Frust und Ärger 2022

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Mir schwant hier diskutieren auch Beamte und Angestellte… :)

Als Selbstständiger hast Du auch nichts davon, Dir durch harte Arbeit trotz Krankheit die Gesundheit zu ruinieren. Ich gehe auch immer ins Büro wenn ich krank bin, mache dann aber nur das Nötigste und bewege mich möglichst nur ähnlich schnell wie ein Faultier.

'Lass langsam gehen' war daher ganz wörtlich gemeint und keine Aufforderung zuhause zu bleiben. Kühe melken sich eben nicht von alleine.
 
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Ich habs auch gehabt, wenn mich meine Sekrätin nicht gehänselt hätte, hätte ich noch nicht mal einen Test gemacht.
Außer zwei Tage einen belegten Hals, war eigentlich nichts.

War aber auch bis zur Halskrause geboostert, dank der depperten Politik in unserem Firmenverbund und der Nichtanerkennung von Impfstoffen der deutschen Politik.
 
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Horrido zusammen,

bei uns (ich 55 Jahre, Schwester 63 Jahre & Mutter 86 Jahre; alle 3 x geimpft mit BionTech) war es nur Husten und Schnupfen. Allerdings hatten meine Schwester und ich ca. 1 Woche vor den positiven Tests, leichte Probleme. Meine Schwester hatte Kreislaufprobleme und ich habe mich sehr komisch (kanns nicht besser beschreiben) gefühlt.
Ein Mitjäger (60) hatte es neulich erwischt. Bei Ihm: extreme Müdigkeit, kein Geruch mehr sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Der Geruchssinn ist jetzt, nach ca. 2 Wochen negativ, immer noch weg.
Da die vier Coronaimpfektionen zeitlich nur einen Monat auseinander waren, gehe ich davon aus, das es der selbe Virus war.
Auch habe ich im Bekanntenkreis schon einen Corona - Toten gehabt. Nicht "mit", sondern "an" Corona. Immer Kerngesund, sportlich und keinen Nikotin oder Alkohol!
Daraus kann man sehen, das es nicht bei allen gleich läuft!

Meine Mutter und Schwester sind "Risikopatienten". Daher teste ich mich jeden Tag. Tests bekomme ich, für lau, von meinem Arbeitgeber. Naja, eigendlich bin ich auch Risikopatient, da BMI ü30 :) Mich hatte es zuerst erwischt und ich hatte "die Luft angehalten", das den beiden Girls nix passiert.
Woher ich ich mir Corona geholt habe, weiß ich immer noch nicht. Bin nur noch auf der Arbeit (fast keinen persönlichen Kontakt mehr zu Kollegen; wenn dann per Teams), am Einkaufen (einziger in der Familie, der ein Auto hat) oder halt in Feld & Wald. Feiern oder mal in die Kneipe (wie vor Corona) schon seit Ende 2019 nicht mehr.
Mutter: hochgradiges Rheuma, Demenz (noch nicht im Heim), Zucker, offene Beine, Lungenprobleme (GDB 100; Pflegestufe 4)
Schwester: Rheuma, Zucker, Bluthochdruck, Eisenverwertungsstörung (hat zuviel Eisen) Lungenprobleme (GDB 100; Pflegestufe 2)
Ich: leichtes Rheuma (habe hin & wieder Probleme mit dem Laufen; seit Kindheit), Bluthochdruck, das ganze Jahr über Husten und Schnupfen (kommt vom Wechsel auf der Arbeit zwischen dem "Klimaraum" mit 20 Grad und den "unklimasitierten" Räumen) und halt "leichtes" Übergewicht. (GDB 20)
Ein Kollege ist damals mit "Erkältung" weiter arbeiten gegangen und hatte danach "Herzprobleme". Mit ca. 10 Wochen Krankenhaus und knapp 1 Jahr AU! Der war, damals, in meinem Alter.

Lage Rede, kurzer Sinn: Seit vorsichtig mit Eurer Gesundheit. Ihr habt nur die Eine und die kann schneller im Ar... sein, wie es einem Lieb ist.
Ja, auch ich gehe, mit einer leichten Erkältung, noch auf die Arbeit. Aber ich werde da nicht "alle Akkorde" brechen, wenn ich Erkältet bin. Lieber langsam angehen und auf den Körper hören. Wenns schlechter wird, dann halt zum Doc und ne AU holen.
Im Job ist jeder (!!) ersetzlich. Musste ich am eigenen Körper erleben, wie ich 2012 für 6 Wochen in Reha war. Da hatte ich mir auch gedacht, ich sei "unersätzlich", bei dem , was ich gemacht hatte. Dann kam ich aus der Reha wieder zurück und ein Anderer hat meinen Job gemacht. Wenn auch schlechter...

Allen Kranken auch von mir gute Besserung

RedNose
 
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Horrido zusammen,

Im Job ist jeder (!!) ersetzlich. Musste ich am eigenen Körper erleben, wie ich 2012 für 6 Wochen in Reha war. Da hatte ich mir auch gedacht, ich sei "unersätzlich", bei dem , was ich gemacht hatte. Dann kam ich aus der Reha wieder zurück und ein Anderer hat meinen Job gemacht. Wenn auch schlechter...

Allen Kranken auch von mir gute Besserung

RedNose

Es ist klar dass sich immer ein anderer Findet, der dann denn Job machen muss, wenn man ausfällt - daher würde es mich auch nicht wirklich "umbringen" wenn ich mal krankheitsbedingt ein paar Tage ausfallen würde.

Da ich aber genau dieses Phänomen kenne, mit, schlechter gemachter Job... graut es mir davor...

Ich stelle mir gerade vor, ich fehle eine Woche, wegen Corona, ich komme wieder, 10 Kühe haben Mastitis, vier Acidose, eine Ketoacidose.... :rolleyes:

Meine Kälbchen, vier haben schweren Durchfall, drei hat der Abdecker abgeholt... und zwei dann Lungenentzündung...

Ich würde meinen Stellvertreter durch den Güllekeller kielholen!

Wirksamer Nebeneffekt, er kann auf den Weg von Hinten nach vorne die ganzen Reste von den Spalten einsammeln!

Dann muss ich das wenigstens nicht machen.
 
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Es ist klar dass sich immer ein anderer Findet, der dann denn Job machen muss, wenn man ausfällt - daher würde es mich auch nicht wirklich "umbringen" wenn ich mal krankheitsbedingt ein paar Tage ausfallen würde.

Da ich aber genau dieses Phänomen kenne, mit, schlechter gemachter Job... graut es mir davor...

Ich stelle mir gerade vor, ich fehle eine Woche, wegen Corona, ich komme wieder, 10 Kühe haben Mastitis, vier Acidose, eine Ketoacidose.... :rolleyes:

Meine Kälbchen, vier haben schweren Durchfall, drei hat der Abdecker abgeholt... und zwei dann Lungenentzündung...

Ich würde meinen Stellvertreter durch den Güllekeller kielholen!

Wirksamer Nebeneffekt, er kann auf den Weg von Hinten nach vorne die ganzen Reste von den Spalten einsammeln!

Dann muss ich das wenigstens nicht machen.
Bitte vergiss nicht, dass irgendwann ganz sicher jemand Deinen Job übernimmt. Niemand ist unersetzlich. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man die Möglichkeit bekommt, seinen Nachfolger vernünftig auf die Schienen zu setzen. Macht man dies rechtzeitig bleibt häufig für einen selbst mehr der abgezählten Zeit für Familie, Hobby und Freunde.

wipi
 
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Man kann sich glücklich schätzen, wenn man die Möglichkeit bekommt, seinen Nachfolger vernünftig auf die Schienen zu setzen. Macht man dies rechtzeitig bleibt häufig für einen selbst mehr der abgezählten Zeit für Familie, Hobby und Freunde.

wipi

Danke für den Rat!

Bin ich schon selber vor Jahren darauf gekommen. Ich hoffe, dass ich meinen Nachfolger gut und würdig in seine Aufgaben einarbeiten kann - irgendwann kommt der Tag mit Sicherheit, vielleicht kann man ja noch ein paar mehr Ausbilden, welche dann mit der gleichen oder wenigstens angemessenen ähnlichen Freude ihrer Arbeit nachgehen.

Das mit dem Kielholen war auch mehr auf die Leute gemünzt, die in einen Betrieb kommen und gleich am aus sondern sind, was sie alles nicht machen.

Glaube mir davon habe ich ein paar kennengelernt. Nicht alles was sich Betriebshelfer nennt, hat auch die Motivation dazu...

Und auf solche Leute war mein Spruch gemünzt, da habe ich echt schon wahre Bolzen erlebt... Melker, welche nicht in der Lage waren eine Herde zum Melkstand zu hüten. Oder die mit einer "alten(!)" Melkanlage nicht klarkamen (Entweder waren die Melkbecher zu schwer, oder die Schläuche zu kurz, zu lang... oder aber der Bauch war beim Ansetzen der Melkbecher im Weg), oder der Brenner schlechthin - Folie und Netz vom Silage Ballen waren noch im Futter "beerdigt"... Schlimmer noch - das Netz oder die Folie haben sich die Kühe schon in den Tiefeinstreustall gezogen, oder gar verinnerlicht.

Ich hatte das eine Jahr über Weihnachten Urlaub, mein Chef lag schwer krank im Bett, Betriebshelfer hatte freie Hand, als ich aus dem Urlaub kam, geriet ich in Raserei, weil überall die Folien, die Netze und anderer Unrat im Mist lagen, bzw... überall auf dem Hof verteilt herumlagen... Auch so ein Ding, die Strohbänder von den Quaderballen einfach im Ballen zu belassen tritt sich ja eh breit, Problem wird es nur dann, wenn die Bänder sich im Miststreuer festsetzen... das wird dann für den Betrieb richtig teuer, die Reperatur.

Ich habe zwei Tage gebraucht um den Hof wieder "aufzuklaren", bis der letzte Fitzel Folie endlich da war, wo er hin gehörte - im Sammelkontainer, und auch das letzte Netzstückchen endlich da war wo es hingehörte - in den Müll...

Der Betriebs-HELFER wurde gegangen, der brauchte nie wieder zu kommen... Mein Chef ist nach meinen Urlaub in die Reha, mit seinem Bruder und unserem Vorarbeiter war das Arbeiten dann endlich wieder normal...

Und ja mir ist bewusst, das auch meine Zeit sehr endlich ist, ich gehe hart auf die 60 zu, habe also noch maximal 12 bis 15 Jahre (wenn die Rente auf 70 gesetzt wird, wovon ich sehr stark ausgehe) und will noch wenigstens meine Meisterprüfung ablegen - damit ich mir jemanden Ausbilden kann und hoffentlich auch meine Motivation weitergeben kann. Ich bin selber nicht 100 % gesund, - und das meine Zeit auch langsam ausläuft ist mir klar, nur ich stecke halt nicht den Kopf in den Sand.

So, Prost jetzt, zum Tag der Deutschen Einheit, leiste ich mir mal zum Feierabend einen Bierpunsch!
 
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Wer wirklich krank ist, arbeitet nicht,
oder maximal reduziert bzw. nur das
aller nötigste. Das hat an sich nichts
mit Beamter/Angestellter/Selbständiger
zu tun, sondern ist ein Gebot der
Vernunft. Extreme Ausnahmen mag es geben (Kühe müssen gemolken werden, keine Frage)

2.
"Bei Rücken hilft nur Muskel"

3.
Wer gesundheitlich angeschlagen oder in schlechter körperlicher Verfassung ist, hat noch ganz andere Risiken als Corona. Über die spricht man aber so gut wie nicht. Diese Fokussierung auf Corona kann ich mittlerweile nicht mehr nachvollziehen.

Edit:
Keinerlei Corona Verharmlosung hier. Das kann auch fatal ausgehen, andere Krankheiten bzw. Virusinfekte können das aber auch.
 
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Wer wirklich krank ist, arbeitet nicht,
oder maximal reduziert bzw. nur das
aller nötigste. Das hat an sich nichts
mit Beamter/Angestellter/Selbständiger
zu tun, sondern ist ein Gebot der
Vernunft. Extreme Ausnahmen mag es geben (Kühe müssen gemolken werden, keine Frage)

Genau, solange sich das bei mir noch mit der Temperatur in nachvollziehbaren Grenzen hält, mach ich halt weiter.

Da das andere derzeit nicht behandelt werden kann (Budget, freie Plätze in der Physio) muss ich halt Geduld und ein wenig von meiner Resilience aufwenden.

Ich versuche immer alles positiv zu sehen, auch wenn mir manchmal die Scheiße sprichwörtlich und faktisch bis zum Halse steht... könnte halt schlimmer sein, ganz weg zum Beispiel!
 
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So mal wieder was ganz anderes.
Hab mir gerade beim Pirschgang den Holzschaft zerkratzt.
Des Rätsels Lösung, der Reißverschluss vom seitlichen Belüftungsschlitz der Jacke hat genau passend den Lack runtergeholt.
 
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Und ja mir ist bewusst, das auch meine Zeit sehr endlich ist, ich gehe hart auf die 60 zu, habe also noch maximal 12 bis 15 Jahre (wenn die Rente auf 70 gesetzt wird, wovon ich sehr stark ausgehe) und will noch wenigstens meine Meisterprüfung ablegen - damit ich mir jemanden Ausbilden kann und hoffentlich auch meine Motivation weitergeben kann. Ich bin selber nicht 100 % gesund, - und das meine Zeit auch langsam ausläuft ist mir klar, nur ich stecke halt nicht den Kopf in den Sand.
Da müsste bei dir doch eigentlich auch der Ausbilder Eignungsschein reichen, das waren ein paar Tage (ich glaube 3) Kurs und ne recht einfache Prüfung danach, in der man ein paar Tätigkeiten einem Azubi nahebringen sollte.
Am besten dazu mal die LWK anfunken
 
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Da müsste bei dir doch eigentlich auch der Ausbilder Eignungsschein reichen, das waren ein paar Tage (ich glaube 3) Kurs und ne recht einfache Prüfung danach, in der man ein paar Tätigkeiten einem Azubi nahebringen sollte.
Am besten dazu mal die LWK anfunken
Jo, die Option gibt es auch - kenne ich.

Aber ich bin eher ein wenn schon, denn schon Mensch. Keine Halben Sachen.
 

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