Immer weniger Hundeführer? (aus Dank an alle Nachsuchenführer)

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Weiß ja nicht, wie die generelle Meinung ist, aber mMn sollte ein Stöberhund zum Durchgehen (so er in größeren Waldungen mit Dickungskomplexen jagt) idealerweise folgende Merkmale aufweisen:
  • Unbedingt Spurlaut sein,
  • das Wild nicht nur anjagen, sondern aus der Dickung schmeißen, d.h. nach Größe der Dickung muss sich der Hund auch 500-600 Meter vom Führer entfernen,
  • danach zügig wieder zurückkommen und die Dickung erneut kontrollieren, denn allzuoft ist nur ein Teil der Rotte / des Rudels geflüchtet bzw aufgestanden
  • genügend Wildschärfe bei allen Wildarten haben
Ich kenne einige tolle DW (sind bei uns am stärksten vertreten) und ein paar Bracken, die das können. Vorsteher leider keinen. Und es sind immer wieder welche dabei.

Es geht ausdrücklich nicht um Rassebashing, mir gefallen die meisten Jagdhunderassen ausgesprochen gut, aber das Wild ist nicht dumm und drückt sich oft genug, wenn der Hund nicht dranbleibt oder einfach daran vorbei läuft.
Ich mein, ich hab es oben schon mal geschrieben: große Dickungskomplexe sind m.E. nicht der ideale Einsatzort für kurzjagende Hunde. Weil es dort 1. schwer ist, das Wild zu finden, und es sich 2. durch ständigen Ortswechsel innerhalb der Dickung dem Hund zu entziehen versucht. Dafür braucht's weitjagende Standschnaller oder zumindest Terrier, Bracken oder DW in der Meute des Durchgehers. Der Vorsteher ist dazu da, Druck auf Sauen in eng umgrenzten Bereichen zu machen. Manche Meuteführer sprechen auch von ihrer Leibgarde. Der soll weder km lang hinter Wild herrennen, noch das irgendwo am anderen Ende einer großflächigen Dickung finden.
 
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weil ich ebenso viele Nullnummern bei Wachteln und Bracken erlebt habe, wie bei allen anderen Rassen. Laika und "Packer" gehören , für mich, auf keine Jagd. Stumme und Waidlaute Hunde sind auszusortieren.
Ich bin Jahrelang mit meinem Hund durchgegangen, der Letzte, DK hat nicht nur super Feldmanieren gezeigt, sondern auch hervorragende Dienste im Wald geliefert, guter Hals, schnell, Führerbezogen und an Sauen mit "Verstand". Wer einen Vorsteher vom Stand schnallen will, hat keine Ahnung. Momentan habe ich nur eine leichte RHT Hündin, die 13 ist im Bestand und so lange ich noch arbeiten muß, kommt auch kein neuer, da ich einem jungen Hund momentan nicht gerecht werden kann. Übrigens habe ich keinen Vorsteher in einem Gatter geschnallt, Rehe fangen braucht man denen nicht beibringen.
 
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5min oder längeres Vorstehen am "Waldhasen" prädikatsmindernd. D.h. es wird auch bei einem Vorstehhund als Fehler gewertet und widerspricht somit dem "gut abgeführt".
Ein " gut abgeführter" DD, DK, ... steht halt beim stöbern nicht vor!
.... und ein gut abgeführter DD, DK kann noch so gut abgeführt sein - wenn er nicht spl ist, hat er auf Schalenwildjagden nichts zu suchen!
 
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Auch ein Satz, der nicht oft genug wiederholt werden kann!!!
Weidlaut (so es denn tatsächlich ein solcher ist und nicht nur eine extrem niedrige Reizschwelle des Hundes!!!) ist zwar nervig aber er produziert kein Tierleid - weil einen solchen Hund sowieso weder Wild noch die anderen Hunde oder die erfahreneren Schützen (die die verschiedenen Lautbilder auseinander halten KÖNNEN!) auch nur ansatzweise ernst nehmen!
Der waidlaute Hund produziert Tierleid! Und zwar weil der Einsatz nicht zielotientiert ist!
Möglicherweise hält er ein zwei Stände durch das nervige Gekläffe wildrein. Folglich wurde Wild ggf. umsonst über Stunden beunruhigt ohne Chance auf Erlegung, weil es sich an anderer Stelle aus dem Treiben stiehlt!

Waidlaute Hunde sind n.M.n. genauso auszuschließen wie stumme Hunde!
Wenn so einer meinen Stand bewacht, bekomme ich merklich Puls...
 
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Übrigens zum Waldhasen vorstehen:cool:
Ich denke, dass es bei Hunden, wie bei Menschen auch Idioten gibt, einfach dumme Tiere. Weder wären meine Vorsteher auf die Idee gekommen bei einer DJ Hasen vorzustehen, so weiß die kleine Teckelhündin, mit der ich auch Füchse aus Durchlässen sprenge, genau, um was es im Wald geht und schlieft nirgends ein;)
 
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  • Unbedingt Sicht oder Spurlaut sein,
  • das Wild nicht nur anjagen, sondern aus der Dickung schmeißen, d.h. nach Größe der Dickung muss sich der Hund auch 500-600 Meter vom Führer entfernen (nichts anderes ist anjagen, meine bringen das Wild oftmals 500 - 1000 m weg)
  • danach zügig wieder zurückkommen und die Dickung erneut kontrollieren, denn allzuoft ist nur ein Teil der Rotte / des Rudels geflüchtet bzw aufgestanden
  • genügend Wildschärfe bei allen Wildarten haben (gerade die Stärke von DD, DL, DK, WK, PP, GM)
Ich kenne jede Menge dieser Vorstehhunde, die genau das können.

Es geht ausdrücklich nicht um Rassebashing, mir gefallen die meisten Jagdhunderassen ausgesprochen gut, aber das Wild ist nicht dumm und drückt sich oft genug, wenn der Hund nicht dranbleibt oder einfach daran vorbei läuft. Ein großes Problem bei den Bracken und DW.
Und immer dran denken, diese Geschichte mit den Meuten ist doch nur aufgekommen, weil Jagdleiter mit den Solojägern unzufrieden waren und dann in ein anderes Extrem verfallen sind. Wenn doch alles so supi wäre mit den Solojägern dann müßten es ja immer mehr werden, schaut man aber in die Welpenstatistik des VDH werden auch die in der Summe weniger.
 
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Ich kenne eigentlich keine große, gut organisierte DJ, wo Stöberhunde durch Meuten ersetzt wurden - und ich kenne viele gute Reviere und viele gute DJ!
Komisch nur, daß es diese Meuten gibt, diese genügend zu tun haben und auch beim Bundesforst und Landesforsten ihre Hunde vom Strick lassen.
 
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ist doch Banane. Hier gibt's 3 Lager
1. "Meuteführer", deren Köter alles dürfen incl. Wild anschneiden und auffressen und auch wehe dem Standschützen der solch ein Mistvieh anschreit:unsure:
2. Führer von Vorstehhunden, die "Hasen" auf der DJ vorstehen:ROFLMAO:
3. Stöberhunde die allen anderen überlegen sind, selbst wenn sie stumm jagen, oder Waidlaut sind, oder Steigerung...am Sitz angebunden werden um die Standgebühr zu sparen:cool:
 

Rotmilan

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Komisch nur, daß es diese Meuten gibt, diese genügend zu tun haben und auch beim Bundesforst und Landesforsten ihre Hunde vom Strick lassen.
Vemutlich, weil es für den Beständer einfacher zu händeln ist. Ein Anruf, Termin ist klar oder nicht. Danach muss man nur noch die Geldbörse öffnen...
 
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Ich kenne eigentlich keine große, gut organisierte DJ, wo Stöberhunde durch Meuten ersetzt wurden - und ich kenne viele gute Reviere und viele gute DJ!
Und ich kenne viele große gute DJ , wo fast ausschließlich Meuten eingesetzt werden!
Und was beweist das? Es geht beides! Und da sind übrigens dann sogar Vorstehhunde dabei! Ergänzen die Terrier und Bracken übrigens perfekt!
 
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Vemutlich, weil es für den Beständer einfacher zu händeln ist. Ein Anruf, Termin ist klar oder nicht. Danach muss man nur noch die Geldbörse öffnen...
Natürlich auch das! Und ich kann auf den Stand stellen, wen ich möchte! Kann also meine Schützen viel freier wählen und wenn die Meute nichts taugt, habe ich einen Ansprechpartner! Nicht 40, bei denen 15 Hunde identifiziert werden müssen! Preislich wahrscheinlich nicht mal ein Unterschied!
 
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Komisch nur, daß es diese Meuten gibt, diese genügend zu tun haben und auch beim Bundesforst und Landesforsten ihre Hunde vom Strick lassen.
Wie Du weißt, jage ich sehr viel beim Bund, bei den Landesforsten und einem der Landesforstverwaltung ähnlichen Betrieb und als ehemaliger Mitarbeiter habe ich da auch einen guten Überblick: keine Meuten, fast ausschl. DW und Bracken!
 
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