Hegemaßnahmen für Enten

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#16
Im Lebensraum der Enten haben die Prädatoren stark zugenommen. Der Waschbär liebt Wasser, holt das Gelege auch von der Kopfweide. Der Iltis ist wieder mehr geworden, zumindest bei uns.

Der Mink ist eine Katastropfe. Ich sehe das in CZ dort gibt es in top Lebensräumen keinen Entenzuwachs mehr. Der größere Fluss ist in einem sehr naturbelassenen Zustand mit großen Feuchtflächen, die nicht betretbar sind. Weidengebüsche, Schilf. Über die Bachläufe breitet sich der Mink ständig aus. Die Kastenfalle an der Fasanenvoliere fängt ständig.

Wir haben in der Fasanerie 4 Weiher die nur zum Angeln genutzt werden, Ufer werden nicht gemäht, Schilf und Rohrkolben bilden schöne Bestände. Enten null! Dazu kommt noch die Ratte, oft noch gefördert durch nicht sachgemäße Fütterung der Enten. Ratten haben bei genügend Nahrung ganzjährig Nachwuchs.

Im Nachbarlandkreis wurde ein Berufsjäger vom LRA. angestellt, extra für Neozonen, den Biber und Kormoran. Die Fischerei klagt schon schwer über den Fischotter. Ein Teichwirt hat aufgegeben. Da wird demnächst auch eine Bejagung kommen. Auch unter dem Otter haben die Enten zu leiden. Mink und Otter kommen übrigens am gleichen Gewässer vor, keine Verdrängung wie oft in feuchten Träumen zu beobachten.
Ist m.E. mitlerweilen die wichtigste Hegemaßnahme: Die Prädatorenjagd ,vor allem die Waschbärjagd !!!
Ich habe in meinem Revier große und reichlich Wasserflächen. Unsere Feststellung....der heimische Stockentenbesatz geht langsam über Jahre zurück. Wir vermuteten den Waschbären als Hauptursache,was sich bestätigte. An einem Bachlauf mit großen Brombeerverhauen,unter denen immer viele Stockenten brüteten ,stellte ich Wildcams auf. Es verging über Nacht keine Std.,wo nicht mindestens ein Waschi die Ufer revidierte. Ergebnis,die gesamte Brut war vernichtet. Ebenso auf einer Insel mit einer Möwenkollonie,darunter streng geschützte Schwarzkopfmöwen. Die Waschbären schwammen rüber und vernichteten 100% des Nachwuchses.
 
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#17
Grüss Gott,
u. wenn es mit der Hege geklappt hat, dann wenn möglich nur die Erpel bejagen.
Gruss
luger08
.., blauäugig:) das machst du nur bei Tageslicht und Hebeschuss.
Am CZ Karfenteich hochgemacht geht das, aber in der Dämmerung oder am Entenstrich, vergiss das.
Zur Hege/Fütterung: Das ganze Jahr !!! (ausser sie lagern und brüten in Fremdgewässern.)
Am besten Mais unter Wasser!
 
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#19
.., blauäugig:) das machst du nur bei Tageslicht und Hebeschuss.
Am CZ Karfenteich hochgemacht geht das, aber in der Dämmerung oder am Entenstrich, vergiss das.
Wir machen da auch was geht aber bei der letzten Jagd siehe Fotos hat es nicht hingehauen. Wir machen aber kein Drama drauß, es gibt nur ein Derbleckn. Wenn die Enten zu zweit kommen, dann immer auf die hintere "Ente" schießen, ist immer der Erpel. Ich bring das den Jungjägern immer mit einer "Eselsbrücke" bei: Es gibt eine Nation da laufen die Frauen immer 10 m hinter den Männern. Bei den Enten ist es umgekehrt.
Wenn die Enten tagsüber am Bach aufstehen, dann suchen wir natürlich zuerst den Erpel raus, aber dann wird auch auf die Ente geschossen.
 
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#20
.., die zweite Eselsbrücke wäre, ziel auf die Ente, du bleibst im Schuss sowieso stehen. Dann triffst du den Erpel.:devilish: :evil:
 
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#21
.., blauäugig:) das machst du nur bei Tageslicht und Hebeschuss.
Am CZ Karfenteich hochgemacht geht das, aber in der Dämmerung oder am Entenstrich, vergiss das.
Zur Hege/Fütterung: Das ganze Jahr !!! (ausser sie lagern und brüten in Fremdgewässern.)
Am besten Mais unter Wasser!
Grüss Gott, habe ja auch geschrieben wenn möglich.
Gruss
luger08
 
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#22
Ich habe das auch so verstanden und handhabe das auch so. Wir besetzen normal pro Entenjagdabend zwei oder drei Weiher. Hinterher ist immer das Verhältnis Erpel zu Enten Gegenstand von Frozzeleien, mehr auch nicht.
 
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#23
Was ich jetzt schreibe,könnte ich natürlich besser für mich behalten,um mir den Vorwurf unweidgerechten Verhaltens zu ersparen. Aber in vielen Dingen ist eine neue Denkweise angebracht. ENTENJAGD findet bei mir fast ausschließlich nur noch von der ENTENHÜTTE aus statt.Und das mit dem KK und guter Zieloptik gezielt auf Erpel ,die ab Dämmerung einfallen,um ausgelegtes Kaff aufzunehmen.Die erlegten Erpel eines Schoofes bleiben liegen. Der nächste Schoof stört sich nicht daran . Dies auch darum,da wir so schonend und gezielt in den Entenbestand eingreifen den natürlichen Erpelüberschuß entnehmen ! Subsonic reicht völlig aus.
Die Entenhütte ist mit Schilfmatten verkleidet. Das ermöglicht eine sicht von innen nach außen,jedoch nicht von außen nach innen ,sowohl mit FG und ZF durch die Lücken im Schilf. Geschossen wird durch ein kleines Löchlein,wo nur der Lauf durchpasst. Bewegungen des Laufendes nur ganz langsam.Die Enten sehen die kleinste Bewegung. Es ist sehr spannend und erfordert Konzentration.
 
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#24
Das ist zwar sozusagen das Ende der klassischen Flugwildjagd, aber vernünftig ist es. Beim Fasan wird jeder Hennenmörder geächtet, aber bei den Enten ist das den meisten Jägern egal. Zusätzlich wird auf die armen Vögel bei schlechtestem Licht herumgeflakt, als ob sie nicht viel besser als Ratten wären.

Empfehlenswert das Buch von Kalchreuther "Das Wasserwild".
 
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#26
Zusätzlich wird auf die armen Vögel bei schlechtestem Licht herumgeflakt, als ob sie nicht viel besser als Ratten wären.
.., bei solchen (scheinheiligen) Kommentaren in einem Jagdforum scheinst mit dieser Jagdart und der Flinte als Jagdwaffe nicht recht vertraut zu sein.
 
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#27
Das mit dem KK hab ich auch schon gemacht, der Kugelfang muss halt passen. Den Waller hab ich noch vergessen, ja und auch den Hecht. In dem Gänserevier hat der Waller schon auf der Wasseroberfläche liegende schwächere Nilgänse runtergeholt. Die Fischereivereine haben ja fast überall Waller gesetzt. Raus bringt man sie nicht mehr und dann kommt noch der Catch&Release-Krampf dazu.
 
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#28
Ich war 14 Jahre beruflich unter anderem für "Hegemaßnahmen" von Wasserwild zuständig.
Prädatorenbejagung ist oberstes Gebot, wie meine Vorposter schon geschrieben haben, dann Deckung, von Häuschen über Brettchen auf Kopfweiden nageln und die Äste darüber zusammenbinden habe ich einiges probiert, am besten haben Benjeshecken mit durchgewachsenen Brennesseln funktioniert. Im Herbst Laub in die Benjeshecken werfen und damit baut das Wassergeflügel dann im Frühjahr, sobald die Brennesseln 30 cm hoch sind, die Nester.
Gegen Ratten habe ich das ganze Jahr rote Haferflocken gefüttert, in ein 2m langes 100er HT Rohr mit Deckel auf einer Seite geschüttet und das offene Ende leicht niedriger ausgelegt, dann werden die Haferflocken nicht nass. Alle 4-5 Wochen austauschen und die Ratten haben nix mehr zu melden.

Bausaujäger
 
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#30
Haben Futterflöße bei uns im Revier, diese werden mit Mais oder Getreide befüllt. In der Mitte des Floßes ist ein Rohr in das das Futter gegeben wird und durch eine entsprechende Öffnung und Begrenzung liegt nicht zu viel Futter auf einmal dort und es reicht wenn man 1 mal pro Woche nachfüllt. Die Flöße schwimmen bei uns weit im Wasser und lassen sich mit einer Seilvorrichtung angenehm einholen.

Und sonst kann ich dir nur den schon vorher beschriebenen Artikel im Weidwerk (Septemberausgabe) empfehlen, also Fallen stellen, Krähenjagen und Raubwild/Raubzeug erlegen wann es nur geht (und es das Gesetz zulässt natürlich).

Lg und WMH
 
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