Geschmäckle "...suche fertig ausgebildeten Hund mit allen Prüfungen....."?

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Gelöschtes Mitglied 15848

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#16
Der Handel mit ausgebildeten und geprüften Jagdhunden ist ein ganz altes jagd-forstliches Geschäftsmodell. Wenn man das erst heute bemerkt hat man vermutlich viele Jahrzehnte verschlafen. Ich habe allein 2 gewerbliche Hundeschulen und -Ausbilder dafür im Umkreis von 20km und kenne mehrere Züchter und Jäger/Förster die das nebenberuflich betreiben und erstklassigen Ruf genießen.

Zu einem sehr guten Jagdhund gehört u.a. auch ein Spitzentrainer und dazu erstklassige Trainingsmöglichkeiten, die bei weitem nicht jeder hat und auch nicht jeder bekommen kann.
 
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#17
Bei uns ist der letzte DD überraschend mitten im Leben gestorben.Da wir 2 Reviere haben ist ein brauchbarer Hund zwingend erforderlich.So haben wir uns auch einen fertig ausgebildeten DD gekauft,da einfach keine Zeit war einen neuen 2 Jahre auszubilden und in der Zeit keinen Hund fürs Revier zu haben.Die Eingewöhnung in die neue Familie und Reviere war völlig problemlos.

Sonst haben wir mit ca 10 Jahren die Welpen gekauft und zum Althund geführt und ausgebildet.
Aber in dem Fall waren wir froh einen fertigen Hund kaufen zu können.
 
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#18
Neben 4 selbstausgebildeten Münsterländern hat mein Vater auch 2x einen fertigen Hund mit 1 1/2 Jahren geholt weil mit eigenem Niederwildrevier und plötzlichen Krebstot des 7 und 9 jährigen Rüden keine Zeit war bei 0 anzufangen.

Für mich ist das ein pragmatischer Ansatz der für die Hunde nicht das schlechteste sein muss. Würde ich selber nicht bevorzugen, aber zum Verurteilen anderer reicht da meine Empörung nicht.
 
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#19
Wieso braucht dann so jemand einen Hund ?
Wenn jemand für die Ausbildung lebt , dann lebt er nicht für den Hund sondern eher für die Selbstbestätigung ( Kompensation von Mangel-an was auch immer?-)....
Wie schon gesagt es wird die Konsumgesellschaft bedient.....mehr nicht....!
Und wenn ein Jungjäger sich etwas nicht zutraut, dann soll er halt warten,oder es sein lassen......!
So einfach ist das.......!
Alles andere sind Rechtfertigungsversuche mehr nicht....!!!!
Grüße +WMH Olli
Sorry, das ist schlicht und ergreifend unverschämter Schwachsinn.
Nur weil Du die Motivationslage weder von Käufer noch Verkäufer kennst, meinst Du Dich aus welchen Gründen moralisch drüber erheben zu können.
Es ist genau so legitim sich einen Welpen zu holen und den selber zu versauen, wie sich einen ausgebildeten Hund zu kaufen.
Bei einem ausgebildeten Hund weiß der Käufer was er bekommt. Bei einem Welpen kann immer, und ist auch oft genug, mal ne Nullnumer dabei. Das weiß man halt eben vorher nicht. Hund geht nicht ins Wasser, Hund ist schussempfindlich, Hund ist einfach ned klar in der Birne etc, etc.
Das Risiko hat man schon mal auch nicht, wenn der Hund erfolgreich ausgebildet wurde.
Dann gibt es eben auch ältere Jäger, die sich keinen Welpen mehr holen wollen oder etliche, die einen einsetzbaren Hund ziemlich sofort brauchen, weil der alte vorzeitig das Zeitliche gesegnet hat.
Und selbst wenn all diese Fälle nicht zutreffen und jmd sich einfach nur die durchaus nicht einfache korrekte Abführung des Hundes nicht zutraut, ist das ein völlig legitimer Grund sich einen erwachsenen und ausgebildeten Hund anzuschaffen.

Ich würd ja gern mal die ganzen Helden hier sehen, die so tun, als wäre es ein Gott gegebener Killefit einen Hund abzuführen, und testen, wie es aussieht, ob der Hund den Fuchs wirklich bringt oder ob er die noch lebende Ente ordentlich aus deckungsreichem Gewässer apportiert.
 
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Gelöschtes Mitglied 15848

Guest
#21
Die Ausbildung eines Jagdhundes gegen Entgelt bzw. Verkauf eines solchen bedeutet nicht zwangläufig, daß ihn der Ausbilder an jeden dahergelaufenen Depp verkauft oder für jeden Vollpfosten stur-heil und geldgetriggert tätig wird.

Unterm Strich ja auch nicht mehr Anspruch, als für jeden guten Züchter gelten sollte und üblicher Weise auch gilt.

Ein sehr erfahrener Trainer mit guten revierverhältnissen kann auch aus einem unterduchschnittlichen oder wenig lernwilligen Hund noch ein Maximum an jagdlicher Leistung herausholen, wo der Wochenend-Jäger und Hundeausbilder längst scheitern muss.
 
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#22
Servus,

ich weiß nicht wie es Euch geht , aber in letzter Zeit begegnen einem (auch hier) zunehmend Anfragen/Anzeigen "...suche fertig ausgebildeten Hund mit allen Prüfungen.....". Ich muß sagen für mich als Hundeliebhaber, Hundeführer, der selbst schon mehrere Hunde vom Welpenalter aufgezogen/ausgebildet hat haben derartige Anzeigen/Anfragen immer ein "Geschmäckle".....

Wie kann jemand der scheinbar nicht gewillt ist oder die Zeit nicht investieren kann/möchte in die Aufzucht und Ausbildung eines Hundes dem Hund dann nach dem "Fertigkauf" wirklich gerecht werden? Vom Thema Bindung, Vertrauen, Erfahrung, Fähigkeit den Hund "zu lesen" u.s.w. mal gar nicht zu sprechen.....

Ich weiß nicht wie Ihr das seht aber für mich ist ein Hund nicht nur ein "Gebrauchsgegenstand"!

P.S. Leider machen derartig "verkaufte" Hunde sehr oft die "Runde"......,

Gruß

Ich finde, das kann man nicht generell be- oder verurteilen. Kenne 2 Jäger, die mit Job und Familie genug um die Ohren haben und keine Zeit für die Ausbildung. Beide sind gute Waidmänner, beide waren HF vorher und die Hunde sind konstant im Einsatz. Finde ich auf jeden Fall nicht zu verurteilen, wenn ein Hund dann in gute Hände kommt.

Sonst ist es bei mir "banale Logik". Wenn ich die Zeit für die Aufzucht und Ausbildung nicht habe, bezweifle ich im Ansatz schonmal, ob dann auch danach genug Zeit für den Hund ist. Und Zeit heisst beim Jagdhund auch Jagdzeit.
 
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#23
Ich habe zwar meine Hunde gerne als Welpe, so auch meinen ersten Jagdhund jetzt. Aber ich finde es nicht verwerflich einen fertig ausgebildeten zu kaufen.
Mann lernt zwar sehr viel bei der Hundeausbildung, aber ich bin mir sicher dass mein KLM noch besser wäre wenn Ihn jemand mit mehr Erfahrung ausgebildet hätte..
 
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#24
Die auch hier schon zu lesende Gleichung "Keine Zeit, den Hund auszubilden = keine Zeit, ihn hinreichend zu führen." ist zunächst einmal nur eine Unterstellung und gehört in die gleiche Kategorie wie "Keine Zeit für ´nen langen Kurs zum Jagdschein = keine Zeit für die Jagd." Beides kann (und wird) in Einzelfällen so sein - ist aber keineswegs eine Zwangsläufigkeit. Es kann - wie hier im Faden auch schon zu lesen - durchaus Gründe für den Erwerb eine fertig ausgebildeten Hundes geben.
Im Reitsport ist es z.B. durchaus üblich und wird mit sehr viel weniger Dünkel betrachtet, dass nicht jeder Reiter sein Pferd sozusagen von 0 auf 100 selbst ausbildet / selbst ausbilden kann.

Und auch wenn ich persönlich immer große Freude an der Ausbildung der Hunde habe und mit jedem Hund dazu lerne, so ist für mich am Ende des Tages alleine entscheidend, wie Hund und Führer zusammen jagen und nicht, wie das Gespann zusammenfand.

Die Skala, an welcher wer auch immer glaubt messen zu müssen, was den "richtigen" Jäger ausmacht, die ist eh nach oben offen:
a) seine Hunde selbst ausbilden
b) sein Wild selbst zerwirken
c) seine Trophäen selbst präparieren
d) seine Beute selbst verblasen
e) seine Waffen selbst einschießen
f) seine Messer selbst schärfen
g) seine Jagdeinrichtungen selbst bauen
h) ... bitte nach Belieben ergänzen ...
 
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#25
... Die Skala, an welcher wer auch immer glaubt messen zu müssen, was den "richtigen" Jäger ausmacht, die ist eh nach oben offen:
a) seine Hunde selbst ausbilden
b) sein Wild selbst zerwirken
c) seine Trophäen selbst präparieren
d) seine Beute selbst verblasen
e) seine Waffen selbst einschießen
f) seine Messer selbst schärfen
g) seine Jagdeinrichtungen selbst bauen
h) ... bitte nach Belieben ergänzen ...
h) sein Jägerlatein selbst ausdenken
 
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#26
Es wird immer eine Menge Gründe geben einen fertig ausgebildeten Hund zu kaufen.

Für mich sind sie nicht stichhaltig. Hausbau hört sich nach gutem Grund an,

tatsächlich ist es ein Jahr später Krankheit oder beruflicher Auslandsaufenthalt.

Der erste Hund vor über 44 Jahren war ohne Papiere, habe Brauchbarkeit gemacht

und merkte dann weiter führen geht nicht, verkauft.

Später 2 Hunde gleichzeitig zur VGP ausgebildet, den einen für einen älteren Herrn.

Beide Hunde hatten es bei den neuen Herrn sehr gut, wie Kinder zu Hause.

Kann auch sagen, besser wie bei mir, immer im Haus, auf dem Sofa und zum Teil

mit im Bett.

Im Laufe der Jahre kam es zu weiteren Hunden die nach der Ausbildung den Besitzer wechselten,

Ich glaube es waren insgesamt sechs. Einmal wurde ein Freund einen nicht los,

einmal ich selber einen Welpen nicht und einer war für das runterziehen

von Rehwild nicht scharf genug.

Alle haben ein gutes Zuhause bekommen!!!

Keiner hat später jagdlich die Hälfte leisten müssen die sie bei mir leisten.

Deshalb helfe ich gerne bei der Ausbildung will aber das der Hund letztlich vom

eigenen Herrchen geführt wird.

Wer wegen dem Hochzeitstag nicht zur Jagd kann oder bei der Baujagd

Nachmittags nach Hause muss, weil Kindergeburtstag ist der hat andere Vorstellungen.

Da lobe ich es doch als das Graben von 10 Uhr im Dauerregen bis 16 Uhr dauerte und

und wir dann noch ein Bier bei ihm tranken.

Es war sein 50 Geburtstag und die meisten der Familie waren schon da,

gesagt hatte er nichts.
 
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#27
Horrido ( ob der Jäger und Schützengruß den hippen Jungjägern bekannt ist🤔?)
.....dieses Verhalten ist unserer Konsumgesellschaft geschuldet....ein Hund ist ein soziales Wesen er braucht die Anbindung an die Familie.....!
Ausbilden Geld kassieren, weiterreichen an jemanden der meint sich mit Geld alles kaufen zu können, hat genausowenig Herz wie der Käufer......alles andere sind faule Ausreden......!
Genausowenig ECHT wie solche die in den Puff gehen und meinen sie könnten "Liebe" kaufen.....für Geld bekommt man eben nicht alles, weder einen treuen Weggefährten, noch Freundschaft, noch Liebe, noch Charakter.......thats it !!!!
Grüße +WMH Olli
Die Feudalherren der Vergangenheit haben ihre Meuten sicher alle selber ausgebildet 😉 Aber früher alles besser 😎
 
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#28
Servus,

ich weiß nicht wie es Euch geht , aber in letzter Zeit begegnen einem (auch hier) zunehmend Anfragen/Anzeigen "...suche fertig ausgebildeten Hund mit allen Prüfungen.....". Ich muß sagen für mich als Hundeliebhaber, Hundeführer, der selbst schon mehrere Hunde vom Welpenalter aufgezogen/ausgebildet hat haben derartige Anzeigen/Anfragen immer ein "Geschmäckle".....

Wie kann jemand der scheinbar nicht gewillt ist oder die Zeit nicht investieren kann/möchte in die Aufzucht und Ausbildung eines Hundes dem Hund dann nach dem "Fertigkauf" wirklich gerecht werden? Vom Thema Bindung, Vertrauen, Erfahrung, Fähigkeit den Hund "zu lesen" u.s.w. mal gar nicht zu sprechen.....

Ich weiß nicht wie Ihr das seht aber für mich ist ein Hund nicht nur ein "Gebrauchsgegenstand"!

P.S. Leider machen derartig "verkaufte" Hunde sehr oft die "Runde"......,

Gruß
Gehörst Du zur Mehrheit jener, die glauben, die Deppen unter uns wären zahlenmäßig rückläufig?
 
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#30
He he.. ich bin schon ganz vorne mit dabei mit meinen lausigen 8 Jagdscheinen muß ich mit Freuden feststellen. Trifft alles zu..😎😏😉
 
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