Immer weniger Hundeführer? (aus Dank an alle Nachsuchenführer)

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Das Führen eines Jagdgebrauchshundes ist in der Regel ein rauhes Handwerk und keine elfengleiche Spielerei. Je nach jagdlicher Verwendung bedarf es unterschiedlicher Anlagen, darum haben sich auch die unterschiedlichen Hundeschläge herausgezüchtet. Man kann nicht jedem Hund alles beibringen, das Meiste sollte schon anlagentechnisch vorhanden sein und nur noch in die richtigen Bahnen gelenkt werden müssen!
 
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Das wird allmählich anstrengend:
1. Ich erwarte von meinem Hund, dass er bis an die Grenze geht. Ein Hund der nicht alles gibt, ist bei der Nachsuche, egal, ob auf klassisches Niederwild oder Schalenwild, nicht zu gebrauchen. Ein Stück bei der Hatz nicht zu bekommen weil der Hund nur 87% gibt, ist schlecht.
Die gleichen Führer die 100% von ihrem Hund erwarten, erwarten das übrigens auch von sich selbst!
2. Schießen üben auf dem Stand ist in etwa so wie die Kunstfährte für Deinen Hund. Man versucht so gut es geht, auf die Praxis vorzubereiten, aber es wird die Praxis nie 100% abbilden können. Selbiges gilt für das Abfangen. Das tote Stück hält still. Da hängt auch meist kein Hund dran. Die reale Lage ist meist etwas dynamischer.
Man kann und sollte also üben, aber bitte denke nicht, dass dies die Erfahrung im Echtfall ersetzt.
 
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Dumm nur, daß der flüchtige Schuß auf bewegtes Wild etwas anspruchsvoller als Schießkino ist! Und die nächste Steigerung ist dann der Schuß auf von Hunden gestelltes Wild. Das Abfangen eines noch lebenden Stückes ist auch eine ganz andere Sache, wie das Einstechen auf einen Kadaver. Das Beurteilen von Schuß und Pirschzeichen erlernt man auch nicht vom Bücher lesen, sondern unter Anleitung eines erfahrenen Mitjägers draußen im Revier.
 
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Mensch Bolli, mehrere Posts von Dir, die mir gefallen!
Aber auch wenn wir beide uns öfters hier streiten - so sind wir beide doch überzeugte Hundeleute edit
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Dumm nur, daß der flüchtige Schuß auf bewegtes Wild etwas anspruchsvoller als Schießkino ist! Und die nächste Steigerung ist dann der Schuß auf von Hunden gestelltes Wild. Das Abfangen eines noch lebenden Stückes ist auch eine ganz andere Sache, wie das Einstechen auf einen Kadaver. Das Beurteilen von Schuß und Pirschzeichen erlernt man auch nicht vom Bücher lesen, sondern unter Anleitung eines erfahrenen Mitjägers draußen im Revier.
Korrekt! Nur der Schuß auf bewegtes Wild eignet sich nicht zum Üben und zum Abfangen eines lebenden Stückes muss man ein lebendes Stück vorhaben. Deshalb sucht man sich Praktiker, aber nicht solche, die im dumm daher labern Meister sind, sondern eher solche, die viel viel jagen und weniger Klugscheißern. In Deutschland findet man diese Spezis Mensch tendenziell mehr im Osten und es sind gern mal Leut, die mit einfachen Mitteln Dinge zuwege bringen, von denen im jagdlichen Westen selbst die Klugscheißer mit viel Erfahrung nicht zwingend hinstinken können. ;)
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Das wird allmählich anstrengend:
1. Ich erwarte von meinem Hund, dass er bis an die Grenze geht. Ein Hund der nicht alles gibt, ist bei der Nachsuche, egal, ob auf klassisches Niederwild oder Schalenwild, nicht zu gebrauchen. Ein Stück bei der Hatz nicht zu bekommen weil der Hund nur 87% gibt, ist schlecht.
Die gleichen Führer die 100% von ihrem Hund erwarten, erwarten das übrigens auch von sich selbst!
2. Schießen üben auf dem Stand ist in etwa so wie die Kunstfährte für Deinen Hund. Man versucht so gut es geht, auf die Praxis vorzubereiten, aber es wird die Praxis nie 100% abbilden können. Selbiges gilt für das Abfangen. Das tote Stück hält still. Da hängt auch meist kein Hund dran. Die reale Lage ist meist etwas dynamischer.
Man kann und sollte also üben, aber bitte denke nicht, dass dies die Erfahrung im Echtfall ersetzt.
Das hat niemand bestritten!
 
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Korrekt! Nur der Schuß auf bewegtes Wild eignet sich nicht zum Üben und zum Abfangen eines lebenden Stückes muss man ein lebendes Stück vorhaben. Deshalb sucht man sich Praktiker, aber nicht solche, die im dumm daher labern Meister sind, sondern eher solche, die viel viel jagen und weniger Klugscheißern. In Deutschland findet man diese Spezis Mensch tendenziell mehr im Osten und es sind gern mal Leut, die mit einfachen Mitteln Dinge zuwege bringen, von denen im jagdlichen Westen selbst die Klugscheißer mit viel Erfahrung nicht zwingend hinstinken können. ;)
Nach der Schilderung was jagdlich dein Ding ist ist also das was du jetzt schreibst jagdlich gar nicht dein Ding aber du machst es trotzdem oder wie ist das zu verstehen?
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
Nach der Schilderung was jagdlich dein Ding ist ist also das was du jetzt schreibst jagdlich gar nicht dein Ding aber du machst es trotzdem oder wie ist das zu verstehen?
Ich wüsste nicht, was ich geschrieben hätte und nicht zwingend zur Jagd gehören würde. Was meinst Du also?
 
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Der Anteil sil DK ist auch höher, nur wird der oftmals nicht festgestellt, da Hasen fehlen und dann Laut ? eingetragen wird.
Steile These - kann man ja mal in den Raum stellen...
Unlogisch ist sie trotzdem!
Wenn ich als HF weiß, dass mein Hund laut ist - und wenn ich dies als Voraussetzung für z.B. eine Jagdteilnahme im Wald brauche, melde ich zu einer Prüfung, bei der er das auch mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigen kann - spätestens bei der HZP. Ansonsten ist der Hund eben als stumm anzusehen und bleibt aus dem Wald raus; der Rest ist Selbstbetrug!
 
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Nachdem er ja so gut mit den ganzen "Vollhonks und Drückjagdfetischisten" kann, fährt er ja extra nach Meckpom zu den großen Drückjagden, um sein Hunderl einzuarbeiten und seine Dienste anzubieten, edit
 
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Mal ne einfache Frage, lieber Anthas, wie lange gehst Du schon zur Jagd?
Ich gehe davon aus, dass Du diese Frage nicht beantworten wirst - was aber auch eine Antwort ist!
 
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Schalenwild auf Ansitz und das am Liebsten sieben Tag die Woch auf großen Flächen irgendwo im hintersten Winkel allein, wo ich meine Ruh hab und ohne irgendwelche Technik-Hanswursten, Waffen-Fanatiker, Klugscheißer oder sonstige Irre bin, die zwar den Schein haben, aber keine Zeit und trotzdem alles wollen. Diese ganzen "übersättigten" Vollhonks gehen mir nämlich tierisch auf den Zeiger und noch mehr die neuzeitlichen Drückjagdfettischisten.

Für ökologisch orienierte Jagd in Sinne der Natur und des Gemeinwohls braucht man nämlich selbst heute nicht mehr, wie viel Zeit, eine Bixn und einen Hund, nebst ein paar Gefrierschränken und vielleicht noch ein kleines schnuckeliges Anwesen, das niemand so schnell findet. :cool:

Jetzt weißt Du es ganz genau! ;):coffee:
Das oben deckt sich ja nicht mit Bewegungsjagd bzw gesellschaftsjagd und den anfallenden nachsuchen, dem Schuss auf flüchtiges oder gestelltes wild und dem abfangen von noch lebenden wild mit der kalten Waffe. Daher frag ich warum du das tun willst wenn’s nicht dein Ding ist.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Das Führen eines Jagdgebrauchshundes ist in der Regel ein rauhes Handwerk und keine elfengleiche Spielerei. Je nach jagdlicher Verwendung bedarf es unterschiedlicher Anlagen, darum haben sich auch die unterschiedlichen Hundeschläge herausgezüchtet. Man kann nicht jedem Hund alles beibringen, das Meiste sollte schon anlagentechnisch vorhanden sein und nur noch in die richtigen Bahnen gelenkt werden müssen!
Mit anderen Worten: Es gibt "den" alllgemeinen Jagdgebrauchshund nicht, was wiederum die Frage beantwortet, weshalb es immer weniger HF gibt. Die Leut kaufen sich keinen Hund mehr, weil sie keine Rasse auslasten können. Lang hats gedauert .... :D
 
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