Hertel und Reuss 7x56 - Qualität, optisch wie auch mechanisch?

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#31
JMB:
Das muss ich mir alles nochmal in Ruhe anschauen. Zur Not habe ich wahrscheinlich noch einen Zapfen, der passt (von dem Glas davor - sofern er identisch zur Aufnahme oben ist).

Kann man das so sehen mit dem Zapfen?
Gibt es da Anhaltspunkte, die Klarheit bringen?
 
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#32
Leute mit Erfahrung und "Gefühl für Technik" können es beim Einschwenken des Glases merken.
 
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#33
Einmal drüber geschlafen und in Ruhe angeschaut:
Die Zapfen schwingen vom Gefühl her recht ähnlich ein. Der vom aktuellen Glas etwas schwerer sogar als der davor.
Wirklich locker und mit Spiel macht keiner den Eindruck.
Von den Abmessungen ist der neue allerdings 1/10 breiter und ein 1/10 kürzer im Vergleich zu den anderen beiden, die funktionieren.

Alles also keine Welten (aber 4-5cm Streukreis sind ja auch keine Welten).

Eines nach dem anderen. Zuerst Handschuh in die Ringe und wenn da nichts passiert, dann nehne ich den anderen Zapfen mit auf den Stand und tausche aus. Dann kann ich wenigstens auch zuordnen, wenn sich was verändert ;)
 
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#34
Wenn's denn passt ...
EAW hat vor einigen Jahren den Abstand der Querbohrungen, durch die der untere Vorderfußteil (mit dem Pivotzapfen) mit dem Oberteil verschraubt werden, geändert.
Irgendwelche techn. Vorteile sahen weder ich, noch mein damaliger BüMa.
(Sollte jemand nachvollziehbare oder gar "offizielle" Gründe kennen - gerne her damit.)

Es scheint so zu sein, dass man dadurch den Absatz steigern wollte, weil dadurch beim Ummontieren auf eine andere Waffe der gesamte Vorderfuß getauscht werden muss UND in vielen Fällen (zumindest für eine gewisse Übergangszeit) die "Wühlkiste" der BüMa nichts mehr hergab.

Langfristig gebracht hat es scheinbar nichts.


WaiHei
 
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#36
Man sollte auch in Betracht ziehen, dass das Glas ganz einfach nicht (mehr) bedonders schussfest ist. Sowas wird nicht umsonst bei ausgiebigen ZF-Test mit überprüft - mit durchwachsenen Ergebnissen, wohl gemerkt bei Neugläsern.
Mir ist auch schon mal ein Zeiss abgeraucht. Sowas passiert; und wahrscheinlich öfter als man denkt. Deshalb bin ich beim gebrauchten Optikkauf auch SEHR zurückhaltend.
 
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#37
Ja, das kann natürlich sein - ich wollte nur nicht gleich losschreien, bevor nicht die anderen Faktoren ausgeschlossen sind.

Beim jetzigen 'Problem' würde aber ohne Kollimator kein Büchser vom Schießen her einlenken, sondern wohl sagen, die Büchse schieße eben nicht besser, vermute ich.

Falls alles nichts wird, kommt nochmal ein anderes Glas zum Vergleich drauf und dann ggf. ab zur Überprüfung mit dem Glas - aber soweit isses ja noch nicht
 
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#38
Ist der Hinterfuß in der Base nach vorne und hinten frei (Längenausgleich)?
Nicht, dass da eine Verspannung auftritt.

Bei der EAW-Schwenkmontage wird ja der Hinterfuß in der hinteren Base seitlich und in der Höhe fixiert, aber eben NICHT in der Länge.


WaiHei
 
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#39
Ja, sitzt mittig - habe ich extra nochmal nachgestellt vor dem Standbesuch - aber danke fürs 'Abklappern aller Fehlerquellen'.
 
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#40
Glas nicht mehr schußfest, das glaube ich nicht, dann hättest noch ein viel schlechteres Schußbild mit Ausreissern usw...Nur Mut!
Ihr Montage-Profis werdet das schon noch hinkriegen...

Ich habe auf meine Nachsuchen-Waffe ein uraltes gebr. Hensoldt Diavari D 1,5-6 montieren lassen, mit SEM, aus Kostengründen in vorhandene Basen...
Das Teil hatte ich vorher noch beim Optik-Spezialist überholen lassen...
Es ist schussfest in jedem Fall, nur konstruktionsbedingt nicht dicht. Aber das ist eine andere Kiste...
 
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#42
Hmmm wenn ich das alles lese, dann wäre meine vorsichtige Frage in die Runde, wer von den EAW-Selbstmontierern vielleicht schon mal den Hersteller EAW selbst nach seiner Meinung bzgl Latex statt Kleber gefragt hat. Ich bin nicht aktuell informiert, aber mir ist nicht bekannt, dass man dort jemals diese Option den Kunden nahegelegt hat.
Meine EAWs habe ich bisher alle von meinem Büma montieren lassen, der das häufiger macht als ich und das relativ fachgerecht, soweit ich das beurteilen kann. Ich selbst habe nie Latex als gute Option gesehen, vor allem wegen der sehr schnellen Alterung des Materials.
Und weil ich auch nicht so oft die Zielfernrohre wieder runterreisse. Wenn, dann wäre vllt eher ein besserer Klebestreifen aus Papier oder Folie aus geeignetem Material an der richtigen Stelle eine Lösung. Aber die wirklich dauerhafte Fixierung des Zfr ist ohne Kleber an den richtigen Stellen bei den Ringen nicht einfach, und formschlüssig soll es ja am Ende auf keinen Fall werden. Was sagen die Zfr-Hersteller denn selbst als Alternative zum fachmännischen Kleben der EAW-SM / hat jemand mal dort eine kompetente Meinung eingeholt?
PS: ich hatte mir vor einiger Zeit ein moderneres Stahl-Zfr von einem großen Jagdversandhaus zuschicken lassen, da es als Restposten im Abverkauf günstiger angeboten und dabei als „neu“ beschrieben wurde.
Auf dem Tubus waren dann zwar keine Klebespuren zu sehen, aber Quetschungen durch eine nicht fachgerecht ausgeführte Montage (mit 3/4 Ringen, vermutlich EAW) - es befand sich also wohl vorher auf einer Büchse, die als Komplettangebot oder Ausstellungsstück diente. Soviel vielleicht als kleine Anekdote zum Nicht-Kleben und der damit möglicherweise verbundenen Schwierigkeit, ein noch fachgerechtes Ergebnis bei diesem Typ von Zfr-Montage zu erreichen.
 
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#43
Wenn ich mal etwas weiter ausholen und aus meiner "Jugend" erzählen darf ...
Hatte mal ein Auto, das Probleme mit den Lagern in den hinteren Bremstrommeln hatte. Leider stand im Reparaturbuch kein Anzugsmoment.
Mein Kumpel, der öfter an Autos schraubte, schlug einfach im Buch für den Renault seines Vaters nach.
"Ist doch gar kein Renault."
"Sind aber beides vergleichbare Autos. Vergleichbare Belastungen = vergleichbare Werte!"

So haben wir's gemacht und keine Probleme gehabt.
Will sagen: Bei ZF-Montagen wird das ebenso sein.

IIRC findet sich bei Recknagel durchaus der Hinweis auf Latex- o. Nitrilstreifen in den Ringen.

Ob das Verkleben der Montagen jetzt von jedem BüMa "fachmännisch" durchgeführt wird wage ich genau so zu bezweifeln, wie dessen Notwendigkeit:
Ein früherer Bekannter meinte dazu, dass das Kleben der Basen zwar nicht schade, aber auch nicht nötig sei, in den Ringen schon gar nicht.
OK! Der muss jetzt nicht unbedingt Recht gehabt haben ...
Als früherem Leiter der Montagen-Fertigung bei Leupold würde ich ihm aber schon eine gewisse Ahnung von der Materie zutrauen, immerhin bauen die "ein paar" Montagen im Jahr.


WaiHei
 
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#44
Bei welchem Optik-Spezialisten war's denn?


WaiHei
Überholen des Hensoldts wurde in 2013 bei Optik Frölich in Kassel gemacht, Zerlegen, Reinigen, Justieren...für 210,51 €...
Das alte Glas ist auf der Waffe nur drauf, falls ich die mal mit auf den Stand nehme...
 
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#45
Wenn ich mal etwas weiter ausholen und aus meiner "Jugend" erzählen darf ...
Hatte mal ein Auto, das Probleme mit den Lagern in den hinteren Bremstrommeln hatte. Leider stand im Reparaturbuch kein Anzugsmoment.
Mein Kumpel, der öfter an Autos schraubte, schlug einfach im Buch für den Renault seines Vaters nach.
"Ist doch gar kein Renault."
"Sind aber beides vergleichbare Autos. Vergleichbare Belastungen = vergleichbare Werte!"

So haben wir's gemacht und keine Probleme gehabt.
Will sagen: Bei ZF-Montagen wird das ebenso sein.

IIRC findet sich bei Recknagel durchaus der Hinweis auf Latex- o. Nitrilstreifen in den Ringen.

Ob das Verkleben der Montagen jetzt von jedem BüMa "fachmännisch" durchgeführt wird wage ich genau so zu bezweifeln, wie dessen Notwendigkeit:
Ein früherer Bekannter meinte dazu, dass das Kleben der Basen zwar nicht schade, aber auch nicht nötig sei, in den Ringen schon gar nicht.
OK! Der muss jetzt nicht unbedingt Recht gehabt haben ...
Als früherem Leiter der Montagen-Fertigung bei Leupold würde ich ihm aber schon eine gewisse Ahnung von der Materie zutrauen, immerhin bauen die "ein paar" Montagen im Jahr.


WaiHei
Die bauen aber auch exakt passgenaue Ringe! Es gibt bei denen auch 25,4mm und 26mm Ringe.
Den Unterschied kennen die teuren Deutschen Kollegen gar nicht!


Einstein
 
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