Glöckchen auf der Drückjagd- ja oder nein

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Natürlich bleibt die Verantwortung beim Schützen, die wird ihn durch Signalwesten etc auch nicht genommen. Die wenigsten Hunde werden auch nicht solo erschossrn, sondern meist in Anwesenheit von Wild.
Und ich würde gerne mal wissen, welche fälle unter den Teppich gekehrt werden. Zu mindest mit Wissen des Hundeführers. Kann ich mir nur vorstellen, wenn der Hundeführer selbst der Unglücksrabe ist, oder es nur der Schütze mitbekommen hat und den Hund verschwinden lässt.
Wenn sich Schütze und HF noch vor Ort verständigen wird das nicht an die große Glocke gehängt, aber ein vernünftiges Übereinkommen in so einer emotionalen Situation fällt, aus meiner Sicht, nicht in die Kategorie "unter den Teppich kehren".

Ich war selbst mal betroffen als ein Geschosssplitter bei einem meiner Terrier durch die Hüfte gegangen ist. Der Schütze war damals völlig fertig mit den Nerven. Hat mich sofort zum TA gefahren und saß dann mehr als zwei Stunden wie ein Häufchen Elend, mit Tränen in den Augen im Wartezimmer. Sein Bedauern war ehrlich und er hat alle Kosten übernommen. Der war gestraft genug.



Gruss mcmilan
 
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Eben, der Hund ist während der Suche noch still.
Jepp, aber das ist aus meiner Sicht auch kein Problem. Zumindest bisher in meinem Dunstkreis.
Bimmeln die Hunde bei Euren Niederwildjagden die ganze Zeit oder suchen sie still und leise nach Kanin, Hase und Co.?
Das wird wohl oft unter den Teppich gekehrt.
Eines von vielen Tabuthemen bei der Jagd.
Das sehe ich anders. Schadenfälle bei den eingesetzten Hunden verbreiten sich zumindest bei den HF wie ein Lauffeuer. Das klappt sogar in Zeiten von Corona sehr gut.
Ein voll ausgebildeter Hund mit HZP oder VGP und nur Welpenpreis.
800€ gegen 2500€.
WÜRDE MIT MIR NICHT GEHEN.
Vom Grundsatz gebe ich Dir Recht. Allerdings solltest Du Dir dann mal die Bedingungen anschauen, wenn Du beim Staat zur Jagd gehst oder privat die Verantwortlichen eine Hundeversicherung abgeschlossen haben.
Da ist oft nicht viel mehr als Welpenpreis. Sofern dann privat aufgestockt wird ist das ok, aber sicher nicht überall die Regel. Dies betrifft natürlich die "Unfälle" wenn Hunde geschlagen oder im Verkehr verletzt werden und kein einzelner Verantwortlicher greifbar ist.

wipi
 
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Das sind aber komische Sitten in Deinem Umfeld …
Das hat nichts mit meinem Umfeld zu tun, sondern damit wer den Hund erschießt. Ist das Ottonormaljäger, dann hat er alle möglichen Konsequenzen zu tragen. Passiert das jemandem aus gehobener, finanzieller, politischer, beruflicher, gesellschaftlicher Stellung, dann wird da der Deckel drauf gehalten! Mir selber ist es schon passiert, daß mir auf einer Bundesforstjagd die Splitter um die Ohren geflogen sind. Im Jahr drauf ist einer anderen Hundeführerin genau das Gleiche mit dem Schützen passiert. Wir haben uns beschwert und gehen dort nicht mehr durch. Aber der Schütze, der relativ weit oben in der Bundesforstverwaltung tätig ist, wird immer noch eingeladen. Genau das gleiche Spiel auf einer Jagd eines Industriellen. Dort hat ein betuchter Jagdgast einen Hund erschossen. Der Hundeführer hat aufgemuckt und wurde aussortiert, während der Unglücksschütze noch immer eingeladen wird.
 
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Das tut mir Leid. Aber ich schrub ja schon, dass wir so langsam mal unsere JJ Ausbildung überdenken sollten, anstatt Hunden Glöckchen umzuhängen. Nach meinem Befinden ist das der falsche Weg.
Na ob da immer nur die bösen unerfahren JJ schuld sind oder vielleicht auch gestandene Altjäger?
Früher war ja auch vieles anders und nicht immer alles besser.
 
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Das hat nichts mit meinem Umfeld zu tun, sondern damit wer den Hund erschießt. Ist das Ottonormaljäger, dann hat er alle möglichen Konsequenzen zu tragen. Passiert das jemandem aus gehobener, finanzieller, politischer, beruflicher, gesellschaftlicher Stellung, dann wird da der Deckel drauf gehalten! Mir selber ist es schon passiert, daß mir auf einer Bundesforstjagd die Splitter um die Ohren geflogen sind. Im Jahr drauf ist einer anderen Hundeführerin genau das Gleiche mit dem Schützen passiert. Wir haben uns beschwert und gehen dort nicht mehr durch. Aber der Schütze, der relativ weit oben in der Bundesforstverwaltung tätig ist, wird immer noch eingeladen. Genau das gleiche Spiel auf einer Jagd eines Industriellen. Dort hat ein betuchter Jagdgast einen Hund erschossen. Der Hundeführer hat aufgemuckt und wurde aussortiert, während der Unglücksschütze noch immer eingeladen wird.
So ist es manchmal, Leider!!!
Ich konnte so ein Verhalten auch schon zweimal erleben. Ich habe mich dann ( kurz nach bekanntwerden ) immer höflich verabschiedet. Es wurde mit zweierlei Maß gemessen, wenn mir ein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann, muss ich mit einer weiteren Einladung etc. nicht mehr rechnen, aber bei Herrn......., wird nichts unternommen :unsure:
D.T.
 
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Das hat nichts mit meinem Umfeld zu tun, sondern damit wer den Hund erschießt. Ist das Ottonormaljäger, dann hat er alle möglichen Konsequenzen zu tragen. Passiert das jemandem aus gehobener, finanzieller, politischer, beruflicher, gesellschaftlicher Stellung, dann wird da der Deckel drauf gehalten! Mir selber ist es schon passiert, daß mir auf einer Bundesforstjagd die Splitter um die Ohren geflogen sind. Im Jahr drauf ist einer anderen Hundeführerin genau das Gleiche mit dem Schützen passiert. Wir haben uns beschwert und gehen dort nicht mehr durch. Aber der Schütze, der relativ weit oben in der Bundesforstverwaltung tätig ist, wird immer noch eingeladen. Genau das gleiche Spiel auf einer Jagd eines Industriellen. Dort hat ein betuchter Jagdgast einen Hund erschossen. Der Hundeführer hat aufgemuckt und wurde aussortiert, während der Unglücksschütze noch immer eingeladen wird.
...aber der Hundeführer hat es doch dann nicht verschwiegen, oder?
Das die Selbstreinigungskräfte vielerorts schwächeln, ist was anderes, nicht nur in jagdkreisen...
 
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Das Thema Glöckchen erinnert mich ein wenig an Rot/Grüne Bildungspolitik. Man
schraubt die Anforderungen an Hund und Jäger immer weiter nach unten und wundert
sich dann das die Leistung nachlässt!
Das ein oder andere Unglück mögen sie vielleicht verhindern doch wer ohne
anzusprechen schießt, hat auf der Jagd nichts zu suchen.

Hier im Umfeld laufen zwei DK mit Bimmel, jeder weiß warum.

Ja, früher war alles besser. Da ist man auch noch mannhaft gestorben als man besoffen vor dem Baum gekachelt ist, so ohne Gurt, Kopfstütze und Airbags. Da hat einem die Familie auch nicht den Kopf abgerissen, weil der blöde Köter in ne Kugel gerannt ist.
Konnte aber eigentlich auch gar nicht passieren, denn man ging nur auf Jagden mit Superjägern, die absolut immer alles penibel genau ansprechen und natürlich über die offene Visierung auch getroffen haben. Komisch nur, dass ich mich in über 40 Jägerjahren und noch ein paar als Bengel, der Vaddern begleitete, nicht an solche Lichtgestalten erinnern kann. Nur an etliche haarsträubende Situationen und auch an ein paar Hunde die ihr Leben aushauchen mussten, wo der eine oder andere von noch munter ein paar Jährchen hätte leben können, wenn ein wenig Bimmelei oder wenigstens eine Weste besser auf ihn aufmerksam gemacht hätten. Das hat übrigens überhaupt nichts mit irgendwelchen politische motivierten Bildungswesenreformen zu tun, denn da bin ich auch der Meinung, dass es kontinuierlich bergab geht. Wird aber auch nicht besser wenn mal wieder eine schwarze Regierung an der Reihe ist.
 
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4 Dez 2020
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Genau das gleiche Spiel auf einer Jagd eines Industriellen. Dort hat ein betuchter Jagdgast einen Hund erschossen. Der Hundeführer hat aufgemuckt und wurde aussortiert, während der Unglücksschütze noch immer eingeladen wird.
Wer sich im Glanz der Sonne, nah an ihr wärmen will wird feststellen, dass es dort ziemlich heiß ist. Und wer glaubt, durch eine Einladung seine gesellschaftliche Stellung zu erhöhen wird feststellen, dass er eigentlich Personal ist. - Möge dahin gehen, wer immer es braucht.
 
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Wer sich im Glanz der Sonne, nah an ihr wärmen will wird feststellen, dass es dort ziemlich heiß ist. Und wer glaubt, durch eine Einladung seine gesellschaftliche Stellung zu erhöhen wird feststellen, dass er eigentlich Personal ist. - Möge dahin gehen, wer immer es braucht.
Genau, so einem Hundeknecht darf man seinen Hund ruhig ungestraft abknipsen!
 
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Wer sich im Glanz der Sonne, nah an ihr wärmen will wird feststellen, dass es dort ziemlich heiß ist. Und wer glaubt, durch eine Einladung seine gesellschaftliche Stellung zu erhöhen wird feststellen, dass er eigentlich Personal ist. - Möge dahin gehen, wer immer es braucht.
A…l.cher gibt es in jeder gesellschaftlichen Schicht. Man erkennt sie leider oft zu spät.
 
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7 Jul 2020
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In der aktuellen DJZ gibt es einen Beitrag über Glöckchen.
Ich habe nur die WuH abonniert, deshalb kann ich ihn leider nicht lesen.
Weiß jemand von Euch was darin steht.
Nur eine Produktübersicht oder auch fachlicher Inhalt im Bezug auf den Einsatz.
 
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17 Okt 2007
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Wie wird das denn geregelt wenn jemand den eigenen Hund tötlich verletzt? Anzeige wegen Sachbeschädigung? Gibt es den Welpenpreis erstattet oder geht man eventuell sogar leer aus? Ich möchte gerade dieses Thema aber rein auf der Sachebene betrachten, da es natürlich ein sehr emotionales Thema ist und ich hoffe nie selbst in die Situation zu gelangen. Trotzdem schadet es glaube ich nicht wenn man sich vorher mit dem Thema auseinandergesetzt hat und nicht erst wenn der eigene Hund vor einem liegt...
Kommt wohl auf den Hund und sein Alter an. Bei mir gab es den Welpenpreis, der Wachtel war aber schon 11 Jahre und der entsprechende Schütze hat in unserem Umfeld an keiner Drück- oder Treibjagd mehr teilgenommen. Das war meine Bedingung um von einer Anzeige abzusehen, die ihn den Jagdschein gekostet hätte.

Aber alles Geld was man für seinen Hund bekommt ersetzt das Familienmitglied nicht. Bei der entsprechenden Jagd waren meine 3 Söhne dabei, das möchte keiner von euch erleben.

Gruß Iwamm
 
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