Hunde und Gewitter

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Es wäre interessant zu erfahren, ob sie dieses Verhalten bereits immer hatte oder erst im jetzigen Alter. Es kann verschiedene Ursachen haben und so ist es zu wilde Spekulation. Ich würde es aber nicht überbewerten, sofern es keine sonstigen Auffälligkeiten gibt.

Zum Thema Zwinger:
ich halte es für völligen Unsinn temporäre Zwingerhaltung mit einem Entzug von Nähe zum "Rudel" gleichzusetzen. Es gibt durchaus Gründe und Vorteile einer angepassten Zwingerhaltung, die nicht von der Hand zu weisen sind und dem Hund überhaupt nix ausmachen. Manchmal ist das Gegenteil der Fall.
Kommt der Hund von der Jagd, dem Spaziergang o.ä. nass zurück, macht es Sinn ihn bei passender Witterung im Zwinger trocknen zu lassen. Das erspart geruchsbelästigungen und Schmutz im Haus, die nicht von der Hand zu weisen sind. Ist der Hund daran gewöhnt z.B. die Nacht im Zwinger zu verbringen, sorgt dies für einen besseren Fellwechsel und er bekommt ein dichteres Winterfell, was ihn insbesondere bei der Jagd im Herbst besser schützt und wärmt.
Es ist aus meiner Sicht menschlich, egoistisch oder manchmal auch Faulheit dem Hund nach unseren Maßstäben den permanenten Aufenthalt im Haus oder gleich auch im Bett zu gewähren. Damit werden vordergründig lediglich unsere Ansichten bedient und nicht die Bedürfnisse des Hundes.
Diese Meinung gilt selbstverständlich nur bei einem tatsächlich ausreichenden Umgang des Tieres in seinem Rudel. Er hat das Bedürfnis entsprechende Zeit damit zu verbringen und dieses müssen wir bedienen. Es ist aber eine Fehlinterpretation zu glauben, dass wir unsere Abwesenheit während des Tages damit kompensieren können, zusammen mit dem Tier im Bett zu schlafen. Neben dem Bedürfnis nach körperlichen Nähe bedarf es aben auch einer ausreichenden Beschäftigung mit dem Tier.

wipi
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z/7

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Nervös bin ich nur ,wenn ich draußen bin und vom Gewitter überrascht werde . So wie gestern .
Ob des beschleunigten Schrittes oder mein Verhalten , jedenfalls klebte sie mir an den Füßen .
Aufgefallen ist es mir erst dieses Jahr , aber die beiden letzten Jahre hat es auch kaum gewittert.
Problem ist , das mein jüngster Sohn und meine Frau Mitleid mit ihr haben und sie dann zu sich nehmen , also wie gewohnt weiter machen ist nicht .
Dann liegt das Kind schon im Brunnen. Falls Du es über Dich bringen könntest, mit ihr grade bei Gewitter draußen spannende jagdliche Dinge zu tun, könnte das hilfreich sein. Das würde den Einfluß von Weib und Kind auch in Schranken halten. Dieser Sommer verspricht ja einiges an Übungsgelegenheit.

Es ist tatsächlich nicht goß genug einzuschätzen, welchen Einfluß die eigene Haltung zu den Dingen auf den Hund hat. Daß ein Hund bei plötzlichen starken Eindrücken erschrickt ist normal. Entscheidend ist, was der Rest der Welt daraufhin tut.

Mir geht es wie @sarahmaria , ich find Gewitter wenn man zu Hause ist, gemütlich. Man kuschelt sich in ne Ecke, der Regen trommelt aufs Dach, es rumpelt und blitzt, das ist Natur-TV vom feinsten. Vllt hatt ich deshalb noch nie nen Hund mit Gewitterangst oder Scheu vor Silvestergeböller. Selbst der Junge, bei dem ich die Schußfestigkeit anfangs verbockt hatte, ist in der Beziehung völlig unauffällig.
 
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Ich bin bei Gewitter tatsächlich auch gerne draußen... Der Hund mag nur keinen Regen, wenn er aus dem Trockenen raus muss. Ansonsten oder wenn eine Jagdbüchse die Konstellation erweitert, gibts da kein Halten...Draußen ist besser als drin. :D
 
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Ich saß vor ca. drei Jahren während eines Gewitters vor unserm Haus auf der Veranda. Mein Parson Russell Rüde lag neben mir. Plötzlich ein lauter Knall. Ich dachte mir, Prost Mahlzeit, da wird wohl der Blitz in der Nähe eingeschlagen haben. Es stellte sich dann heraus dass er in meinem Haus eingeschlagen hat. Hat aber bei meinem Hund keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gewitter sind ihm immer noch “Wurst”. Merke überhaupt keine Reaktion.
 
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Es gibt Hunde, die völlig wesensfest und unauffällig sind, aber bei Gewitter Angst haben. Egal ob sie im Zwinger, Haus oder sonst wo sind. Für die Zeit des Gewitters mit ins Haus nehmen und das Ganze nicht weiter beachten!

PS. Gewitterangst hat auch nichts mit mangelnder Schußfestigkeit zu tun!
 
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Sehe ich anders, Angst vor Gewitter und Silvester ist schon Wesensschwäche eines gewissen Grades (sofern nicht durch falsche Verknüpfungen angelegt). Mit so einem Hund sollte man eher nicht züchten.
Den Unterschied zur Schussfestigkeit sehe ich allerdings auch.
 

z/7

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Sehe ich anders, Angst vor Gewitter und Silvester ist schon Wesensschwäche eines gewissen Grades (sofern nicht durch falsche Verknüpfungen angelegt). Mit so einem Hund sollte man eher nicht züchten.
Den Unterschied zur Schussfestigkeit sehe ich allerdings auch.
Denke, v.a. bei Gewitter können es auch andere Sinneseindrücke als der unmittelbare laute Krach in engerer Umgebung sein, die das Unbehagen auslösen. Sehr tiefe Frequenzen auch aus größerer Entfernung, die wir Menschen gar nicht bewußt wahrnehmen, hätt ich da z.B. in Verdacht. Daher durchaus auch sonst schußfeste Hunde betroffen.
 
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