Hasenbesatz/ Gärsubstrat Erfahrungen

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#16
Hier wird wieder mal alles durcheinandergebracht,Botulismus und Biogasabfälle.Fehlt nur noch ,daß irgendein User aus dem Landwirtschaftsbereich behauptet,Biogasabfälle fördern den Hasenbesatz ! In meinem Revier hab ich eine Ecke neben der Feldmark und einer Wiese,da werden solche Abfälle zuhauf "zwischengelagert",bevor sie dann ausgebracht werden.Jegliches Wild meidet diesen Platz,nicht eine einzige Fährte ist in dem ansonsten wildreichen Reviereckchen zu finden ! Die anschließenden Feldfrüchte werden ausschließlich der Biogasanlage zugeführt. Dieses Jahr Gerste und Roggen,die bereits durch 60 ha Mais ersetzt sind, Ein zuerst gelegter Teil des Maises trägt gerade Kolbenansätze.Im Anschluß daran ist der Großteil des Maisackers ,der viel später gelegt wurde,maximal 1m hoch. Vorige Woche hab ich zwischen beiden Höhen mit erlaubnis des Landwirtes etliche Pflanzen beseitigt und auf dem Feldweg eine Fahrbare Kanzel gestellt.Zwischen der Grenzlinie hab ich dann mit 3 Feldfrüchten gekirrt,in den hohen und den niedrigen Mais hinein. Angenommen war nur das Kirrgut in der hohen Seite !!!!!!!!. Der niedrige Mais bekam vor 3 Wochen eine Biogasabfall"düngung" !!!
 
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#17
Hier wird wieder mal alles durcheinandergebracht,Botulismus und Biogasabfälle.Fehlt nur noch ,daß irgendein User aus dem Landwirtschaftsbereich behauptet,Biogasabfälle fördern den Hasenbesatz ! In meinem Revier hab ich eine Ecke neben der Feldmark und einer Wiese,da werden solche Abfälle zuhauf "zwischengelagert",bevor sie dann ausgebracht werden.Jegliches Wild meidet diesen Platz,nicht eine einzige Fährte ist in dem ansonsten wildreichen Reviereckchen zu finden ! Die anschließenden Feldfrüchte werden ausschließlich der Biogasanlage zugeführt. Dieses Jahr Gerste und Roggen,die bereits durch 60 ha Mais ersetzt sind, Ein zuerst gelegter Teil des Maises trägt gerade Kolbenansätze.Im Anschluß daran ist der Großteil des Maisackers ,der viel später gelegt wurde,maximal 1m hoch. Vorige Woche hab ich zwischen beiden Höhen mit erlaubnis des Landwirtes etliche Pflanzen beseitigt und auf dem Feldweg eine Fahrbare Kanzel gestellt.Zwischen der Grenzlinie hab ich dann mit 3 Feldfrüchten gekirrt,in den hohen und den niedrigen Mais hinein. Angenommen war nur das Kirrgut in der hohen Seite !!!!!!!!. Der niedrige Mais bekam vor 3 Wochen eine Biogasabfall"düngung" !!!
Ich glaube hier geht was durcheinander. Wir diskutieren bislang über flüssige Gärreste, nicht über separierte, feste.
 
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#18
Weshalb kirren Sie im Mais, auf die Idee käme ich nie. Zumal der Mais derzeit noch uninteressant für das Schwarzwild ist.
 
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#19
Wenn der Häcksler durchs Gras fährt, oder im Juni Roggen und Gerste zu Biogasfutter, oder GPS für die Viehfütterung erzeugt, ist doch egal. Botulismus in Rinderbeständen, also kranke Kühe und kranke Landwirte, muss ja irgendwo herkommen. Ob die Überreste des gehäckselten Jungwildes jetzt unter einer Folie schwitzt und dann verfüttert wird, oder als Gärsubstrat Verwendung findet,
ist den Sporen egal...
 
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#20
Wenn der Häcksler durchs Gras fährt, oder im Juni Roggen und Gerste zu Biogasfutter, oder GPS für die Viehfütterung erzeugt, ist doch egal. Botulismus in Rinderbeständen, also kranke Kühe und kranke Landwirte, muss ja irgendwo herkommen. Ob die Überreste des gehäckselten Jungwildes jetzt unter einer Folie schwitzt und dann verfüttert wird, oder als Gärsubstrat Verwendung findet,
ist den Sporen egal...
Grünroggen,GPS (Ganzpflanzensilage) und hohe Erntegeschwindigkeiten halten ich auch für ein echtes Problem.
 
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#21
Wenn der Häcksler durchs Gras fährt, oder im Juni Roggen und Gerste zu Biogasfutter, oder GPS für die Viehfütterung erzeugt, ist doch egal. Botulismus in Rinderbeständen, also kranke Kühe und kranke Landwirte, muss ja irgendwo herkommen. Ob die Überreste des gehäckselten Jungwildes jetzt unter einer Folie schwitzt und dann verfüttert wird, oder als Gärsubstrat Verwendung findet,
ist den Sporen egal...


Da Botulismus beim Nutztier weder anzeige- noch meldepflichtig ist, gibt es keine wissenschaftlich erhobenen Daten über die Anzahl der erkrankten Rinder oder der betroffenen Bestände.
Eine gewisse Dunkelziffer (insbes. bei Einzeltiererkrankung) ist also auch vieleicht noch anzunehmen.
Aber meine persönliche Erfahrung aus einigen Jährchen intensiver und auch weit überregionaler Betreuung von Milchviehbetrieben (und auch die Erfahrung von einigen Kollegen) sagt mir, das der klassische Botulismus eine sehr, sehr seltene Erkrankung der Wiederkäuer ist.
Den einzigen klinischen Fall in einem Milchviehbetrieb, an den ich mich erinnere und welcher auch dann auch mit viel Aufwand nachgewiesen werden konnte, war auf das Düngen mit zugekauftem Hühnermist zurückzuführen. Im Düngematerial waren halbvergammelte Hühnerkadaverteile und, da es im Nachhinein um größere Schadensansprüche ging, wurde die Diagnostik auch konsequent durchgeführt. Ich glaube es waren damals 10 oder 12 Kühen betroffen, welche dann auch unter den klassischen Symptomen wie vom Kopf absteigende Lähmung, Schlucklähmung und Schlotterkiefer bis hin zum "Festliegen" verendeten. Insgesamt eine sehr unschöne Geschichte.
Alles in allem aber GsD eine äusserst seltene Erkrankung in der landwirtschaftlichen Realität,
was aber trotzdem bezüglich Futtergewinung und Futterhygiene sicherlich einer gewissen Aufmerksamkeit bedarf.

Gruß

Prinzengesicht.
 
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#22
Weshalb kirren Sie im Mais, auf die Idee käme ich nie. Zumal der Mais derzeit noch uninteressant für das Schwarzwild ist.
Weil ,wie ich oben schrieb,die Kolben gerade ansetzen und da noch nichts für die Sauen zu holen ist. Ich kirre da auch nicht mit Mais,sondern mit Getreide und Erbsen,die hier sehr gut angenommen werden.Aber eben nicht im 1m-Mais ,wo das Biogasnebenprodukt mit einer großen Maschine ausgebracht wurde.Es ist kurios,im hohen Mais ist alles weg,1m daneben im niedrigen Mais war keine Sau. Heute das Gleiche !!! Das kann nur mit den Vergärungsstoffen zusammenhängen. heute hab ich im Graben neben dem hohen Mais auch mal was hingeworfen. Mal sehen,ob sie da rangehen,zumal da nur gemähtes Gras ist.
 
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#23
Weil ,wie ich oben schrieb,die Kolben gerade ansetzen und da noch nichts für die Sauen zu holen ist. Ich kirre da auch nicht mit Mais,sondern mit Getreide und Erbsen,die hier sehr gut angenommen werden.Aber eben nicht im 1m-Mais ,wo das Biogasnebenprodukt mit einer großen Maschine ausgebracht wurde.Es ist kurios,im hohen Mais ist alles weg,1m daneben im niedrigen Mais war keine Sau. Heute das Gleiche !!! Das kann nur mit den Vergärungsstoffen zusammenhängen. heute hab ich im Graben neben dem hohen Mais auch mal was hingeworfen. Mal sehen,ob sie da rangehen,zumal da nur gemähtes Gras ist.
Man lockt die Sauen doch nicht aktiv in den Mais. Wie kommt man auf so eine Idee? Wenn der Mais in der Milchreife ist, dann kann man sich überlegen, wie man sie im Mais bekommt, aber bis dahin. Wenn die Sauen dann im Mais milchreife Kolben finden, interessieren sie sich auch nicht mehr für die Kirrung. Ich würde eher im trockenen Spätsommer mit dem Frontlader ein flaches Loch schieben und regelmäßig mit einem ausrangierten Güllefass Wasser darein fahren. Aber zu den Hasen zurück, die sind ausgesprochen unbeeindruckt vom Güllefahren.
 
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#24
Im Mais gibt es aber eine Möglichkeit das Vergrämungsproblem zu lösen. Man kann Gülle/Gärreste auch im StripTill-Verfahren unter Fuß also unterhalb des Saatguts abzulegen. Das funktioniert auf leichten bis mittelschweren Böden und erhöht zusätzlich noch die Nährstoffeffizienz. Vielleicht sprechen sie mal mit dem Bauern.
 
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