Gericht verurteilt komplette Mufflon-Herde zum Tode

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#16
Mir gehts hier mehr darum, dass....

Wolf gut und schützenswert.
Mufflon böser böser Waldvernichter. Kann total vernichtet werden.
Waldbauer.... gaaanz armer Geselle, ist unbedingt in der Sekunde zu unterstützen und finanziell zu entschädigen
Schafzüchter... gaaanz böser Tiereausbeuter.

Ich höre immer, der Holzpreis ist im Keller, quasi nix wert und unverkäuflich.. aber wir machen wegen ein paar Schafen so ein Geschiss drum.
 
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#17
Ich höre immer, der Holzpreis ist im Keller, quasi nix wert und unverkäuflich.. aber wir machen wegen ein paar Schafen so ein Geschiss drum.
Ad 1. Wie lang braucht ein Muffel, bis man ihn erntet? Und wie lang ein Baum?

Ad 2. Welche Funktion hat ein Schar Muffel? Welche Funktion ein intakter Wald?

Ad 3. Was hat der aktuelle Holzpreis mit der Funktion eines Waldes zu tun?

Wenn Du die Antworten rausgefunden hast, können wir weiter diskutieren. Vorher hat das keinen Sinn.
 
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#18
Ach ja, die Klasing´sche Familienstiftung.

Gegründet 1898, NICHT gemeinnützig und der Stiftungszweck ist die "Unterstützung der eigenen Familie" !
Ja da muss man doch Verständnis haben .... Anhang anzeigen 95765

https://www.im.nrw/august-klasingsche-familienstiftung
Was ist daran so ungewöhnlich, genau wie es gemeinnützige und Wirtschaftsvereine gibt, gibt es auch neben gemeinnützigen noch wirtschaftliche Stiftungen. Bekanntestes Beispiel dürft die lidl-Stiftung sein.

Schiebt dem Mißbrauch des Familienvermögens durch einzelne Familienmitglieder nen Riegel vor. Da hatte wohl einer keine sehr hohe Meinung von seinen Nachkommen...
Kannst du als Besitzer genauso in den Abgrund reiten wie jeden anderen Betrieb auch. Der Süffisanz gebühren aber (y)(y)(y):LOL:
Die meisten Stiftungen dürften ihren Ursprung tasächlich im Erbschaftsrecht haben.


CdB

Nachtrag;was ich in dem Zusammenhang vom Focus halte, überschneidet sich zu fast 100% mit meinem Statment hier.
 
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#20
Alles eine Frage der Lernfähigkeit, wo die Muffel überall verschwinden, könnte ja der Wert einer bejagbaren Population steigen.


CdB
 
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#23
Hab ich gerade in der WELT gefunden-> Zitat eines Kommentars von MARTIN S. :

"Der Hintergrund der Angelegenheit ist ja noch weit skurriler als es dieser Bericht auf den ersten Blick erscheinen lässt: Die besagte Stiftung wollte zunächst eine "ökologische" Siedlung auf einigen Hektar ihrer Ländereien in einer der besten Wohnlagen Bielefelds erreichten, direkt im Habitat dieser Tierchen. Der Haken daran: der Bebauungsplan lässt dies nicht zu, da es sich um ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet handelt. Alle Versuche zur Änderung des Bebauungsplans mussten folglich scheiterten. Da nun die Stiftung bereits durch widerrechtliches Roden des auf dem Grundstück stehenden verwilderten Wäldchens Fakten geschaffen hatte, verfügte die Stadt nun ihrerseits die Wiederaufforstung. Als Replik auf diese Zwangsmaßnahme eskalierte der Streit in die beschriebene Richtung und die Stiftung machte den streitigen Wildverbiss geltend. Vor dem LG Hamm erging in erste Instanz das Urteil zu den maximal 12 Tieren. Offenbar schien das jedoch der Stiftung als Vergeltung für die entgangene Geldvermehrung nicht auszureichen und sie setzte nun ihr Recht in besagter Weise durch. "

aus: https://www.welt.de/vermischtes/art...urteilt-komplette-Mufflon-Herde-zum-Tode.html


Bitte auch die übrigen Kommentare lesen, hab schon lang nicht mehr so gelacht!

CdB
 
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#24
Hoffentlich wird das Bielefelder Muffelwild an der Hünenburg im Teutoburger Wald nicht geschossen.Die Tiere gehören doch zu Bielefeld.
Der Muffelwildring wird sich am Abschuß nicht beteiligen.
Darüber hinaus sind die Waldbauern einig: Die großen Lücken in ihren Baumbeständen gehen nicht aufs Konto der Mufflons.
Waren es in den 70er Jahren manchmal bis zu 40 Tiere die an der Hünenburg lebten sind es derzeit je nach Jahreszeit noch 12 bis 16 Exemplare.
Mit Blick auf den Genpol hat die Wildschafherde nach Ansicht des Muffelwildrings durch gezieltes Bejagen ihre kleinstmögliche Stückzahl erreicht.


20180318_132440.jpg
 
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#25
In der Göhrde haben das die Wölfe erledigt, ganz ohne Gerichtsurteil.

Remy
 
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#26
.., als Grundbesitzer/Stiftung würde ich versuchen mehr Wert aus dem Muffelbestand zu generieren.
Was hier anscheinend nicht bewußt ist: Muffel schälen. Das kann tatsächlich richtig teuer werden, auch bei 10 Stück. Einzelschutzmaßnahmen sind extrem aufwendig und großflächige Zäune müßten Jahrzehnte stehen, in einem Wald, der offensichtlich naherholungsrelevant ist. Das ist die Quadratur des Kreises, die man da vom Eigentümer erwartet. 2000 ha ist ja nun ne Eigenjagd....
 
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#28
Hoffentlich wird das Bielefelder Muffelwild an der Hünenburg im Teutoburger Wald nicht geschossen.Die Tiere gehören doch zu Bielefeld.
Der Muffelwildring wird sich am Abschuß nicht beteiligen.
Darüber hinaus sind die Waldbauern einig: Die großen Lücken in ihren Baumbeständen gehen nicht aufs Konto der Mufflons.
Waren es in den 70er Jahren manchmal bis zu 40 Tiere die an der Hünenburg lebten sind es derzeit je nach Jahreszeit noch 12 bis 16 Exemplare.
Mit Blick auf den Genpol hat die Wildschafherde nach Ansicht des Muffelwildrings durch gezieltes Bejagen ihre kleinstmögliche Stückzahl erreicht.


Anhang anzeigen 95784
15733358218593887528685453048465.jpg
 
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#29
Moin zusammen.

Sowohl die Stadt als auch die weiteren Waldbesitzer (die Jahrzehnte Jäger sind) bezweifeln das Urteil u. setzenden Artenschutz u. die Artenvielfalt höher an.
Doch das Gericht entschied anders.

Im Gegensatz zum Wolf ist der reinrassige Mufflon tatsächlich bedroht.
 
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#30
Hab ich gerade in der WELT gefunden-> Zitat eines Kommentars von MARTIN S. :

"Der Hintergrund der Angelegenheit ist ja noch weit skurriler als es dieser Bericht auf den ersten Blick erscheinen lässt: Die besagte Stiftung wollte zunächst eine "ökologische" Siedlung auf einigen Hektar ihrer Ländereien in einer der besten Wohnlagen Bielefelds erreichten, direkt im Habitat dieser Tierchen. Der Haken daran: der Bebauungsplan lässt dies nicht zu, da es sich um ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet handelt. Alle Versuche zur Änderung des Bebauungsplans mussten folglich scheiterten. Da nun die Stiftung bereits durch widerrechtliches Roden des auf dem Grundstück stehenden verwilderten Wäldchens Fakten geschaffen hatte, verfügte die Stadt nun ihrerseits die Wiederaufforstung. Als Replik auf diese Zwangsmaßnahme eskalierte der Streit in die beschriebene Richtung und die Stiftung machte den streitigen Wildverbiss geltend. Vor dem LG Hamm erging in erste Instanz das Urteil zu den maximal 12 Tieren. Offenbar schien das jedoch der Stiftung als Vergeltung für die entgangene Geldvermehrung nicht auszureichen und sie setzte nun ihr Recht in besagter Weise durch. "

aus: https://www.welt.de/vermischtes/art...urteilt-komplette-Mufflon-Herde-zum-Tode.html


Bitte auch die übrigen Kommentare lesen, hab schon lang nicht mehr so gelacht!

CdB
Da sind echt witzige Kommentare dabei, auch wenn sie so nicht gemeint waren, vom Neofascho bis zum Petaisten ist alles vertreten...

Zu dem einen Kommentar, den Du eingestellt hast: ein Landschaftsschutzgebiet ist die niedrigste Schutzkategorie, man will im Grunde das Landschaftsbild erhalten. Für besondere Funktionen in diesem Gebiet gibt es andere Schutzkategorien. In der SchutzgebietsVO steht drin, was erlaubt ist und was nicht, und von was befreit werden kann. Viele Schutzgebiete sind > 50 Jahre als und haben sich überlebt oder würden zumindest ein update vertragen. Ob das hier der Fall ist, weiß ich nicht. Dass die Stadt Bielefeld sich hier nicht hätte bewegen dürfen, ist Unsinn, sie wollte es nicht. Und jetzt ist das halt die Replik.
Was hier, da meine ich nicht Dich, immer wieder durchscheint, ist Neid. Man gönnt es niemand, Vermögen zu haben und dieses zu bewirtschaften. So als ob man selber Harzer mit Jagdschein wäre...
 
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