Hülsenvolumen und Kalibrieren?

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#1
Eine Frage an die wissenden Wiederlader.;)
In wieweit verändert sich das Hülsenvolumen beim Kalibrieren?
Gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen Voll und Halskalibrierten Hülsen?
Gibt es einen Signifikanten Unterschied zwischen unterschiedlichen Matrizen?
Da ja immer mit mehr oder weniger großen Toleranzen hergestelte Matritzen gearbeitet wird, müsste da auch Unterschiede vorhanden sein, zumindest würde ich dies erwarten. Ebenso sollte eine halskalibrierte Hülse größer sein als eine Vollkalibrierte, oder mache ich da einen Denkfehler?

p.S. die Frage stellt sich, weil eine mir überlassene Laborierung aus meinen .300WM Cineshot Hülsen (halskalibriert) laut QL weit über Pmax (4725bar) liegen müsste, aber mit Ø 4150bar gemessen wurde:unsure: Das Volumen der abgeschoßenen unbehandelten Hülsen bertägt ca. 95,7gr H2O, laut QL solten es lediglich 89gr H2O sein.
 
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#4
Das Hülsenvolumen ist überwiegend abhängig von der Wandstärke die sehr unterschiedlich nach Hersteller sein kann.

Es gibt Toleranzen was das Patronenlager und die Hülsen Dimensionen angehen. Aus Sicherheitsgründen sind bei durchschnittlichen Waffen eher die Patronenlager an der oberen Toleranzgrenze und die Hülsen nach dem Kalibrieren an der unteren Grenze zu erwarten. Eine nur halskalibrierte Hülse kann deswegen durchaus größer sein als eine vollkalibrierte Hülse. Manche abgeschossene Hülsen lassen sich sogar in seltenen Fällen auf Grund ihrer Größe nicht mehr mit normalen Matrizen vollkalibrieren.
 
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#5
Wie OldHand schon schrieb und auch hier im Forum schon einmal behandelt wurde, gerade bei .300 WinMag gibt es hier große Unterschiede.
Deshalb sollte man hier immer die Hülsen auslitern.
Die Frage, in wie weit das Kalibrieren das Volumen beeinträchtigt, ist aber nebensächlich, weil :
Es ist immer die abgeschossene / unkalibrierte Hülse, im Idealfall aus der eigenen Waffe, auszulitern !
(Quickload sagt außer bei Drücken unter 2000 bar, da mit der kalibrierten Hülse rechnen)
Was das Volumen ausmacht zeigt die Schlumpschützen-Ladung.
Mit 89 gr H2O (den Wert habe ich bei meinen RWS-Hülsen ermittelt) : 4725 bar
Mit 95 gr H2O (meine Norma und Nosler Hülsen) : 4000 bar
4150 bar gemessen ergeben rückwärtssimuliert 93,5 gr H2O
Mit Schlumpschützens gemessenen 95,6 gr H2O : 3940 bar
(v0 laut QL 909 m/s, gemessen 940 m/s aus "schnellem" Multiradiallauf)
 
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#7
Das Hülsenvolumen ist meiner Meinung nach nur aus der eigenen Waffe relavant. Wobei die Unterschiede schon haupsachlich an den Hülsenherstellern liegen.

Die .300Winni wurde schon genannt, ich kenns beispielsweise auch noch von meiner 30-30A.I. Da ist zwischen feuergeformten Hornady und PPU gleich mal gute 4 grs H2O dazwischen. Bei einem Volumen von 48,6 zu 44,4grs H2O sind das fast 10% Volumen mit entsprechenden Auswirkungen. Bei meiner .375WbyMag hab ich nur 1,3grs Unterschied zwischen originalen Weatehrby- Hülsen und aus .375H&H von PPU feuergeformten Hülsen. Allerdings sind das da dann 105,3 zu 104grs.
 
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#8
In Bezug auf die Berechnung mit QL ist das Innenvolumen der Abgeschossenen Hülse wichtig (aus eigener Waffe). Wenn ich jedoch an Pressladungen denke dann stelle ich nach Messungen fest dass eine Vollkalibrierte Hülse (Triebel VK Matrize) bei meiner 308. win (Minimallager) ca 3,5-4% weniger Innenvolumen hat als eine Abgeschossene... spich mehr Pressladung als QL rechnet.

Wenn man keine Pressladungen bastelt wurscht.
 
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#10
In Bezug auf die Berechnung mit QL ist das Innenvolumen der Abgeschossenen Hülse wichtig (aus eigener Waffe). Wenn ich jedoch an Pressladungen denke dann stelle ich nach Messungen fest dass eine Vollkalibrierte Hülse (Triebel VK Matrize) bei meiner 308. win (Minimallager) ca 3,5-4% weniger Innenvolumen hat als eine Abgeschossene... spich mehr Pressladung als QL rechnet.

Wenn man keine Pressladungen bastelt wurscht.
Hab genau aus dem Grund schon vor Jahren auf Bump Sizing umgestellt . . . Wobei eine leichte Pressladung (so bis QL 105%) in den meinsten der von mir verwendeten Kaliber die beste Präzision ergeben
 
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#11
In Bezug auf die Berechnung mit QL ist das Innenvolumen der Abgeschossenen Hülse wichtig (aus eigener Waffe). Wenn ich jedoch an Pressladungen denke dann stelle ich nach Messungen fest dass eine Vollkalibrierte Hülse (Triebel VK Matrize) bei meiner 308. win (Minimallager) ca 3,5-4% weniger Innenvolumen hat als eine Abgeschossene... spich mehr Pressladung als QL rechnet.

Wenn man keine Pressladungen bastelt wurscht.
Das ist bei meiner Savage nicht so hoch - habe eine Abweichung von etwa 1grain, also rund 2% zwischen abgeschossen und voll kalibriert. Ich stelle die Matrize bei randlosen Hülsen (ergibt ja nur da Sinn, wo der Verschlussabstand über die Schulter eingestellt wird und nicht über den Rand oder den Gürtel) so ein, dass eine Fremdhülse (also nicht aus der Waffe abgeschossen) sich gerade so ins Lager repetieren lässt und drehe die Matrize dann noch eine Achtelumdrehung weiter runter. Das sind dann so um die 1/10mm Verschlussabstand.
Dann gibt es auch keinen Stress in Wald und Feld, egal wie warm oder kalt es ist ;)

BTW: die 7mm Rem Mag hat auch erhebliche Unterschiede im Innenvolumen bei verschiedenen Hülsenherstellern. Selbst unterschiedliche Lose eines Herstellers können erheblich voneinander abweichen.

Was auch spannend ist: bei fast allen Ladedaten fehlen die Infos zum Innenvolumen der benutzten Hülsen. Da bekommt die Empfehlung, sich auf die Ladedaten der Hersteller zu verlassen, ein großes Fragezeichen. Nur Nosler gibt das vorbildlich mit an (und die Deva auch in ihrem Buch).
An sich muss man das alles hinterfragen, miteinander abgleichen, auf das Lager der eigenen Waffe übertragen, nochmal quickloaden (oder grt-en) und auf jeden Fall sein Hirn einschalten bei einer Ladungsentwicklung.
 
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#12
....hallo, im übrigen sind im QL aus dem Grund der sehr unterschiedlichen Hülsen, verschiedene Hersteller mit den jeweiligen Volumen angegeben. Ich selbst hatte noch eine größere Charge alter Lapua Hülsen die abgeschossen 95gr Wasser fassten. Sehr gute Qualität, sehr widerstandsfähig!
 
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#13
Also mit Wasser habe ich noch nicht gepantscht, allenfalls die Hülsen in gleichen Fabrikaten abgewogen, dabei wird allerdings nicht das Fassungsvermögen genau erfasst.
Ob aber die Wandstärke dicker oder dünner oder das Bodenstück höher oder niedriger ist und sich so auf die Innenballistik signifikant auswirkt, konnte im Rahmen vorgeschlagener Laborierungen noch nicht feststellen.
Einmal aus den eigenen Waffen abgeschossen, kalibriere ich nur den Hülsenhals.
Ganz neue Labos lasse ich gelegentlich auf Gasdruck prüfen, wozu allerdings die Vollkalibrierung erforderlich ist.
 
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#14
....hallo, im übrigen sind im QL aus dem Grund der sehr unterschiedlichen Hülsen, verschiedene Hersteller mit den jeweiligen Volumen angegeben. Ich selbst hatte noch eine größere Charge alter Lapua Hülsen die abgeschossen 95gr Wasser fassten. Sehr gute Qualität, sehr widerstandsfähig!
Du redest von .300 Win Mag Hülsen:unsure:
 
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