Hegemaßnahmen für Enten

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#1
Hallo,

seit kurzem betreue ich ein neues Revier in dem sich auch ein Ententeich befindet. Welche Hegemaßnahmen könnt Ihr mir aus der Praxis empfehlen, um bald einen jagdbaren Besatz zu haben?

LG

Ein Österreicher
 
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#4
Hallo,

seit kurzem betreue ich ein neues Revier in dem sich auch ein Ententeich befindet. Welche Hegemaßnahmen könnt Ihr mir aus der Praxis empfehlen, um bald einen jagdbaren Besatz zu haben?

LG

Ein Österreicher
bei einer erfolgreichen Entenhege, kommt es auch darauf an, wie groß der/die Teiche sind. Hat der Teich eine Größe von ca. 1/2 Hektar lohnen sich, neben den Kirrungen mit Getreide auch der Bau von Entenhäuschen/Bruthäuschen. Enten die dann dort ausgebrütet wurden sind mehr oder weniger Standorttreu ( bei regelm. Futtergarbe ). Ich hatte in meinem betreuten Revier mehrere Teiche, wo dies sinnvoll war. Auch das Absammeln der gelegten Eier, nach kurzen Anbrüten hatte Erfolg, weil die Eier sofort in die vorbereitete Brutmaschine kamen und die Enten noch genügend Zeit hatten, ein zweites Gelege zu produzieren. Die ausgebrüteten Enten aus der Brutmaschine wurde nach einer gewissen Aufzuchtszeit auf den Teich ausgewildert. Der Erfolg war nicht schlecht, ist aber auch mit Zeit/Kosten verbunden.
MfG
D.T.
 
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#5
Also man füttert tüchtig und schöpft den Zuwachs ab den andere Reviere produziert haben. Ich denke der TS interessiert sich auch nicht nur für die "Hege mit der Flinte".
Je nach Größe des Gewässers werden dort nicht unendlich viele Enten brüten. Ich hatte mal einen Pirschbezirk mit 8 ha Wasser. So bei einem Abstand der Brutkästen von 80 m waren fast alle angenommen. Also in kleinen "Lachen" wird oft nur eine Ente brüten. Zu empfehlen sind die Dakota Hen Houses. Unbedingt drauf achten dass Ratten und andere Räuber nicht hochklettern können. Bei Getreidefütterung muss auch eine Rattenbekämpfung stattfinden. Sonst halst man den Brutenten gleich die Räuber mit auf.
Brutkästen in 30x30x40 cm lang, vorn und hinten offen. Achtung Krähen lernen einheitliche Nisthilfen im Revier als Nahrungsquelle zu nutzen.
Wenn alle Gewässer zufroren sind, sollte man nicht an der letzten offenen Stelle jagen. Komisch nach der Schusszeit müssen die Enten meist schauen wie sie klar kommen.
Wir haben ca. 35 Fischteiche, davon wird nur an 3 Teichen gejagt, wo man auch optimal nachsuchen kann. Auch Enten mögen Ruhe.
Alle 6 Wochen erscheint mir zu viel. Wir fangen erst Mitte Oktober an, wenn die Erpel durchgefiedert sind.
Wird mit Mais gefüttert, dann weiß das oft auch der Waschbär zu schätzen und verdirbt die Freude an der Entenjagd. Auch den Biber mögen die Enten am Futterplatz nicht.
 
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#6
@ Colchicus

hast Du Erfahrung, wenn Enten nur mit Mais gefüttert werden?
ganze Körner, oder gebrochen?
Wird die Farbe der Entenbrust gelblich ?
Fliegen diese wie ein Segelflieger, weil zu Fett?
MfG
D.T.
 
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#7
Es ist eine weit verbreitete Meinung dass Fasane mit Mais in freier Wildbahn verfetten. Im Gegensatz zum Menschen überfressen sich Wildtiere nicht, wenn sie es nicht brauchen. Befinden sie sich in einem optimalen Ernährungszustand dann fressen sie eben weniger. Kein Wildtier kann es sich leisten, sich bewegungsunfähig zu fressen. Bei Volierenfasanen denen die Bewegung fehlt ist das etwas anderes. Daher konnten die mit Mais in der Voliere zu fett gefütterten Fasane auch schlecht fliegen. Es stimmt das Mais Gelbkörper hat und das Fett wird bei Nutztieren dann auch Gelb. Sieht bei einem Fasan denke ich nicht schlecht aus, bei einer Ente auch nicht. Anders dagegen bei Stallkaninchen, die sehen eher unappetitlich aus.
Bei den Fasanen lagert der Mongolicus am meisten Fett ein, weil er extrem niedrige Temperaturen aushalten muss. Daher ist dieser bei den Fasanenmästern auch sehr beliebt. Dazu wird dann nach Größe selektiert und der Maisbomber ist fertig.
Ob ganze Körner oder gebrochen ist egal. Die Enten sind da nicht wählerisch. Es ist zumindest bei uns auch eine Kostenfrage. Mais ist teuerer. Für Enten reicht auch Weizen und Gerste. Bei Not nehmen sie auch anderes Körnerfutter.
 
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#8
Es ist eine weit verbreitete Meinung dass Fasane mit Mais in freier Wildbahn verfetten. Im Gegensatz zum Menschen überfressen sich Wildtiere nicht, wenn sie es nicht brauchen. Befinden sie sich in einem optimalen Ernährungszustand dann fressen sie eben weniger. Kein Wildtier kann es sich leisten, sich bewegungsunfähig zu fressen. Bei Volierenfasanen denen die Bewegung fehlt ist das etwas anderes. Daher konnten die mit Mais in der Voliere zu fett gefütterten Fasane auch schlecht fliegen. Es stimmt das Mais Gelbkörper hat und das Fett wird bei Nutztieren dann auch Gelb. Sieht bei einem Fasan denke ich nicht schlecht aus, bei einer Ente auch nicht. Anders dagegen bei Stallkaninchen, die sehen eher unappetitlich aus.
Bei den Fasanen lagert der Mongolicus am meisten Fett ein, weil er extrem niedrige Temperaturen aushalten muss. Daher ist dieser bei den Fasanenmästern auch sehr beliebt. Dazu wird dann nach Größe selektiert und der Maisbomber ist fertig.
Ob ganze Körner oder gebrochen ist egal. Die Enten sind da nicht wählerisch. Es ist zumindest bei uns auch eine Kostenfrage. Mais ist teuerer. Für Enten reicht auch Weizen und Gerste. Bei Not nehmen sie auch anderes Körnerfutter.
Danke für Deine Einschätzung, ich habe während der Erntezeit auch die Möglickeit gehabt, bei der Raiffeisen Druschabfälle incl. Kleinkorn zu bekommen.
War eine gute Maßnahme. Ob so etwas heute noch möglich ist weiß ich nicht.
MfG
D.T.
 
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#10
Im Lebensraum der Enten haben die Prädatoren stark zugenommen. Der Waschbär liebt Wasser, holt das Gelege auch von der Kopfweide. Der Iltis ist wieder mehr geworden, zumindest bei uns.

Der Mink ist eine Katastropfe. Ich sehe das in CZ dort gibt es in top Lebensräumen keinen Entenzuwachs mehr. Der größere Fluss ist in einem sehr naturbelassenen Zustand mit großen Feuchtflächen, die nicht betretbar sind. Weidengebüsche, Schilf. Über die Bachläufe breitet sich der Mink ständig aus. Die Kastenfalle an der Fasanenvoliere fängt ständig.

Wir haben in der Fasanerie 4 Weiher die nur zum Angeln genutzt werden, Ufer werden nicht gemäht, Schilf und Rohrkolben bilden schöne Bestände. Enten null! Dazu kommt noch die Ratte, oft noch gefördert durch nicht sachgemäße Fütterung der Enten. Ratten haben bei genügend Nahrung ganzjährig Nachwuchs.

Im Nachbarlandkreis wurde ein Berufsjäger vom LRA. angestellt, extra für Neozonen, den Biber und Kormoran. Die Fischerei klagt schon schwer über den Fischotter. Ein Teichwirt hat aufgegeben. Da wird demnächst auch eine Bejagung kommen. Auch unter dem Otter haben die Enten zu leiden. Mink und Otter kommen übrigens am gleichen Gewässer vor, keine Verdrängung wie oft in feuchten Träumen zu beobachten.
 
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#11
Guter Tröd!

Hegemaßnahmen:
- Nisthilfen
- Keine Schonung von Raubzeug (aus der Luft u. am Boden),d.h.a. Ratten.
- Ratten erlegen mit Luftgewehr, Schrot,der .22Mag aus dem Drilling Esl. u. nicht mit (großer Kugel!!)
- Weiden Bepflanzung
- Regelmäßige Fütterung
 
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