Fußball ist pädagogisch und gesellschaftlich schädlich !

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Was aber heuchlerisch ist wenn ein staatlicher Sender, finanziert von Zwangsgebühren, solch ein Event mit einem riesen Aufwand überträgt und dann einen politischen Eiertanz aufführt.
Laßt künftig solche kommerziellen Events (das ist keine dringend nötige Grundversorgung) von privaten Medien übertragen, es soll derjenige zahlen, der das sehen will.
Die Einschaltquoten gaben ihnen bislang de facto immer Recht.

Ob das dieses Jahr auch gilt wird noch spannend werden, denn da wird sich ablesen lassen wie sehr dieser Boykott tatsächlich durchgezogen wird und in wie fern das nur Plattitüden einer Nische sind.
Die Leute in meinem Umfeld die boykottieren sind die, die sonst auch kein Fußball gucken, bzw. höchstens ab K.O.-Phase zum mitfeiern. Die Schnittmenge mit denjenigen, denen man immer wieder Abseits erklären muss ist auffallend groß.
 
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Das mit der Schnittmenge ist aber kein Argument. Als ich gestern Nachrichten schauen wollte hat das gerade die Bibiana Steinhaus dem Hitzlsperger und dem Khedira erklärt. :p

(Aus meiner Schulzeit weiss ich noch, dass Abseits immer dann war, wenn ich den Ball mal bekam bzw. Foul, wenn ich jemanden vom Ball getrennt habe, aber nie, wenn ich den Tritt ans Schienenbein bekam.)

Das Argument für Fussball im ÖR ist, dass das bei der breiten Masse auf Interesse stößt und deshalb zur Grundversorgung gehört. Auf den Privaten wäre das dann aber auch mal eine Sendung ohne Werbung bzw. dann wären die Spiele demnächst in 10 Blöcke zu je 9 Minuten unterteilt.
 
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Darüber was im ÖR gehört lässt sich sicher streiten.
Wetten das raus, alle Talkshows raus, Volksmusik raus, keine Western, keine Krimis,
nur noch Bundestag, am besten gar kein Fernsehen.
 
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Die FIFA ist eine Geschäftsorganisation mit dem Zweck möglichst viel Geld (für sich selbst) zu verdienen.
Wir Konsumenten haben die Freiheit uns das anzusehen - oder auch nicht.
Das ist sicher der ärgerliche Teil an der Geschichte und im konkreten Fall startete das Probleme mit der Vergabe der WM an Qatar.

Was aber heuchlerisch ist wenn ein staatlicher Sender, finanziert von Zwangsgebühren, solch ein Event mit einem riesen Aufwand überträgt und dann einen politischen Eiertanz aufführt.
Laßt künftig solche kommerziellen Events (das ist keine dringend nötige Grundversorgung) von privaten Medien übertragen, es soll derjenige zahlen, der das sehen will.
Grundsätzlich erreicht man mit der Übertragung einer EM oder WM schon den weit überwiegenden Teil der Gebührenzahler und rechtfertigt damit möglicherweise überhaupt den Einzug von Zwangsgebühren. Das Volk möchte eben Brot und Spiele und in der Vergangenheit lag die Einschaltquote der Spiele mit deutscher Beteiligung bei über 25 Mio Zuschauern.

Vielleicht sollte man sich dann nur darauf beschränken, im Vorfeld einer WM die kritischen Punkte zu benennen und ggf. auch deutlich zu kritisieren. Die Spieler aber dann im Laufe des Turniers zu den Transporteseln der eigenen Ideologie zu machen und wild zu kritisieren, wenn sie sich nicht (nach Wertung der Mainstream Medien) wohlfeil verhalten, ist armselig.

Herr Harbeck buckelt vor nicht allzu langer Zeit noch durch die jetzt kritisierten Länder und vor den Regimes und nun sollen die Sportler - unter Beobachtung der woken und immer moralisch Erhabenen - das wieder geraderücken.

PS: die Verhaltensweisen in gewissen Ländern werden verteufelt, wenn sie dort gelebt werden, während sie hierzulande als "willkommende Buntheit" gefeiert werden.

Nachdem wir ja in Deutschland (teils) auch islamisch geprägte Parallelgesellschaften haben, die mit durchaus ähnlichen Wertvorstellungen unterwegs sind, gäbe es doch vorab im eigenen Vorgarten noch eine Menge zu protestieren und zu richten, bevor wir uns auf in die Welt machen und jedem ungebeten unsere Meinung oktroyieren.


grosso
 
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Darüber was im ÖR gehört lässt sich sicher streiten.
Wetten das raus, alle Talkshows raus, Volksmusik raus, keine Western, keine Krimis,
nur noch Bundestag, am besten gar kein Fernsehen.
Die deutschen Krimis sind eh unterbelichtet, ob Tatort oder Soko Schlagmichtot... alle vorhersehbar.

Eine gute Freundin sagte mal, ich solle deren Skripte schreiben, dann würde das wenigstens mal ein echter Krimi werden!

Ob das so positiv gemeint war, kann ich aber nun nicht wirklich sagen.
 
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Nachdem wir ja in Deutschland (teils) auch islamisch geprägte Parallelgesellschaften haben, die mit durchaus ähnlichen Wertvorstellungen unterwegs sind, gäbe es doch vorab im eigenen Vorgarten noch eine Menge zu protestieren und zu richten, bevor wir uns auf in die Welt machen und jedem ungebeten unsere Meinung oktroyieren.


grosso
Aber sowas von 👍
 
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Unterm Strich kommt für dieses Land dann nur noch eines raus: Wir haben uns politisch blamiert,indem kurz vor (!) der WM hier bei uns noch alle politischen Register gezogen wurden,wie immer groß beim Kampf gegen ...... aufgetrumpft wurde und wir uns wieder mal an die Spitze der Antikatarbewegung gestellt haben....nachdem der katzbuckelnde Minister die Abfuhr erhielt und am Ende alle den Rückzieher machten und maulfaul die eigene Mannschaft durch eine Geste der Lächerlichkeit preisgegeben haben. Von England,Holland spricht niemand,die Affen der Welt sind wie immer wir. Es ist nicht mehr feierlich.
 
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Unterm Strich kommt für dieses Land dann nur noch eines raus: Wir haben uns politisch blamiert,indem kurz vor (!) der WM hier bei uns noch alle politischen Register gezogen wurden,wie immer groß beim Kampf gegen ...... aufgetrumpft wurde und wir uns wieder mal an die Spitze der Antikatarbewegung gestellt haben....nachdem der katzbuckelnde Minister die Abfuhr erhielt und am Ende alle den Rückzieher machten und maulfaul die eigene Mannschaft durch eine Geste der Lächerlichkeit preisgegeben haben. Von England,Holland spricht niemand,die Affen der Welt sind wie immer wir. Es ist nicht mehr feierlich.
Jo, es wäre auch einfacher gegangen.

Botschaft an die FIFA - ihr könnt gerne den Austragungsort der WM in die Antarktis legen, seid Euch aber gewiss, die WM findet ohne unsere Mannschaften statt.

Diese ganzen Komitees, egal welcher Form oder welcher Richtung gehören einer richtig intensiven Korruptionsuntersuchung unterworfen.

Übrigens nicht nur im Sport!
 
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Jo, es wäre auch einfacher gegangen.

Botschaft an die FIFA - ihr könnt gerne den Austragungsort der WM in die Antarktis legen, seid Euch aber gewiss, die WM findet ohne unsere Mannschaften statt.

Diese ganzen Komitees, egal welcher Form oder welcher Richtung gehören einer richtig intensiven Korruptionsuntersuchung unterworfen.

Übrigens nicht nur im Sport!
Du hast zwar recht,aber träum weiter. Ich schätze mal,die meisten Mannschaften hätten sich kaputtgelacht: Ein Favorit weniger !
 
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Du hast zwar recht,aber träum weiter. Ich schätze mal,die meisten Mannschaften hätten sich kaputtgelacht: Ein Favorit weniger !
Scheiß auf Favorit!

Mal ganz ehrlich, warum müssen wir unsere eigene Selbstunzufriedenheit immer ins Ausland exportieren... und wirklich Weltklasse sind unsere Fußballer ja nun schon etwas länger nicht mehr, oder? Oder?

Ich gucke mir dieses uninspirierte 22 Volldeppen gegen ein rundes Leder schon seit Jahren nicht mehr an, wie von anderen schon angemerkt, die Frauen machen vor wie Spannung wirklich geht... Aber mit Tony Schumacher ging der Sport damals schon tief den Bach runter, und mittlerweile kann man nicht mehr sagen, wo der Bach noch unterirdisch so langläuft, bei den Leistungen... da sind die paar Ausrutscher an positiven Ergebnissen eher die Ausnahme, denn die Regel...

Wenn andere Sportarten derart gefördert würden in denen Deutsche tatsächlich großes Potential haben - dann wäre das ganze Geseiche um WM Teilnahme oder nicht total Überflüssig!

In Deutschland wird Sport aber leider sehr ungleichmäßig gefördert und oftmals nicht logisch, bzw. nachvollziehbar warum für bestimmte Sportarten ein riesiges Fass mit hunderttausend Extrawürsten aufgemacht wird, andere Sportarten aber eher gar nicht gefördert werden, obwohl diese genauso auf die Förderung angewiesen wären.

Und da gibt es dann glücklicherweise private Initiativen, die ab und an da mithelfen.


Gutes Beispiel, Schwimmen - wir haben mittlerweile einen sehr hohen Anteil an Menschen in Deutschland die nicht einmal die Grundkenntnisse für das Schwimmen haben, geschweige denn einen Schein oder ein Leistungsabzeichen.
 
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Also man kann sicher viele Missstände in FIFA, UEFA, DFB etc. anprangern, aber dieses ständige Gejammer das der Fußball zu viel Förderung und Aufmerksamkeit bekäme und alles andere dahinter zurückstehen müsse, berücksichtigt einfach nicht die historische Entwicklung.
Es wird so getan als hätte irgendwo irgendwann die Politik entschieden das Deutschland zum Fußball-Land wird.
Die Wahrheit ist aber, dass sich Fußball über einen Jahrhundertzeitraum entwickelt hat und schon der populärste Mannschaftssport war bevor wir zum ersten Mal Weltmeister wurden und die Spieler noch Amateur waren. Aufgrund der Attraktivität des Spiels und der Anziehungskraft auf Spieler und Zuschauer wurde der Sport zu "König-Fussball", da ist und war nichts unehrenhaftes oder anrüchiges dran.

Das weitaus meiste Geld in diesem Geschäft kommt auch nicht aus den Kleckerbeträgen des öffentlichen Rundfunks sondern von Privatfernsehen, Sponsoring, Merchandise und Stadioneinnahmen.
Darüberhinaus beweisen die Einschaltquoten der Sportschau wöchentlich aufs neue, dass gewaltiges Interesse besteht.

Ich sehe nun eigentlich keinen Grund weshalb andere Sportarten nicht auch diesen langen harten Weg gehen sollten, sondern nun mit Hilfe der öffentlichen Hand eine Abkürzung angeboten bekommen.
Wie soll das überhaupt gehen alle Sportarten gleich zu fördern, wo soll da die Grenze gezogen werden?! Ist die Wok-WM auch förderwürdig oder Zwergenweitwurf?
 
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Da ich z.Z. im Wundbett liege, schaue ich mir die Spiele an.
Wenn ich mir dann nach dem Spiel die Gesichter und die Reaktionen der Spieler anschaue, habe ich den Eindruck, dass sich:
A: die Spieler untereinander nicht grün sind
B: keinerlei Nationalstolz zu spüren ist, ( warum auch ?? )
C: den Spielern egal ist, ob sie gewinnen oder nicht, die Euros kommen ohnehin.

Nach den heutigen Geschwafel von Spielern und Bundestrainer zur Niederlage gegen Japan, hat sich meine Meinung leider nicht geändert! Und jetzt will die Buntlandtruppe gegen Spanien gewinnen?? 🤣

Es fehlt einfach der Wille!
Diese ganze Debatte um Binde und Menschenrechte haben m.M. beim Sport nix zu suchen, das kann man politisch auf anderen Wegen lösen.
D.T.
 
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Ich wage nicht vorherzusagen, ob die am Wochenende das Rückflugticket buchen oder ob Fußball in Deutschland zu wichtig genommen wird. Es gibt offensichtlich eine sehr große Gruppe sehr Interessierter und deren Interessen werden halt bedient (ich gehöre nur seeehr bedingt dazu).

Grundsätzlich stimme ich der Auffassung aber zu, dass politische Botschaften im Sport per se nichts zu suchen haben und damit Sportler auch nicht daran zu messen sind, ob sie die Wunschbotschaft irgendwelcher Gutmenschen und Ideologiekolonialisten wunschgemäß transportiert haben.

Wer meint, seine Auffassung kundtun zu müssen, hat in diesem spezifischen Kontext in Deutschland zunehmend Betätigungsfeld und kann sich ansonsten ein Plakat malen, ein Flugzeug nach Qatar besteigen und seine Meinung da zum Ausdruck bringen. Die breite Gruppe der Wertschöpfungsfernen ohne eigenen Leistungsnachweis (in was auch immer) sitzt aber lieber auf bequeme Distanz vor dem Fernseher, schaut sich den Arsch der deutschen Fußballer mit der Lupe an und kritisiert dann nach Gutdünken sportliche Leistung und politische Correctness.

Wie man zunehmend in den Sportvereinen verzeichnen kann, ist es der Generation 'Nichtsnutz' ja schon deutlich zu mühsam über einen längeren Zeitraum ein gestecktes Leistungsziel zu verfolgen und sich ggf. dafür gar ein wenig quälen zu müssen.
 

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