Gordons Reloading Tool

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Wenn deine Knarre solche Toleranzen hat, brauchen wir nicht weiter zu diskutieren, dann solltest du die Knarre wegschmeissen. Aber ja, mechanische Toleranzen beeinflußen natürlich die Innenballistik. Wird immer wieder gerne als Totschlagargument missbraucht...
"Knarre wegschmeißen" ist aber kein Totschlagargument, oder wie? :rolleyes:

Die Toleranzen/Abweichungen sind eines der größten Probleme überhaupt wenn es um Simulationen und deren Optimierung geht.
Hab ich hier auch schon zigfach im Bezug auf die Zusendung von Daten an das GRT-Team erwähnt. Gut gemeint, aber eine nicht kalkulierbare Fehlerquelle für sich.

Gemessen wird "innen" an einem "fremden" (Mess-)Lauf. Und am eigenen Lauf dann vorne an der Mündung.
Aus den Daten mit völlig verschiedener Basis versucht dann jeder für sich irgendwas zu "erkennen". Und das GRT-Team muss alle zugesandten Daten-Erkenntnisse für bare Münze nehmen - und kann sich nichtmal sicher sein, dass der Einsender überhaupt nur das Hülsenvolumen richtig bestimmt hat. o_O

Was dann im realen Nicht-Messlauf IM Lauf vorgeht entzieht sich gleich ganz jeder Betrachtung. Enger Lauf? Weiter Lauf? Glatter Lauf? Rauer Lauf? Zugekleistert oder frisch chemisch gereinigt?
Geht alles über einen Kamm. Und am Ende wird am Pulvermodell oder dem Einpressdruck fürs Geschoss geschraubt und dann geglaubt man habe die Welt nicht nur durchschaut sondern auch gleich noch mit gerettet.
 
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Ich spiele zur Zeit etwas mit GRT und vergleiche mit Quickload. Speziall mit der Funktion OBT. Es geht um die Fox CH, bei denen viele hier mit einem Anfangsdruck von 450bar gute Erfahrungen gemacht haben. GRT meckert nun bei mir, dass der Anfangsdruck 10%Pmax überschreitet und die Funktion OBT nicht funktioniert. Kann ich dies umgehen und kann mir jemand rein aus Interesse eine Erklärung dafür liefern?

Außerdem sind in GRT 2 Varianten des R903 belistet. Ein Datenstand von November 2018 und einer von Dezember 2019. Der von 2018 mit den daten aus QL vergleichbar und der aus 2019 ist flotter. Wie sind eure Erfahrungen dazu?
Meine Labo mit den Fox aus 8,5x63 kommt mit dem langsameren Datensatz (GRT alt und QL) und 450bar Anfangsdruck auf knapp über 4100bar.
Demnächst werde ich ein paar Patronen zur DEVA bringen. Nur das bringt Gewissheit.
 
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@Löffelmanns Bedenken hinsichtlich der in eine Simulation eingehenden Unwägbarkeiten sind ja nicht von der Hand zu weisen.
Noch weniger Informationen hat man aber mit den traditionellen Erkenntnisquellen wie zB die Ladedatenbücher der Geschoss- oder Pulverhersteller. Und auch die Deva liefert nicht wesentlich mehr als diese.

Woran also soll man sich halten? M.E. sind druckgemessene Ladungen, insbes. die, bei denen das Messprotokoll verfügbar ist, ein guter Anhalt - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für den Rest, d.h. womit man unter Berücksichtigung des eigenen Materials beginnt, muss man schon die kleinen grauen Zellen bemühen.
QL und GRT können das ( und mE wollen das) auch nicht ersetzen. Sie geben aber mE schon eine meist verwendbare Abschätzung.

Wenn das dennoch alles als unbrauchbar eingeschätzt wird, wie @Löffelmanns Post #331 nahezulegen scheint, frage ich mich wie man denn vorgehen sollte - und wie die Wiederladerei in den vergangenen Jahrzehnten funktionieren konnte.
 
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Wenn das dennoch alles als unbrauchbar eingeschätzt wird, wie @Löffelmanns Post #331 nahezulegen scheint, frage ich mich wie man denn vorgehen sollte - und wie die Wiederladerei in den vergangenen Jahrzehnten funktionieren konnte.
Von unbrauchbar habe ich nicht gesprochen.
Nur darüber dass die einzelne Waffe immer individuelle Verhältnisse erzeugen wird.

Die Frage nach der Optimierung der Simulation hat daher einfach Grenzen.
Geschwindigkeitsmessung bringt trotzdem was - einen Ausgangswert für die Außenballistik nämlich. (y)
Aber aus diesen Daten so peinlich genaue Rückschlüsse auf das verwendete Pulverlos ziehen zu wollen, wie es hier ständig anklingt, das ist keine genaue Wissenschaft.
Ebenso sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der Messlauf beim Beschussamt eben nicht der gleiche ist wie der eigene.
 
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Wobei es auch BA gibt, die hinterher auf Wunsch die Hülsen zurück senden, so lange nicht PMax gemäß CIP überschritten wurde. Dann kann man die Hülsen auslitern und "Reverse Engineering" für genau diese gemessene Ladung betreiben:cool:
 
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Und wenn Du einen engen Lauf hast und dadurch bei der zusätzlichen Geschwindigkeitsmessung an der Mündung weniger rauskommt als das Programm sagt?
Dann gehen viele hier (scheinbar) her und schließen daraus sie müssten doch noch irgendwas anpassen. Zumindest kommt es hier so rüber.

Wer meint er würde von Schwarzhaarigen Damen grundsätzlich immer verlassen hat keine neue Gesetzmäßigkeiten im Hinblick auf Schwarzhaarige entdeckt.
Er kann auch einfach nur üblen Mundgeruch haben.:p
 
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Und wenn Du einen engen Lauf hast und dadurch bei der zusätzlichen Geschwindigkeitsmessung an der Mündung weniger rauskommt als das Programm sagt?
Dann gehen viele hier (scheinbar) her und schließen daraus sie müssten doch noch irgendwas anpassen. Zumindest kommt es hier so rüber.
wenn jemand so denken sollte, realisiert derjenige aber nicht wirklich, was denn eine Simulation ist.
 
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Ich spiele zur Zeit etwas mit GRT und vergleiche mit Quickload. Speziall mit der Funktion OBT. Es geht um die Fox CH, bei denen viele hier mit einem Anfangsdruck von 450bar gute Erfahrungen gemacht haben. GRT meckert nun bei mir, dass der Anfangsdruck 10%Pmax überschreitet und die Funktion OBT nicht funktioniert. Kann ich dies umgehen und kann mir jemand rein aus Interesse eine Erklärung dafür liefern?
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Den Entwicklern von GRT wurden hohe Gasdruckmessungen und Zeichen von Überdruck mit den Fox gemeldet. Um dann erst mal auf der sicheren Seite zu sein, haben sie den Einpressdruck deutlich nach oben angehoben, teilweise bis 750bar. Und der bestimmt hauptsächlich den Anfangsgasdruck. Um das OBT-Tool ans Laufen zu bringen, ist da dann leider die einzige Möglichkeit, den Einpressdruck, der beim Geschoß hinterlegt ist, zu reduzieren. Da dass gleichzeitig wieder den Spizendruck verändert, ist das mit Vorsicht zu geniessen. Musste z. B. bei meiner 6,5*55 (Pmax 3800bar) den Einpressdruck auf 300bar runter setzen, damit OBT funktioniert, hab aber auch mittlerweile Patronen ans BA gesendet um das zu verifizieren.
 
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Hab nie behauptet, dass das "Out-of-the -Box" mit QL und GRT möglich ist!

Mit Originalparametern für Pulver hatte ich schon Abweichungen gegenüber BA- Messungen von +/- 500bar. Mit den Messungen hab ich angefangen bei den vom mir verwendeten Pulvern die Abbrandwerte anzupassen. Man muss dazu nicht jede Laborierung zum BA geben, auch V0- Messungen helfen schon. Und aus meinen anfänglichen Änderungen hab ich gemerkt, dass die Anpassung oft kaliberspezifisch ist.
Ich bin ja bei Dir. Nur habe ich z.B. bei den Norma Pulvern oft nicht ganz so große Überraschungen wie bei den VV erlebt. Un ja auch bei verschiedenen Patronen sind die Abweichungen beim selben Pulver teils zum Wundern :)
 
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Wheelgunners Daten zur 6,6x 55 würden mich ebenso interessieren da ich auch mit den Fox Geschossen laboriere in der 6,5 x 57. Da die beiden Patronen recht gleich von den Ladedaten sind kann man aus seinen Daten schon Rückschlüsse ziehen.
Bei meiner Laborierung ist noch gut Luft nach oben, da ich mit 450 und 750 Bar Anfangsdruck gerechnet habe und dann noch nicht ans Maximum.
Das Ergebnis steht noch aus, da noch nicht geschossen.
 
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Wheelgunners Daten zur 6,6x 55 würden mich ebenso interessieren da ich auch mit den Fox Geschossen laboriere in der 6,5 x 57. Da die beiden Patronen recht gleich von den Ladedaten sind kann man aus seinen Daten schon Rückschlüsse ziehen.
Insbesondere wegen der Unterschiede von QL und GRT hinsichtlich des Anfangsgasdrucks.
Deswegen würde ich mich freuen zu erfahren was das Beschussamt messen wird. (y)
 
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