Hessen: Kampagne und Unterschriftenaktion gegen die neue hessische Jagdverordnung - Nein zur Hessischen Jagdverordnung!

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1 Nov 2013
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Es ist einfach transparenter, wenn man den Entwurf mit verlinkt und nicht nur ein gefiltertes Fokuspapier einstellt. Aus schlechter Erfahrung zeichne ich z.B. sowas aus Prinzip nicht, ohne die volle Quelle gelesen zu haben.
Du hast natürlich recht, der Entwurf hätte mit verlinkt werden sollen!
Da du und ich aber mündige Bürger sind, haben wir uns mit minimaler Eigeninitiative Zugang zur vollen Quelle verschafft und uns entsprechend informiert!
Manche Protagonisten sind aber noch nicht einmal dazu in der Lage und geben trotz mangelnder Eigeninitiative und Informationsdefiziten permanent ihre halbgaren Meinungen und Kommentare zum besten;
und das bleibt dann für mich unter dem Strich als Quintessenz!
 
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Danke @Mohawk für die Links. Nach einem Überfliegen frag ich mich, ob da wirklich die ÖJVler mitgearbeitet haben, ich denke eher nein, sonst würden die Vorgaben zur Schalenwildmanagement deutlicher.

Bei der Jägerprüfung halte ich die Anforderungen nicht für sooo exorbitant hoch. 2 von drei in den Ringen >3 ist jetzt nicht so das Problem, Kipphase halte ich auch nicht für so schwer, ok der Laufende Keiler kann ein K.O. bedeuten, aber drei von 5 in den Ringen und min, 21 Ringe (von 50) sind jetzt auch nicht so schwer. Die schriftliche als Formulierungen statt mc halte ich für sinnvoll. es wird eh keiner einen Roman fordern, der komplexe Wechselwirkungen bei unterschiedlichen Bewirtschaftungskonzepten beschreibt. d geht es eher drum, die Richtige Antwort in dem Umfang einer der üblichen mc Antworten hin zu schreiben. Das bremst die auswendiglerner, die nicht die Antworten, sondern die Buchstaben davor auswendig lernen halt aus. Nicht so böd eigentlich. Gibts doch genügend hier, die die aktuelle Prüfung für zu lax halten...

Hase und Rebhuhn aus dem Katalog der jagdbaren Wildarten zu streichen ist bitter, da würd ich auch dagegen stimmen, wenn ich denn regelmäßig dort auf eben diese Wildarten jagen würde. Ich geh davon aus, dass das aber mindestens 80% der hessischen Jäger eher weniger trifft, da sie regelmäßig nicht Hase und schon garnicht Rebhuhn bejagen. aber ich geb Dir Recht, wenn die BejagungsMÖGLICHKEIT wegfällt, schwindet bei den allermeisten auch die Motivation zur Hege ebendieser Wildarten. Leider.

Entschuldige bitte, wenn ich mich bislang nicht um die Änderung der Verordnung zum hessischen Jagdgesetz interessiert hab. Ich geh in Hessen nicht auf die Jagd und hab deswegen bislang nicht das Bedürfnis verspürt, mich mit der Thematik auseinander zu setzen. Ich selbst bejage eine Naturschutzfläche und da ist seit 8 Jahren ebenfalls die Erlegung von sämtlichem Niederwild (außer Rehwild) verboten. Lediglich Neozonen dürften erlegt werden, hab ich aber bis heute noch keine gesehen. Hasen hat es trotzdem viele und gefühlt hat sich der Besatz die letzten drei Jahre verdoppelt, auch wenn ich nicht mehr 5 bis 12 Füchse /Jahr erlege wie vor dem Verbot.
Rebhühner seh ich auch öfters, mal auf unseren Wiesen/Wegen oder den angrenzenden Äckern. Bejagen würd ich die trotzdem nicht.
 
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@Diplomwaldschrat in Hessen gibt es einige Hegeringe, die sich richtig reinhängen und durch Raubwildbejagung die Bestände bei Rebhühnern und Hasen beeinflussen wollen. Aus Jäger Sicht mit Erfolg. Aber um das nachhaltig zu klären wird das wissenschaftlich begleitet. Nun sind sie mit Recht sauer, dass diese engagierte und wissenschaftlich fundierte Arbeit ignoriert wird…
Peter
 
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In dem Teil in dem ich jage, gibt es noch viele Niederwildreviere. Die Motivation zur Pacht war damals die herbstlichen Treibjagden. Die habe ich die letzten Jahre ausfallen lassen, würde aber in Zukunft gerne wieder einmal einladen.
Zum anderen macht Raubwild weit über die Hälfte der jährlichen Streckenliste aus. Ich finde es wichtig und fühle mich dazu verpflichtet.
Sauen sind in den letzten Jahren auch kaum vorhanden.
Wenn mir dies genommen wird… wieso weiter pachten? Für die paar Stück Rehwild?
 
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Ich zähle mal mit, wann sinngemäß der erste Beitrag von den Kniewunden kommt...
"alles gut so, ein moderner Ansatz, wir müssen mit der Zeit gehen, Jagd als gesellschaftlicher Spiegel, divers... blabla"
Ich hab ja meine Erfahrungen mit dem Ba-Wü "Jagd- und Wildtiermanagementgesetz".
Bösartigster Spruch des grünen Bundestagsabgeordneten Harald Ebner: "Durch dieses Gesetz wird die Jagd wieder in die Mitte der Gesellschaft geholt".
Den Grünen glaub ich ja alles Mögliche - aber niemlas nicht, dass es ihnen ein Herzenswunsch war, das Ansehen der Jäger zu erhöhen und die Jagd in die Mitte der Gesellschaft zu stellen. Wobei ich in den letzten dreissig Jahren VOR diesem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz gar nicht den Eindruck hatte, als stünden Jagd und Jäger am Rande......aber sei`s drum: mit diesem Grünen-Wählerklientel-Bedienungsgesetz (man schaue sich die Regelungen zur Baujagd an) haben sich die Grünen in Ba-Wü mehr Feinde geschaffen als notgetan hätte. Und das wird in anderen Bundesländern nicht viel anders werden.
 
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Mal eine Verständnisfrage:

Kritikpunkte Jägerprüfung:
Praxisferne Ringzahl gefordert (ähnliche Vorgaben wie bei speziellen Leistungswettbewerben)


Welche Bereiche gehen denn dem LJV zu weit?
Der laufende Keiler?

Hintergrund ist der Jagdprüfungstourismus in andere Bundesländer oder wie ist das zu verstehen?
 
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Danke @Mohawk für die Links. Nach einem Überfliegen frag ich mich, ob da wirklich die ÖJVler mitgearbeitet haben, ich denke eher nein, sonst würden die Vorgaben zur Schalenwildmanagement deutlicher.
Das ist die alte VO. Was an der neuen am bedrohlichsten ist ist das geplante "Zentrum für Artenschutz" dem die Jagd mehr oder weniger unterstellt werden soll. Wer da die Akteure sein werden die dort die Strippen ziehen und sich an neugeschaffenen leistungslosen Jobs sattfressen muss nicht extra gesagt werden.
ÖJV und Forst werden da sicherlich nicht dabei sein.
 
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Ich hab mitgemacht, vor allem wegen des Feldhasens und den invasive Arten.
Die Modifikation der schriftlichen Jägerprüfung um Freitexteingabe finde ich tatsächlich einen mehr als überfälligen Angang. Sollte in Baden-Würrtemberg auch kommen angesichts der Farce den die schriftliche Prüfung hier darstellt.
 
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Nennt mir eine Veränderung der Jagdgesetze durch Einflussnahme der Grünen, die der Jagd im Niederwildrevier nicht schadet......In RPL soll ab 2024 die Fallenjagd verboten werden etc. Da brauche ich nicht groß zu recherchieren! Ach Herrn Wüst würde in NRW ich gerne noch 30 Silberlinge schenken...
 
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Sollte in Baden-Würrtemberg auch kommen angesichts der Farce den die schriftliche Prüfung hier darstellt.
Das war politisch aber so gewollt in Ba-Wü. Der Landesjagdverband resp. die privaten Jagdschulen sollen keine Wildbiologen ausbilden, sondern Schalenwildredukteure. Um alles andere kümmert sich der NABU, früher oder später.
 
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Der NABU ballert eh schon gerne ohne Schonzeit.....



denen gehts um Macht nicht um Naturschutz.
da liegen sie konform mit dem ÖJV



übrigends auch ganz intressant zum Thema was schert mich mein Geschwätz von gestern:
In der Ostseestadt Heiligenhafen (Schleswig-Holstein) fordert der Nabu die Bejagung von Füchsen in der Schonzeit. Auf dem Heiligenhafener Graswarder, eine vorgelagerten Halbinsel, sollen trotz Setzzeit Füchse bejagt werden.


Laut Angaben der Lübecker Nachrichten soll diese Bejagung mit der Unterstützung des Kieler Umweltministeriums unter Minister Robert Habeck geschehen.
 
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