend auch noch Geburtstag. Der Kindergeburtstag wurde Coronabedingt auf ein Minimum reduziert. Freunde aus dem Kindergarten waren bewusst nicht eingeladen, dafür sollte der Taufpate mit seiner Familie (zwei kleine Mädels) vorbei schauen. Unser Bub hat sich schoon die ganze Woche auf des Spielem mit den beiden Mädels gefreut. Dann kam am Tag vorher der Anruf von der "lieben" Mama, dass sie was anderes zu tun hat und nicht kommen will. War auch nicht das erste mal, dass sie uns kurzfristig versetzt hat. Lange Rede kurzer Sinn, der 3. Geburtstag von unserem Buben fand leider ohne weitere Kinder statt...
 
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