Gilt die Zugewinngemeinshaft bei Waffen bezgl. bei Scheidung etc.?

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#1
Bei unserem Jägerstammtisch ist gestern die Frage aufgekommen, wie es sich bei Waffen im Falle einer Scheidung verhält?

Anlass ist ein aktueller Scheidungsprozeß eines Mitjägers. Die Ehefrau macht eine 50% Beteiligung an den vorhandenen Waffen in Form von einem noch zu ermittelnden Wert geltend.
Das Ehepaar lebte in ungeteilter Ehegemeinschaft, das heißt, alles was angeschafft wurde, ist gemeinsam gekauft worden, beide waren berufstätig.
Nun sind die Waffen aber nur auf den Ehemann als Besitzer eingetragen worden und somit währe nur der Ehemann alleiniger Besitzer, oder hätte der Ehepartner einen Anspruch auf eine 50%tige Auszahlung des Waffenwertes?
Die Meinungen gingen sehr weit auseinander, es werden wohl Gerichte klären müssen, was in einem solchen Fall zutrifft.
Interessant ist es m.M. allemal, da dieses auch andere Mitjäger treffen könnte!

MfG
D.T.
 
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#2
Nö, das ist relativ sinnlos!

1. Bei einer Scheidung entscheidet (wenn die Eheleute sich nicht selbst einigen) der Richter, wer wieviel bekommt. Hierfür ist dem Anfangsvermögen der Einzelnen das Endvermögen der Einzelnen gegenüber zu stellen. Der Zugewinn wird ausgeglichen.

Daraus folgend könnte man (wenn beide am Anfang nix hatten) jede Sache halbieren und teilen. Hat wohl wirklich mal jemand mit der Kettensäge gemacht.... Wenn Sie dann eine Erwerbsberechtigung hätte, könnte man wirklich die Waffen etc. teilen. Hat sie keine Erwerbsberechtigung, kommt nur der Ausgleich per Geld in Frage.

2. Bei einer Trennung spielen noch viele andere Sachen mit rein. Manchmal geht es auch nur darum, dem anderen weh zu tun :cry: :sad:
 
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#6
Nun sind die Waffen aber nur auf den Ehemann als Besitzer eingetragen worden und somit währe nur der Ehemann alleiniger Besitzer, oder hätte der Ehepartner einen Anspruch auf eine 50%tige Auszahlung des Waffenwertes?
Du sagst es doch selber, der Ehemann ist nur Besitzer.
Eigentum oder sonstiges regelt die WBK nicht.

Als Wert einfach den Ankaufspreis von Frankonia nennen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
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#8
Ich kenn so eine Geschichte bei einem Erbfall, der Verstorbene war Jäger:

Tochter des Verstorbenen wollte die Hälfte des Waffenwertes von Ihrem Bruder ausbezahlt haben.
Der Bruder hat aber die Waffen relativ zügig an einen Bekannten für 1 € verkauft. :ROFLMAO:
So hat die Schwester dann 0,5 € bekommen.
Der Bruder hatte daraufhin Zeit gewonnen den Jagdschein zu machen und die Waffen später wieder für 1 € zurückgekauft.

Ging aber alles vor Gericht. Ausgang unbekannt...
 
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#10
sonst wäre auch der neu gekaufte und auf die Ehefrau angemeldete Wagen außen vor.
In AT zählen Gegenstände (also die Waffen), die für ein Hobby des Ehepartners(Jagd) angeschafft wurden, zumindest dann als nicht vom Gebrauchsvermögen umfasst ,wenn er das Hobby allein ausübt.
 
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#12
Warum sollte die Frau nicht sich von den Waffen die Hälfte bekommen.... vom Porsche hat sie sich ja auch schon ein schönes Stück abgebissen...

Wäre er clever gewesen hätte er vor dem gewissen Stichtag alles von Wert bei Seite geschafft und nur noch Rechnungen hinterlassen.
 
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#13
Kann das nicht auch unterschiedlich bewertet werden? B
Du sagst es doch selber, der Ehemann ist nur Besitzer.
Eigentum oder sonstiges regelt die WBK nicht.

Als Wert einfach den Ankaufspreis von Frankonia nennen. ;)
Besitzer muss nicht auch Eigentümer sein, deshalb ist ja die Frage der Zugewinngem. gestellt worden, ob das in diesem Fall gilt!
MfG
D.T.
 
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#14
Solange die Ehe besteht, kann jeder Partner allein über sein Vermögen verfügen. Damit ist doch alles klar - vor einem Prozess Fakten schaffen......

Außer Zugewinnausgleich kann sie in einem Prozess rein gar nichts fordern.

Problem ist, dass der Zugewinnausgleich sofort fällig ist. Das hat manchen Reichen arm gemacht.....
 
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#15
Wenn ich reich wäre, hätte ich einen Ehevertrag.
So haben wir beide alles bezahlt und dann würde es auch geteilt werden.

Wie sieht das bei Schulden (Hauskauf) aus ?
Wir sind beide im Vertrag, aber wenn nun nur den Mann ?

Remy
 
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