Großer Münsterländer Jagd und Schutzdienst?

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#1
Moin zusammen,
Meine Frau führte ihre (inzwischen 12jährige) Schäferhündin im Schutzdienst. Ich habe bislang 2 klM geführt. Nun die Frage, ob man einen (zumindest nach der Literatur auch mannscharfen) großen Münsterländer parallel im Schutzdienst und auf der Jagd führen kann. Zwischen "Arbeit" und "Freizeit" konnten meine klM prima unterscheiden. Können sie das auch zwischen sehr unterschiedlichen Arbeitsaufgaben?

Viele Grüße und Waidmannsheil aus dem Norden...
Stefan
 
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#2
meinst Du diesen Quatsch ernst?
Früher standen hier Weimaraner und Drahthaar aus einigen Linien unter "Besonderer Beobachtung" weil da immer mal wieder Mannscharfe Exemplare vorkamen. So was kannst Du vielleicht machen wenn Du in völliger Alleinlage wohnst und den Hund nicht mit zu Gesellschaftsjagden nimmst. Was sollte wohl dabei herauskommen wenn ein so konditionierter Hund an einem erlegten Stück ist, dass Treiber an den Weg ziehen wollen???
 
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#3
Moin zusammen,
Meine Frau führte ihre (inzwischen 12jährige) Schäferhündin im Schutzdienst. Ich habe bislang 2 klM geführt. Nun die Frage, ob man einen (zumindest nach der Literatur auch mannscharfen) großen Münsterländer parallel im Schutzdienst und auf der Jagd führen kann. Zwischen "Arbeit" und "Freizeit" konnten meine klM prima unterscheiden. Können sie das auch zwischen sehr unterschiedlichen Arbeitsaufgaben?

Viele Grüße und Waidmannsheil aus dem Norden...
Stefan
Nein ! Definitiv nicht. Es gibt Mantrailer Hunde aus Bracken oder Schweihundrassen, die sowohl bei der Polizei/Rotkreuz und Jagdgebrauch im Einsatz stehen. Aber Schutzhund und Jagd nicht und auch nicht wünschenswert (meines Erachtens).
Und ob Große ML größere Dispositionen zur Mannschärfe haben, bezweifle ich.
 
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#4
Was sollte wohl dabei herauskommen wenn ein so konditionierter Hund an einem erlegten Stück ist, dass Treiber an den Weg ziehen wollen???
Habe ich ernst gemeint! Die Schäferhündin geht auch nur "auf Befehl" und auf dem Hundeplatz "in den Arm"! Der Hund soll ja nicht als Schutzhund einer Wach- und Schließgesellschaft eingesetzt werden, sondern das nur als "Sport" betreiben.
Aber natürlich Danke für die Antwort! Deswegen hatte ich ja gefragt ;-)...
 
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#5
Da Schutzdienst im Hundesport (heißt das jetzt nicht "Vielseitigkeit" oder so?) angeblich über den Beutetrieb (Hund will den Ärmel) und nicht über die Mannschärfe (Hund will die Person) aufgebaut wird, denke ich dass es möglich sein müßte.

Ich kann Dir aber sagen, dass meine DD Hündin recht mannscharf ist und das macht höchstens Spaß, wenn Gesellen mit problembehaftetem Verhältnis zur Idee des Eigentums im Haus stehen. Ansonsten ist das oftmals gefährlich und nervig.
 
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#6
GM dürfte da eher etwas weniger geeignet sein. DL DD schon eher.
 
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#7
Zu Münsterländern kann ich wenig sagen, kenne/kannte aber ein paar Weimaraner die in dieser Form geführt worden sind. Es funktioniert solange der Hund sauber unterscheiden kann, sauber im Apell steht und sauber im Kopf ist.

Die Gefahr das der Hund seine Arbeitsfelder vertauscht besteht trotzdem immer.
 
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#8
Habe ich ernst gemeint! Die Schäferhündin geht auch nur "auf Befehl" und auf dem Hundeplatz "in den Arm"! Der Hund soll ja nicht als Schutzhund einer Wach- und Schließgesellschaft eingesetzt werden, sondern das nur als "Sport" betreiben.
Aber natürlich Danke für die Antwort! Deswegen hatte ich ja gefragt ;-)...
Ein Jagdhund ist eben kein Sporthund und nimmt sowas ziemlich ernst, wenn er falsch aufgebaut wird
 
Y

Yumitori

Guest
#9
Zum Gruße,
ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten:
Mein letzter DK war - bevor ich ihn bekam - wohl vom "Ausbilder" über die Schutzhundprüfung gehorsam gemacht worden (1982) ... . So ca. einmal pro Monat hat er meine Position im Rudel in Frage gestellt, bis ich das durch sehr rigide Art und Weise abstellte, was mir sicher mehr Schmerzen bereitete als ihm, denn ich hatte mich in den Hund verguckt.
Gesellschaftsjagden mit mehr als drei, vier zusätzlichen Jägern musste ich meiden, was mir nichts ausmachte.
Ich musste niemals ein Auto abschließen, niemals die Jagdhütte oder unser Haus - wen "er" nicht kannte, kam nicht rein- und wen er kannte, den begrüßte er stürmisch freudig.
Spaziergänger im Revier musste ich bitten, entweder Abstand zu halten oder ertragen zu können, mit gestellter Bürste angeknurrt zu werden, fremde Hunde wurden sofort attackiert.
Mir war das damals nicht zu viel, aber es war anstrengend und heute wollte ich einen solchen Hund nicht mehr.
Seine jagdlichen Qualitäten waren unbestritten, weite, raumgreifende Suche, festes Vorstehen, auf der Schweißfährte von Rehen absolute Oberklasse, wunde Stücke wurden erstklassig abgetan, von gesunden Stücken konnte er fast immer (zwei unrühmliche Ausnahmen) abgepfiffen werden.
Und eben um die unrühmlichen Ausnahmen geht es - der Hund war schärfer gemacht worden als notwendig, ich meine, durch die Schutzhundprüfung.
 
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#10
Vielleicht ist ja daran gedacht, den Hund über andere als jagdliche Tätigkeiten auszulasten. Da kann ich mir doch vorstellen, dass es viele Möglichkeiten aus dem Bereich "Agility" und anderes gibt, die vermutlich sehr dazu beitragen, den Hund ausreichend zu beschäftigen.
Ich habe die Schäferhundplätze nur in schwacher Erinnerung, mag heute ja auch anders sein, aber damals ging da ein Figurant rum; der eine Arm steckte in einem dicken Schutz, in der anderen hatter er ein Stöckchen und dann wurde geübt.
Da gefällt mir diese Agility-Aktivität für den Alltagsjagdhund deutlich besser, zumal sie ja gar nicht weit entfernt von jagdlicher Hundebetätigung ist: Gehorsam, Bewegung, Apportieren, Suchen auf Handzeichen etc.
Als ich letzthin mit unserem "kleinen" in der Tierklinik war, kamen zwei Polizisten mit einem Polizei-/Schutzhund. Sie legten ihm den Maulkorb an, als sie ihn aus dem Auto holten, das hat mich schon beeindruckt, auch wenn es vielleicht nur das Ritual war. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie ich so einen Hund täglich auslasten sollte.
Gruss, DKDK.
 
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#14
SD und Mannschärfe haben rein gar nichts miteinander zu tun.
Ich spreche ausschließlich vom sportlichen SD, keinen zivilen, wie bei den Behörden üblich.
Warum sollte man einen Jagdhund nicht in der DJ-freien Zeit mit IPO auslasten?
 
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16 Jan 2017
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#15
SD und Mannschärfe haben rein gar nichts miteinander zu tun.
Ich spreche ausschließlich vom sportlichen SD, keinen zivilen, wie bei den Behörden üblich.
Warum sollte man einen Jagdhund nicht in der DJ-freien Zeit mit IPO auslasten?
Das war meine (bzw die meiner Frau) Intention, da sie halt von der (sportlichen) Schäferhundseite kommt. :) Nur hatte mein klM (war da aber auch schon 6 Jahre alt) überhaupt kein Interesse "am Arm"...
 
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