Führen der Waffen auf dem Weg zur Jagd nur noch verdeckt?

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Solange hier kein schriftliches Urteil kommt bezweifle ich deine Äußerungen.
Das Waffengesetz erlaubt es Waffen offen zu führen.
Kommt es zu einem Polizeieinsatz weil ein Bürger den bewaffneten Jäger sieht und er diesen als solchen nicht erkennt sondern einen bewaffneten Straftäter vermutet, so handelt es sich um eine Anscheinsgefahr die die Polizei nach Ausschöpfung ihrer Maßnahmen geprüft hat.
Die Kosten für diesen Einsatz trägt mit Nichten der Jäger.
Es gibt gar keine Rechtsgrundlage zur Kostenübertragung an diesen Nichtstörer.
Wieder unterscheiden zwischen öffentlichen und privat/geschäftlichen Bereichen.

Wie schon geschrieben untersagen die meisten Geschäfte/Behörden/Firmen etc. das bewaffenete Betreten.
Das ist in erster Linie ein zivilrechtlicher Verstoß welcher aber natürlich auch einen Einsatz zur Folge haben kann (Beispiel: Mit der offenen Waffe in die Bank gehen-Alarm wird ausgelöst). Hier gilt wohl wieder "Vor Gericht und auf Hoher See...", etwas das ich persönlich nicht auskämpfen möchte.

Im öffentlichen Bereich wie eben auch Wald sieht die Sache anders aus. Hier gibt es ja genug Beispiele wo "besorgte Bürger" die Polizei gerufen hat weil man einen Jäger gesehen hat.
Das wird und ist bisher auch, ohne Konsequenzen für den Jäger abgelaufen.
 
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Ich kenne keine Hausordnung eines Supermarktes die das Betreten mit Waffen verbietet. Und selbst wenn, woher soll man das als gesetzestreuer Legalwaffenbesitzer wissen?
Allenfalls das Hunde verboten symbol sehe ich ab und an an der Eingangstür.
Steht in fast allen drin. Während Corona und zur Zeit der Maskenpflicht hatte unser Aldi seine Hausordnung groß ausgehängt, man hatte damals die Maskenpflicht dort aufgenommen.

Auch der Passus mit den Waffen war drin. Hat die Firma in der ich Arbeite übrigens auch drin stehen, ist in der Regel ja nur ein Vorlage die von den meisten genutzt wird.

In meiner "Dorfbank" hängt die Hausordnung vorne aus, da ist das auch aufgeführt. Auf den Schildern wird aber nur auf Hunde und Motorradhelme hingewiesen, trotzdem würde ich da nicht mir der offenen Waffe im Holster reinmaschieren.

Hier hätten wir wieder das Problem, wenn was passiert würde sicher die Frage aufkommen, was mein Bankbesuch denn jetzt mit der Jagd zu tun hätte und wo die Grenze liegt.
 
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Vor zwei Wochen beim Treffen zur Drückjagd. Ein SUV, mit Kennzeichen aus 100 Kilometer Entfernung, parkt ein. Die nicht verpackte Waffe wurde vom Rücksitz genommen und das Magazin entnommen. Ich konnte die Murmeln erkennen. Magazin wieder rein, Waffe umgehängt und ab zum Sammelplatz.
Warum tut man das? Aus Dummheit oder Überheblichkeit?
 
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Ich, aber warum fragst Du das?

Und übrigens:
Wo steht, dass man Futterale auch noch zusätzlich verhüllen muss? Geht hier nun der grassierende Wahnsinn um?
Steht nirgendwo, ist aber ein Ratschlag da ein Futteral ja dem Dieb ja einen Hinweis geben könnte, dass im Auto eine Waffe liegt.

Da gilt dann wieder "Vor Gericht und auf hoher See...", wer weiß was da raus kommt.
 
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Steht nirgendwo, ist aber ein Ratschlag da ein Futteral ja dem Dieb ja einen Hinweis geben könnte, dass im Auto eine Waffe liegt

Das ist in der Tat ein guter Ratschlag. Wobei ich denke, es hängt auch von der Umgebung ab.

Ich fahre bei mir aus dem Ort raus ins Revier. Das Schießgewehr liegt auf dem Beifahrersitz, neben Fernglas, Schiessstock und Magazin.
Für was sollte dann da so ein Gewese mit Futteral, Decken und Vorhängeschlösschen gut sein?
 

FTB

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Steht nirgendwo, ist aber ein Ratschlag da ein Futteral ja dem Dieb ja einen Hinweis geben könnte, dass im Auto eine Waffe liegt.

Da gilt dann wieder "Vor Gericht und auf hoher See...", wer weiß was da raus kommt.
Naja, eben doch, in der Waffvwv 12.3.3.2 steht, dass auf Reisen, wenn man irgendwo anhält und ne Currywurst veratmet, nicht zu erkennen sein soll, dass Waffen im Auto sind. Wenn das lodengrüne Futteral da offen auf dem Beifahrersitz steht, wäre mir das zu heikel.
 
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Naja, eben doch, in der Waffvwv 12.3.3.2 steht, dass auf Reisen, wenn man irgendwo anhält und ne Currywurst veratmet, nicht zu erkennen sein soll, dass Waffen im Auto sind. Wenn das lodengrüne Futteral da offen auf dem Beifahrersitz steht, wäre mir das zu heikel.
Sie soll nicht direkt zu sehen sein, ein Futteral im nicht einzusehenen Kofferraum würde auch reichen.

Beim Lodengrünen Futterral auf dem Rücksitz sieht es natürlich schon wieder anders aus. Da hilft dann besagte Decke, Mantel, etc.

Hier sind wir wieder auch bei der gefährlichen "Abwägung" (steht so auch im Text) welche einen schnell in Teufels Küche bringen kann.
 
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Steht in fast allen drin. Während Corona und zur Zeit der Maskenpflicht hatte unser Aldi seine Hausordnung groß ausgehängt, man hatte damals die Maskenpflicht dort aufgenommen.

Auch der Passus mit den Waffen war drin. Hat die Firma in der ich Arbeite übrigens auch drin stehen, ist in der Regel ja nur ein Vorlage die von den meisten genutzt wird.

In meiner "Dorfbank" hängt die Hausordnung vorne aus, da ist das auch aufgeführt. Auf den Schildern wird aber nur auf Hunde und Motorradhelme hingewiesen, trotzdem würde ich da nicht mir der offenen Waffe im Holster reinmaschieren.

Hier hätten wir wieder das Problem, wenn was passiert würde sicher die Frage aufkommen, was mein Bankbesuch denn jetzt mit der Jagd zu tun hätte und wo die Grenze liegt.
Ich weiß ja nicht in welch mehr oder weniger sozialem Umfeld du wohnst, aber in meinem ganzen, doch schon ein paar Jährchen dauerndem Leben hab ich noch an keinem Supermarkt, an keiner Tankstelle, nicht mal an einer Bank eine Hausordnung hängen gesehen, weder innen, wo es ja wenig Sinn macht, noch draußen irgendwo. Hundeverbot, ja, das fast überall, Coronaanweisungen auch.
Du hast natürlich schon ein bisserl Recht. Wer mit umgeschnallter, nicht verdeckter Kurzwaffe eine Bank betritt, der wirft Probleme auf. Mit der Langwaffe im Futteral (weil ich sie halt nicht im Auto liegen lassen möchte/kann, würde ich mir recht wenig Gedanken machen.
 
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Vor zwei Wochen beim Treffen zur Drückjagd. Ein SUV, mit Kennzeichen aus 100 Kilometer Entfernung, parkt ein. Die nicht verpackte Waffe wurde vom Rücksitz genommen und das Magazin entnommen. Ich konnte die Murmeln erkennen. Magazin wieder rein, Waffe umgehängt und ab zum Sammelplatz.
Warum tut man das?
Beides im erheblichem Übermaß.
 
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Ich hab mal aus Spaß nach irgendwas schriftlichem meiner Sparkasse zum Thema betreten der Filiale gesucht, gibt nix.
Wieder mal jemand der sich interessant macht. Einfach nur Unsinn.
Im übrigen führe ich meine KW immer verdeckt, die Überraschung ist dann um so größer....
Auch bei der Bahn juckt das eigentlich niemanden, der junge Mann, der mit Futteral in der Hand in Kassel den ziemlich voll besetzten ICE betrat legte das Teil ins Gepäckfach über dem Sitz und lies sich drunter nieder.
Hat niemanden gejuckt.
 

BAL

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Vor zwei Wochen beim Treffen zur Drückjagd. Ein SUV, mit Kennzeichen aus 100 Kilometer Entfernung, parkt ein. Die nicht verpackte Waffe wurde vom Rücksitz genommen und das Magazin entnommen. Ich konnte die Murmeln erkennen. Magazin wieder rein, Waffe umgehängt und ab zum Sammelplatz.
Warum tut man das? Aus Dummheit oder Überheblichkeit?
Weiß doch jeder: Weil man Waffen auf dem Weg zur Jagd nur ungeladen führen darf!

Okok, mal im Ernst: Abgesehen davon, daß es meine Gefühle nicht verletzt die Waffen auf der Fahrt zur Jagd im Futteral zu transportieren will ich den Krempel auch nicht im Auto rumfliegen haben. Einmal scharf gebremst und der Held aus Deinem Beispiel muß seine Waffe kontrollschießen.
 

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