Hausfront isolieren ! ?

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#1
Ich möchte eine Wetterseite meines Hauses isolieren. Der untere Bereich ist mit Zementputz verputzt. Der soll bleiben.
Im 1. Stock bis zum Dach ist auf dem Fachwerk, welches mit Bimssteinen ausgemauert ist, eine 2 cm Holzschalung aufgebracht. Auch diese soll bleiben. Darauf sind Holzschindeln genagelt. Die sollen entfernt werden. Auf die Holzschalung möchte ich 6 cm Unterbaulattung als Trägermaterial aus Dachlatten montieren und zwischen den Unterbau eine Iisolierung aufbringen. Ich dachte an Steinwolle, kein Styropur.
Darauf sollen sog. Sauerkrautplatten geschraubt werden, die ich dann mit Rauhputz verputzen möchte.
Frage an die Fachleute unter Euch: Soll ich den Hohlraum zwischen der Unterbaulattung mit Steinwolle füllen oder würde es auch Sinn machen, einfach durch die Luftzwischenräume eine Isolierschicht zu belassen?
Luftdichtigkeit würde ja durch die verputzten Platten entstehen, so das man es mit stehender Luft zu tun hätte.

Was gäbe es noch für Möglichkeiten ??

Was meint ihr dazu?? 19.10.16 063.jpg
 
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#2
Mach da Faserdämmplatten drauf und auf die Gewegespachtel und Putz . Ich würde den Unterbau auch abnehmen und das neu machen .
 
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#3
Keinen Luftspalt!
Bei 6 cm dämmt der nämlich nicht. Ab einer Dicke des Luftspaltes von 2 cm setzt Konvektion ein und damit steht die Luftschicht nicht.
Dämmen mit Mineralwolle, als Putzträgerplatte würde ich eine Holzfaserdämmplatte empfehlen (z.B. Gutex oder Steico oder...), dann Putz und Anstrich.

Unter die Dämmung gehört eine Dampfsperre!
 
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#7
Wenn Du ein Fachwerk von aussen Dämmst, verschiebst Du den Taupunkt aus der Konstruktionsebene in die Dämmebene. Das ist für das Fachwerk unkritisch, es schützt sogar. Die Dampfsperre brauchtst Du, damit die Dämmung nicht auffeuchtet und schlußendlich absäuft.

Den Dämmstofftot stirbt Fachwerk i.d.R. bei Innendämmung.

Dein Einwand bezüglich des Fachplaners ist unabhängig davon richtig.
 
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#8
Da solltest du auf jeden Fall vorher einen Fachmann zu Rate ziehen! Ich sehe bei solchen Dämmungskonstruktionen immer die Gefahr der Schimmelbildung. Und das ist Gift für das alte Fachwerk.
Ich habe ein ähnlich aufgebautes Haus und Steinwolle als Dämmmaterial. Funktioniert gut, aber durch eine Fachfirma machen lassen.

Gruß der olle pudlich
 
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#9
Da solltest du auf jeden Fall vorher einen Fachmann zu Rate ziehen! Ich sehe bei solchen Dämmungskonstruktionen immer die Gefahr der Schimmelbildung. Und das ist Gift für das alte Fachwerk.
Ich habe ein ähnlich aufgebautes Haus und Steinwolle als Dämmmaterial. Funktioniert gut, aber durch eine Fachfirma machen lassen.

Gruß der olle pudlich

Was wurde du auf der Steinwolle verbaut?
 
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#10
Gute Frage. Soweit ich das dunkel in Erinnerung habe kam auf die Steinwolle Ölpapier und dann eine Art Trockenbauplatte und da drauf als äußerer Abschluß eine Eternitplatte (asbestfrei!). Ist allerdings schon etliche Jahre her, muss da mal schauen ob da was genaueres in den Rechnungen drin steht. Dampfsperre haben die damals auf jeden Fall auch schon gemacht - weiß ich noch genau weil ich mich da fürchterlich über den hohen Preis für "so a bissl Plastefolie" aufgeregt hatte.

Gruß der olle pudlich
 
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#11
Ach so, das ist eine Art Trockenbau/Fertigteilhaus, unten wie bei dir Betonfundament und gemäuert (Keller, Heizung, Gästezimmer, Jagdzimmer und Vorratsräume) und oben drauf dann die Wandelemente (Wohnbereich). Kaltdach mit gedämmter Deckenplatte (24cm Rockwool).

Gruß der olle pudlich
 
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#12
Wenn Du ein Fachwerk von aussen Dämmst, verschiebst Du den Taupunkt aus der Konstruktionsebene in die Dämmebene. Das ist für das Fachwerk unkritisch, es schützt sogar. Die Dampfsperre brauchtst Du, damit die Dämmung nicht auffeuchtet und schlußendlich absäuft.

Den Dämmstofftot stirbt Fachwerk i.d.R. bei Innendämmung.

Dein Einwand bezüglich des Fachplaners ist unabhängig davon richtig.
Eine Dampfsperre gehört nach meiner Meinung nicht außen auf die Fachwerkwand.

https://www.ubakus.de/aussendaemmung-auf-fachwerk/#


Aber es ist müssig, die Konstruktion muss durchgerechnet werden.
 
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