Hasenspur VJP/HZP

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#1
Ich habe eine DD 6 Monate alte Hündin, den ich 2019 die VJP und HZP (und Hegewald...?) führen werde.
Mein Züchter hat mir empfohlen, nur den toten Hasen und Hund im Riemen zu benutzen, wenn wir trainieren. Vielleicht lassen den Hund 1 oder 2 "echte" Hasenspure vor dem Test haben. Der Grund ist, dass zu viele frische Hasenspure macht es sehr, sehr schwierig, den Hund für Hase zu halt machen.

Ist dies eine gute Idee? Erhalten Sie auf diese Weise das volle Potenzial des Hundes? Wie wird es normalerweise in Deutschland gemacht?

Ich komme aus Norwegen, und wir haben hier keine Feldhasen. Für mich ist es naturlich einfacher, eine Waldhase zu schiessen und dann Riemenarbeit mit den Hund machen. Aber ich fahre gern auch nach Dänemark/Deutschland mit den Hund, weil er mehrere richtige Spurarbeite brauchen.
 
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#2
Der Hund sollt schon ein paar echte Spuren vor der Prüfung gearbeitet haben. Vor allem wär wichtig, daß er auch mal eine in der Gegend gearbeitet hat, wo die Prüfung stattfindet. Trockener Acker ist was anderes als satte Wiesen.

Aber bitte nicht zu viele. Damit hat Dein Züchter schon recht. Aus meiner Sicht weniger wegen der Bremsbarkeit als wegen der Motivation. Aber da ist Dein Züchter erste Adresse, der kennt seine Hunde am besten.

Das Üben am Riemen mit toten Hasen würd ich auch nicht übertreiben. Ne echte Hasenspur kannst damit eh net ersetzen. Lieber gehst mal mit dem Hund am Riemen die Spur eines Waldhasen aus, soweit sie nachvollziehbar ist.
 
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#3
Der Hund sollt schon ein paar echte Spuren vor der Prüfung gearbeitet haben. Vor allem wär wichtig, daß er auch mal eine in der Gegend gearbeitet hat, wo die Prüfung stattfindet. Trockener Acker ist was anderes als satte Wiesen.

Aber bitte nicht zu viele. Damit hat Dein Züchter schon recht. Aus meiner Sicht weniger wegen der Bremsbarkeit als wegen der Motivation. Aber da ist Dein Züchter erste Adresse, der kennt seine Hunde am besten.

Das Üben am Riemen mit toten Hasen würd ich auch nicht übertreiben. Ne echte Hasenspur kannst damit eh net ersetzen. Lieber gehst mal mit dem Hund am Riemen die Spur eines Waldhasen aus, soweit sie nachvollziehbar ist.
kannst du auch beim Feldhasen machen. Der Hund darf den Hasen nicht sehen. Du beobachtest den Verlauf und arbeitest mit dem Hund am Riemen. Im Idealfall wird der Hase irgendwann vor euch wieder hoch. Das motiviert den Hund ungemein.
 
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#6
Warum läßt du den Hund nicht die ein oder andere Waldhasenspur arbeiten?
Das will ich machen. Die Witterungsbedingungen im Wald ist aber ganz anderes als im Feld. Meine eigene frühere erfahrungen mit Wachtelhunde deutet auf das es eine sehr grosse Vorteil ist, mit Feldhasen und im "Feldreviere" zu üben. Mit die Wachtelhunde haben wir aber nur mit lebenden Hasen (im Riemen und frei) arbeitet, und im Ausgangspunkt war mein Plan der DD entsprächend zu einarbeiten. Mit einer DD ist aber Unterordnung wichtiger, und ich musse ein "Balance" behalten. Daraus meine Frage.
 
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#7
Meines Wissens nach

dient die Hasenspur vornehmlich der Feststellung des Spurlauts; den hat der Hund oder eben nicht. Demnach könnte man mit "der Hasenspur" nach dem 1. Versuch Schluß machen, wenn er nicht spurlaut jagt.

Ist er es, kann man andere Spuren als Schleppe mit einem nicht schweißenden toten Hasen ziehen, um ihn Schleppenarbeit und Fährtentreue üben zu lassen.

Gruß,

Mbogo
 
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#8
Wobei ich beobachten konnte, dass in der Jugendsuche auf der Hasenspur stumme oder allenfalls kurz und inkonstant laut jagende Hunde später mit sicherem und durchgehendem Spurlauf jagten... zumindest bei den KLM. Bei Bracken ist das ja ein bzw DAS Kardinalsfach und unsere Brandl war von Beginn an spurlaut.

Manchmal "bricht" der Laut bei "nicht-Bracken" also auch später durch.

Hatte die Hasenspur immer als "beharrlich fährtentreu Jagen" Fach interpretiert und in dem Kontext (mit einigen Einschränkungen) als sinnvoll erachtet.
 
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#9
Kommt wohl auf die Rasse an. Bei den jagenden Hunden und auch beim DJT dient die Hasenspur nicht nur der Feststellung des Lauts, sondern ist wesentlich für die Beurteilung der Nasenarbeit. Spurwille, Spursicherheit, Spurtreue werden danach eingeschätzt und sind für die Zuchtzulassung entscheidend.
 
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#10
Das ist mir klar,

ginge aber auch anders, v.a. in Zeiten niedriger Niederwildbestände. Meiner Meinung nach ist das Überprüfen des Spurlauts der wesentliche Grund für die "Hasenspur".

Um nicht falsch verstanden zu werden: ich bin nicht gegen "die Hasenspur", aber Möglichkeiten zum Üben werden für viele Jäger immer seltener, wodurch natürlich die Hunde solcher Jäger, die viel Übungsmöglichkeit haben, klar im Vorteil sind, auch wenn sie nicht "besser" sind (meiner hat bei der Hasenspur 4 Punkte gemacht, mit minimaler Übung).

Nase und Spurtreue kann man auch auf der 12- oder 48-Stunden Fährte prüfen, wahrscheinlich sogar besser.

Gruß,

Mbogo
 
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#11
Das ist mir klar,
ginge aber auch anders, v.a. in Zeiten niedriger Niederwildbestände. Meiner Meinung nach ist das Überprüfen des Spurlauts der wesentliche Grund für die "Hasenspur".
Um nicht falsch verstanden zu werden: ich bin nicht gegen "die Hasenspur", aber Möglichkeiten zum Üben werden für viele Jäger immer seltener, wodurch natürlich die Hunde solcher Jäger, die viel Übungsmöglichkeit haben, klar im Vorteil sind, auch wenn sie nicht "besser" sind (meiner hat bei der Hasenspur 4 Punkte gemacht, mit minimaler Übung).
Nase und Spurtreue kann man auch auf der 12- oder 48-Stunden Fährte prüfen, wahrscheinlich sogar besser.

Gruß,
Mbogo
eindeutig NEIN!
 
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#12
Das ist mir klar,

ginge aber auch anders, v.a. in Zeiten niedriger Niederwildbestände. Meiner Meinung nach ist das Überprüfen des Spurlauts der wesentliche Grund für die "Hasenspur".

Um nicht falsch verstanden zu werden: ich bin nicht gegen "die Hasenspur", aber Möglichkeiten zum Üben werden für viele Jäger immer seltener, wodurch natürlich die Hunde solcher Jäger, die viel Übungsmöglichkeit haben, klar im Vorteil sind, auch wenn sie nicht "besser" sind (meiner hat bei der Hasenspur 4 Punkte gemacht, mit minimaler Übung).

Nase und Spurtreue kann man auch auf der 12- oder 48-Stunden Fährte prüfen, wahrscheinlich sogar besser.
Da täuschst Du Dich. Bei der Anlagenprüfung geht es um Anlagen, viel Üben ist nicht hilfreich, sondern u.U. sogar abträglich, weil es die Beurteilung der Anlage erschwert und im Extremfall dem Hund die Lust auf erfolgloses Jagen verleidet.

Anders als am Riemen auf einer kalten Fährte zeigt der Hund auf der warmen Hasenspur klar und unverfälscht seine Fähigkeit, das Tempo seiner Nasenleistung anzupassen (das geht so ausschließlich auf der frischen Spur), seine Strategien zum Wiederfinden der Spur bei Problemen, seine Hartnäckigkeit bei der Verfolgung in schwierigem Gelände und bei Verleitungen seinen Fokus auf das verfolgte Stück. Unbeeinflußt vom Führer.

Es geht hier ausschließlich um angewölfte Fähigkeiten. Ich habe auch schon Hunde erlebt, die haben auf der Prüfung ihre ersten Hasen gearbeitet. Suboptimal, aber am Ende besser, als wenn der Hund den 100. Hasen routiniert abspult. Zwar schön zu sehen, aber für eine vergleichende Einschätzung der Zuchttauglichkeit nicht mehr viel wert.

Das betrifft wie gesagt die jagenden Hunde. Bei Vorstehern weiß ich nicht, wieviel Gewicht der Nasenarbeit gegeben wird. Da ist möglicherweise tatsächlich die Lautfeststellung das primäre Ziel. Beißt sich dann aber mit der Entwicklung des Lauts durch mehr Erfahrung im Verfolgen von Hasen. Da reichen ein oder zwei Hasen wohl nicht ganz.

Wobei das mit dem Laut bei Vorstehern ja historisch eher untergeordnet zu sehen ist, und erst jüngst mehr Bedeutung gewonnen hat.
 
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#13
Mein Dackel nennt man es Spurlautprüfung, da soll er Laut gebend der Hasenspur nach. Bei Vorstehhunden geht es um die Beurteilung der Nesenleistung, der "Spurtreue", den Willen, der Spur zu folgen und wenn der Hund die Spur z.B. auch über einen Feldweg arbeitet, nachdem er auf ner Wiese oder Saat war, geht es in die ganz hohe Punktzahl. Da steht halt die Nasenleistung im Mittelpunkt und nicht der Laut. Gruss, DKDK.
 
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