Hülsenhälse werden nicht sauber

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#1
Ich wasche meine Hülsen schon seit Jahren mit einem selbst gebautem Magnet-Tumbler.
Wie die meisten mit etwas "Spüli" und Zitronensäure.
Stahlpins 0.5x5mm
Die Hülsen werden in der Regel wie neu (oder besser ;-) )

Ich habe jedoch immer wieder den Fall, dass einige Hülsen am Hals nicht sauber werden. Es handelt sich immer um den verschmauchten Teil.
Wärend die restliche Hülse zügig (max. 30min) blank ist, bleibt der Hals einfach dunkel.
Das Problem besteht nur bei Langhülsen. Irgendwie scheinen da die Stahlpins beim Hals zuwenig "bums" zu haben.
nach 2 Stunden oder länger im Tumbler geht dann auch irgendwann an den Hälsen was, aber das dauert mir zulange, zumal der Rest der Hülse viel schneller sauber ist.

Ich habe zig verschiedene Mittel und anderes versucht, nichts hat wirklich was gebracht oder gar nicht funktioniert.
Spüli und Zitronensäure ist mit Abstand die beste Wahl. Grössere Pins haben villeicht mehr kraft, verstopfen jedoch die Zündlöcher usw.

Kennt das jemand?

PS: die Glasschüssel war nur anfangs ein Test und ist nun eine Plastikschüssel (Salatschüssel :) )
 

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#4
Wenns in 5 Minuten ohne „mechanisch“ gehen soll was mit ordentlich Sauer und tensidisch.

Da musst ja das Metall auflösen an dem der Dreck haftet. Ist wie im Badezimmer: einsprühen und abspülen reicht halt nicht.
 
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#5
Ich weiss nicht, was @Habermann nimmt, aber "Tickopur RW 77" funktioniert genau so, wie er schreibt.

P.S.: Das ist allerdings nicht schön sauer, wie es Don Moskito empfiehlt, sondern genau das Gegenteil. Nämlich schön alkalisch.
 
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#6
Ich empfehle Sauer nicht. Hab mir ausreichend Hülsen so versaut. Meine Methode momentan Edelstahlpins, Drehtrommel und ein wenig Kaltreiniger.

Das Tickopur schau ich mir mal an. Sollte es funktionieren ohne das Messing anzugreifen wäre das ja hervorragend.

Edit: mal ins Datenblatt geschaut...Doch Hülse auflösen.
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#7
Ich empfehle Sauer nicht. Hab mir ausreichend Hülsen so versaut. Meine Methode momentan Edelstahlpins, Drehtrommel und ein wenig Kaltreiniger.

Das Tickopur schau ich mir mal an. Sollte es funktionieren ohne das Messing anzugreifen wäre das ja hervorragend.

Edit: mal ins Datenblatt geschaut...Doch Hülse auflösen.
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Bis sich eine Hülse durch Tickopur aufgelöst hat, hat unsere Regierung längst das Hülsenreinigen verboten. Mal im Ernst, wie schädlich ist das denn, und wie oft muss man eine Hülse damit beaufschlagen, bis sie so versprödet, dass es ein Risiko darstellt?
 
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#8
Die Stahlstifte sind vermutlich zu lang, nicht zu kurz.
Aber jetzt mal ehrlich. Was soll das mit dem Reinigungsfimmel? Abwischen, Ausbürsten, Fetten, Kalibrieren. Funktioniert eiwandfrei, zumindest jagdlich. Ist doch dem Reh wurscht ob die Hülse glänzt oder nicht.
 
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#9
Naja, das rinigen hat mehrere Aspeckte für mich. Zum einen mir gefällt es rein optisch, wenn die Hülsen glänzen. Zudem gehen saubere Hülsen leichter durch die Presse und Patroenenlager. Habs selber beim Umstieg aufs Nasstumbeln gemerkt. Als ich die ersten 9mmPara durch die Dillon drückte, brauchte merkbar weniger Kraft als vorher mit Granulat.

Ich tumble auch nass, ein EL Zitronenesäure auf ca 20L & ein spritzer Spüli im 26l Curtec-Fass zusammen mit Stahlstiften. Da gehen dann gut 5000 Hülsen 9mmPara rein, wenn nötig. Wenn ich da nach ca 2 Stunden die Hülsen raus hole, sind selbst die Verfärbungen vom Anlassen weg, wenn ich das mal wieder gemacht habe. Oder auch stark verfärbte Hülsen von Outdoor- Ständen sehen aus wie neu!
 
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#11
Bis sich eine Hülse durch Tickopur aufgelöst hat, hat unsere Regierung längst das Hülsenreinigen verboten. Mal im Ernst, wie schädlich ist das denn, und wie oft muss man eine Hülse damit beaufschlagen, bis sie so versprödet, dass es ein Risiko darstellt?
Was verstehst du unter Risiko?

Aus meiner Erfahrung ist das Problem, dass sich durch saure oder basische Behandlungen lokale Angriffe des Materials entwickeln, die genau dort Schwachstellen erzeugen. Gerade im Übergang Hülse zu Boden oder dem stark lidernden Bereich am Hals/Schulter muss ich das nicht haben. Und das hängt maßgeblich von der Dosierung ab, worauf der Hersteller ja sogar explizit hinweist.
Allerdings bin ich kein ausgesprochener Experte für die Innenballistik. Von dem was mit Messing passiert in solchen Behandlungen verstehe ich schon mehr.
Daher habe ich mich nach einigen Versuchen mit perfekt sauberen Hülsen aus solchen Bädern dazu entschlossen ein wenig Restschmutz zu Gunsten einer schonenderen Reinigung zu akzeptieren.
Wie immer - jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
 
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#12
Ich wasche meine Hülsen schon seit Jahren mit einem selbst gebautem Magnet-Tumbler.
Könntest Du Dich dazu bitte etwas ausführlicher äußern?!
Was ist das für eine "Steuerung" (Hitachi)?
Was für ein Motor (U/min, Watt)
Welche und wie viele Magnete (Anordnung)?
...


WaiHei
 
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#13
Erster Arbeitsgang beim Wiederladen, optischer Check und die Hülsenhälse kurz mit Stahlwolle 000 händisch abpolieren, nur dass das Gröbste weg ist.

Danach ganz normaler Reinigungs- und Wiederladevorgang - nie ein Problem mit nicht ordentlich gereinigten Hülsenhälsen.

Gruß

HWL
Du bist ja sowas von "Old School"
 
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