Geschossmaterial der gängisten bleifreien Laborierungen?

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Dazu gabs auch meines Wissens schon ein ähnliches Thema mit "Jagdmunition und Übungsmunition". Jedoch will ich das ungern aufwärmen.

Ich bin auf einen interessanten Bericht gestoßen:
https://www.jagdverband.de/content/umstieg-auf-alternative-munition

Nun meine Frage: Gibt es nirgends eine Liste o.ä., wo man einsehen kann welcher Hersteller in den bleifreien Murmeln Kupfer, Tombak oder Messing verwendet?
Ist ja nicht immer ersichtlich.

z.b. kenne ich bleifreie Tombak nur als S&B (T)XRG und Hornady GMX, sowie Geco TLM und S&B TLM.
Alle übrigen als Kupfer? Also Norma Eco-Strike, Blaser CDC, Nosler E-Tip, RWS HIT, RWS Evo Green, Federal Powershok, und einige mehr.

Das wäre doch mal interessant, wenn Jemand vor hat zwei verschiedene Laborierungen für je Stand und Jagd zu verwenden (aus Kostengründen versteht sich), um eine Treffpunktverlagerung durch Munitionswechsel vorzubeugen.

Was schießt ihr für Kombinationen?
Welches Material von den drei oben aufgeführten haltet ihr für geeignet bzw. ist heute am weitesten verbreitet?

Interessiert mich auch in der Hinsicht, weil ich für meine .30-06 ne Murmel suche, die ich Kombination mit einer TTSX oder TXRG schießen kann.

Grüße und besten Dank für eure Anregungen!
 
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Dazu gabs auch meines Wissens schon ein ähnliches Thema mit "Jagdmunition und Übungsmunition". Jedoch will ich das ungern aufwärmen.

Ich bin auf einen interessanten Bericht gestoßen:
https://www.jagdverband.de/content/umstieg-auf-alternative-munition

Nun meine Frage: Gibt es nirgends eine Liste o.ä., wo man einsehen kann welcher Hersteller in den bleifreien Murmeln Kupfer, Tombak oder Messing verwendet?
Ist ja nicht immer ersichtlich.

z.b. kenne ich bleifreie Tombak nur als S&B (T)XRG und Hornady GMX, sowie Geco TLM und S&B TLM.
Alle übrigen als Kupfer? Also Norma Eco-Strike, Blaser CDC, Nosler E-Tip, RWS HIT, RWS Evo Green, Federal Powershok, und einige mehr.

Das wäre doch mal interessant, wenn Jemand vor hat zwei verschiedene Laborierungen für je Stand und Jagd zu verwenden (aus Kostengründen versteht sich), um eine Treffpunktverlagerung durch Munitionswechsel vorzubeugen.

Was schießt ihr für Kombinationen?
Welches Material von den drei oben aufgeführten haltet ihr für geeignet bzw. ist heute am weitesten verbreitet?

Interessiert mich auch in der Hinsicht, weil ich für meine .30-06 ne Murmel suche, die ich Kombination mit einer TTSX oder TXRG schießen kann.

Grüße und besten Dank für eure Anregungen!

Ich kenne den Artikel und wundere mich seit langem, welchen Kult und welche Mystifizierung man da betreibt. Ich schieße seit 30 Jahren u.a. Barnes Kupferlinge und seit 16 Jahren Impala Messinggeschosse, immer wieder mal im Wechsel mit konventionellem TM. Konnte noch keine Abweichungen der TPL feststellen. Beispiel: Krähe mit .17 Hornet, 20gr V-Max auf 150m-Treffer. Am nächsten Tag Eichelhäher mit 20gr Impala LS auf 100m-detto. Reinigung hin und wieder, so nach 20-30 Schuss.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4508

Guest
Das sind ALLES Kupferlegierungen, inklusive der Mäntel konventioneller Geschosse.

Manche schmieren mehr, andere weniger, egal ob mit oder ohne Blei in der Mitte.

Das hängt auch vom Geschossdurchmesser bzw. dessen Führbänder ab.

Es ist definitiv keine Frage von bleifrei vs. bleihaltig, ob sich zwei Geschosse „vertragen“.
 
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Nosler E-Tip soll aus dem gleichen Material sein wie die Mäntel ihrer bleihaltigen Geschosse, also Tombak.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4508

Guest
Der Inhalt des Artikels ist nicht mehr als die persönliche Erfahrung des Autors aus seinen Waffen.
Ist nicht mehr wert als das, was hier so verzapft wird - inklusive meinem Geschreibsel ...
 
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... gesponsort von Hornady.
Das findet man dann im Text wieder.

Fairerweise sagen sie das auch.
Ja, und zum großen Streitpunkt der terminalballistik, dem geeigneten Simulationsmaterial sagen sie nur:

ballistische Seife aus der Forensik stah GelaAne, weil bei diesem Beschussmedium der temporäre Wundkanal, der für die Wirkung im Wild entscheidend ist, erhalten bleibt
äh ja, wenn ich so selektiv gucken will :)
 
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Wir wissen alle, jeder Test ist subjektiv:cool: egal ob mit Seife, ballistischem Gel oder irgend welchen selbst gemachten Testmedien, deren Aufbau geheim gehalten wird (z.B. a'la JASW). Daher sich NIE auf einen Test verlassen, sondern vergleichen und selbst nachdenken;)
 
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Fox Classic Hunter verträgt sich gut mit herkömmlichen Teilmantelgeschossen. Es sind keine chem. Putzorgien nötig. Das Material soll einen höheren Zinkanteil haben als Tombak, geht schon eher in Richtung Messing.
kornwolf
 
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Fox Classic Hunter verträgt sich gut mit herkömmlichen Teilmantelgeschossen. Es sind keine chem. Putzorgien nötig. Das Material soll einen höheren Zinkanteil haben als , geht schon eher in Richtung Messing.
kornwolf

... zumal es einige mehr - "Bleifreigeschoße" gibt die Tombakgeschosse sind und problemlos
ohne "Putzorgien" zu händeln sind: GMX, Nosler-E-Tip,Trophy Copper...
Dem Gesetz wäre genüge getan.:rolleyes:
 
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Fox Classic Hunter besteht aus CuZn10- Also 90% Kupfer und 10% Zink und ist daher aus Tombak. Als Tombak gelten die Kupfer-Zinklegierungen mit über 67% Kupferanteil.

Das Fox ist damit Rottombak und wie ich gelesen habe wegen einer Beize so hell/gelblich.
 
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Ich bin mittlerweile zur Überzeugung gelangt, dass man jede Kombination von verschiedenen Geschossmaterialien in Kombination aus dem eigenen Lauf testen muss, ob sie im Wechsel harmonieren oder nicht.
Gerade beim ach so verrufenen Barnes konnte ich mittlerweile aus verschiedenen Gewehren keine grossen Treffpunktabweichungen feststellen, so die anderen Geschosse nicht beschichtet waren. Und im Gegenzug hatte ich beim als verträglich beworbenen GMX die grosse Probleme im Wechsel mit GECO TM und S&B... Hätte wohl besser zu was bleihaltigem aus dem Hause Hornady gegriffen! 😉
 
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Das Thema ist für jeden Lauf individuell zu erarbeiten. Bei meinem R8- Lauf in 8*57IS funktionieren z.B. folgende Geschosskombinationen:
- Partition/ AccuBond/ Balistik Tip/ T(T)SX für Jagd
- Sierra Match King oder Nosler CC zum Üben

Trau mir aber keine Prognose zu, wie es beim 6,5*55-Lauf sein wird. Da liegen hier zum einen die Fox 123grs zusammen mit den Hornady HPBT 140grs. Aber erst mal müssen die 200 Patronen von PPU zur Hülsengewinnung "geleert" werden:sleep:

Ob meine Übungsladung mit meiner Jagdladung den gleichen Trefferpunkt hat, ist mir egal, ich schau beim Trainieren auf Streukreise:cool:

Dazu habe ich zwei Ansprüche an meine Übungsladung:
- Zum einen darf mir meine Übungsladung beim Zurückwechslen den Streukreis der Jagdladung nicht ruinieren, obwohl ich hinterher natürlich eine einfache Laufreinigung durchführe. Nach spätestens 3 Schuss muss das erledigt sein, die ich zum Abschluss jedes Standbesuches mache. Genau so wie am Anfang einen Schuss mit der Jagdladung um den "First Round Hit" zu kontrollieren.
- Der Streukreis muss mindestens auf Niveau der Jagdladung sein, eher drunter. Scheue mich dazu aber auch nicht, entsprechend hochwertige Geschosse/ Komponenten präzise zu verarbeiten. Da kommt halt der Sportschütze und Präzisionsfanatiker in mir durch;)

Das GMX war übrigens die größte Zicke an Geschoss, was ich je versucht habe zum fliegen zu bringen. Allerdings noch aus einem k98

Zudem hat da jeder andere Ansprüche! Für den einen ist ein Streukreis von 5cm mit der Jagdmunition schon gut, ich werde bei über 3cm nervös, ob beim Wiederladen was schief gelaufen ist. Mein Ziel ist konstant unter 2cm/5 Schuß/100m! In allem meiner Kugelwaffen! Egal ob Blei oder BF und wenn ich keine Fehler mache.

Und bevor jemand menen aufwand in Frage stellt:
- zum einen mach eich es, weil es mir so Spass macht
- Ich gebe im Jahr etwa 500 bis 1000 Schuss mir meinen Jagdwaffen ab, da ist der Unterschied auch monetär bemerkbar
 
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