Gute Förster - böse Jäger

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#1
Kleine Kinder habe sich im Wald verlaufen, und man hat sie wiedergefunden.

FAZ: "Ein Förster habe die Mädchen entdeckt."


HNA: "Drei Mädchen von Jäger gefunden"

Augsburger Allgemeine: "Ein Polizeisprecher in Bad Hersfeld bestätigte, dass ein Jagdpächter die drei Mädchen entdeckt und zum Kindergarten gebracht habe."


STERN: "Lokalen Medienberichten zufolge entdeckte ein Förster die Kinder gegen 16 Uhr in einem Wald"

FOCUS: "Ein Förster hat sie in der Nähe von Beiershausen entdeckt."

Warum mich das Muster interessiert?
Nun, in diesen modernen Zeiten der Politschen Korrektheit werden von bestimmten Kreisen sogar unsere Kindermärchen so umgeschrieben, das die Sieben Gaislein nicht mehr vom bösen Jäger, sondern vom guten Förster (gar von Herrn Wohlleben persönlich ?) gerettet werden, der den lieben Wolf nach fachgerechter Entbindung der Gaislein natürlich wieder quitschvergnügt in den Wald entlässt.

:unbelievable:
basti
 
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#2
Klar ne angrenzung wäre schön, in erster Linie ist es aber doch mal egal ob’s der Jäger oder der Förster war, Hauptsache die Kids sind wieder aufgetaucht!
 
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#3
Das wird wohl einfach Unwissenheit derjenigen sein, die diese Meldungen verfassen.

Wobei, es gibt da recht interessante Lösungen, die bereits in der Praxis eingesetzt werden:

Nachrichten werden nicht mehr von Journalisten verfasst, sondern von Software (für Klein Erna: = "Roboter"!).

Diese sogenannten cast-Systeme (= computer automated scripting template) sind stark ins Kommen, vor allem weil der Output massiv höher ist als bei Menschen, die erst noch nachdenken, bevor sie schreiben. OK, die Qualität... aber irgendwoher muss der Content ja kommen.
 
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#5
Das wird wohl einfach Unwissenheit derjenigen sein, die diese Meldungen verfassen.
Wobei, es gibt da recht interessante Lösungen, die bereits in der Praxis eingesetzt werden:
Nachrichten werden nicht mehr von Journalisten verfasst, sondern von Software (für Klein Erna: = "Roboter"!).
Diese sogenannten cast-Systeme (= computer automated scripting template) sind stark ins Kommen, vor allem weil der Output massiv höher ist als bei Menschen, die erst noch nachdenken, bevor sie schreiben. OK, die Qualität... aber irgendwoher muss der Content ja kommen.
Das ist keine Unwissenheit, sondern eine Variante der heute allgegenwärtigen "politisch korrekten" Fake news.
Cast Systeme wären da sogar eine Lösung, denn einmal korrekt programmiert, passiert denen diese "Verwechslung" nie wieder ...

Übrigens komme ich bei Deiner Charakterisierung der "cast-Systeme" jetzt forumsbezogen aber wirklich ins Grübeln ... :biggrin:
 
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#6
So wie es weiße Raben gibt, gibt es auch Förster die Jagdpächter sind. Schon mal daran gedacht?
 
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#7
Moin @all,

drei kleine Mädchen haben sich also im Wald verlaufen und sind (von wem auch immer) gefunden worden. Das ist eine gute Nachricht!!! Und ich freue mich für die Kinder und deren Eltern. Wer auch immer es war - ich bedanke mich für diese Tat; und es ist ganz bestimmt nicht notwendig dafür ein Förster/Jäger-Bashing anzufangen.

Es ist mir egal, wer die Kinder gefunden hat - einfach nur Danke (als Vater) für diese Aktion!!

munter bleiben!!

hobo
 
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#8
Nun, in diesen modernen Zeiten der Politschen Korrektheit werden von bestimmten Kreisen sogar unsere Kindermärchen so umgeschrieben, das die Sieben Gaislein nicht mehr vom bösen Jäger, sondern vom guten Förster (gar von Herrn Wohlleben persönlich ?) gerettet werden, der den lieben Wolf nach fachgerechter Entbindung der Gaislein natürlich wieder quitschvergnügt in den Wald entlässt.
basti
Neulich hatte ich eine Version von Rotkäppchen in den Händen, da kam der Holzfäller vorbei und nicht der Jäger.
 
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#10
@basti

Das, was Du im Zusammenhang mit dem (zum Glück nur vorübergehenden) Verschwinden der kleinen Mädchen geschrieben hast, ist mir auch aufgefallen. Von daher Danke :thumbup: für den thread.

Ich glaube auch nicht, dass die Wortwahl Zufall ist. Vielmehr denke ich, dass sowas von den "Journalisten", die solche (online-)Artikel verfassen, zum Teil mit Absicht gemacht wird (Jäger= schlecht in der öffentlichen Wahrnehmung, Förster= gut in der öffentlichen Wahrnehmung).

Gruß

Michel
 
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#12
Kleine Kinder habe sich im Wald verlaufen, und man hat sie wiedergefunden.

FAZ: "Ein Förster habe die Mädchen entdeckt."


HNA: "Drei Mädchen von Jäger gefunden"

Augsburger Allgemeine: "Ein Polizeisprecher in Bad Hersfeld bestätigte, dass ein Jagdpächter die drei Mädchen entdeckt und zum Kindergarten gebracht habe."


STERN: "Lokalen Medienberichten zufolge entdeckte ein Förster die Kinder gegen 16 Uhr in einem Wald"

FOCUS: "Ein Förster hat sie in der Nähe von Beiershausen entdeckt."

Warum mich das Muster interessiert?
Nun, in diesen modernen Zeiten der Politschen Korrektheit werden von bestimmten Kreisen sogar unsere Kindermärchen so umgeschrieben, das die Sieben Gaislein nicht mehr vom bösen Jäger, sondern vom guten Förster (gar von Herrn Wohlleben persönlich ?) gerettet werden, der den lieben Wolf nach fachgerechter Entbindung der Gaislein natürlich wieder quitschvergnügt in den Wald entlässt.

:unbelievable:
basti
Danke für den Thread,
du hast da eine Entwicklung aufgezeigt, die schon seit Jahren erkennbar ist

@hobo57
@rheingold

ihr versteht das System dahinter nicht. Die Meldung über das Wiederauffinden hat im Grunde nichts mit dem zu tun, was Basti uns eigentlich und völlig richtigerweise sagen wollte. Es geht darum, dass vor allem Tierrechtsorganisationen seit Jahren eine Strategie verfolgen, die die Jagd (und zT auch die Landwirtschaft) massiv diskreditieren sollen. Das beginnt eben damit, dass neben Journalisten auch auf Lehrkräfte Einfluss ausgeübt wird um eine Agenda gegen Jagd und Landwirtschaft und Tiernutzung durch zu bringen. Ich kann mich zB noch daran erinnern, wie die Tochter eines Jagdkollegen von der Schule heim kam und ihren Vater vorwarf Tiere sinnloser weise zu ermorden... Die Klassenvorständin hat ihr das eingeredet, da sie anscheinend für sich erkannt hat, dass Jagd Mord sei (ist übrigens keine Vegetarierin oder Veganerin, sondern einfach nur geistig beschränkt)
Wem noch nicht aufgefallen ist, wie sich die Sprache in den Medien verändert hat, wenn es sowohl um Tiere als auch um die Jagd geht, der geht scheinbar blind durchs Leben. Da frisst das Tier nicht mehr, es isst. Da ist das Kalb kein Kalb mehr, sondern das Baby der Mama-Kuh... usw usf
Die Tierrechtsbewegung hat begriffen, dass mit Sprache Meinung gemacht wird. Mit der Vermenschlichung von Tieren, wird es uns immer schwerer fallen uns von Tieren abzugrenzen bzw. Tiere als das zu sehen was sie sind. Nämlich keine Menschen sondern eben Tiere. Langsam aber sicher höhlt der stete Tropfen den Stein. Step by Step wird eine Generation heranwachsen, die es bereits als verbale Grausamkeit ansieht, wenn man dem Tier was zu "fressen" gibt anstatt zu "essen". Man kann sich vorstellen, wie solche Leute über die Jagd und dem damit verbundenen Töten von Tieren denken...

Wenn wir (damit meine ich nicht nur Jäger, sondern alle, die mit Tieren zu tun haben wie zB auch Landwirte) nicht endlich einen Gegenstrategie dazu entwickeln und versuchen den Menschen wieder klar zu machen, dass der Tod zum Leben gehört, dann wird uns unserer Gegenseite das Wasser abgraben. Es wird höchste Zeit, denn unsere Gegner haben bereits Jahre Vorsprung in der Meinungsbildung...

PS: In Österreich sind zB sehr viele Posten in Medienhäusern mit Leuten besetzt die offen oder verdeckt mit der Tierschutz und zum Teil auch der Tierrechtsszene (eine an krimineller Energie unterschätzten Szene) sympathisieren. Durch unsere passive Haltung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens (Bildung, Medien, Politik) haben wir es verabsäumt den verleumderischen und verlogenen Kampagnen diverser Tierschutz und Tierrechtsorganisationen durch Wissensbildung vorzubeugen. Das wird uns noch teuer zu stehen kommen, vor allem, wenn Regierungen an die Macht kommen, die sich von solchen Leuten etwas einflüstern lassen...
 
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#13
So wie es weiße Raben gibt, gibt es auch Förster die Jagdpächter sind. Schon mal daran gedacht?
Stimmt! Einer davon ist bei uns stellv. Hegegemeinschaftsleiter. Nix mit Jäger-Förster-Bashing, war Absicht! Runder Tisch sozusagen...;-)

@all
Mir kommt beim Lesen des Fadens der Gedanke, dass manche hier extrem schlecht schlafen. ;-)
Viele Mitmenschen kennen den Unterschied Förster/Jäger gar nicht und im Gespräch mit denselben habe ich es aufgegeben, diesen Unterschied aufzuklären, wenn sie mich als Frau Förster anreden, weils eigentlich egal ist. Beide gern draussen in der Natur, beide Anwalt für wilde Tiere, beide schuldig, wenn sie über die Stränge schlagen.

In unseren Breiten arbeiten Förster und Jäger Hand in Hand, schade, dass dies nicht überall so ist.
 
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#14
@Oichkatzl

Es geht doch hier gar nicht darum, ob und wie Jäger und Förster zusammen arbeiten.

Ich stimme Dir zu - viele Menschen wissen gar nicht, was Förster und Jäger jeweils tun (und was nicht). Aber das hindert diese Menschen ja (leider) nicht daran, sich ein Urteil über die beiden Gruppen zu bilden. Und diese Urteilsbildung kommt eben - wegen dem fehlenden eigenen Wissen - mMn maßgeblich dadurch zustande, was die Medien suggestieren. Und da ist es einfach zum überwiegenden Teil so, dass der Förster der "Liebe" ist, der sich um seinen Wald (und natürlich auch um alle Tiere, die darin leben) kümmert - und der Jäger ist der "Böse", dem es nur um Trophäen geht und der sich nicht für den Wald und die Natur im Allgemeinen interessiert.

Mir persönlich geht es so, dass ich immer weniger Respekt vor dem habe und immer weniger von dem glaube, was auf den Online-Seiten der diversen Zeitungen/Zeitschriften steht - einfach, weil oftmals klar zu erkennen ist, dass da kein sauberes "Handwerk" (im Sinn von Recherche) dahinter steckt. Umso mehr ärgert es mich dann, wenn solche "Journalisten" die Meinungsbildung über uns Jäger bei dem überwiegenden Teil der Bevölkerung steuern, die keine Ahnung davon hat, wer wir sind und was wir tun.

Gruß

Michel
 
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