Großwildjagd

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#2
Du hast wenig Erfolg mit diesem Thema , aber der Artikel scheint mir die Tierschützer und andere Jagdgegner Version zu sein . Das Thema wird weltweit kontrovers diskutiert und wurde auch teilweise auf dem Forum schon besprochen.

Ich bin auch ein Trophäenjäger , habe aber eine Meinung dazu ob diese Jagd wirklich dem Naturschutz dient oder nicht. Das die Jagd eine Rolle spielt im Erhalt gefährdeten Tierarten ist außer Frage , aber die Trophäenjagd alleine glaube ich eher nicht. Da spielt das Geld eine sehr große Rolle.
 
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#4
Wenn das Geld in die richtige Kasse fließt könnte auch die Trophäenjagd dem Naturschutz dienen. Die Arterhaltung ist aber noch ein anderes Problem.

In allen Fällen ist es trotzdem besser auch nur Trophäenjagden durchzuführen als gar nichts.
 
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#5
Außer acht lassend, was sonst in den jeweiligen Ländern los ist, ist festzustellen, daß der Wildbestand in Ländern mit Trophäenjagd i.d.R. wächst oder mindestens konstant bleibt, während er in den "jagdfreien" Ländern stark abnimmt.

Daß die Trophäenjagd kein Allheilmittel ist, ist mir auch klar, ohne Jagd ist es aber in allen (!) Fällen schlechter.
 
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#7
Noch zwei interessante Artikel auf der JWW (mir gefällt auch der Tonfall, da nicht herumgeeiert, sondern Klartext geschrieben wird):
https://jww.de/kenia-loewendesaster/

Kenia feiert seine Siege bei der zu Ende gegangenen CITES-Artenschutzkonferenz. Najib Balala, der Minister für Tourismus und Wildtiere, spricht von der Niederlage, die man den Staaten des Südlichen Afrikas bereitet habe. Unter der „Führung“ Kenias seien alle Lockerungen beim Elfenbeinhandel verhindert und Verschärfungen im Schutzstatus bei verschiedenen Tierarten erfolgt.
Schon immer tut sich Kenia dabei hervor, im Naturschutz erfolgreichen Ländern die Nutzung ihrer wachsenden Wildbestände zu untersagen oder zu erschweren. Das gilt auch für Löwen. Doch zu Hause ist man ein Versager. So wurde jetzt wenige Tage nach dem Ende der CITES-Konferenz bekannt, dass das Land inzwischen weniger als 2.000 Löwen hat. Gejagt wird der Löwe in Kenia schon seit über 40 Jahren nicht mehr. Die Trophäenjagd kann insofern nicht als billige Ausrede für den Rückgang der Löwen herhalten. Eher ist anzunehmen, dass das Fehlen des Jagdtourismus eine Ursache ist.
Der kenianische Wildschutz-Service KWS hatte im Februar bereits bekanntgegeben, dass der Staat am Indischen Ozean alljährlich 100 Löwen verliert. Genaues weiß man nicht, da offizielle Zahlen zum Löwenbestand schon seit Jahren nicht mehr erhoben worden sind.
Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Löwen in Kenia sind die Konkurrenz des Wildes mit der Landwirtschaft und die Tötung der Raubkatzen durch Rinderhalter als so genannte Vergeltung für Verluste an Weidevieh.

https://jww.de/international-verlassen-die-staaten-des-suedlichen-afrikas-das-cites-abkommen/

CITES handele nicht mehr im Interesse der Staaten des südlichen Afrikas, sagte die Präsidentin der Staatengemeinschaft SADC, Dr. Stergomena L. Tax, beim Abschluss der diesjährigen Konferenz der Washingtoner Artenschutzübereinkunft in Genf.
Die „Entwicklungsgemeinschaft der Staaten des Südlichen Afrika“ (SADC) ist eine regionale Organisation von 16 Staaten zur wirtschaftlichen und politischen Integration im südlichen Afrika. Sitz ist Gaborone in Botswana.
CITES handele inzwischen gegen seine eigenen Grundsätze. Statt nachhaltiger Nutzung habe man sich eine Anti-Nutzungs-Politik auf die Fahnen geschrieben. Statt Wissenschaft gelte die Ideologie der Tierwohlfahrt. „Es ist deshalb an der Zeit, dass wir ernsthaft darüber nachdenken müssen, ob die Mitgliedschaft bei CITES uns noch Vorteile bringt, die der Rede wert sind.“ CITES untergrabe das Recht der Bevölkerung in den SADC Staaten, einen Nutzen aus der nachhaltigen Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen zu ziehen. Dr. Tax beklagte, dass die entwickelten Staaten der Ideologie von Nichtregierungsorganisationen aus dem Tierrechtelager folgten.
Hintergrund ist, dass auch auf dieser Vollversammlung diejenigen afrikanischen Länder, die Elefant, Nashorn oder Giraffe überwiegend durch eigenes Versagen verloren haben, deren Nutzung im südlichen Afrika, wo es wachsende Wildbestände gibt, verbieten wollten. Die reichen Länder einschließlich der Europäischen Union schlugen sich auf ihre Seite, und das südliche Afrika zog bei allen relevanten Entscheidungen den Kürzeren. Mit jeweils etwa 80% wurden Botswana, Namibia, Sambia oder Simbabwe jeweils niedergestimmt. Die Tierschutz-Aktivisten triumphierten.
Ein Austreten der SADC-Länder würde das für den wirtschaftlich bedeutsamen Handel mit Pflanzen und Tieren zuständige Abkommen erschüttern. Der Austritt könnte allerdings auch zur Folge haben, dass Jagdtrophäen gelisteter Tierarten aus dem südlichen Afrika nicht mehr in die EU importiert werden dürften. CITES stehen turbulente Zeiten ins Haus, und die EU sollte sich überlegen, wieviel Neo-Kolonialismus sie in Zukunft an den Tag legen will.
 
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