Immer weniger Hundeführer? (aus Dank an alle Nachsuchenführer)

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8 Okt 2019
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#1
seit doch alle mal ehrlich.

schaut doch mal bei Euch in die Jägerreihen
wer führt den noch ein Jagdhund.

bei uns ist es mittlerweile so wenn mann eine Entenjagd machen möchte
musst erst schauen das paar Hunde zusammen bekommst
das paar Freunde und Gäste einladen kannst.

Tendenz bei Hundeführern fallend.
 
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#2
@ Jagen ist Passion: Beinahe hätte ich den Gefällt mir Button gedrückt weil ich dir absolut beipflichten muß, und das gefällt mir eigentlich nicht. Wenn sich die "privaten" Hundebesitzer soviel Gedanken darüber machen würden ob es Sinn macht sich einen Hund anzuschaffen dann hätten wir keine Sorgen mit den Hundehäufchen etc., da geht der Trend ehr zum 2. oder 3. Hund. - Bei uns Jägern leider ehr zu keinem Hund:cautious:.
 
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#7
Leider musste ich in diesem Jahr erstmals, und das gleich zum wiederholtem male, einen Nachsuchenführer herbeiholen, um ein angeschweißtes Stück zu finden.
Ich verstehe da das "leider" nicht.
Wenn man eine Sau in einer Schußschneise im Mais beschießt und die wechselt noch in den Mais ein, hört man trotz guter Pirschzeichen nach 10m auf ohne Hund zu suchen.
Rein aus Eigensicherung, aber auch um dem Wild potentiell Leiden zu ersparen.

Das ist keine Schande sondern waidgerecht.

Ich verstehe nicht, warum für manche es so eine Hemmschwelle ist ein Nachsuchegespann zu rufen ?

Auch wenn es eine 30m Totsuche wird, sind die NSF, die ich kenne froh, daß sie eher früher als später gerufen werden.

Hund hat sein Erfolgserlebnis, alles gut.

Sauer sind sie meistens, wenn sie 2 Tage später ran sollen und diverse Dilettanten ( Gespanne ? ) alles zertrampelt haben.


Selbstredend, daß man den Einsatz und sei es nur das Benzingeld kompensiert.
( Kriegen manche leider auch nicht hin )
 
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#8
seit doch alle mal ehrlich.

schaut doch mal bei Euch in die Jägerreihen
wer führt den noch ein Jagdhund.

bei uns ist es mittlerweile so wenn mann eine Entenjagd machen möchte
musst erst schauen das paar Hunde zusammen bekommst
das paar Freunde und Gäste einladen kannst.

Tendenz bei Hundeführern fallend.

Es gibt Jäger, die führen zwar keinen Hund, wissen aber alles besser und wollen den Hundeführern drein reden.
Wenn die einen Hund hätten, wäre der natürlich viel besser.
 
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31 Aug 2009
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#9
seit doch alle mal ehrlich.

schaut doch mal bei Euch in die Jägerreihen
wer führt den noch ein Jagdhund.

bei uns ist es mittlerweile so wenn mann eine Entenjagd machen möchte
musst erst schauen das paar Hunde zusammen bekommst
das paar Freunde und Gäste einladen kannst.

Tendenz bei Hundeführern fallend.
Ganz so stimmt das ja nicht, die guten Gebrauchshundeführer werden seit ein paar Jahren massiv weniger, an Jagdbegleithundeführern herrscht kein Mangel. Der Hundeführernachwuchs im Alter von 20 - 30 Jahren mit guten Vorstehhunden, DW und Terriern , der im Moment nicht nachkommt, der wird uns in 10 - 15 Jahren ganz böse fehlen! Warum das Interesse an der Jagd mit einem guten Jagdgebrauchshund bei den jungen Führern so nachgelassen hat, würde mich mal interessieren?
 
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#10
Alle Hundeführer investieren viel Zeit, Geld, Geduld und Passion in die Ausbildung ihrer Hunde. Auf unserer Jagd heute haben alle Hunde ausnahmslos wirklich sehr gute Arbeit gezeigt. Jeder auf seinem Fachgebiet. Aber wir haben eine Nachsuche auf einen starken Überläufer mit wenigen Pirschzeichen. Damit ist aus unserer Sicht jeder unserer Hunde und wir selbst überfordert, daher wir haben einen Spezialisten für morgen früh. Allein dieser Bereitschaft ist dank zu zollen und das wollte der Treadstarter hervorheben. Es ist eben die Arbeit danach über die viele nicht gerne sprechen weil sie sich etwas eingestehen müssten oder die viele auch einfach garnicht wahrnehmen. Die aktiv jagenden Hunde, egal welcher Rasse werden gesehen, die Schweisshundeführer kommen eben erst zum Zuge wenn der Rest bei der warmen Suppe steht und erzählt was sie alles geleistet haben und wie schwierig der Schuss auf die langsam ziehende Sau doch war. Mein absoluter Favorit ist ja immer noch der "ich hab es mal versucht" Kandidat.
Selten liest man hier "ich habe eine Nachsuche verursacht". Die SHF wissen es wahrscheinlich besser und schweigen über so manches was uns die Haare zu Berge stehen lassen würde.
Lasst uns doch einfach froh sein, dass wir und unsere Hunde gesund sind und wir überhaupt die Möglichkeit haben unserer Passion folgen zu können.
Zur Entwicklung bei den Hundeführern. Schaut doch mal wie viele Jäger 1990 eine Ausbildung gemacht haben und wie viele studierten. Das Ganze dann auch mal im Jahr 2019. Die wenigsten haben mit Ende 20 schon ein gesichertes Leben und einen geregelten Tagesablauf.
 
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#11
Hauptursache des Nachwuchsproblems sind imho die veränderten Geschlechterrollen. Wer hat denn heut noch ein Weib daheimhocken, das sich um Kind, Hund und Kegel kümmert. Und das möglichst früh. Die meisten haben doch heut schon ein Problem damit, Kinder in die Welt zu setzen und großzuziehen, bevor sie der Großvater der eigenen Kinder sein könnten. Wer tut sich da noch die Verantwortung für nen lebenslänglich abhängigen Mitarbeiter an?
 
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#12
Unter 30 war an einen Hund nicht zu denken.
Ins Büro kann ich auch jetzt keinen mitnehmen,aktuell Etagenwohnung. Der Münsterländer ist bei ihr geblieben (auch Jägerin).
Sofern es mit einem Haus klappt, sieht es vielleicht anders aus, ohne Hund ist es doof!
Und der Terrier meiner Freundin ist Haushund - auch, wenn sie sich auf der Rehlauf-Fährte erstaunlich gut schlägt.
 
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#13
Döör un döör Rüenkeerls heft alttied een Rüen am Band.

Von der Sorte kriegen wir aber zuwenig nach.
 
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#14
Ganz so stimmt das ja nicht, die guten Gebrauchshundeführer werden seit ein paar Jahren massiv weniger, an Jagdbegleithundeführern herrscht kein Mangel. Der Hundeführernachwuchs im Alter von 20 - 30 Jahren mit guten Vorstehhunden, DW und Terriern , der im Moment nicht nachkommt, der wird uns in 10 - 15 Jahren ganz böse fehlen! Warum das Interesse an der Jagd mit einem guten Jagdgebrauchshund bei den jungen Führern so nachgelassen hat, würde mich mal interessieren?

Es ist die Zeit die heute keiner der jungen mehr hat. Es ist die Geduld die heute keiner der jungen mehr hat. Und es ist das Geld was heute kaum einer der jungen noch übrig hat für einen guten Hund.
Ja auch ich bedanke mich bei all den NSF und ihren Hunden. Ich habe "meinen" NSF mit Hund in diesem JJ Gott sei Dank bisher nur einmal gebraucht weil ich merkte und wusste das meine Hunde dieser Aufgabe nicht gewachsen gewesen wären. Da lasse ich dann doch lieber einen "Profi" ran der mir vorab schon ein gutes Gefühl gibt.
Mögen uns diese wahren "Experten" mit ihren Nasen und alles was dazu gehört noch sehr lange erhalten bleiben! Ohne diese 4 Beinigen Helden mit ihren Führern sähen wir oftmals sehr alt aus und so manches Stück Wild würde elendig zu Grunde gehen!
 
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#15
Der Hundeführernachwuchs im Alter von 20 - 30 Jahren mit guten Vorstehhunden, DW und Terriern , der im Moment nicht nachkommt, der wird uns in 10 - 15 Jahren ganz böse fehlen! Warum das Interesse an der Jagd mit einem guten Jagdgebrauchshund bei den jungen Führern so nachgelassen hat, würde mich mal interessieren?
Das hat schon mancherlei Gründe. Zum Einen will sich keiner mehr die Arbeit antun. Wozu auch, irgendjemand wird auf der (Treib-)Jagd schon seinen Fiffi dabei haben und man kann entspannt den Tag genießen. Auch hört man des öfteren, dass auf Ansitzjagd einfach eine Wärmebildkamera den Hund ersetzt, falls mal eine Suche notwendig wird ...

Ich war vor zwei Tagen auf einer Treibjagd eingeladen, wo zu meinem Erstaunen bei etwa 25 Schützen fast kein Hund anwesend war. Ich hatte den einzigen Vorsteher. Viel wurde nicht erlegt. Haben an dem Tag zwei Hasen verlorengesucht. Den Ersten haben wir zum Glück bekommen, nachdem ein anderer Hundeführer mit seinem Hund (die Rasse nenne ich jetzt nicht) am Strick sein Glück versuchte und wie sich später rausstellte 2 m neben dem erlegten Stück vorbei zog und 100 m in die verkehrte Richtung spazierte ... Da ist man dann schon stolz und ich empfand das als Lohn meiner Mühen. War ja erst sein zweiter warmer Hase, welchen mir mein Hund gebracht hat. Den zweiten angebleiten arbeitete er Spurlaut über zwei Senffelder, hat ihn jedoch leider im letzten, sehr dichten Feld verloren.

Heut hab ich mal angefangen für die Bringtreue zu üben und hab auch noch eine 900 m - Schleppe mit'm Karnickel gezogen, weil ich die Langschleppenprüfung führen werde und mal schauen wollte wie er sich anstellt. Beides endete zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Es geht schon eine Menge Zeit und Nerven drauf einen Hund jagdlich auszubilden. Meine zwei Jungs beanspruchen mich in zeitlicher Hinsicht nicht soviel, schon aus dem Grund, weil meine Frau mich momentan gesundheitlich nicht unterstützen kann, bezüglich morgens Gassirunde, usw. So bin ich schon seit zwei Monaten drei mal tägl. mit dem Hund unterwegs. Vor der Arbeit, Nachmittags und Abends. Das nimmt schon eine Menge Zeit in Anspruch - aber ich tue das gerne.
Der Hund gibt mir jetzt viel zurück. Und um es mit den berühmten Worten zu unterstreichen:

"Jagd ohne Hund ist SCHUND!"
 
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