HMK wirklich so schlecht wie ihr Ruf?

Registriert
10 Apr 2006
Beiträge
3.565
Wie die Vorredner schon sagten, ist die schlagartige Wirkung beim HMK fast immer gegeben. Damit aber logischerweise einhergehend auch die Wildbretentwertung.

Ich war mal mit dabei als ein Gamsbock mit der 7x64 und HMK beschossen wurde. Der erste Schuss war unglücklich und rasierte den Bock unten am Brustbein bzw kratzte leicht an der Haut aber öffnete diese nicht.
Darauf hin machte der Gamsock ein paar Fluchten in unsere Richtung und als er verhoffte, erhielt er die zweite Kugel in die Kammer, welche ihn an der Stelle verenden liess.

Beim Begutachten des ersten treffers wurde ersichtlich dass die Decke und Haut schon reichte, die weiche Geschossspitze zur Deformation/Splittern zu bringen. Im sichtbaren Geschossverlauf in der Decke bzw Haut steckten einige kupferfarbene Splitter mutmasslich von der Haube.
 
Registriert
26 Jan 2005
Beiträge
7.706
In der 7x64 und 7x65R habe ich das 11,2g H-Mantel recht lange verschossen. Jedenfalls solange, bis ich in ein Stück Rehleber biss und es knirschte: Ein recht großer Teil der Kupferhohlspitze hatte sich verirrt ........

WTO
 
Registriert
28 Aug 2013
Beiträge
227
Mein Einsatzspektrum für diese Patrone sind Ansitz und Pirsch in den weitläufigen Feldrevieren unserer östlichen Nachbarn, Verwendung ausschließlich auf schwerere Wildarten. Für erwartbare kürzere Distanzen habe ich stets den WLauf im Kal 7x64 mit dem 11,3g Hornady IL RN im Gepäck. Mit der ging mir auch noch nichts verloren und Rehe für den Eigenverbrauch werden auch damit geschossen. Gute Empfehlung!. Werde die 8mm - HMTl. ordern!. Besten Dank,- St.-Wolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
9 Feb 2002
Beiträge
1.918
Das schöne am HMK ist ja auch, das der Geschossrest eigentlich immer Ausschuss ergibt.
Und das ist der Geschossteil, der die Spuren der Züge und Felder trägt.

Einstein
 
Registriert
28 Aug 2013
Beiträge
227
Vom hochgelobten und sicherlich hervorragenden Nosler Partition Geschoss bleibt in der Regel als Geschoßrest auch nur der kompakte hintere Teil, an welchen sich die Geschossfahnen des Vorderteils eng anlegen, übrig. Wo ist denn dieses Blei geblieben?. Im Prinzip funktionieren doch alle Zweikammergeschosse gleich. Ich habe mein Leben lang regelmäßig,- (und nicht zu wenig), - Wild, welches mit bleihaltigen Geschoßen erlegt wurde, verspeist , und erfreue mich noch immer an bester Gesundheit. Übrigens wurde damals und auch noch heute, in meinem Umfeld fast ausschließlich das HMK und das TIG , vorwiegend mit der Patrone 7x64 , auf alle vorkommenden Wildarten eingesetzt. In unserem Niederwildbezirk mit fallweisem Schwarz-und Rotwildvorkommen gab es keinen Schweisshundeführer und es war auch, bei richtigem Verhalten nach dem Schuss, keiner nötig. Ich hoffe darauf noch mit "bleihaltig" ausdienen zu können, wünsche aber Allen, egal womit, ein kräftiges Weidmannsheil! St.-Wolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
1 Jun 2017
Beiträge
3.165
Der Begriff Splittergranate hängt dem HMK schon lange an, gleiches gilt für das neue bleifrei EVO Green. Außerdem erlebe ich bei der Munition von RWS immer wieder ein ähnliches "Phänomen" wie bei den Blaser Waffen, "schau dir mal die Preise an, da darf sowas aber nicht sein!!!!"

Wenn ich bei Wild das irgendwo um die 20-25kg wiegt, Reh, Gams etc., eine hohe Augenblickswirkung haben möchte, fährt man mit Patronen dieser Art sicher richtig.
 
Registriert
28 Aug 2013
Beiträge
227
Konnte vergangene Woche im schönen Ungarland zwei Hirsche mit der 8x68er, geladen mit der 12,1g HMK, erlegen. Der wildpretstärkere (ca. 200 kg) bekam die Kugel halbschräg von vorne quer durch die Kammer. Der Geschoßrest zertrümmerte auf der Ausschussseite noch vor dem Zwerchfell eine Feder und blieb unter der Decke stecken. Fluchtstrecke ca. 20 m, in der Kammer 1 Kübel gestockter Schweiss. Der zweite fiel im Feuer mit Treffer ober dem Herzen und Ausschuss. Nur ein kleiner Nachtrag zum Thema. WH! St.-Wolf
 
Registriert
23 Mai 2009
Beiträge
5.159
Keine Frage: Die HMK ist in den meisten Kaliber und Waffen sehr präzise und wurde sehr gerne von den Büchsnern zum Einschießen verwendet. In den ersten Jahren habe ich sie fast ausschließlich verwendet und für meine 7x65 R lagern bei mir immer noch ca. 80 Patronen.
Die Wirkung war durchweg gut. Meine allererste Sau, die meinen Stand mit Volldampf passierte lag eindrucksvoll im Feuer.
Aber: Außer dem alten D- Mantel kenne ich kein Geschoss, dass sein Blei so fein im Wildbret verteilt. Noch bevor es die ersten Bleifrei-Geschosse gab, bin ich deswegen davon ab:
Zunächst zum KS und als das manchmal keinen Ausschuss gab zum Norma Vulkan. Und weil mir das immer noch zuviel Blei verspritzte (allerdings gröber) über das NP letztendlich zum CDP.
Das trägt von allen bleihaltigen nicht-gebondeten Geschossen wohl noch am wenigsten Blei in mein Wildbret ein.
Durch den Zwang zum Bleifrei jetzt natürlich TTSX.
Fazit: Das HMK war ein sehr gutes Geschoss. Aber ist tatsächlich eine Splittergranate, über die die Zeit hinweg gegangen ist. Muss man nicht mehr haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
11 Jan 2006
Beiträge
9.587
Das RWS H-Mantel wurde von W. Lampel als Antwort auf das TIG von Wilhelm B.
entwickelt.
 
Registriert
20 Okt 2016
Beiträge
4.222
...wie Du schon in Deinem Post #13 erwähntest.
Doppelt hält dennoch im Forum nicht besser!:whistle:
 
Registriert
22 Nov 2006
Beiträge
1.613
Bei bleihaltigen Geschossen bin ich bei Degol gelandet. 150 grs in 308 sehr überzeugend - wenig Wildpretentwertung und kaum Fluchten....
 
Registriert
11 Jan 2006
Beiträge
9.587
...wie Du schon in Deinem Post #13 erwähntest.
hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Vielen Dank für den Hinweis.
Gott sei dank habe ich mir selbst nicht widersprochen. Ergänzen kann ich noch, dass Steppenwolf da wohl auch ein vid im www eingestellt hat, wenn ich mich nicht schon wieder irre..
 

Neueste Beiträge

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
57
Zurzeit aktive Gäste
368
Besucher gesamt
425
Oben