Gefährliche Hunde - auch Jagdhundebetroffen, W&H, 10/2020, S 86

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Hört hört. Sonst verunglimpft man uneingeschränkte Empathie doch gern als rotgrynversifftes Geschwurbel. Und hier applaudiert man dem Misanthropen S.?

Das Überleben einer Art erfordert immer Kompromisse zwischen altruistischem Verhalten und egoistischem. Tugenden sind ein Regelwerk zur Erleichterung dieser Entscheidungen. Trotzdem hat man die Freiheit, letztere zu treffen. Sich allein dem einen oder anderen Extrem hinzugeben kann auf Dauer nicht funktionieren.

schon klar, aber das ist ja auch in übereinstimmung mit s denkbar (.... "liegt in der menschlichen natur selbst"...). als "träumer" hab ich ihn nicht empfunden. wenn du tugenden als regelwerk ansehen möchtest, dann sind tugenden ein kind der zeit, weil jede epoche seine regeln und gesellschaflichten selbstverständnisse kannte, also weniger zeitlos. so gesehen wäre dann aber auch "geiz ist geil" eine tugend oder dies entspräche gar der menschlichen natur. das glaube ich aber nicht.
 

z/7

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Ich sprach nicht von Sekundärtugenden. Die echten sind durchaus zeitlos, ihre Mißachtung wird früher oder später gebüßt. Am Ende sind sie so etwas wie praktische Spieltheorie.
 
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Ich schreib' die Geschichte mal hier rein weil ich keinen neuen Faden aufmachen will:

Gestern Nachmitteg fährt meine Frau mit meinem Hund (Bullterrier-Dalmatinermix mit Wesenstest) mit dem Radl eine Runde.
Ca 500m von meinem Haus am Ortsrand sitzt eine Katze in einer Hofeinfahrt und faucht meinen Hund an - Frauchen hat die Leine locker in der Hand und Hund tritt wie der Blitz an.......
ein paar Sekunden später ist alles vorbei und die Katze rührt sich nicht mehr. Besitzerin kommt raus, Kinder kommen und heulen, Nachbarin kommt auch noch....... meine Frau ruft mich weinend an - ich soll schnell kommen - der Hund hat eine Katze erwischt......
Also ich hingefahren, aufgelöste Frauen und Kinder vorgefunden und Katze begutachtet - laienhafte Diagnose: kein Tierarzt erforderlich - Tod durch "stumpfes Politrauma".....
Den Anwesenden erklärte ich, dass die Katze leider tot ist und bedauerte das Verhalten meines Hundes. Auf die Frage, ob ich die Katze denn mitnehmen könnte packte ich sie schnell ein.
Heute bin ich nochmals hingefahren und habe mich bei der Familie entschuldigt - sie waren sehr nett und sagten dass sowas halt passieren kann wenn die Katzen frei rumlaufen und wir sollen uns keinen Kopf mehr machen ..........
Meine Frau backt ihnen noch einen Kuchen.......

CD
 
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Mein Beauceron hat die Katze meiner Vermieterin gewürgt. Die Katze hat ihm morgens im Gebüsch vor der Haustür aufgelauert und ihn angefallen. Mit seinen 12 Monaten war er überrumpelt und hat sein Heil in der Flucht gesucht. Am nächsten Morgen ist er mir, kurz bevor wir die Stelle erreicht haben, abgehauen und hat sich die Katze vorgeknüpft. Die Katze hat sich mit letzter Kraft auf einen Baum gerettet und ich hab völlig aufgelöst die Vermieterin rausgeklingelt. Während ich ihr die Situation erkläre, fällt hinter mir die Katze wie ein nasser Sack vom Baum und bleibt regungslos liegen.
Meiner Vermieterin hat mir gut zu gesprochen, die Katze hat ihren eigenen Hund schon lange tyrannisiert, manchmal sogar Ferienkinder und Pferde angefallen. Eine Frage der Zeit bis sie Mal an den falschen gerät.
Mein Beauceron ist eine Seele von Hund, mehrfach geprüfter Rettungshund, Sporthund, hat diverse Verhaltenstests mit Bravour bestanden, unendlich geduldig mit anderen Hunden und toll mit den Kids.
Ich mag gar nicht dran denken was passiert wäre, wenn er als "gefährlich" eingestuft worden wäre.
Solche Urteile führen letztlich nur dazu, dass man sich dreimal überlegt, ob man die tote Katze meldet oder sie verschwinden lässt.
Täte mir unheimlich leid, weil ich mir vorstellen kann wie schlimm es sein muss wenn man auf sein geliebtes Tier wartet und immer in Ungewissheit bleibt. Aber...
 
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Täte mir unheimlich leid, weil ich mir vorstellen kann wie schlimm es sein muss wenn man auf sein geliebtes Tier wartet und immer in Ungewissheit bleibt.

Moin,

passt zwar nicht zum Thema aber.....

Das ist der Grund, warum ich immer gepflegte Katzen / oder mit Halsband aus meinen Fallen sofort wieder laufen lasse. Ich mag mit nicht vorstellen, wie ein Kind oder ein älterer Mensch auf sein geliebtes Tier wartet und hofft.

munter bleiben!!

hobo
 
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18 Okt 2016
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1.820
Moin,

passt zwar nicht zum Thema aber.....

Das ist der Grund, warum ich immer gepflegte Katzen / oder mit Halsband aus meinen Fallen sofort wieder laufen lasse. Ich mag mit nicht vorstellen, wie ein Kind oder ein älterer Mensch auf sein geliebtes Tier wartet und hofft.

munter bleiben!!

hobo


Denkst du das wäre die einzige Art auf die eine Katze draußen zu Tode kommen kann? Wer sein Tier liebt lässt es nicht einfach draußen laufen mit Gefahr überfahren, gefangen, von Hunden gegriffen oder durch andere Katzen schwer verletzt zu werden. Ich lass ja meinen Hund morgens auch nicht einfach aus der Hoftüre. Die meisten Rassekatzenhalter haben ihre Tiere in Volieren oder im Haus. Unsere hat 19 Jahre geschafft.
Aber nein, "Minka" muss ja unbedingt in die "Freiheit".
Genau diese ist aber eben auch gefährlich.
Katze mit Halsband ist genau so schwachsinnig und zeigt die mangelnde Gehinrmasse mancher auf, wie viele sich damit wohl schon draußen erhangen haben?
Genauso wenig schick ich meinen Hund mit Halsung in Wasser, Schilf oder sonstigem los.
 
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also unser Kater hat auch die 19 geschafft.... trotz Freigang. Gut, wir wohnen dort wo nicht viele Autos fahren, die Katze dem Jägern bekannt war und auch sonst keine gröberen Gefahren auf die Katze warteten...
 
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Meine Jagdfreunde mussten sich immer Mülltonnen weit abgelegen suchen, weil die Nachbarn, immer wenn sie ihre Katze suchten, erstmal die meines Kollegen durchsuchten.

Würde der bei mir nur EINMAL machen, danach hätte er eine Anzeige am Hals!

Ansonsten kann man zu dem Vorfall nur sagen:
"Herzlichen Glückwunsch zur deutschen Rechtssprechung!"
So krank muß man erst mal sein.

Auf seinem Grundstück und der Hundehalter wird "verknackt". :mad:
 
G

Gelöschtes Mitglied 4627

Guest
Ich schreib' die Geschichte mal hier rein weil ich keinen neuen Faden aufmachen will:

Gestern Nachmitteg fährt meine Frau mit meinem Hund (Bullterrier-Dalmatinermix mit Wesenstest) mit dem Radl eine Runde.
Ca 500m von meinem Haus am Ortsrand sitzt eine Katze in einer Hofeinfahrt und faucht meinen Hund an - Frauchen hat die Leine locker in der Hand und Hund tritt wie der Blitz an.......
ein paar Sekunden später ist alles vorbei und die Katze rührt sich nicht mehr. Besitzerin kommt raus, Kinder kommen und heulen, Nachbarin kommt auch noch....... meine Frau ruft mich weinend an - ich soll schnell kommen - der Hund hat eine Katze erwischt......
Also ich hingefahren, aufgelöste Frauen und Kinder vorgefunden und Katze begutachtet - laienhafte Diagnose: kein Tierarzt erforderlich - Tod durch "stumpfes Politrauma".....
Den Anwesenden erklärte ich, dass die Katze leider tot ist und bedauerte das Verhalten meines Hundes. Auf die Frage, ob ich die Katze denn mitnehmen könnte packte ich sie schnell ein.
Heute bin ich nochmals hingefahren und habe mich bei der Familie entschuldigt - sie waren sehr nett und sagten dass sowas halt passieren kann wenn die Katzen frei rumlaufen und wir sollen uns keinen Kopf mehr machen ..........
Meine Frau backt ihnen noch einen Kuchen.......

CD

Und genau das passiert wenn man dabei eben nicht an vernünftige Menschen gerät:

https://forum.wildundhund.de/threads/wesenstest.119014/
 
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14 Okt 2012
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Ich hatte mal einen belgischen Schäferhund und eine Katze bei meinen Elter. Die Katze hat jahrelang mit Erfolg den Hund geärgert. Nach etwa 7 Jahren hat die Katze nicht gut genug aufgepasst und dad wars. Der Hund ist dadurch nicht weniger gut gewesen.
 
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Moin,

passt zwar nicht zum Thema aber.....

Das ist der Grund, warum ich immer gepflegte Katzen / oder mit Halsband aus meinen Fallen sofort wieder laufen lasse. Ich mag mit nicht vorstellen, wie ein Kind oder ein älterer Mensch auf sein geliebtes Tier wartet und hofft.

munter bleiben!!

hobo
find ich gut,machen wir genauso.
Die Menschen hängen daran wie wir an unseren Hunden.Ist doch klar.
Hier am Ortsrand laufen alle Katzen frei rum, zu Tode kommend oder verletzt werden die allerwenigsten.Heutzutage, wo fast alle Kater kastriert werden, sind auch die üblen Schlägereien nicht mehr so häufig.
Auch unsere Zwei zum Glück bis jetzt immer vergnügt und munter.Haben wg den Grasmilben im Sommer seit 10 Jahren entsprechende Halsbänder,sind draussen wann immer sie wollen,aufgehängt hat sich noch keine.
Auch die unserer Nachbarn nicht.
Die Vorwürfe von Fuhnejäger verstehe ich nicht.
Freigängerkatzen sind mindestens um ne 2er Potenz vorsichtiger als jeder Hund.
Die meisten jedenfalls und wenn nicht-Inshallah ;)
 
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