Hülsen auswiegen

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#1
Hallo Wiederlade-Gemeinde,

so bei mir ist es jetzt auch soweit mit dem Wiederladen. Ich hab mir 223 Hülsen Lapua .30-06 ausgewogen und zwei Lose gebildet.

1. Los 197,53-198,92 gr (100 Stück)
2. Los 199,07-200,46 gr (100 Stück)

Die gesamte Streuung (aller Hülsen) liegt zwischen 197,53-201,85 gr.

Da mir die Erfahrung fehlt hab ich dazu folgende Fragen:

Ist die Streuung so gering, dass ich statt 2 Lose auch nur ein Los bilden könnte?

Wie viel % an Streuung zwischen den Hülsen kann man akzeptieren, um ein Los zusammen zu bringen?

Gruß aus Baden :D :D :D
WH Ralf
 
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#3
Hallo Wiederlade-Gemeinde,

so bei mir ist es jetzt auch soweit mit dem Wiederladen. Ich hab mir 223 Hülsen Lapua .30-06 ausgewogen und zwei Lose gebildet.

1. Los 197,53-198,92 gr (100 Stück)
2. Los 199,07-200,46 gr (100 Stück)

Die gesamte Streuung (aller Hülsen) liegt zwischen 197,53-201,85 gr.

Da mir die Erfahrung fehlt hab ich dazu folgende Fragen:

Ist die Streuung so gering, dass ich statt 2 Lose auch nur ein Los bilden könnte?

Wie viel % an Streuung zwischen den Hülsen kann man akzeptieren, um ein Los zusammen zu bringen?

Gruß aus Baden :D :D :D
WH Ralf
Möchte gerne dieses alte Thema noch mal aufgreifen und die .308 Fraktion um Stellungnahme bitten.
Verwende jagdlich Lapua-Hülsen in .308 mit einem Gewicht zw. 170,5-174grs. und ziemlich exakt 63grs. H2O.
Das Hülsenwiegen/sortieren habe ich mittlerweile aufgegeben! Kann nicht feststellen das es signifikante Präzisionsunterschiede gibt, die
auf das Hülsengewicht zurückzuführen sind. Oder liegt es an der .308? Die scheint ja irgendwie unempfindlicher zu sein. Erreichte Streukreise
mit 150grs. TTSX und IMR 3031, N140 immer unter 15 mm. Waffe R8.
 
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#4
wie Kal. .308 Win. Blaser R 8 Streukreise immer unter 15 mm :roll:
Wie viele Schüsse...?
Welches Geschoss....?
Hast mal die Vo gemessen?

WmH R-M
 
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#5
@Schmalspießer: Wenn Deine Büchse eh' so ausnehmend gut schießt, dann hast Du ein Problem natürlich nicht, das nur Normalsterbliche quält. Insoferne sind Deine +/- 1% Schwankung bei der Hülsenmasse völlig in Ordnung.

Für die 30-06 toleriere ich für entzünderte, kalibrierte und abgelängte Hülsen +/- 0,5% vom Mittelwert als Abweichung.
Nicht, weil das eine maßgebliche Grenze wäre, sondern einfach, weil das ein Toleranzbereich ist, der sich mit dem momentan verwendeten Hirtenberger-Satz gut erreichen lässt: Die zu leichten Hülsen werden weg geworfen, die zu schweren Hülsen gehen mit der erwarteten Max.-Ladung an das Beschussamt.
 
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#6
wie Kal. .308 Win. Blaser R 8 Streukreise immer unter 15 mm :roll:
Wie viele Schüsse...?
Welches Geschoss....?
Hast mal die Vo gemessen?

WmH R-M
Das IMMER :biggrin: bezieht sich natürlich auf die am Ende optimalst ermittelten Laborierung (vorher Ladungsleiter geschossen!) und die daraus erzielten Streukreise.
Immer! mit jeweils 5 Schuss auf 100m, Barnes TTSX 150 grs., Vo ca. 840 m/s QL (LaufLänge 52cm), gemessen habe ich noch nicht, müsste aber hinkommen.
Material: Lapua Neuhülse, OAL 71mm, Pulver IMR 3031 42grs./N140 44grs., ZH Fed210 GM o. CCI BR2. Lauf gereinigt!

Alle Angaben ohne Gewähr!
 
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#7
@Schmalspießer: Wenn Deine Büchse eh' so ausnehmend gut schießt, dann hast Du ein Problem natürlich nicht, das nur Normalsterbliche quält. Insoferne sind Deine +/- 1% Schwankung bei der Hülsenmasse völlig in Ordnung.

Für die 30-06 toleriere ich für entzünderte, kalibrierte und abgelängte Hülsen +/- 0,5% vom Mittelwert als Abweichung.
Nicht, weil das eine maßgebliche Grenze wäre, sondern einfach, weil das ein Toleranzbereich ist, der sich mit dem momentan verwendeten Hirtenberger-Satz gut erreichen lässt: Die zu leichten Hülsen werden weg geworfen, die zu schweren Hülsen gehen mit der erwarteten Max.-Ladung an das Beschussamt.

Was kam den bei den zu schweren Hülsen für eine Rückmeldung seitens Beschussamt?
Sind die von Dir ausgesonderten 30-06 Hülsen mit einer Abweichung >0,5% vom Mittelwert bereits oberhalb
PMax bei gleicher Ladung? Wenn nicht wie wirkt sich das bei Dir tatsächlich auf die Präzision aus?

Bei war bisher in der Regel die gesamte Ladungsleiter mit der .308 und den erwähnten Komponenten jagdlich brauchbar.
Alles <35mm Streukreis. Die besten Ergebnisse brachten allerdings auch immer die "heissesten"!
 
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#8
Was kam den bei den zu schweren Hülsen für eine Rückmeldung seitens Beschussamt?"!
Die Hülsen müssen für das Beschussamt jeweils vollkalibriert werden, weil deren Messläufe die engstzulässigen Lager haben. Ob die Hülsen relativ leicht oder schwer sind, spielt für das Beschussamt keine Rolle, wohl aber für die gemessenen Drücke:
Eine schwere Hülse wird bei gleichen Außenabmessungen weniger Innenvolumen haben als der Rest der Charge. Weniger Innenvolumen bedeutet höheren Innendruck, damit bin ich mit der Messung gegenüber der restlichen Charge auf der sicheren Seite.
Sind die von Dir ausgesonderten 30-06 Hülsen mit einer Abweichung >0,5% vom Mittelwert bereits oberhalb PMax bei gleicher Ladung? Wenn nicht wie wirkt sich das bei Dir tatsächlich auf die Präzision aus?
Auch die engen Hülsen müssen natürlich im zulässigen Bereich sein, weil Gasdruckschwankungen von 5-10 % auf Grund anderer Randbedingungen (Temparatur, Geschoß, Laufzustand) immer möglich sind.
Den Einfluss des Hülsenvolumens auf den Gasdruck kannst Du am besten mit QuickLoad untersuchen.

Einfluss auf die Präzision? Wenn ich das wüsste, bräuchte ich nicht mit zu diskutieren. Auf der Suche nach Präzision ist eine sorgfältige Hülsenauswahl sicher eines der einfacheren Mittel und sollte daher grundsätzlich nicht ausgelassen werden.

Die besten Ergebnisse brachten allerdings auch immer die "heissesten"!
Bei den von mir verwendeten zweibasigen Pulvern URP und N204 zeigen Geschwindigkeitsmessungen bei "heißen" Ladungen den gleichmäßigeren Abbrand.

Das heißt aber noch lange nicht dass die Büchse damit am besten schießt. Das hängt dann vom Schwingungsverhalten des Laufs und von der Durchlaufzeit des Geschoßes ab.
 
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#9
Daß eine unterschiedliche Hülsenmasse mit unterschiedlichen Volumina korelliert ist mir theoretisch schon klar .
Hat aber einer der Befürworter des Hülsenwiegens mal verlässliche Zahlen bei der Hand oder selbst gerechnet wieviel eine Gewichtsdifferenz von 4 gr. bei einer ca. 170 gr. schweren Hülse beim Volumen ausmachen ?
 
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#10
Die Frage ist doch, was für eine Präzision verlange ich. Nun lade ich schon sehr viele Jahre selbst und
habe überhaupt kein Problem mit ein paar Grain Gewichtsunterschied bei Neuhülsen. Die Patronen sind präziser als es jagdlich erforderlich ist
und können von den meisten Schützen überhaupt nicht ausgeschöpft werden. Ich rede hier nicht von Patronen für Benchrestschießen, sondern für den jagdlichen Gebrauch. Ich behaupte jetzt einfach mal, wenn ich 2 Päckchen Munition, eins ausgewogen bis zum geht nicht mehr und eins ohne Schnickschnack geladen auf dem Stand ausprobiere, dann würde ich einen eventuell größeren Streukreis mir zuschreiben. Man ist wirklich nicht immer in Weltmeister Verfassung
Wenn ich nur die Hülsen auswiege und dann munter drauflos lade, bringt das überhaupt nichts. Schon mal die Geschosse gewogen und die Geschosslänge gemessen, oder die Ladung bis auf das letzte Pulverkörnchen ausgewogen und den Rundlauf auf null gestellt. So lange das nicht gemacht wird, ist das Hülsengewicht ziemlich unwichtig.
 
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#11
Die Frage ist doch, was für eine Präzision verlange ich. Nun lade ich schon sehr viele Jahre selbst und
habe überhaupt kein Problem mit ein paar Grain Gewichtsunterschied bei Neuhülsen. Die Patronen sind präziser als es jagdlich erforderlich ist
und können von den meisten Schützen überhaupt nicht ausgeschöpft werden. Ich rede hier nicht von Patronen für Benchrestschießen, sondern für den jagdlichen Gebrauch. Ich behaupte jetzt einfach mal, wenn ich 2 Päckchen Munition, eins ausgewogen bis zum geht nicht mehr und eins ohne Schnickschnack geladen auf dem Stand ausprobiere, dann würde ich einen eventuell größeren Streukreis mir zuschreiben. Man ist wirklich nicht immer in Weltmeister Verfassung
Wenn ich nur die Hülsen auswiege und dann munter drauflos lade, bringt das überhaupt nichts. Schon mal die Geschosse gewogen und die Geschosslänge gemessen, oder die Ladung bis auf das letzte Pulverkörnchen ausgewogen und den Rundlauf auf null gestellt. So lange das nicht gemacht wird, ist das Hülsengewicht ziemlich unwichtig.
Dem kann ich nur zustimmen. :thumbup:
 
A

anonym

Guest
#13
Daß eine unterschiedliche Hülsenmasse mit unterschiedlichen Volumina korelliert ist mir theoretisch schon klar .
Hat aber einer der Befürworter des Hülsenwiegens mal verlässliche Zahlen bei der Hand oder selbst gerechnet wieviel eine Gewichtsdifferenz von 4 gr. bei einer ca. 170 gr. schweren Hülse beim Volumen ausmachen ?
...wenn die Hülsen die gleiche Länge haben und alle nicht kalibriert sind (oder alle kalibriert sind), macht es Sinn zu rechnen!

Nimm das spezifische Gewicht von Messing als Näherungswert (die genaue Legierung hast du ja nicht) und dann feel free und rechne.

Bei dieser "geringen" Abweichung wirst du auf der Jagd keinen Unterschied merken - ob du auf der Scheibe einen Unterschied kennst, kommt auf die Eigenpräzision von Waffe, der Labo und des Schützen an.

Je grösser das Innenvolumen der Hülse ist, desto toleranter sind die Gewichtsunterschiede (Volumensunterschiede), da die prozentuale Unterschied geringer wird.
 

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