Fuchsjagd

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#1
Vorab: Johova...
Ich jage in einem Revier, das an den Staatsforst grenzt und an Reviere, die praktisch kein Raubwild schießen. Zusammen mit Cheffe hatten wir über 50% der Fuchs-Strecke des Hegerings...
Der Hasenbesatz ist ganz gut, das Biotop bieten praktisch keinen Lebensraum für anderes Niederwild. Keine Hecken, keine Blühstreifen etc.
Nun frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht das gallische Dorf zu spielen, oder ob ich einfach nur schieße. Für mich muss es einen Sinn ergeben, wenn ich den Finger krumm mache (üblicherweise Fleisch in der Truhe).
Feuer frei, was meint ihr?

Waidmanns Heil
NP
 
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#2
Vorab: Johova...
Ich jage in einem Revier, das an den Staatsforst grenzt und an Reviere, die praktisch kein Raubwild schießen. Zusammen mit Cheffe hatten wir über 50% der Fuchs-Strecke des Hegerings...
Der Hasenbesatz ist ganz gut, das Biotop bieten praktisch keinen Lebensraum für anderes Niederwild. Keine Hecken, keine Blühstreifen etc.
Nun frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht das gallische Dorf zu spielen, oder ob ich einfach nur schieße. Für mich muss es einen Sinn ergeben, wenn ich den Finger krumm mache (üblicherweise Fleisch in der Truhe).
Feuer frei, was meint ihr?

Waidmanns Heil
NP


Es kann nur eine Antwort auf deine Frage geben, und du hast sie bereits gegeben:

Jehova!!!;)

Gruß

Prinzengesicht
 
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#6
'Fwuer frei' war eher im Sinne von
'steinigt mich, dass ich es in Frage stelle'.

Wem helfe ich, wenn praktisch kein Niederwild da ist und ringsherum eh nix getan wird?
 
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#9
Klingt erstmal gut und ich kenne die Argumente.

Aber ist es wirklich so, wenn ich das auf 450 ha mache und sonst keiner?

Viele Diskussionen sind von Glauben geführt, weniger von Wissen.

Gibt auch Studien die sagen, dass es für Bandwurm und Borelliose eher kontraproduktiv ist (nur die abstracts bisher gelesen).
 
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#10
Große Staatswaldungen im Hintergrund sind das beste Futter für den inneren Schweinehund, er gedeiht damit prächtig. Gut für eine Runde Mitleid nach der anderen...."wir können ja eh nix machen!" Meist war der Versuch welcher als Begründung angeführt wird, eben nur ein halbherziger....
Ich bejage seit 1995 genau so ein Revier mit jeder Menge Möglichkeiten die eigene Faulheit zu entschuldigen.
Warum haben wir pro 100 ha zehnmal und mehr soviele Hasen wie der Rest im Landkreis? Warum gibt es nebenan ein Revier welches auch gut dabei ist mit der Räuberstrecke. Unsere Nasenlänge Vorsprung ist dem besseren Biotop geschuldet. Warum gibt es im restlichen Landkreis keine Hasen? Auch in den Revieren die nicht an den Staatswald angrenzen, also "unter sich" sind.
Warum gibt es bei uns Fasane und Rebhühner? Warum gibt es die nicht in den Revieren die Höhenmeter tiefer liegen.
Ich kann daher dieses Geseiche nicht mehr hören.
Aktuell liegen wir bei 76 Räubern auf 1000 ha. Selbstverständlich kommt auch von den Nachbarn was nach, aber irgendwann wird es weniger und ich weiß, wir haben alles richtig gemacht.
 
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#11
Dem gibts eigentlich nichts hinzuzufügen.

Ähnlich bei mir auf 550 ha. Du musst halt dran bleiben. Macht ne Menge Arbeit aber wenn mann dann beim Hasenzählen merkt das es Jahr für Jahr mehr werden, Herz was willst du mehr.
Natürlich hilfst du noch vielen anderen Arten und auch dem Fuch selbst.
Jeder der einmal nen schwer Räudekranken Fuchs erlösen musstest weiß, wie wichtig und sinnvoll auch die Raubwildjagd ist.

In diesem Sinne weiter machen
 
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#12
Große Staatswaldungen im Hintergrund sind das beste Futter für den inneren Schweinehund, er gedeiht damit prächtig. Gut für eine Runde Mitleid nach der anderen...."wir können ja eh nix machen!" Meist war der Versuch welcher als Begründung angeführt wird, eben nur ein halbherziger....
Ich bejage seit 1995 genau so ein Revier mit jeder Menge Möglichkeiten die eigene Faulheit zu entschuldigen.
Warum haben wir pro 100 ha zehnmal und mehr soviele Hasen wie der Rest im Landkreis? Warum gibt es nebenan ein Revier welches auch gut dabei ist mit der Räuberstrecke. Unsere Nasenlänge Vorsprung ist dem besseren Biotop geschuldet. Warum gibt es im restlichen Landkreis keine Hasen? Auch in den Revieren die nicht an den Staatswald angrenzen, also "unter sich" sind.
Warum gibt es bei uns Fasane und Rebhühner? Warum gibt es die nicht in den Revieren die Höhenmeter tiefer liegen.
Ich kann daher dieses Geseiche nicht mehr hören.
Aktuell liegen wir bei 76 Räubern auf 1000 ha. Selbstverständlich kommt auch von den Nachbarn was nach, aber irgendwann wird es weniger und ich weiß, wir haben alles richtig gemacht.
Es ist weder so, dass ich nicht will oder kann - hab mir extra nen Drilling gekauft, um gut gerüstet zu sein und den Balg zu verwerten und ich hab keinen Fuchs in der Hoffnung geschont, dass vielleicht noch Rotwild kommt.
Es gibt nur im weiten Umkreis keine Rebhühner oder Fasane etc, woher sollen sie also zurück kommen.
Wenn Du sagst, es hat bei Dir merklich Einfluss, dann beantwortest Du doch genau meine Frage.
Mir geht es 'nur' darum, dass ich kein Tier ohne sinnvollen Grund töten will.
Wäre die einhellige Erfahrung (nicht Meinung), dass kein Einfluss zu spüren ist, dürfte der Fuchs weiter Mäuse jagen.

PS: bei uns waren es nur Mitte 30 auf 550 ha, ohne dass ein Abnehmen zu sehen war - kamen halt aus allen Richtungen nach
 
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#13
Es ist weder so, dass ich nicht will oder kann - hab mir extra nen Drilling gekauft, um gut gerüstet zu sein und den Balg zu verwerten und ich hab keinen Fuchs in der Hoffnung geschont, dass vielleicht noch Rotwild kommt.
Es gibt nur im weiten Umkreis keine Rebhühner oder Fasane etc, woher sollen sie also zurück kommen.
Wenn Du sagst, es hat bei Dir merklich Einfluss, dann beantwortest Du doch genau meine Frage.
Mir geht es 'nur' darum, dass ich kein Tier ohne sinnvollen Grund töten will.
Wäre die einhellige Erfahrung (nicht Meinung), dass kein Einfluss zu spüren ist, dürfte der Fuchs weiter Mäuse jagen.

PS: bei uns waren es nur Mitte 30 auf 550 ha, ohne dass ein Abnehmen zu sehen war - kamen halt aus allen Richtungen nach
Selbe Situation, nur zwischen 60-80 Füchse auf 500ha..
Hasenbesatz ist dazu noch gesunken
 
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#14
Es ist klar, Feldhühner brauchen noch mehr als die Reduzierung des Feindruckes. Aber der Hase reagiert auch in Reviere mit ungünstigen Biotop auf die geringere Fuchsdichte. Äsung ist beim Hasen zweitrangig. Die niederbayerischen Hasen müssen bis über den Horizont laufen um die berühmte Hasenapotheke zu finden. Die leben von Wintersaat, Mais, Zuckerrüben und Raps. Aber in der Feldflur ohne Deckung haben die Beutegreifer keinen Lebensraum, das ist das ganze Geheimnis. Zudem wird der Fuchs dann meist intensiv bejagt. Ich kenne ein Biogasrevier mit allen negativen Begleiterscheinungen, dort werden an die 100 Hasen auf der Treibjagd erlegt. Es geht also doch denke ich.
 
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#15
Es gibt nur im weiten Umkreis keine Rebhühner oder Fasane etc, woher sollen sie also zurück kommen.
War bei uns auch so. Als der Hase nach oben ging, setzten wir im Jahr 2000 die ersten Fasane aus, Griff ins Clo, zuviel auf angeblich erfahrene Berufsjäger gehört. Ab 2001 klappte es dann. Der letzte Fasan wurde dort vor 27!! Jahren erlegt. Seit dieser Zeit auch ausgestorben.
Die Hühner kamen 2003 wieder. Die waren bestimmt auch schon 10 Jahre ausgestorben. Im Jahr 1995 wurde noch ein einzelner Hahn gesichtet, der in der Balz unterwegs war. Wo der herkam wußte keiner.
Mit Kiste auf ist es aber nicht getan.
 
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