Geschoß Barnes TTSX in .308: Erfahrungen?

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#1
Moin.
Wir wollen für unsere Hauptwaffen möglichst ein einheitliches Geschoß in .308 verwenden beim Wiederladen.
- K31 7,5x55swiss LL=65cm, Drall 10,8" (.308 Geschoß funktioniert)
- Browning Maral .308Win LL=53cm, Drall 12"
- Winchester SXR .30-06SPRG LL=51cm, Drall 10"
zudem in 7mm für die Blaser BBF mit 7x65R

Frage: Ist das Barnes TTSX generell zu empfehlen? Man liest und hört sehr gegensätzliches. Der eine schwört darauf, für andere ist es eine schlechte Wahl, und zwar besonders im Bereich Zielballistik. Mir ist klar, daß es sich um eine eigentlich zu generelle Frage handelt, zu groß sind andere Parameter (passt das Geschoßgewicht zur Waffe/Laborierung usw). Mir wäre aber geholfen, wenn aussagekräftige Erfahrungswerte mit diesem Geschoßtyp gepostet werden, besonders die Wirkung im Wildkörper. Vielleicht haben sogar einige WL für o.g. Waffen schon gute Ladedaten? Auch Alternativen sind von Interesse.
 
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#2
Kommt drauf an was für Zielsetzungen du bei deiner Strecke hast. Möglichst wenig Wildbretentwertung? Kurze bis garkeine Fluchten? Munitionspreis? Das korrliert meistens eher nicht miteinander.

Ich benutze das TTSX in 150 gr. in .308. Bin bisher ganz zufrieden, auch mit der Entwertung. Ca. 20 Stk, fast nur Rehwild. Schieße aber generell auf die Kammer, da gabs bei einzelnen Stücken auch mal eine 50 m Todflucht und wenig Schweiss, überwiegend aber am Anschuss oder ein paar Schritt entfernt.
Entwertung wenig, Hämatome auch wenig. Im Verhältnis zur Wirkung/ finde ich die Murmel gelungen. Bei einem Kammerschuss hab ich praktisch nie Entwertungen, meist nur 3-4 cm Ausschuss. Blattschüsse kann ich nicht beurteilen, denke da siehts heftiger aus. Wenn ihr nur aufs Blatt haltet, dann kannst du ja die S&B TXRG 165 gr. ausprobieren, soll härter sein. Hab auch mal ein Abschuss mit der getätigt. Konnte ich bestätigen, wenn auch nicht aussagekräftig bei einem Reh.

Wmh
 
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#3
Abend

Bist Du sicher das man ein .30 Geschoss (bleifrei) in die 7.5x55 verladen kann.
Es gibt Anbieter die haben fuer die 7.5 ein seperates Geschoss . Sind allerdings allesamt Geschosse die gedreht sind.
 
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#4
Abend
Bist Du sicher das man ein .30 Geschoss (bleifrei) in die 7.5x55 verladen kann?
Es gibt Anbieter die haben fuer die 7.5 ein seperates Geschoss . Sind allerdings allesamt Geschosse die gedreht sind.
Ja, das geht problemlos, gibt auch hier im Forum Tröte dazu. Die "handgedrehten", z.B. SAX , sind sehr umstritten, extrem leicht und daher nicht die erste Wahl. Besonders die kurzdralligen Waffen sind nicht so besonders gut geeignet für KJG oder MJG..
 
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#5
Ich kann nur zur TTSX in der 308 Werksmunition berichten. Die war bei allem was schwerer war als ein Reh bei mir schlecht weil es Nachsuchen ohne Ende gab, selbst bei guten Treffern. Bei Rehen meistens nur 10m aber schon bei Frischlingen fast keine unter 50m. Habe es mir damals mit der zu geringen Geschwindigkeit der Patrone erklärt....also zielballistische Wirkung unzureichend. Habe nach etwa 30 Stücken Wild das Kaliber ganz gewechselt zur 300 WM , jetzt geht es mit TTSX und GMX wunderbar.
 
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#6
Kommt drauf an was für Zielsetzungen du bei deiner Strecke hast. Möglichst wenig Wildbretentwertung? Kurze bis garkeine Fluchten? Munitionspreis? Das korreliert meistens eher nicht miteinander.
Wmh
Gute Fragen und die Korrelation wäre ja auch ein Wunder.
Der Munitionspreis ist mir egal - das waidgerechte Erlegen ist das Primat. Ich schiesse ja nicht 1000 Schuß pro Jahr.
Wildbretentwertung ist natürlich blöd, aber für mich zweitrangig, weil:
Fluchten? Das ist ein wichtiger Aspekt in unserem Revier! Da ist bum-und-um wichtiger als Wildbretentwertung.
Allerdings ist da wohl mehr der Treffersitz ausschlagsgebend als irgendein Kaliber oder Geschoßtyp. Zwischen Kammerschuß und Blatt ist ein himmelweiter Unterschied, obwohl es nur ein paar cm sind...
Rehwild und Sauen sind bei uns das Hauptwild. Raubwild schiessen wir mit anderen Kalibern. (.222 und .22Hornet oder eh Schrot).
 
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#7
Das schwerste war bisher eine Sau mit lebend um die 75kg, welche ich mit dem TTSX in 308 Win erlegt habe. Genutzt habe ich 130 & 150 grains Geschosse. Überwiegend Kammerschüsse und dabei Todfluchten bis ca 100m (Sauen) - immer genügend Ausschuß, Schweiß bzw. Pirschzeichen bis zum Stück. Rehe lagen im Knall oder nach kurzer Flucht. Blattschuss auf 25kg Frischling führte zum sofortigen Erliegen im Knall. Wildbretentwertung zwei mal Einblutung in die Blätter bei Rehen sonst unauffällig. Sämtliches Raubwild, ob Füchse oder Dachse lagen im Knall bei Kammerschüssen. Entscheidend ist der Treffersitz.

Bin zufrieden.
 
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#8
Abend

Bist Du sicher das man ein .30 Geschoss (bleifrei) in die 7.5x55 verladen kann.
Es gibt Anbieter die haben fuer die 7.5 ein seperates Geschoss . Sind allerdings allesamt Geschosse die gedreht sind.
Man kann .308er Geschosse verwenden.
ICH würde allerdings keine Bleifreien da durchjagen.
Der Schweizer schießt von Haus aus nicht schlecht, braucht aber schwere Geschosse.In Kombination mit dem nicht ganz passenden Diameter ist das keine schonende Mischung.
 
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#9
Hochblatt mit 150gr ist umwerfend bei Reh und Sau. Kammertreffer geht eben alles ein Stück. Egal ob Reh, Sau oder Rotwild.
Drückjagderfahrung nur mit der .300WM mit 185gr. Bei Kammertreffern sind nicht zu kurze Todfluchten an der Tagesordnung.
Ich nehme die Fluchten in Kauf, da wenig Entwertung.
 
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#11
Man kann .308er Geschosse verwenden.
ICH würde allerdings keine Bleifreien da durchjagen.
Der Schweizer schießt von Haus aus nicht schlecht, braucht aber schwere Geschosse.In Kombination mit dem nicht ganz passenden Diameter ist das keine schonende Mischung.

Ich verwende die hierwww.spezialgeschosse.de/lade-info/Ladedaten/7_65x55GP31.html

Bis jetzt ist noch nichts auseinander geflogen.
 
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#12
Das mit der 7,5 ist eine Diskussion ähnlich cal .38 vs 357.... Akademisch....
 
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#13
Ich kann aus meiner Sicht nichts negatives über die Barnes berichten (168 grs, 308).
Treffersitz meist hinter dem Blatt(z.t. tief), damit Todesfluchten (variieren von 5m(Reh kleinere Schweine) bis 60m(Muffel)).
Vom Kitz 10kg bis über 100kg Hirsch habe ich damit alles zur vollsten Zufriedenheit beschossen.
Schweiß war immer gegeben, ein Ausschuss auch. Wildbret Entwertung war sehr gering, fast nie Hämatome. Präzision sehr gut. Bei Interesse habe ich bestimmt Bilder vom ein oder anderen Anschuss.
 
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#15
Das 150er ttsx aus der 308 vor 44gr N140 (ohne Gewähr) ist sehr präzise und wirkt sehr ordentlich.
Beste Kombination ever. :)

Ich habe nach einigem rumbasteln eine Laborierung für meine Sauer 404, die wiederholbar 5er Gruppen unter 50mm auf 300m ermöglicht.

Habe jetzt noch einmal eine Leiter geschossen und einen zweiten Punkt bei 45gr N140 gefunden.
Da sah man schon ab und zu den Ausstoßer-Abdruck glänzend auf der Lapua Hülse.

Die Daten sind aber gerade erst noch bei der DEVA. Also nicht einfach nachmachen. Eigenverantwortung und so :)

Ahso: Wirkung noch: Wenn man als Jäger mit seinen Fähigkeiten und seiner Muni in der Lage ist, da hin zu schiessen, wo man es auch hin haben möchte, dann gibt es eigentlich keinen Grund, dass das Stück nicht sofort am Platz liegt, wenn der Jäger es denn so möchte.

Der Unterschied und die Abwägung liegt dann beim Jäger!
- Etwas Fleisch-Verlust, dafür sofort an den Platz gebannt: Schuss durch die Schulterknochen mit Schädigung der Hauptadern und der Lunge.

- Ganz wenig Fleisch-Verlust, dafür Risiko, dass das Stück noch ein paar Gänge macht: Schuss durch die Rippen zur Schädigung des Aortenkopfes, der Lunge und des Herzens.

Das weiss eigentlich jeder. Aber durch die übliche Schussstreuung und magere Anatomie-Kenntnisse kommt es doch immer wieder zu Abweichungen.
 

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