Gesetz zur Zwangsorganspende

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Yumitori

Guest
Vermutlich habe ich meinen letzten Text zu schnell oder zu undeutlich getippt (manchmal nuschle ich ein wenig).
Daher nochmal langsam: Der Staat zwingt niemanden, eine Entscheidung zu treffen. Oder sich mit dem Thema überhaupt zu befassen.
Sie nehmen nur jenen, die Organspender sein wollen, einen Behördengang ab. Und muten jenen, die keinesfalls Organspender sein wollen, einen zu.
Und ich wette: Es werden keinesfalls so viele Abmeldungen zusammenkommen, dass sich die Änderung nicht positiv auswirkt. Auch nicht, wenn sich hier das halbe Forum plötzlich abmeldet!
Ja, ich würde sogar so weit gehen, eine Wette einzugehen: Es kommen in den nächsten 5 Jahren weniger als eine Million Widersprüche zusammen.
Zum Gruße,
Du hast es erfasst - dieser Staat mutet denen, die kein Organspender sein möchten einen Behördengang zu.
Mit welchem Recht ?
Mit dem Recht des "Nanny-Staates", damit die Mehrheit es ja leicht hat ( fall s es die Mehrheit wäre...)?!
W o steht, dass der Staat sich darum zu kümmern hat, dass es Spenderorgane gibt ? Und f a l l s man es unter Daseinsvorsorge einordnen möchte, dann hat man schlicht
n i e m a n d e m etwas zuzumuten und schon gar nicht einen Behördengang. Es geht nicht darum, wie umständlich dieser Gang ist - es geht darum, dass in derart höchstpersönlichen Entscheidungen der Staat weder in der einen noch in der anderen Richtung etwas zu suchen hat.
 
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Wer ggf. keines seiner Organe spenden möchte, sollte auch kein Organ erhalten.

Es is so einfach....

Gruß

HWL
Dieser Ansatz ist gar nicht mal so verkehrt:
Nur wer sich dafür entscheidet und seinen Beitrag leistet, der soll bekommen.

(Aber: Ist das nicht schon fast Egoismus der übelsten Art?)
 
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Ich habe nicht alle Seiten durchgearbeitet, aber was ich gelesen habe zeigt doch deutlich, dass das Thema sehr stark konfliktgeladen ist.
Mein Standpunkt dazu ist, dass ich die Beweggründe des Bundesgesundheitsministers sehr gut verstehen kann und die jetzt doch offensichtlich begonnene intensive öffentliche Diskussion des Themas durch den Vorstoss schon ein wichtiger Schritt ist, durch den sich mehr Menschen mit der Thematik befassen. Nichtsdestotrotz ist es schlicht nicht okay, ein Stillschweigen als Zustimmung zu werten. Solches Gebahren wird auch von Regierungsseite sonst abgelehnt, schon bei so recht belanglosen Dingen wie Nutzerdatenerfassung für Werbezwecke im Netz, und bei einem so sensiblen und persönlichen Thema wie der Frage, ob man seine Organe nach dem Tod spendet, soll das wieder okay sein?
Davon ab besteht nun mal, wenn auch gering, die Möglichkeit, dass Personen nicht widersprechen können, sei es, weil sie sich zum konkreten Zeitpunkt nicht in Deutschland aufhalten, die Post den Brief verschludert, sich die Menschen in Betreuung befinden usw. Ja, alles nicht zwingend wahrscheinlich, aber real möglich.
Und warum sollen die Nichtspender dann registriert werden und nicht die Spender?

Ja, es ist wichtig, dass die Zahl der Organspender steigt und ein kräftiger Anstieg der Spenderzahlen würde wahrscheinlich auch die korrupten Machenschaften um Transplantationsplätze eindämmen, weil die Not geringer wäre.
Aber als "Zwangsspende" kann das nicht der richtige Weg sein.
Ja, natürlich ist es kein Zwang, aber ich kann nicht umhin, dass ich bei "Du musst ja nicht spenden, du kannst ja widersprechen und dich als Nichtspender registrieren lassen!" immer an "Lass sie doch rein, es ist doch kein Problem, wenn Du nichts zu verbergen hast!" im Kontext von verdachtsunabhängigen Aufbewahrungskontrollen denken muss.
Da finde ich die Ansätze von Frau Baerbock schon besser, die Spendebereitschaft bei Amtsgängen abzufragen und auch Spendewillige zu registrieren.
(Und ich finde es fast schon erschreckend, dass ich zum zweiten Mal nach dem Brief der Landesumweltministerin von Sachsen-Anhalt, einer grünen Politikerin zustimme!)
Nein, wahrscheinlich braucht keiner von uns seine Organe nicht nach dem Tod, aber es sind und bleiben seine Organe und kein öffentliches Eigentum.
Das kann kein Argument sein, hier einen Druck auf andere auszuüben. Hier würde sich jeder wehren, wenn ein Fremder ihm sagt, er brauchte doch soviele Waffen nicht und könnte die meisten abgeben.

Ich habe selbst schon Stammzellen gespendet und es war für mich selbstverständlich, ja zu sagen, als damals der Anruf kam, dass ich als Spender in Frage komme und ob ich immer noch spenden wollte. Aber ich habe mich auch vorher freiwillig und bewusst dafür entschieden und es ist nicht pauschal von Zustimmung ausgegangen worden, weil ich vergessen habe Nein zu sagen.
Ich kann gut verstehen, wenn jemand aus Protest jetzt widerspricht.

Gruß,

Blechhase
 
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ohne jede Ausnahme? oder könntest du dir Personen vorstellen, für die das nicht gelten sollte?
Wieso fragst du mich?

Nenn Du mir einen Grund, warum jemand ein Organ erhalten sollte, der vorher seine eigenen Organe grundsätzlich für unspendbar erklärt hat?

Sicherlich gibt es Menschen, deren Organe als Spenderorgan ausscheiden,.... aber das sollten doch letztendlich kompetente Ärzte entscheiden.


Gruß

HWL
 
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Na damit er weiterleben kann?
Soll man missgünstig sein?

Es mag ja auch religiöse Gründe dafür geben, das darfst du nicht abwerten.
 
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Wenn ich das hier so lese denke ich unsere Bundesregierung hat wieder alles richtig gemacht ! Es war ohne dieses Gesetz vorher schon möglich seinen Willen kund zu tun. Die Spender haben dies getan. Ich bin der Meinung mit diesem emotional hochkochendem Thema wird wieder von den wichtigen Probleme in dieser Gesellschaft abgelenkt.
Warum werden solche Regelungen nicht im Bereich der Pflege und Krankenversorgung gemacht?
Warum werden Autofirmen, welche betrügen, nicht ebenso schnell in Verantwortung genommen?
Was wird getan bei fehlendem bezahlbarem Wohnraum? Was macht man gegen die Landflucht?
Wäre das nicht wichtiger? Es könnte wohl lange so weitergehen mit der Aufzählung, da jeder solche Beispiele kennt spar ich mir das aber.
Das Forum ist ein kleiner Spiegel der Gesellschaft........jeder regt sich auf und die Regierung lenkt von wichtigen Dingen ab und diese bläst das Thema auf.
Die Bürger beharken sich gegenseitig und keiner schaut was DIE DA OBEN eben NICHT machen...
Und nein...ich spende meine Organe nicht, ich werde so in Walhall einkehren wie die Götter mich auf die Erde geschickt haben.
 
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Du bist aber ein Lustiger:) da Du sonst nichts aus dem Beitrag reflektierst ,ausser dem Zusatnd meines ablebens, wäre der Witzetrööt nicht eher so deins?
Und je nach art meines Dahinscheidens.......ja, vielleicht auch nackt und blutüberströmt;) Wer weiss das schon.
 
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Weil du eine Regel postulierst. Und meinst, das sei so einfach.

Oder hast du einfach nicht bedacht, dass es Menschen geben könnte, die
- das nicht entscheiden können, weil sie es nicht verstehen (soll da der Betreuer entscheiden und davon abhängen, ob der Betreute ein Spenderorgan bekommen darf?)
- das zwar entscheiden aber nicht äußern können?
.... mit etwas Nachdenken fallen einem leicht noch mehr Fallkonstellationen ein
 
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Du bist aber ein Lustiger:) da Du sonst nichts aus dem Beitrag reflektierst ,ausser dem Zusatnd meines ablebens, wäre der Witzetrööt nicht eher so deins?
Und je nach art meines Dahinscheidens.......ja, vielleicht auch nackt und blutüberströmt;) Wer weiss das schon.
wundern würd´s mich nicht bei deiner herablassenden Art.:rolleyes:
 
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Na damit er weiterleben kann?
Soll man missgünstig sein?

Es mag ja auch religiöse Gründe dafür geben, das darfst du nicht abwerten.
Es gibt immer eine elendig lange Warteliste,..... das Spenderorgan wird ja nicht weggeschmissen, es bekommt nur ein anderer, jemand der auch selbst bereit ist zu spenden.

Und religiöse Gründe,.... welche Religion schreibt denn vor, dass man selbst nicht spenden darf, ein Organ aber erhalten kann?

Und im übrigen, niemand ist gezwungen einer bestimmten Religion anzugehören.

Du hast im schlimmsten Fall immer noch die Wahl, ohne Organ sterben, und dann mit deinem Religionsstifter diskutieren, ob das nicht Blödsinn war...… oder deinem verdammten Voodoo-Kult abschwören, Spenderorgan akzeptieren und weiterleben.


Gruß

HWL
 
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Zum Gruße,
Du hast es erfasst - dieser Staat mutet denen, die kein Organspender sein möchten einen Behördengang zu.
Mit welchem Recht ?
Mit dem Recht des "Nanny-Staates", damit die Mehrheit es ja leicht hat ( fall s es die Mehrheit wäre...)?!
W o steht, dass der Staat sich darum zu kümmern hat, dass es Spenderorgane gibt ? Und f a l l s man es unter Daseinsvorsorge einordnen möchte, dann hat man schlicht
n i e m a n d e m etwas zuzumuten und schon gar nicht einen Behördengang. Es geht nicht darum, wie umständlich dieser Gang ist - es geht darum, dass in derart höchstpersönlichen Entscheidungen der Staat weder in der einen noch in der anderen Richtung etwas zu suchen hat.
Offensichtlich haben wir grundlegend unterschiedliche Ansichten darüber, was man einem Menschen zumuten kann und was nicht.
Dabei, denke ich, können wir es hiermit belassen.

Mir persönlich ist es lieber, der Staat kümmert sich um die Gesundheitsvorsorge als z.B. das amerikanische Modell. Ein Bekannter von mir war letztes Jahr auf einer Farm in Arizona auf Urlaub (Reiten, Jagen, Ruhe genießen). Die Frau des Farmers leidet an Krebs. Die Krebsbehandlung würde ca. 300.000 USD kosten. Leider kann sich die Familie das nicht leisten. Also wird die gute Frau in absehbarer Zeit von einer mit hoher Wahrscheinlichkeit heilbaren Krankheit (sie bekam die Diagnose relativ früh) sterben. Immerhin können sie sich eine Schamanin leisten, die die Familie jetzt durch diese schlimme Zeit führt. Tolles System!
 
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