Gesellschaftsjagden in Zeiten von Corona

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Hasen kann man auch sehr gut mit der Kugel bejagen, haben wir früher regelmässig mit Kaninchen gemacht. JJ oder Revierlose einbinden und in 2 0der 3 kleinen Gruppen ansitzen, mit Hornet oder 22 WMR kann man da auch jagdliche Freuden haben und eine gute Strecke erzielen.
 
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Verwaltungsgericht Gießen, Beschluss vom 13.11.2020
- 9 L 3889/20.GI -


Beschränkung der Teilnehmerzahl für Gesellschaftsjagden durch Allgemeinverfügung zulässig

Verwaltungsgericht Gießen lehnt Eilantrag von Treibjagdveranstalter ab

Das Verwaltungsgericht Gießen hat mit einem Beschluss einen gegen den Landkreis Gießen gerichteten Eilantrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt, mit dem der Antragsteller, ein Jagdpächter, die Genehmigung zur Durchführung einer Gesellschaftsjagd am 15.11.2020 mit bis zu 20 Schützen, 4 Treibern und einem Hundeführer erstreiten wollte.

Aufgrund einer des Landkreises Gießen ist die Durchführung von Gesellschaftsjagden zwar grundsätzlich genehmigt, jedoch dürfen in einem Revier mit unter 100 ha bejagbarer Waldfläche an der Jagd nur bis zu 10 Personen (Jagende, Funktionspersonen) teilnehmen und in größeren Revieren je eine weitere Person (Jagende, Funktionspersonen) pro angefangener 10 ha bejagbarer Waldfläche.

Antragsteller wandte sich gegen Begrenzung der Teilnehmerzahl
Der Antragsteller vertrat die Auffassung, dass eine der Teilnehmer, die nach seinen Informationen lediglich im Kreis Gießen erfolgt sei, nicht geboten sei. In benachbarten Landkreisen fänden Jagden mit bis zu 50 Schützen statt. Die sei rechtswidrig, weil sie nicht erforderlich sei, um die infektionsschutzrechtlichen Zielsetzungen zu erfüllen.

Personenbeschränkung hinnehmbar
Dieser Argumentation ist das Verwaltungsgericht nicht gefolgt. Die der durch den Landkreis sei nicht willkürlich erfolgt, sondern diene dem Infektionsschutz. Zu berücksichtigen sei auch, dass die zunächst nur bis zum 30.11.2020 gültig sei, die Jagdzeit aber zeitlich weiterreiche. Zudem könne trotz der der Personenzahl für die Jagd noch eine sinnvolle Bejagung durchgeführt werden.
 
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Hoffentlich hat sich das Gericht die Mühe gemacht zumindest eine Karte des Reviers
anzuschauen und mal einen dortigen Förster oder Landwirt zu befragen. Ich stelle mir
gerade 9 Treiber mit ihren Hunden vor, die 60ha Schilf durchwüsten während der Pächter
allein die Fläche umstellt.
Grinsekugel
 
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Gerichte müssen Leistung bringen, also Arbeit pro Zeit bei Minimierung der Kosten.
Für die dennoch erforderliche Qualität sollten geeignete Sachverständige in hinreichendem Umfang hinzugezogen werden.
Diese Entscheidung liest sich wie ein Produktionsreport für Fließbandarbeit - Hauptsache raus damit.
 
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Wenn du viel Niederwild hast kannst du es doch auch mit der Hornet oder ähnlichem vom Ansitz aus schießen oder mit 2 Flinten und einem Hund losgehen. Da legst natürlich keine 200 Hasen auf die Strecke aber bis Weihnachten sind 20 Stück Niederwild vom Ansitz doch kein Problem wenn du viel hast.

P.S. wollte mich eigentlich auf Elmars Beitrag beziehen
 
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Wie ich schon schriebn BY sind die Treibjagden auf Haar- und Federwild als Freizeitveranstaltungen eingestuft, an der sich nicht mehr als 10 Personen aus zwei Haushalten beteiligren dürfen (inkl. Hygienekonzept).
Wo steht das? Ich bin zu faul hier alles zum durchlesen...

Um die "Ernte" geht es mir weniger, vermarkten wie gewohnt an Gastronomie gestaltet sich schwierig - aber speziell die Hasen werden ein Problem beim gepflanzten Laubholz. Da müssen dringend ein paar weg!
 
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Wo steht das? Ich bin zu faul hier alles zum durchlesen...

Um die "Ernte" geht es mir weniger, vermarkten wie gewohnt an Gastronomie gestaltet sich schwierig - aber speziell die Hasen werden ein Problem beim gepflanzten Laubholz. Da müssen dringend ein paar weg!
Es steht nur drin, das Bewegungsjagden auf Schwarzwild aufgrund ihrer Bedeutung in der Regel genehmigungsfähig sind. Natürlich kann die jeweilige Gesundheitsbehörde nach eigenem Ermessen vieles andere genehmigen, wenn es infektionsschutzrechtlich aus deren Sicht vertretbar ist. Eine Allgemeinverfügung gibt es für Schalenwilddrückjagden nicht.
 
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Ich weiß nur, daß eine Niederwildjagd für Samstag abgesagt wurde, wo ich immer gerne Gast bin - schade!
Das Gesundheitsamt gab kein o.k. trotz Hygienekonzept usw.

Meine eigene Jagd kann ich mir vermutlich auch abschminken - wenn schon von Weihnachten mit wenig Familie in der Politik geschwafelt wird, dann brauche ich auf den Dezember gar nicht mehr hoffen.
Gibt es eben Kugelhase und vielleicht gehe ich ein wenig stampern um ein paar Fasanen zu erlegen. Die werden dann unser Weihnachtsessen :giggle:
 
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Manche Leute achten halt auf ihre Angehörigen ...

Oder geht bei dir die ganze Familie ab dem 14.12. 10 Tage in Quarantäne?

Zum eigendlichen Thema hier:
Wir hatten heute 2 Treiben, einige Sauen lagen danach auf dem Hänger. Es ist erstaunlich, was man mit dem effizienten Einsatz moderner Technik vom Sammelpunkt ins Büro verlagern kann. Der Jagdleiter hat nur noch eine Liste, auf der abgehakt wird, was an schon zugemailten Sachen jetzt im Original vorgelegt wird, die Sicherheitsbelehrung kann auf einmal auch schriftlich erfolgen und es bleibt mehr Zeit zum Jagen. Prima. Und da wir aktuell gewisse Jahresendpanikanfragen abzuarbeiten haben war es auch gut, um 14.00 Uhr schon wieder am Schreibtisch sitzen zu können. ;)
 
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Klar.Klare Paniklage.
2017/2018 auch auf alle geachtet?
Ich mein, da war die Lage verhältnismäßig......tödlich".

Keine Sorge, es wird niemandem verboten mit einer FFP2 Maske für seine persönliche Sicherheit zu sorgen. Dann braucht man das auch nicht auf andere abschieben. ISt auch viel sicherer. Sollte man dringend mit anfangen. Die anderen haben es dann auch leichter. Die müssen dann nämlich nicht mehr für die Sicherheitsverweigerer mit in Geiselhaft genommen werden.

Die Grafik kann so beim Statistischen Bundesamt angesehen werden. Wird wöchentlich aktualisiert.
Also kein Verschwurbel.
Die Realität führt bei manchen allerdings zu Hirnsausen.
2020 ist ein vergeichweise unauffälliges Jahr.
In 10 Monaten ist etwa 1% der Bevölkerung Positiv getestet worden.
Im Grunde bemerkt so etwas niemand. es geht im Grundrauschen unter.
Für die extrem wenigen, die tatsächlich Erkrankten, war der Vrlauf milde bis nicht wahrnembar.
in diesen schon verschwindend geringen 1% der Bevölkerung gab es leider 1% Sterbefälle.
Auch das ist normal, wie man im 5 Jahresmittel oben nachlesen kann. Bei durchschnittlich 2500 Toten pro Tag sind 13500 in 10 Monaten keine bemerkenswerte Größe. Das ist eine ganz durchschnittliche Woche.
Selbst die jährliche Hitzwelle ist tödlicher.
Nur um die Verhältnisse mal zurechtzurücken.


Die Zahlen soll jeder selbst bewerten.
Sollte die Zahlenangaben falsch sein, ruhig korrigieren ;)
 
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