HIT - Geschosse für Wiederlader?

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Dann reinigt eben zwischen. Das bekommt man wenigstens easy raus und ohne das man groß bürsten muss.
 
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Naja, hab da einen Lauf (R8/8*57IS), der ist mit den Barnes wirklich schwierig auf Präzision zu halten. Nach spätestens 20 Schuss geht der Streukreis auf. Brauche aber nach der chemischen Keule auch zwischen 3 und 5 Schuss bis die Präzision wieder da ist, wo ich sie haben will.

Klar könnte ich nach jedem Einsatz reinigen, nur hängt dann der Streukreis bei um 3cm. Nach spätestens 5 Schuss ohne reinigen verengt sich dass dann auf unter 10mm bevor es ab etwa Schuss 15 wieder auf geht. Bei denen NPT kenne ich das Verhalten nicht, selbst direkt nach dem Reinigen halte ich da 10mm kaliberbereinigt.

Da könnte dann das HIT eine Lösung sein, falls das Fox das gleiche Verhalten zeigt. In der 6,5*55 funktioniert das Fox schon Mal ohne dem Verhalten.
 
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Da wo der Geschossmantel aus Flußstahl besteht hat man ursprünglich angefangen diesen mit Nickel zu plattieren um die Reibung im Lauf herabzusetzen und so den Laufverschleiß in den Griff zu bekommen.

Lese auch hier:

Geschossmantel Flussstahl

Bei Geschossen aus Vollkupfer ist es sinnfrei und dient wohl im Falle der RWS Hit nur einem "höherwertigen" Erscheinungsbild.

Die TIG Nature von Brenneke besitzen immer noch einen Geschossmantel aus Flußstahl und sind deshalb immer noch vernickelt. Macht auch Sinn.

Da Kupfer und seine Legierungen wie Tombak wesentlich weicher als der Laufstahl sind reicht es die Reibung/den Einpressdruck durch einbringen von Nuten (Barnes, Fox, GMX), Untermaßigkeit (Naturalis, E.tip) oder Führbandtechnik (MJG, KJG, LOS) zu minimieren. Nickel ist da nur Kosmetik, glänzt aber so schön wie Silber. Da meint man doch gleich was ganz besonderes/besseres zu schießen und legt dann auch gerne ein paar viel mehr Euronen auf den Tisch. Wer es möchte, warum nicht. Technische Vorteile von vernickelten Kupfergeschossen? Wohl eher nicht.

Um Nickelrückstände aus dem Lauf zu entfernen brauch man Schleifpaste (hat RWS selbst empfohlen).
Bürsten aus weicherem Kupfer oder Bronze reichen nicht aus um Nickelrückstände mechanisch auszubürsten.

Nickel ist auch weitgehend chemisch beständig. Der Laufstahl würde eher Schaden nehmen.

Allerdings sollte man auch fairer Weise sagen, dass der in den Lauf eingebrachte Nickelabrieb wohl ein Jägerleben lang kein Problem darstellt und deshalb eine Entfernung ein eher fiktives Szenario darstellt.
 
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Da wo der Geschossmantel aus Flußstahl besteht hat man ursprünglich angefangen diesen mit Nickel zu plattieren um die Reibung im Lauf herabzusetzen und so den Laufverschleiß in den Griff zu bekommen.

Lese auch hier:

Geschossmantel Flussstahl

Bei Geschossen aus Vollkupfer ist es sinnfrei und dient wohl im Falle der RWS Hit nur einem "höherwertigen" Erscheinungsbild.

Die TIG Nature von Brenneke besitzen immer noch einen Geschossmantel aus Flußstahl und sind deshalb immer noch vernickelt. Macht auch Sinn.

Da Kupfer und seine Legierungen wie Tombak wesentlich weicher als der Laufstahl sind reicht es die Reibung/den Einpressdruck durch einbringen von Nuten (Barnes, Fox, GMX), Untermaßigkeit (Naturalis, E.tip) oder Führbandtechnik (MJG, KJG, LOS) zu minimieren. Nickel ist da nur Kosmetik, glänzt aber so schön wie Silber. Da meint man doch gleich was ganz besonderes/besseres zu schießen und legt dann auch gerne ein paar viel mehr Euronen auf den Tisch. Wer es möchte, warum nicht. Technische Vorteile von vernickelten Kupfergeschossen? Wohl eher nicht.
ich kann mir auch nicht vorstellen welche super vorteile das nickelplatieren bringen soll ausser vllt optisch. soll wahrscheinlich den überzogenen preis rechtfertigen
 
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Bleiben wir bei den vernickelten Geschossen. Kupfer oder Tombakgeschosse laufen über die Zeit nur an. Das hat keinen Einfluss auf die Verwendung.

Nickelüberzug von Hülsen ist ein ganz anderes Thema,

Lese auch z. B. hier weiterführendes:

vernickelte Hülsen
ich kann aus eigener erfahrung sagen dass die vernickelten rws hülsen die ich verlade in meiner heym die nächste patrone im magazin nicht nach vorne schieben beim repetieren. ganz im gegensatz zu meinen anderen, nicht platierten hülsen! aber hier gehts ja um geschosse
 
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Da wo der Geschossmantel aus Flußstahl besteht hat man ursprünglich angefangen diesen mit Nickel zu plattieren um die Reibung im Lauf herabzusetzen und so den Laufverschleiß in den Griff zu bekommen.

Lese auch hier:

Geschossmantel Flussstahl

Bei Geschossen aus Vollkupfer ist es sinnfrei und dient wohl im Falle der RWS Hit nur einem "höherwertigen" Erscheinungsbild.

Die TIG Nature von Brenneke besitzen immer noch einen Geschossmantel aus Flußstahl und sind deshalb immer noch vernickelt. Macht auch Sinn.

Da Kupfer und seine Legierungen wie Tombak wesentlich weicher als der Laufstahl sind reicht es die Reibung/den Einpressdruck durch einbringen von Nuten (Barnes, Fox, GMX), Untermaßigkeit (Naturalis, E.tip) oder Führbandtechnik (MJG, KJG, LOS) zu minimieren. Nickel ist da nur Kosmetik, glänzt aber so schön wie Silber. Da meint man doch gleich was ganz besonderes/besseres zu schießen und legt dann auch gerne ein paar viel mehr Euronen auf den Tisch. Wer es möchte, warum nicht. Technische Vorteile von vernickelten Kupfergeschossen? Wohl eher nicht.

Um Nickelrückstände aus dem Lauf zu entfernen brauch man Schleifpaste (hat RWS selbst empfohlen).
Bürsten aus weicherem Kupfer oder Bronze reichen nicht aus um Nickelrückstände mechanisch auszubürsten.

Nickel ist auch weitgehend chemisch beständig. Der Laufstahl würde eher Schaden nehmen.

Allerdings sollte man auch fairer Weise sagen, dass der in den Lauf eingebrachte Nickelabrieb wohl ein Jägerleben lang kein Problem darstellt und deshalb eine Entfernung ein eher fiktives Szenario darstellt.
Ich habe gerade eine Ferlacher Kipplaufbüchse instandgesetzt. Den Lauf (7x65R) hatte ich chemisch gereinigt, bis er blank war. Danach bin ich mit JB Bore Paste durchgegangen. Wahnsinn was da noch rausgekommen ist. Schätze der Vorbesitzer hat Nickelmantel geschossen...

Gruss
Jan
 
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Ich habe in meinen Laufen keineProbleme mut übermässigem Abrieb von den Barnesgeschossen, jedoch mit den PPU Z-Grom.

Der Lauf zeigt nach 10 Schuss mit den ZGrom deutlich kupferfarbener Abrieb auf den Feldern bei 2verschiedenen Waffen. Nach 40 Schuss Barnes (unbeschichtet) sieht man noch keinen Abrieb.
Leider hat dieser Abrieb deutlichen Einfluss auf die Präzision und deu Streukreise gingen leider schon während der Ladungsentwicklung ordentlich auf.

Auf der Suche nach einer Lösung stiess ich auf nachfolgenden Beitrag aus 2012 von frogger. Er beschichtete die Geschosse mit Carnaubawachs und es schien zu helfen- dies wäre dann auch ein möglicher Ansatz für diejenigen mit Kupferabriebproblemen bei den Barnes:

Moin!

Einer meiner Jagdkollegen schießt die PRVI GROM 30-06 aus einer S202 mit 60cm Lauf.

Präzision aus "sauberem" Lauf = sehr gut <20mm/100m
Präzision aus Lauf nach 20 Schuss = mies ca.90mm/100m

Nach chemischer Reinigung des Laufes sind zwei Schüsse notwendig, damit die Folgeschüsse wieder mit maximaler Präzision abgegeben werden können. Die Präzision hält dann ca 10 Schuss um dann zügig wieder abzubauen.

Fazit: Bei diesem Geschoss setzt der Lauf schnell mit Tomak zu und verliert seine Präzision. Ursache liegt bei dem Geschoss, denn mit anderer Munition zB mit Sierra Matchking 168 grs kann man über 50 Schuss machen, bevor langsam die Präzision nachlässt. Jagdlich wären sicherlich auch 100 Schuss drin.

Bei dieser Ausgangslage kam mein Jagdkollege zu mir und fragte mich um Rat. Denn mit der Jagdtauglichkeit und dem Preis der Munition ist er mehr als zufrieden.

Meine Idee: Man müsste versuchen, den Abrieb in den Griff zu kriegen.

Lösungsansatz: Carnaubawachs im Tiegel schmelzen und bis kurz unter die Siede/Rauchtemperatur bringen; Patrone mit dem Geschoss voraus bis zum Hülsenmund kopfüber in die Wachsschmelze eintauchen. Dabei hat es sich bewährt, das Geschoss ca. 5 Sekunden eingetaucht zu lassen, dann wird der Überzug dünner.

Effekt: Es können jetzt Serien von über 50 Schuss gemacht werden, bevor der Lauf mit GROM Munition in der Präzision nachläßt.

Gruß,

frogger

Ich überlege mir dies nun zumindest auszuprobieren. Denn nach nur 20 Schuss ZGrom wieder chemisch reinigen zu müssen stinkt mir.
 
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Ich habe in meinen Laufen keineProbleme mut übermässigem Abrieb von den Barnesgeschossen, jedoch mit den PPU Z-Grom.

Der Lauf zeigt nach 10 Schuss mit den ZGrom deutlich kupferfarbener Abrieb auf den Feldern bei 2verschiedenen Waffen. Nach 40 Schuss Barnes (unbeschichtet) sieht man noch keinen Abrieb.
Leider hat dieser Abrieb deutlichen Einfluss auf die Präzision und deu Streukreise gingen leider schon während der Ladungsentwicklung ordentlich auf.

Auf der Suche nach einer Lösung stiess ich auf nachfolgenden Beitrag aus 2012 von frogger. Er beschichtete die Geschosse mit Carnaubawachs und es schien zu helfen- dies wäre dann auch ein möglicher Ansatz für diejenigen mit Kupferabriebproblemen bei den Barnes:



Ich überlege mir dies nun zumindest auszuprobieren. Denn nach nur 20 Schuss ZGrom wieder chemisch reinigen zu müssen stinkt mir.
Interessanter Ansatz. KK-Patronen sind ja auch mit Wachs beschichtet. Ich hätte gedacht, das das Carnaubawachs bei einer druckstarken Jagdpatrone sofort verdampft. Berichte bitte mal!
Gruß
Jan
 
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Der Reichenberger beschichtet seine Geschosse, ich glaube mit irgendwas auf Moly/So Basis. Ausgeführt als eingebrannter Gleitlack.

Der Typ aus Vprojekte hat da ein Versuch mit hexagonalem Bornitrid laufen

Schau mal hier:
Geschosse beschichten
 
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Interessanter Ansatz. KK-Patronen sind ja auch mit Wachs beschichtet. Ich hätte gedacht, das das Carnaubawachs bei einer druckstarken Jagdpatrone sofort verdampft. Berichte bitte mal!
Gruß
Jan
Ich war auch erstaunt dies zu lesen aber @frogger hat dies scheinbar zu seiner Zufriedenheit so praktiziert und es waren wieder gegen 50 Schuss möglich, bevor die Präzision nach liess.
Ich hab mal geschaut wo ich Carnauba her kriege und nen passenden Tiegel...

Irgendwann fragt man sich aber, ob man sich den ganze Aufwand antun will und nicht doch einfach 500 Barnes oder Fox bestellt, beim bezahlen die Faust ballt und die Kosten dann einfach wieder vergisst.😅
Die eigene Zeit ist ja auch nicht ausser Acht zu lassen und im Vergleich zu den jagdlichen Gesamtkosten bewundere ich jeden, wo Geschosse dann tatsächlich einen ernstzunehmenden Posten darstellen... 😉
 
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Ja, wir bewundern Dich auch für Deinen Reichtum. (y):devilish: :evil:
🤣🤣🤣 Verrate mir bitte wenn du meinen Reichtum findest!

Aber mal im Ernst- wenn man einen riesen Aufwand betreiben muss um ein bestimmtes Geschoss zum Fliegen zu bringen, muss man sich schon überlegen, ob es einem das Wert ist oder nicht doch bereit ist einen 20iger pro Schachtel Geschosse mehr zu bezahlen aber dafür keine Reinigungsorgien hat oder die Geschosse erst bei Vollmond rittlings über dem Dachfirst in Jungfrauentränen weihen muss!
 
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