Hund erschossen: Polizei sieht Jäger im Recht

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#46
Der Gesetzgeber könnte durchaus auch andere Wege gehen.

In BaWü wurde mit der Einführung des JWMG der Abschuss wildernder Hunde in der PRAXIS so gut wie unmöglich gemacht. (§ 49 JWMG)
Gleichzeitig gibt es aber keine gesetzliche Leinenpflicht für Hunde, weder örtlich bedingt, also im Wald, noch zeitlich an die Brut- und Setzzeiten geknüpft.

Allein durch die Möglichkeit einer Anzeige könnte man den ein oder anderen abschrecken, dabei käme weder Wild noch Hund zu Schaden.

Aktuelle? Gesetzeslage: https://totehunde.de/leinenpflicht-in-deutschland/
Zum Gruße,
"... den ein oder anderen abschrecken..." kann ja nur meinen, den ein oder anderen Hundebesitzer abzuschrecken, nicht ordentlich auf seinen Vierbeiner aufzupassen.
Als ich noch einen Jugendjagdschein hatte, wilderten im Revier die beiden Doggen eines Gutshof-Pächters. Mein Vater sprach ihn auf die Sach- und Rechtslage (in meinen Augen viel zu freundlich) an und bekam w o r t w ö r t l i c h zu hören:
"Ich füttere die nicht, ich will die los sein, knallen sie die doch gleich ab ...." Solche Typen kann man mit gar nichts abschrecken, allenfalls mit einem Schuss in den Hintern, der aber verboten ist.
Oder die Besitzerin des Magyar Vizsla im Nachbarrevier die felsenfest behauptete, ihr Hund wildere nicht, weil er das ja nicht gelernt habe..... - bis der dortige Pächter sie mit Zeugen erwischte, wie sie den armen Hund von einem gerade gerissenen Junghasen weg zog.

Nochmal, ich rate ab, heutzutage einen Hund zu schießen, weil der Ärger zu groß ist - es bleibt aber doch das einzige Mittel, das wirklich wirksam ist - denn der Hund, der einmal gewildert hat, vergisst nicht. Und was ist es für ein Hundeleben, die ganze Zeit an Leine und Maulkorb zu riechen... .
 
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#47
Ich komm ja aus dem entsprechenden Landkreis. Viele - leider nicht alle - Ortschaften hier haben eine Hundeverordnung, die Aussagt, dass außerhalb der geschlossenen Ortschaft kein Hund oder Hunde über einem Stockmaß (meist 35 bis 40cm) ständig an der Leine zu halten sind. Ansonsten gilt in BY, dass Freilaufen in BY daran gekoppelt ist, dass der Halter jederzeit den Hund abrufen kann und dass sich der Hund in seiner Nähe befindet. Laut der örtliche Zeitung war der Halter mit den dort angegebenen 1km deutlich weiter weg.

Das Thema ist m.W auch, dass der Hund oft nicht tötet, bevor er zu fressen beginnt. Laut meinem damaligen Lehrherren soll das Klagen des Rehs ähnlich wie ein verletzt schreiendes Kleinkind klingen. Und das möchte ich nie wieder hören

Ob ich schießen würde? Kann ich nicht sagen, war Gott sei Dank noch nicht in so einer Situation
 
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#48
@HWL (n)

Auch wenn man vom Gesetz her theoretisch einen wildernden Hund erlegen darf, sehe ich es wie Yumitori und würde es nicht empfehlen.
Vor Gericht mag man noch recht bekommen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es danach richtig rund geht.

Bei uns hat vor Jahren mal ein Pächter einen Rottweiler erlegt, der am wildern war.
Die Sache ging auch vor Gericht, der Jäger wurde freigesprochen.
Das revier hat er ein Jahr später abgegeben, da die Revierarbeite plötzlich sprunghaft anstiegen.
 
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#49
>>>Chefjäger des Landkreises, Gerhard von Hößlin,.......Hunde wie der Weimaraner würden in Jägerhand gehören, wo sie entsprechend erzogen würden. „Dann werden sie auch niemals ein Reh hetzen.“ Oder vielleicht sogar Schlimmeres. <<<<


Ja nee - is klaro_O
 
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#50
Diese Werbung hatte ich gerade auf der W&H Forumsseite.

Schon irgendwie erschreckend. :unsure:
1547033341867.png
 
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#51
Zum Gruße,
damit ich nicht falsch verstanden werde, eine Erläuterung:
Ich rate des Ärgers wegen davon ab, Hunde oder Katzen zu schießen.
Was aber auch heißt, dass es dort, wo das Gesetz es erlaubt, die einzig w i r k s a m e Methode ist.
Aber wirksam Wildschutz bedeutet entweder alles an die Leine und Maulkorb, was jemals gewildert hat - was ich persönlich für die größere Tierquälerei halte, als ein schnelles Ende.
Sinnvoller Weise noch eine Ergänzung zu Katzen: Ich habe als Bub mal bei einem Ansitz acht Katzen gesehen, die in der Dämmerung im Revier "umeinand" waren.
Katzen, die nur mal eben spazieren gehen, kann man leicht aussondern: Mit einem lauten "Pssst" anzischen, die Mieze, die sofort mit dem Boden und seinen Unebenheiten zu verschmelzen versucht, ist d e f i n i t i v eine, die wildert, diejenige, die nur aufmerksam schaut, geht wieder heim, bevor sie möglicherweise in der Dämmerung von Meister Reineke einen Scheitel gezogen bekommt.... (Habe ich auch mal gesehen, da der Fuchs gewonnen hat, habe ich ihn laufen lassen).
 
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#52
@Wheelgunner_45ACP
In jedem Fall Nerven behalten und Beweise sichern. Also sofort Foto/ Handy !
Dann sofort hin, Reh abfangen, Hund wegjagen oder festhalten, je nachdem.
Völlig verwilderte Killer wird es, wie schon gesagt, selten geben.
Und heute nat. keine Schäferhunde mit dem Grauen verwechseln...

Klagendes Wild ist nie schön anzuhören, es muß aber sofort eingegriffen werden, das muss ein Jäger können !
Die wenigstens Spaziergängerhunde, die sich selbstständig machen und versuchen Wild zu greifen, werden schnelles Abtun, Drosselgriff draufhaben.
Und welcher Hund tötet und dann schon frisst, der war schon länger unterwegs !
 
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#54
Jetzt reichts aber allmählich!
ich rate davon ab dauernd Bilder von toten Tieren zu veröffentlichen und trete jedem persönlich in den Allerwertesten der Fotos von Jungwild macht. Hier ist ein Jäger seiner gesetzlichen Hegepflicht nachgekommen, nicht mehr oder weniger. Warum man das überhaupt breittreten muß?
 
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#55
@HWL (n)

Auch wenn man vom Gesetz her theoretisch einen wildernden Hund erlegen darf, sehe ich es wie Yumitori und würde es nicht empfehlen.
Vor Gericht mag man noch recht bekommen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, daß es danach richtig rund geht.

Bei uns hat vor Jahren mal ein Pächter einen Rottweiler erlegt, der am wildern war.
Die Sache ging auch vor Gericht, der Jäger wurde freigesprochen.
Das Revier hat er ein Jahr später abgegeben, da die Revierarbeiten plötzlich sprunghaft anstiegen.
Du hast das Post 47 nicht im entferntesten verstanden, bitte lies noch mal was ich geschrieben habe.

Es ist in jedem Fall zu vermeiden, dass irgend etwas vor Gericht geht, oder sonst irgendwie durch die Öffentlichkeit gezerrt wird.

Explizit das, was du da anführst ist zu vermeiden.

Wir sind eine der letzten Gruppen in unserer Gesellschaft, der es vergönnt ist, ab und an mal ein Problem mit der Waffe in der Hand zu beseitigen.

Damit das so bleibt, schön gesetzeskonform aber auch möglichst unauffällig handeln.

Den Schwanz einzuziehen, nicht zu handeln, und sich in bedauernden Kommentaren zu erschöpfen wird der Sache nicht gerecht.

Wer den Schutz der Tierwelt da Draussen übernommen hat, darf nicht mit Händen in der Hosentasche rumstehen, wenn sein Handeln gefordert ist.


Gruß

Deine Rehe ;)
 
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#56
Jetzt reichts aber allmählich!
..........
Offensichtlich nicht, denn das ist schon die vierte Seite auf der Jäger sich ergehen in Mitleid mit dem armen Hund, der ja nicht anders konnte..... (Ich habe noch nie von Jägern gelesen, die Füchse bedauern, weil die nicht anders können)......oder raten, sich aus Gründen der Widerstandsverringerung sozusagen unter dem Bett zu verkriechen, statt ihrer Aufgabe nachzukommen.
 
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#57
Zum Gruße,
@Brex2017 - bitte nicht als Erbsenzählerei ansehen, aber ich bin dafür, erst abzufangen und dann Beweise zu sichern - es soll schon (große) Hunde gegeben haben, die am verendeten Stück ratzfatz den Menschen angeknurrt haben... das ist dann genau das was man als Beweis braucht.
@all - die Hetzerei ist ja schon schlimm genug - ich habe es noch im Ohr, das Klagen des (starken) Kitzes, das nach längerer Hetze durch das erwähnte Rudel im Koppeldraht verfangen und sodann zerfetzt wurde. So schnell, es zu retten, konnten wir nicht von einem Ende des Tales zum anderen kommen, aber den Rückweg konnten wir ihnen abschneiden... .
Wenn zur Setzzeit hetzende Hunde in einer Region sind, ist das so schlimm, wie bereits gerissen.
N o c h ein Hinweis - ich bin ein Fan kombinierter Waffen, aber in solchen Fällen m u s s eine gut gezielte Kugel sein oder der Schuss unterbleiben - entweder der Hund liegt oder er ist unverletzt und entkommt halt - aber diese "Schrotschreckversuche" hat der Teufel gesehen.
Hat man nur die Flinte dabei, geht es nicht anders, aber ansonsten immer die Kugel - ich will ja hier keinen Balg verwerten oder Wildpret schonen.
 
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#58
Offensichtlich nicht, denn das ist schon die vierte Seite auf der Jäger sich ergehen in Mitleid mit dem armen Hund, der ja nicht anders konnte..... (Ich habe noch nie von Jägern gelesen, die Füchse bedauern, weil die nicht anders können)......oder raten, sich aus Gründen der Widerstandsverringerung sozusagen unter dem Bett zu verkriechen, statt ihrer Aufgabe nachzukommen.
Zum Gruße,
stimmt, der Jäger im Eingangsfall ist seiner Aufgabe nachgekommen und verdient Zustimmung und keinesfalls Tadel !
Ich für mein Teil habe so viel Ärger erfahren, nachdem ich (und meine Mitjäger) ihre Aufgaben wahrgenommen hatten, dass wir selbst nach einem Sechser im Lotto niemals wieder ein Revier haben pachten wollen. Und dabei geht es nicht nur um wildernde Hunde und Katzen, es geht um die (gesetzlich eingeräumte) Bemessung v. Wildäsungsflächen, den Einsatz von Kitzrettern und noch einigem mehr.
Jagen ist für mich Passion, wenn ich dabei aber mehr Ärger habe, als Freude, dann lass' ich's entweder ganz oder ziehe die "Aufgabenschraube" nicht mehr so stark an... .
Das ist k e i n Widerspruch - aber wir haben Regeln gerne aufweicht, das muss man sehen... - i c h würde im Leben heute kein Revier mehr pachten, es sei denn, ich wäre s o reich, dass ich mir zwei Berufsjäger leisten könnte, die die Aufgaben nach meinen und des Gesetzgebers Vorgaben erledigen - für den Rechtsschutz dürfte dann jeweils ein junger Kollege sorgen.
 
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#59
den hundehalter freundlich ansprechen und ihm erklären dass und warum der hund dem wild schadet , lösungen suchen wo der hund sich ohne störung des wildes austoben kann.

bei plumper oder aggresiver reaktion des hundehalters die sache dem pächter/förster oder der ujb melden und nichts anderes .

manche hundehalter sind zu blöd , keine frage , aber mir käme es nicht in den sinn dass der vierbeiner diese blödheit mit seinem leben bezahlen soll.

die einzige situation wo ich schiessen würde wäre ein aggresiver kampfhund der meine oder die gesundheit anderer menschen gefährdet .
 
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