Grillzeit Rehkeule Niedertemperatur

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#1
Mal ne blöde Frage: Ich will eine Rehkeule am Knochen indirekt grillen. Geschlossener Grill, Temperatur ca 120°. Wie lange muss ich rechnen? Ich gehe von ca 2 1/2 Std bis Kerntemperatur 70° aus, ist das realistisch?

Hintergrund: ein Kumpel hat selbst einen Super-Luxusgrill gemauert. In dem Ding kann man fast wohnen. Alles dran inkl. Bierkühler und automatischer Pelletzufuhr. Eine Rehkeule geht da problemlos rein. :D Den wollen wir zünftig einweihen, aber ich habe noch nie eine ganze Keule gegrillt.
 
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#2
Ihr solltet in ein Bratenthermometer investieren. Alles andere ist Kaffeesatz lesen.
 
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#3
Ihr solltet in ein Bratenthermometer investieren. Alles andere ist Kaffeesatz lesen.
Das Ding hat sogar zwei eingebaut. Grillraum und Braten. Klar, dass wir das benutzen. Ich würde aber gern wissen ob ich eher 2 oder 3 Std brauche, sonst ist der Kartoffelsalat lang vor der Rehkeule weg. ;)
 
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#4
Ist realistisch, aber Thermometer ist besser. Gibt es mittlerweile in jedem Baumarkt in der Grillecke.
 
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#6
Ich rechne 1 Std/kg. GroberAnhalt. Rest besorgt Einstichthermometer. Aber womit hat die arme Keule 70° Kerntemperatur verdient. Töter als tot muß sie doch nicht sein. 60° sind für mich das äußerste der Gefühle. Dh, ich nehme sie spätestens bei 58 °vom Feuer. Durch das Ruhen wird sie heiß genug.
 
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#7
Hm,ich würde ja eher ne WS-Keule beim ersten Mal machen.Verzeiht mehr Fehler, da fetter.
Reh kann von trocken über zu weich fast schon Leberartig werden.Hatte ich alles schon.Wie gesagt Fehler mit der Temperatur oder Zeit.
Thermometer nicht an den Knochen stecken,immer in den dicksten Muskel.
Aber ihr solltet den Thread mal ins richtige Themengebiet verschieben.
Denke da kommen mehr Antworten.
 
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#8
Hm,ich würde ja eher ne WS-Keule beim ersten Mal machen.Verzeiht mehr Fehler, da fetter.
Reh kann von trocken über zu weich fast schon Leberartig werden.Hatte ich alles schon.Wie gesagt Fehler mit der Temperatur oder Zeit.
Thermometer nicht an den Knochen stecken,immer in den dicksten Muskel.
Aber ihr solltet den Thread mal ins richtige Themengebiet verschieben.
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lebrig kann das beim Grillen nicht werden. Das passiert beim Sous-vide-Garen, wenn zu lange zu niedrig gegart wird.
 
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#9
Hm,ich würde ja eher ne WS-Keule beim ersten Mal machen.Verzeiht mehr Fehler, da fetter.
Reh kann von trocken über zu weich fast schon Leberartig werden.Hatte ich alles schon.Wie gesagt Fehler mit der Temperatur oder Zeit.
Thermometer nicht an den Knochen stecken,immer in den dicksten Muskel.
Aber ihr solltet den Thread mal ins richtige Themengebiet verschieben.
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Genau so ist es. Lieber Wildschein! Schmeckt auch besser!:-D
 
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#10
OT

Letztes Wochenende habe ich 4 geräucherte Stücke Krustenbraten in den Smoker gesteckt. Jedes Stück in einer Alu-Schale. Nach einer Stunde im Rauch habe ich je ca. 0,2 Liter Brühe nachgeschüttet und die Aluschalen mit Alufolie verschlossen. Nach weiteren 4 Stunden bei ca. 100 Grad war es dann soweit. Das Fleisch war saftig und sehr zart, es zerfiel fast beim schneiden. Die 30 Gäste waren begeistert und die 14 Kilo Fleisch nach 1,5 Stunden Geschichte.

Fazit : je länger bei Niedrigtemperatur gegart, je besser. Aber gut einpacken, sonst wird's zu trocken.
 
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#11
Hallo Pilzesammler. Ich habe das vor ein paar Wochen auch versucht. Rehkeule auf einem Broil King Gasgrill. 2,5 kg ziemlich genau 2 Stunden bei ~150°. Das war nix. Trocken wie'n Furz und die Sehnen haben immens gestört. Ich werde das keinesfalls noch einmal machen. Ich schneide aus den Keulen lieber Schnitzel und Grillsteaks. Das ist wesentlich hochwertiger.
 
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#12
Erstmal Danke!

Wildschwein wäre sicher eine gute Alternative, wahrscheinlich die Bessere, ich habe allerdings keines da.

Deshalb probiere ich das jetzt einfach.

Plan:

- zwei Tage vorher auftauen, mit Rub/Marinade einstreichen, wieder vakuumieren und in den Kühlschrank
- rechtzeitig wieder raus nehmen, temperieren lassen und auf dem Grill erst mal von allen Seiten kräftig anbraten
- dann in Alufolie und bis 60 Grad Kerntemperatur (ehrlich? Nur 60?) indirekt bei rel. niedriger Temp. grillen.

Wie gesagt, ich habe das noch nie gemacht, deshalb frage ich so blöd. Beim indirekten Grillen beschränken sich meine Erfahrungen mehr oder weniger auf Bierdosenhähnchen und Nachtisch (Bananen mit Honig). :-D
 
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#13
Da kann ich mit Erfahrungswerten dienen, 3 1/2 Stunden braucht die Keule mit Knochen bis sie 58 Grad am Knochen hat. Kugelgrill mit einem Kohlegitter seitlich und ohne Alufolie. Die Keule erst von beiden Seiten bei maximaler Temperatur angrillen und dann auf die Seite ohne Kohle legen. Deckel drauf, Luftzufuhr schließen und dann 3 1/2 h mit Bratenthermometer ohne den Deckel zu öffnen. Da wird nix trocken oder labbrig. Die Temperatur im Grill fällt dann langsam bis 100 Grad bei mir.
 
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#14
Ich mach das ganz unspektakulär:

Ordentliches Material. D. H. Nix Drückjagd sondern Reh vom Ansitz und ca. 5 Tage abgehangen.
Dann nehm ich eine Spritze, entweder spezielle Barbecue Spritze oder einfach ein billige aus der Apotheke mit Nadel dran.
Tasse ¾ voll mit Wasser wird Salz und manchmal auch etwas anderes wie Knoblauchpulver etc. reingerührt. Das wird dann mit der Spritze in der Keule verteilt.
Manchmal reib ich die Keule dann noch mit Rub ein. Oder auch nicht.

Dann kommt das gute Stück kurz zum Anbraten direkt über die Glut und anschließend indirekt im Kugelgrill 3 -3 ½ Stunden.
Alle ½ - 1 Std. leg ich mal 5 kohlen nach.
Thermometer hab ich, verwende ich aber fast nie. Schnitt in der Mitte und man sieht was Sache ist.

Ergebnis bislang immer top.

Am Anfang war ich da auch etwas „ängstlich“ und hatte immer noch Wildschweinbratwürste als Backup. Hat es aber nie gebraucht

WH
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#15
Ich mach häufuger Rehkeule vom Grill. Ist sozusagen meine Hausspezialität. Und meine Gäste sind meistens begeistert!

Für mich gibt es dabei drei wichtige Tipps:

1.) Ich löse die Keule vor dem Grillen immer aus, das erleichter das Tranchieren und macht das ganze besser einschätzbar.
Außerdem kann man so Gewürze (oder Marinade) mit ins Zentrum des Bratens bringen. Danach stecke ich sie mit Rouladennadeln zusamenn, dass ein kompakter Braten entsteht.

2.) Mindestens drei Stunden vor dem Grillen aus der Kühlung nehmen. (Wie bei allen großen Fleschstücken) ist schwierig ein anständiges Ergebnis zu bekommen, wenn man mit einer Kerntemparatur von 2 Grad anfängt.

3.) Nicht tot grillen! 70 Grad geht gar nicht, es sei denn du hast gerne eine Schuhsohle auf dem Tisch. Opitmale Temperatur imho irgendwo knapp zwischen 55 - 58 Grad, Bratenthermometer hilft. Das schöne ist ja auch dabei, dass für jeden Geschmack das Richtige dabei ist, wer es lieber durch mag, bekommt ein Randstück, und für die Medium-Rare Fraktion gibt's ein Mittelstück.

Ich grlle meist scharf an, und dann dauerts bei ca. 150 Grad (indirekte Hitze) für ca. 90 Minuten.

Wenn noch Tipps zum Würzen und Marinieren gewünscht sind, gib Bescheid
 
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