Hundeführerschein; die tausendste

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#1
Moin,
da der Landtag es ja nicht auf die Schaufel kriegt seine Gesetze verständlich zu verfassen hab ich mal n paar Fragen.

1)In dem Haufen Schmierpapier der sich "Gesetz zur Hundehaltung"(oder so) nennt gibt es folgenden Passus:



"Die nach Absatz 1 Satz 1 erforderliche Sachkunde besitzt

auch, wer nachweislich

1. innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Aufnahme

der Hundehaltung oder Betreuung
für eine juristische Person über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren

ununterbrochen einen Hund gehalten oder für eine juristische Person betreut hat,"

Fall ich da drunter wenn es auf dem Hof immer einen Hund gegeben hat?

2)Man ist als Jäger ja von diesem Bürokratischen Mehraufwand verschont wenn man zusätzlich zum Jagdschein eine Brauchbarkeitsprüfung ablegt. Wie soll das funktionieren? Kriegt man den Fiffi erst zur Probe und legt dann mit ihm die Brauchbarkeit ab, oder leiht man sich den Hund eines Mitjägers und macht mit dem die Prüfung? Oder wie stellen die sich das vor?
Vielleicht spricht hier ja jemand fließend Amt oder hat den Blödsinn hinter sich und kann mir Helfen.
Horrrido


 
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#2
Fall ich da drunter wenn es auf dem Hof immer einen Hund gegeben hat?

1. ja wenn Du die Steuern bezahlt hast, sonst eben nicht.

2. Jäger, die die Brauchbarkeit mit dem Hund machen, erfüllen und haben die Bedingungen erfüllt. Punktum. Und bis dahin darf der Hund bessen werden, weil der ja gerade den Führerschein bewirkt.

3. gerade Jäger sollten den schlafenden Bären nicht wecken, dann beisst der auch nicht.

4. Ansonsten ist der Führchterschein für den Arsch, weil eben 99,9 % aller bekloppten, meist weiblichen Hundebesitzer, den Hund nicht im Griff haben und leider nie einen Schein machen müssen.

5. Früher hatten Jäger, Blinde, Bundeswehr, Polizei und Bauern einen Hund, der Rest der Bevölkerung hatte keinen - und das war auch gut so. (ich weiss, dass die Bauernhunde ein blödes Dasein gefristet haben, oft, aber das hat sich geändert)
sca


 
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#3
Magst Du das"früher" mal definieren?

Meines Wissens gab's Schoß- und Begleithunde bereits in der Antike. :cool:
 
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#4
Parabuteo;2780324[SIZE=3 hat gesagt.:
][/SIZE]
2)Man ist als Jäger ja von diesem Bürokratischen Mehraufwand verschont wenn man zusätzlich zum Jagdschein eine Brauchbarkeitsprüfung ablegt. Wie soll das funktionieren?

Südheide ist ja wohl Niedersachsen und ich finde, das ist recht eindeutig formuliert :p

NHundG
§ 3 Sachkunde
>>>
Abs. 1
Wer einen Hund hält, muss die dafür erforderliche Sachkunde besitzen.
....
Die theoretische Prüfung ist vor Aufnahme der Hundehaltung, die praktische Prüfung innerhalb des ersten Jahres der Hundehaltung abzulegen.

Abs. 6
Die nach Absatz 1 Satz 1 erforderliche Sachkunde besitzt auch, wer nachweislich
....
Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde abnimmt oder eine solche Prüfung mit einem
Hund erfolgreich abgelegt hat.
<<<
 
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#5
Ok, und wie ist nun geregelt daß ich jetzt einen Welpen kaufen und später mit ihm die Brauchbarkeitsprüfung ablegen möchte? Darf ich als alternative für die theoretische Sachkundeprüfung meinen Windsurf-Schein volegen?
Wird die Brauchbarkeitsprüfung in einen allgemeinen und einen Jagdlichen Teil getrent, so daß ich im jagdlichen Teil durchfallen aber trotzdem noch den Hundeführerschei bekommen kann?
 
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#7
Meine Oma würde einen Hundeführerschein nicht mehr packen - dennoch käme sie mit einem ebenfalls senilen Hund prima klar; der asozialen Zielgruppe für den Schein wird dieser so egal wie Führerschein und Waffenschein sein...

Zu den "Bauernhunden": Ich sollte echt mal langsam eine Fotoserie machen - die hiesigen sind deutlich entspannter als manche Vollzeit bespasste Töle aus dem Hundetanzkurs.
Viele laufen frei, 1/3 sind oft an der Kette (nicht toll, aber besser als Totgefahren) - denk die haben es oft besser als manche Meutehunde...
 
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#8
Ich denke, wer in DE die Jägerprüfung bzw. den Kurs zur Jägerprüfung erfolgreich bestanden hat, hat durch das Sachgebiet Hundewesen schon 300 Prozent mehr Sachkunde als der einfache durchschnittliche deutsche Mitbürger.

Im Prinzip finde ich die Idee eines Allgemeinen Hundeführerscheines für "Hundeanfänger" nicht schlecht. Schade, dass vorhersehbar ist, dass es nur wieder auf Beutelschneiderei hinausläuft.


wmh

Jäger:cool:
 
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#9
Magst Du das"früher" mal definieren?

Meines Wissens gab's Schoß- und Begleithunde bereits in der Antike. :cool:
Die Hundesteuer ist für Städte

eingeführt worden, im Kaiserreich (also schon ziemlich früher), um die Stadtbewohner davon abzuhalten, zu viele Hunde zu halten.

Gruß,

Mbogo
 
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#10
Der Hofhund in unserem Reitstall hat ein Leben, wie ich es mir als Pensionär wünschen würde: keine Leine/Kette/Zwinger, er kann überall hin (ist kastriert).

Irgendein **** (meist ich) wirft immer mal nen Ball :)
 
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#14


4. Ansonsten ist der Führchterschein für den Arsch, weil eben 99,9 % aller bekloppten, meist weiblichen Hundebesitzer, den Hund nicht im Griff haben und leider nie einen Schein machen müssen.

Ich halte Hundebesitzer ob weibliche oder männlich nicht für bekloppt.

Übrigens sind so weit ich das sehen kann 80 bis 90 % die den Hundeführerschein machen weiblich.
 
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#15
Ein typischer Hundekuschelplatz in einem Dorfe nahe der Hauptstadt von Niedersachsen. Von dort kommen auch viele Teilnehmer.
Meist weibliche mittleren Alters so ab 35. Sie stehen in Grüppchen, meist sehr schick ausgestattet mit pinker Leckerlitasche vor dem Bauch.
Fast jede 2. hat an die 50 kg an Abschleppseil dabei, für die braven Hunde. Die Hunde toben wild durcheinander. Wenige sind in einer Ecke isoliert.
Am Boden liegt ein sportlicher, langhaariger Mann, die Neuankömmling Hunde liegen auf Ihm.
Eine Gruppe Damen säuseln, augenscheinlich verliebt, über den am Boden liegenden Obertrainer der Hundeschule: Das ist der Bernd!
Der kann so toll mit den Huuuuuunden, der ist ja bald sebst ein Hund, man sieht das gleich. Und schmachten vor sich hin, die Sinnkriese Ihres ansonsten langweiligen Daseins eine kurze Zeit vergessend. Die anderen Hunde machen derweil Halligalli.
Ja der Bernd, der hats drauf.

Also jo, das halte ich sehr wohl für bekloppt. Eigentlich meinte ich aber, dass es bekloppt ist, dass so viele keinen Führerschein mehr machen müssen wegen der Ausnahmeregelung, obwohl es besser wäre, Sie würden einen machen. Noch besser wäre es für uns anderen, sie hätten erst gar keinen Hund.
sca
 
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