Heideterrier

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#1
Seit ca. drei Jahren beobachte ich einen Trend, dass, ich nenne sie mal Hardcore-Treiber, mit sogenannten Heideterriern daherkommen. So wie ich das mitbekommen habe, handelt es sich dabei um Kreuzungen aus Deutschem Jagdterrier und Bullterrier/American Staffordshire Terrier/Pitbull Terrier/Staffordshire Bullterrier. Da wird von der ursprünglichen Kreuzung von Deutschem Jagdterrier und Air Dale Terrier abgewichen, wie er erstmals in den frühen 70er Jahren in der Lüneburger Heide gezüchtet wurde.
Was mich beschäftigt ist die Tatsache, dass Kreuzungen dieser Art nach einer Reihe von Landeshundegesetzen in der Bundesrepublik unmittelbar als gefährliche Hunde gelten. In RLP gilt das für Kreuzungen mit den Rassen American Staffordshire-, Pitbull- und Staffordshire Bullterrier. Eine jagdliche Verwendung ist daher ausgeschlosssen.
Einige Leute habe ich direkt mit der Herkunft prahlen gehört und dass diese Hunde überaus kräftig packen und festhalten. Beinahe alle jagen aber ohne den beim Stöberhund gewünschten Spurlaut.
Meine Frage: Ist das eine regionale Erscheinung in 50 Km Umkreis oder ist diese Entwicklung bundesweit feststellbar? Ich mag da rückständig sein, aber ich denke die herkömmlichen und anerkannten Jagshunderassen reichen für alle in Deutschland denkbaren Jagdarten völlig aus und stammen in der Regel aus jagdlichen Leistungszuchten. Wer hat Erfahrungen damit?
 
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#4
Ein bekannter hat vor kurzem seinen 2. Wurf bekokommen. Der Rüde ist von einem anderen bekannten von mir, ein sehr feiner Hund. Spurlaut ist da und auch zupacken kein fremdwort. Ich bin kein freund von Heideterrier aber sein Asko arbeitet so wie man es von einem Stöberhund erwartet.

Bei uns im umkreis von ca 20km kenn ich allein 4 Heideterrier führer (gut befreundet) mit gesamt 6 oder 7 Terriern.
Auch in RLP.
 
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#5
Du hast da was verwechselt die heißen Airdale... nicht Bullshit ähh Bullterrier..
 
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#6
Hatten vor einiger Zeit mal hier die Diskussion, ob die bestehenden JGH-Rassen für die Anforderungen der heimischen Jagd prinzipiell ausreichen oder nicht.

In diesem Kontext war die Schaffung "optimierter" Hunderassen für "neue Jagdsituationen" wie dem vermehrten Aufkommen von Schwarzwild ein heißes Eisen.

Ohne selber mit dieser o.a. "Mischung" bislang eigene Erfahrungen zu haben oder deren Einsatz beobachtet zu haben, scheint auch eine hier im Forum nicht unerhebliche Fraktion prinzipiell Interesse an neuen Zuchtrichtungen zu haben.


Mir selber und einigen "Traditionalisten" genügt die weltweit sehr populäre Breite der heimischen JGH-Rassen komplett. Mit ist keine Jagdform hier in Kontinentaleuropa bekannt, die durch den Zucht- und ausbildungsgemäßen Einsatz einer der vorhandenen JGH-Rassen nicht optimal zu unterstützen wäre.
Das wir die bestehenden JGH-Rassen natürlich bezüglich der Verengung des Genpools im Kontext der Leistungszucht, der Anpassung der Leistungsprüfungen an aktuelle jagdliche Gegebenheiten udn Anforderungsprofile und sicher auch was die Erhaltung einer gewissen Qualität bei der praktischen Hundeführung im Auge behalten und dort immer auch noch besser werden können, war, meine ich, Konsens.
 
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#7
Es gab zumindest die Bestrebungen bzw. Versuche, Bullterrier und/ oder Pitbulls einzuzüchten. Wie weit das die Regel oder nur die Ausnahme ist, weiß ich nicht.

Ich habe gerade in Niedersachsen eine Reihe Heideterrier auf relativ kleinflächigen Bewegungsjagden erlebt und die Majorität der Hunde war sichtlaut aber nicht spurlaut. Auf großen/ größeren forstlichen Jagden, die unterstützend mit durchgehenden HFs gejagt haben, sind mir die Hunde bis dato nicht begegnet.

Ansonsten hat der Thread natürlich das Potenzial für die bereits bekannt Debatte.

Wie sagte Herr Lagerfeld noch: 'wer (außerhalb seiner Wohnung) Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren'.


Grosso
 
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#10
So lange nicht auch bei den Mitgliedern die Schädel vermessen werden und dort alles rein Rassig sein muss, ist doch alles gut.......:sick:
By jove, Jungjäger Rednose, wenn Du nur mal in der Jagdschule letztes Jahr so gut aufgepasst hättest, wie bei Deiner offensichtlich tief aufgesogenen, politischen Qualitätsbildung....:rolleyes:

Die Idee auf der schon lange vor der NS-Zeit vorhandenen JGH-Leistungszucht mit der Nazi-Keule herum zu kloppen, zeugt von etwa der gleichen argumentativen Eloquenz, wie sie den Braunhemden in reverser Ausrichtug zueigen war.

 
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#11
By jove, Jungjäger Rednose, wenn Du nur mal in der Jagdschule letztes Jahr so gut aufgepasst hättest, wie bei Deiner offensichtlich tief aufgesogenen, politischen Qualitätsbildung....:rolleyes:

Die Idee auf der schon lange vor der NS-Zeit vorhandenen JGH-Leistungszucht mit der Nazi-Keule herum zu kloppen, zeugt von etwa der gleichen argumentativen Eloquenz, wie sie den Braunhemden in reverser Ausrichtug zueigen war.

evtl. sollte der Vorstand vom NRW BGS Verband doch erst mal mit seinem Hund die Prüfung schaffen. Dann reden wir über Argumente und nicht mehr über Ideologie, Macht und Politik.
Denn das Gedankengut im BGS Verein ist sehr sehr nah an unserer Geschichte dran. Daher der Vergleich. Aber was weiß ein JJ schon, der existiert ja erst sei max. 3 Jahren :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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#13
Naja, die Grundidee des Heideterriers ist so verkehrt nicht. Man hat versucht, den Deutschen Jagdterrier mit möglichst allen rassetypischen Eigenschaften größer zu machen, damit zum Beispiel ein ungewolltes Einschliefen während Bewegungsjagden ausgeschlossen wird.

Grundsätzlich ist in meinen Augen auch nichts dabei, mit den vorhandenen Jagdgebrauchshunderassen durch Kreuzungen neue Wege zu beschreiten - wurde ja so beim Deutsch-Drahthaar auch gemacht.

In der originalen Linie sind beim Heideterrier auch tatsächlich zwei Jagdhunderassen - der Deutsche Jagdterrier und der Airedaleterrier, der früher vornehmlich in GB zur Otterjagd eingesetzt wurde - miteinander gekreuzt worden. Gegen diese Mischung ist aus meiner Sicht auch nichts einzuwenden und die vorgeschobene Behauptung, es könne keine BP abgelegt werden, weil eine der eingekreuzten Rassen keine zwingende Arbeitsprüfung habe, verfängt zumindest dann nicht, wenn gleichzeitig, wie im LJV BW, Ausnahmen für Schwarzwälder Schweißhunde mit dem Hinweis auf Lokalcolorit gemacht werden, obwohl doch auch der hier eingekreuzte Plotthound keine Arbeitsprüfung voweisen kann, ja gemäß FCI noch nicht einmal eine anerkannte Rasse ist.

Wie es im LJV Baden-Württemberg zu dieser doch eher befremdlichen Doppelmoral kommt? ... ein Rätsel...
 
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#14
Naja, die Grundidee des Heideterriers ist so verkehrt nicht. Man hat versucht, den Deutschen Jagdterrier mit möglichst allen rassetypischen Eigenschaften größer zu machen, damit zum Beispiel ein ungewolltes Einschliefen während Bewegungsjagden ausgeschlossen wird.

Grundsätzlich ist in meinen Augen auch nichts dabei, mit den vorhandenen Jagdgebrauchshunderassen durch Kreuzungen neue Wege zu beschreiten - wurde ja so beim Deutsch-Drahthaar auch gemacht.

In der originalen Linie sind beim Heideterrier auch tatsächlich zwei Jagdhunderassen - der Deutsche Jagdterrier und der Airedaleterrier, der früher vornehmlich in GB zur Otterjagd eingesetzt wurde - miteinander gekreuzt worden. Gegen diese Mischung ist aus meiner Sicht auch nichts einzuwenden und die vorgeschobene Behauptung, es könne keine BP abgelegt werden, weil eine der eingekreuzten Rassen keine zwingende Arbeitsprüfung habe, verfängt zumindest dann nicht, wenn gleichzeitig, wie im LJV BW, Ausnahmen für Schwarzwälder Schweißhunde mit dem Hinweis auf Lokalcolorit gemacht werden, obwohl doch auch der hier eingekreuzte Plotthound keine Arbeitsprüfung voweisen kann, ja gemäß FCI noch nicht einmal eine anerkannte Rasse ist.

Wie es im LJV Baden-Württemberg zu dieser doch eher befremdlichen Doppelmoral kommt? ... ein Rätsel...
Ich befasse mich nicht viel mit Heideterriern. War auch immer der meinung das man mit ihnen keine Prüfung absolvieren kann. Aber es geht doch.
Ich kenne diese rasse aber auch nur von Stöberjagden und hier und da mal ne Todsuche.

Aber am ende liegt es doch nur am Hundeführer ob der Hund später was taugt oder nicht. Und für welchen einsatz man diesen nimmt.
 
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#15
Naja, die Grundidee des Heideterriers ist so verkehrt nicht. Man hat versucht, den Deutschen Jagdterrier mit möglichst allen rassetypischen Eigenschaften größer zu machen, damit zum Beispiel ein ungewolltes Einschliefen während Bewegungsjagden ausgeschlossen wird.
OT, aber aus Interesse: Warum dann nicht einfach gleich einen Airedale verwenden? Warum ist der nicht als Jagdhund anerkannt? Mein Opa hat nach dem Krieg sicher 20 Jahre lang nur Airedales jagdlich geführt...
 
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