Hülsenvolumen und Kalibrieren?

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#17
Hat jemand schon mal versucht das Wasser durch ein anderes Medium zum Auslitern der Hülsen zu ersetzten? :unsure:
Ich dachte z.B. an Quarzsand, wenn man eine aussagekräftige Vergleichsreihe mit beidem ausliterert müsste es doch möglich sein einen Umrechnungsfaktor zu erarbeiten, die Rumsuttellei mit Wasser mag ich garnicht:(
 
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#19
Auslitern ist Erbsenzählerei.
Wenn ich 100 Patronen lade, nehme ich den Pulver-Dosierer und wiege jede fünfte oder auch zehnte. Lade ich 20 Patronen, wiege ich jede Ladung ab.
Das anbringen und einstellen macht ja auch Arbeit. Eine Dauer-WL-Station habe ich nicht.
Wundere mich ohnehin, ohne jede Woche 100 Schuss zu verheizen, überhaupt etwas zu treffen
 
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#20
naja, Auslitern hilft bei der Ladungsentwicklung und vor allem dann auch, wenn man auf ein anderes Hülsenlos oder -Fabrikat übertragen will.
Wenn dann mal alles entwickelt ist, benötigt man das nicht mehr, klar.

Ansonsten sehe ich keinen Sinn, auf was anderes als Wasser umzusteigen. Das Ganze funktioniert nicht so hundertprozentig genau, aber einen groben Überblick über die Gleichmäßigkeit und das Volumen bekommt man schon. Vor allem eben, wie oben schon geschrieben, bei Hülsen wie den großvolumigen Mags, wo bekannt ist, dass sich das Volumen erheblich unterscheiden kann. Ist schon auch interessant in Richtung P-Max ;)
 
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#21
Litert ihr jede Hülse aus? Was ich mache, ist, nachdem einmal alle Hülsen verschossen wurde, nehme ich mir wilkürlich 10% der Hülsen und bestimem deren Volumen. Damit lässt sich schon ganz gut arbeten, man sieht zb ob man Ausreisser im Volumen hat und wo der Durschnittswert liegt.

Rein von der Statistik her, reichen 6 Stichproben (=Hülsen), um sauber arbeiten zu können, da ist dann die Fehlerquote bei 5% des Volumens. Mehr Proben machen es logischerweise genauer
 
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#22
ich habe beim ersten Mal immer alle Hülsen leer gewogen und dann meist ein breites Mittelfeld und nach oben und unten mehr oder weniger viele Ausreißer im Ergebnis.
So fern die Länge nicht erheblich variiert, kann man dann ein paar Hülsen exemplarisch aus dem Mittelfeld und den Extremen auslitern - das sollte einem einen guten Überblick über die Lage verschaffen ;)

Edit: hatte aber auch schon Gespräche mit Sportschützen, die sehr hohe Ansprüche haben und mir berichteten, dass sich das Auswiegen und Messen der Geschosse bzw. auch des Ausliterns jeder Hülse vom Ergebnis auf der Scheibe zeigt - hier dann aber mit Wettkampfwaffen und in Bezug auf die letzten mm Streukreis.
 
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#23
auslitern schon lange aufgegeben, auswiegen auch, aber 5% Abweichung hatte ich in beiden Fällen nicht, solange Hülsen von einem Hersteller verwendet.

Naja, bei uns Jägern gehr es ja nicht um die allerletzten Millimeter, aber die können entscheidend sein, den Bierdeckel zu treffen oder zu fehlen :LOL:
 
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#24
Das ist die ganz normale Gauschsche Kurve, die sich da einstellt.

Wer wirklich nach den letzen Millimeter jagt, dem kann so was Vorteile bringen, aber hier auf der Jagd?

Die 5% sind der Fehler, den die die Statistik zubilligt, wenn nur 6 Hülen ausgelitert werden. Würdest du nur 2 Hülsen auslitern, wären das 25%. Je nach Hülsenhersteller und vor allem bei mehr Proben wird die ganze Statistik immer genauer.

Edit sagt: Die höchset Konstanz im Volumen hatte ich, wenn ich nach dem ersten Verfeuern die Hülen ablängte und dann nach dem nächsten Schiessen erneut ausliterte. Da war dann selbst bei S&B oder PPU- Hülsen eine Genaugkeit bis auf 0,1/ 0,2grs H2O feststellbar.
 
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#26
Ich wiege von Stand gesammelte oder gebraucht gekaufte Hülsen. Da gibt es doch manchmal Abweichungen verschiedener Los beim selben Hersteller oder Konzern wie RUAG. Aufgefallen mal bei der 30/06, da waren die Gewichtsunterschiede zweier Lose schon mit der Hand spürbar. Die Lose selber waren dann wieder sehr uniform.Ob Norma, RWS oder Geco spielte keine Rolle, die wogen alle dasselbe, bis auf einige Norma, wenn ich mich recht erinnere.
 
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#27
Wenn man dem Wasser einen Tropfen Spüli zusetzt, erleichtert das die Handhabung und gibt auch nicht so eine Splenterei.
 
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#29
Litert ihr jede Hülse aus? Was ich mache, ist, nachdem einmal alle Hülsen verschossen wurde, nehme ich mir wilkürlich 10% der Hülsen und bestimem deren Volumen. Damit lässt sich schon ganz gut arbeten, man sieht zb ob man Ausreisser im Volumen hat und wo der Durschnittswert liegt.

Rein von der Statistik her, reichen 6 Stichproben (=Hülsen), um sauber arbeiten zu können, da ist dann die Fehlerquote bei 5% des Volumens. Mehr Proben machen es logischerweise genauer
Ich wiege das Los mal durch auf Abweichungen ,wenn ich eine Ladung mit einer bestimmten Hülse erarbeitet habe und ein anderes Los oder von einem anderen Hersteller verwende litere ich beide aus um den Unterschied im Volumen zu berücksichtigen .
 
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#30
Litert ihr jede Hülse aus? Was ich mache, ist, nachdem einmal alle Hülsen verschossen wurde, nehme ich mir wilkürlich 10% der Hülsen und bestimem deren Volumen. Damit lässt sich schon ganz gut arbeten, man sieht zb ob man Ausreisser im Volumen hat und wo der Durschnittswert liegt.

Rein von der Statistik her, reichen 6 Stichproben (=Hülsen), um sauber arbeiten zu können, da ist dann die Fehlerquote bei 5% des Volumens. Mehr Proben machen es logischerweise genauer
Ich nehme von jedem Los (á 200 Stück) 5 Proben, die ich auslitere. Die restlichen Hülsen werden nur abgewogen, um Ausreißer festzustellen (und diese ggf. aussortiert bzw. zum Warmschießen verwendet).
Ausgelitert werden bei mir die fabriksneuen Hülsen, und dann nochmal nach dem ersten Abfeuern. Ich jage nicht einem 1/4 MOA nach; 1 MOA oder besser ist für mich ausreichend - jagdlich ist ohnehin bei ca. 200m Schluss, und am LR-Stand bis maximal 1.000m wird eh nur auf Gongs geschossen (ich für meinen Teil jedenfalls).
 

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